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alfredo
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Betreff des Beitrags: Regimentstochter zum Verlieben Verfasst: 01.04.2007, 23:18 |
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Registriert: 22.02.2007, 10:45 Beiträge: 174 Wohnort: grüne mark
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Heute sah ich die Regimentstochter und bin platt. Die Wiener Staatsoper engagierte ein paar für mich unbekannte Sänger. Da sind mir wieder einmal die Augen übergegangen und die Ohren jubilierten: Natalie Dessay und Juan Diego Floréz brillierten mit unglaublich leicht gesungenen Arien unter schwierigsten Bedingungen. Mussten in einem fort während des Singens klettern und laufen. Wie ihr wisst, gibtes auch die Arie mit den vielen hohen Cs, dieser Juan Diego Floréz meisterte sie ohne sichtbare Anstrengung und dabei weich und äußerst musikalisch.
Wollte nur mitteilen, dass ich schon wieder ganz weg bin und glücklich, so Schönes gehört zu haben.
Wünsche euch, dass ihr diese Oper hört, vielleicht gibt es eine Aufzeichnung.
Seid bis zum nächsten Mal herzlich gegrüßt von eurem
alfredo 
_________________ ...du holde Kunst, ich danke dir.
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LaCarmensitaRubia
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 01.04.2007, 23:48 |
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Habe auch heute eingeschaltet und kann dir nur zustimmen Alfredo. Nathalie Dessay hat natürlich, wie zu erwarten war sensationell gesungen, der Tenor hatte eine Stimme zum verlieben, ein wunderbares c, weich und trotzdem strahlend und auch die restliche Besetzung war natürlich gut. Dessay und Flores haben toll stimmlich zusammengepasst, war wirklich schön zuzuhören.
Das Beste am ganzen Abend war natürlich Montserrat Caballé als Herzogin de Crakentorp. Ihr Volkslied war einfach so amüsant "und der Herrgott im Hiiiimmel". Ich habe wirklich geschriehen vor Lachen.
Ich kann nur hoffen, dass es eine DVD geben wird, ärgere mich jetzt schon, dass ich es nicht aufnehmen konnte.
LG Leila
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cantilene
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 02.04.2007, 06:27 |
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Boaahhh! Dessay und Florez zusammen, das ist da der Gipfel der Seligkeit!
Kam das im Fernsehen????
Das sind dann die Momente wo ich bedayure tv-los zu leben, denn diese Kombination live zu erwischen, ist wohl eine totaler Glücksfall.
Ich habe diese Oper einmal live erlebt, aber sie gefiel mir abgesehen von einer serh guten Marie überhaupt nciht und auch musikalisch finde ich das nciht Donizettis Glanzleistung aber in der Besetzung und dazu noch Caballé-beneide euch um dieses Erlebnis!
Erzählt bitte noch kurz, wei das inszeneirt war. Ich finde es nämlich besonders schwierig, solche komischen Opern heute zu inszenieren, so dass sie nicht zum überholtenSchinken werden aber auch nciht entstellt.
Gerade Dessay ist bekannt dafür hochmoderne und schwieirige Inszenierungen zu favorisieren und jede Akrobatik mitzumachen.
in der Lucia hat sie ihre Wahnsinnsarie auf iener Schaukel schwingend gesungen und stand teilweise fast oben ohne auf der Bühne und ich habe eine Dvd von ihr, da tritt sie als Punk-Zerbinetta auf.
Sei ist wirklichh vom modernen Regie-Theater überzeugt, denn stimmlich oder publicitymässig hat sie das ja keinesfalls nötig und kann sich inzwischen ausssuchen, wer mit ihr arbeiten "darf".
Canti 
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Escamillo
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 02.04.2007, 08:11 |
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Das war ja eine echte Spitzenbesetzung. Sicher ein ganz tolles Erlebnis.
LG  Escamillo
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LaCarmensitaRubia
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 02.04.2007, 09:42 |
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Das kann ich mir gut vorstellen mit der Schaukel bei Lucia. Bei der Regimentstochter ist sie auch die ganze Zeit als rothaariger Lümmel durch die Gegend gehüpft, hat ihre Arien beim Bügeln oder weiß ich nich was gesungen, war ständig in Aktion und man kann so eine tolle Schauspielerische Leistung für unmöglich halten neben so einer gleichwertig gesanglichen. Das Bühnenbild an sich war nicht gerade revolutionär, aber die
Art des Vortrags hat mich schon sehr stark an Operette erinnert. Die Dialoge wurden immer mit einer lustigen Handlung oder Geste unterstrichen. Eine PArodie auf das ganze Soldatentum. Dessay hat an Pipi Langstrumpf erinnert mit ihrer Frisur, ein flammend roter Zopf und der blauen Latzhose + schwarze Militärstiefel. Durch das aufwachsen im Männerlager hat sie sich nicht grade feminim entwickelt. Manchmal war es doch schon etwas seltsam diese schöne Musik aus diesem frechen Mund. Der Männerchor war eher klassisch gehalten in den typischen blauen Uniformen und auch der Rest der Hauptdarsteller waren nicht unbedingt aus der Zeit gerissen....
LG Leila
übrigens war die Produktion ja auch schon am convent garden und an der scala, an der scala spielte die Marquise de Berkenfield Marilyn Horne, wohl auch das letzte Mal auf der Bühne 
Zuletzt geändert von LaCarmensitaRubia am 02.04.2007, 13:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Mario
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 02.04.2007, 13:45 |
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Wie das wohl gewesen wäre, wenn die beiden Damen jeweils die andere Rolle übernommen hätten?
Es grüsst  MARIO
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Orphenica
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 02.04.2007, 23:26 |
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ich fand die Besetzung auch spitzenmäßig - Nathalie Dessay gehört zu meinen ganz großen Favoritinnen! Schauspielerische Leistung: 1+. Dennoch - ich bekenne  - habe ich schon recht bald wieder abgeschaltet, weil ich die Oper selbst unerträglich langweilig fand.  C'est la vie ...
Gruß, Orphenica

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ManuK
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 03.04.2007, 14:15 |
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Hallo!
Und ich bin hängen geblieben am fernseher, obwohl ich urmüde war. Mir hat es sehr gut gefallen.
lg Manu!
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Steven Grlscz
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09.04.2007, 11:32 |
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| junges Mitglied |
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Registriert: 01.05.2006, 11:31 Beiträge: 45 Wohnort: München
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Ich bereite mich jetzt schon darauf vor, nach dem Absenden dieser Nachricht rasend schnell weglaufen zu können....
Zuallererst aber will auch ich meiner grundsätzlichen Begeisterung Ausdruck verleihen: das war schon ein ebenso bezaubernder wie unterhaltsamer Opernabend, großartig gespielt und in Teilen gleichermaßen großartig gesungen.
Meine Kritik ist recht eigentlich keine, aber die rückhaltslose Begeisterung für Dessays GESANG kann ich so ganz nicht teilen. Ich gewann massiv den Eindruck, die Sopranistin muss ihrer Stimme die früher so wunderbar selbstverständlich ansprechende Höhe recht gewaltsam abtrotzen. Zugespitzt formuliert: vor ihrer Krise hat Dessay im 3-gestrichenen System nie so schreien müssen. Faszinierend allerdings, wie kunstvoll sie dieses Problem darstellerisch genutzt hat...
_________________ "Die Welt ist eine Bühne, aber das Stück ist schlecht besetzt." [Oscar Wilde]
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cantilene
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09.04.2007, 12:20 |
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Lieber Steven, ich habe es ja leider nicht gesehen(gehört) , daher kann ich Dich auch nciht verhauen! (da ich bisher nicht an Deinem Urteilsvermögen zweifle, hast du ja evtl sogar Recht.....  )
Ich habe Dessay nach ihrer Krise LIVE mit der C-moll Messe erlebt und da war von Schreien keinerlei Rede, im Gegenteil. sei hat ihre c3 in wunderbarstem Piano geschafft, dass man wirklch vor Neid erblassen konnte.
Aber Oratorium ist nciht Oper. Das Durchahltevermögen, das iene Stimme für die Rolle der Marie braucht, ist nun nciht mit der Messe vergleichbar, zumal bei der Marie auch die Tessitura noch hôher liegt.
Es lâsst sich ja auch nciht ausschliessen, dass sie schlecht in Form war.. Das können aber nur die beurteilen, die es gesehen haben. Ich selbst mag diese Oper nicht besonders, aber Dessay umso mehr und auf ihren neueren CDs hat sie nie geschrien.......
Canti 
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Steven Grlscz
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09.04.2007, 12:31 |
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| junges Mitglied |
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Registriert: 01.05.2006, 11:31 Beiträge: 45 Wohnort: München
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Vielleicht war meine Wortwahl ein wenig krass.
Dessays größter Konkurrent ist die jüngere Dessay - und nur im Vergleich zu dieser erschien mir ihre Marie gelegentlich stimmlich sehr angestrengt und verblüffend roh nach oben getrieben... Aber ich gebe zu, dass ich tatsächlich einen Qualitätsverlust in Dessays Stimme wahrzunehmen glaube, der mir bereits in dem Film "Merry christmas" auffiel. Dort leiht sie Diane Kruger ihre Stimme (und Villazon tut selbiges für Benno Fürmann). Den Tenor erkannte ich; in ihrem Fall war ich ziemlich überfordert, weil ich den Klang abwechselnd beinahe knabenhaft kindlich und dann wieder matronenhaft ältlich fand...
_________________ "Die Welt ist eine Bühne, aber das Stück ist schlecht besetzt." [Oscar Wilde]
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cantilene
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09.04.2007, 12:39 |
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Lieber Steven, ich weiss nciht ob du ihre jüngst erschiene DVD kennst mit Aufnahmen aus ihrer gesamten bisherigen Karriere? Allein schon um des Duettes mit ihrem Mann und der Punk-Zerbinetta willen ein Must!
Sie ist inzwischen über 40 und hat immer nur in extremen Regionen rumgezwitschert. Mich wûrde es wahrlich nciht wundern, wenn (zudem nach den Stimmband Ops!!!!) ihre Höhe etwas schärfer und schwieirger geworden ist. Gerade bei langen Opernpartien(und die Marie hat ja mehrere grosse Arien!) wird das umso deutlicher werden.
Das ist wohl das traurige Schicksal der meisten Nur-Kolorateusen.
Ausser Gruberova, die scheint ein Wunder zu sein.
Canti 
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Steven Grlscz
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09.04.2007, 12:45 |
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| junges Mitglied |
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Registriert: 01.05.2006, 11:31 Beiträge: 45 Wohnort: München
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Du hast ja völlig Recht, Canti, und ich wollte auch keinesfalls ans Denkmal pinkeln. Grubi ist diesbezüglich tatsächlich ein spezielles Phänomen - dafür allerdings mit einer von Natur aus insgesamt reizloseren Stimme ausgestattet als Dessay...
_________________ "Die Welt ist eine Bühne, aber das Stück ist schlecht besetzt." [Oscar Wilde]
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LaCastafiore
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09.04.2007, 12:55 |
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Registriert: 12.05.2006, 11:07 Beiträge: 1192 Wohnort: kein Blick auf den Eiffelturm mehr, aber dafür mittendrin *20.1.1962
Vorname: I.
Nachname: K.
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Die von Canti erwähnte DVD gibt es gerade zum konkurrenzlosen Sonderpreis von nur 9.99 €
http://www4.fnac.com/Shelf/article.aspx ... 4674F&Fr=0
Herzliche Grüsse von Casta
_________________ La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz
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LaCarmensitaRubia
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09.04.2007, 13:05 |
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Lieber Steven,
die geschriehenen hohen Toene sind mir in der Tat auch aufgefallen, allerdings konnte ich nicht wirklich vergleichen, wie es vorher war, da ich mich mit der Dessay nie so wirklich beschaeftigt habe.
Ich finde sie singt gut, bzw singt das was sie singen soll gut vielleicht sogar schon fast virtuos, aber weder Dessay noch Gruberova finde ich stimmlich besonders ansprechend. Diese Art von Timbre ist nun mal nicht mein Geschmack, da ziehe ich rein was die Stimme angeht Sutherland (ja sogar die Netrebko) als Koloratursopran vor, dass die darstellerisch nicht so viel zu bieten hat ist noch einmal eine andere Sache, aber stimmlich zum dahinschmelzen ...
LG Leila
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cantilene
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09.04.2007, 15:04 |
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Tja, gut dass Geschmäcker verschieden sind!!!!
Ich stimme Steven zu, finde "Grubi" technisch und schauspielersich absolut genial, Dessays Stimme aber viel schöner. Sie ist eine der sehr seltenen Kolorateusen, die nicht hart, spitz, schrill oder todlangweilig sondern weich und warm und zu Herzen gehend (auf eben mädchenhafte weise) klingen. Das hat sie mit Erna Berger gemeinsam.
Sutherland fnde ich technisch auch absolut virtuos und bewundernswert aber ansonsten unerträglich, nur noch von Edda Moser zu überbieten(die ebenfalls technisch von mir hoch als rasende rächende KÖnigin und Donna Anna bewundert wird!!!!)
Auf meiner Norma-Dvd mit J.S. (ein Geschenk, niemals selbst gekauft!!!) würde ich am liebsten die Augen zumachen, allein schon der künstlische und manirierte Ausdruck stösst mich total ab! Sie singt auch Alles als habe sie eine heisse Kartoffel verschluckt und alle Vokale klingen daher wie O und bis zum Exzess gedeckt. Rein subjektiv gefällt mir das leider überhaupt nciht. Auch wenn sie damit die schwierigsten Partien virtuos gemeistert hat.
Netrebko, liebe Carmensita hat in dieser Reihe nichts verloren! Sie ist keine Kolorateuse im eigentlchen Sinne sondern ein lyrischer Sopran, der etwas leichter angefangen hat(wie fast Alle) daher auch z.B.als Musetta zu hören war ,aber niemals eine Lakmé oder Königin der Nacht singen würde (Sutherland Ersteres auch nciht, bei dem Timbre....) .
Sie (A.N.)hat in der letzten Ausgabe von "Le monde de la musique" ein langes Interview gegeben und darin gesagt, dass sie auch Gilda zu hoch für sich findet und sie in London schlecht gesungen habe und in der Traviata die Spitzentöne weggelassen hat, weil sie sie einfach nciht sicher drauf hat. Das ist eine vernünftige vorsichtige Person, die auch schon sehr viele Rollenangebote abgelehnt hat(z.B bis auf Violetta von Verdi bisher!!!) weil sie weiss, was sie NICHT ist und ihre Stimme lange behalten will.
Ihr Timbre mag ich auf der CD mit Russian Songs sehr, da kommt es in bester Weise heraus, was vieleleciht an der Sprache liegt. Ansosnsten fand ich sie rein stimmlich aber manchmal eher farblos. Als Violetta hat mich ihr Spiel/Bühnenpräsenz z.B. mehr überzeugt als ihr Gesang.
Lieber Steven als Mann hat man es mit dem Pinkeln an allerlei Dinge ja leichter, aber trotzdem: im Zweifelsfall pinkle ich auch! Es sei Dir also gestattet, MEINE Nathalie anzupinkeln......
Bei mir hat die DVD doppelt soviel gekostet... Frechheit!
Canti 
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LaCarmensitaRubia
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09.04.2007, 15:30 |
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So verschieden auch nicht, denn im Grossen und Ganzen stimm ich dir zu Canti.
Sutherlands Schauspielkunst ist zum davonlaufen, dass ist mir klar, aber von ihrer Stimme geht, zumindest mich betreffend, ein Zauber aus, dem leider verfallen bin, auch trotz dem Schwamm im Mund, da hast du vollkommen Recht, was Edda Moser angeht, das jagt mich nun wirklich die Baeume hoch, schon angefangen bei dieser untertraeglichen Stimme.
Du wirst es nicht glauben, Netrebko hat die Koenigin der Nacht gesungen, zwar nie oeffentlich aber, als sie damals von der Hochschule vom Mariinskiy Theater uebernommen wurde hat sie eben diese Valery Gergiev vorgesungen und auch laut ihrer Lehrerin wurde sie zu einem Koloratursopran ausgebildet. Ich denke einfach, dass sie sehr vorsichtig derzeit mit ihrem Reportoire umgeht, angesichts der vielen unglaublichen Saengerinnen in diesem Fach die das letzte Jahrhundert hervorgebracht hat und den lauernden Kritikern, die sie wahrscheinlich erbarmunglos zerreissen bei jede kleinsten Fehltritt.
Auch die Sutherland hat die Lakme gesungen, wobei ich hier zugeben muss Dessays Lakme ist kaum zu schlagen. Sie hat sie so wunderbar gesungen, einfach ihr auf den Leib geschrieben diese Rolle. Aber, wenn man es eigentlich genau nimmt liegen schon fast Welten zwischen Sutherlands und Dessays Stimme, Sutherlands Stimme muss enorm gross gewesen sein.
Gruberova kenn ich leider nicht so gut, hab wenig von ihr gehoert, nichts von ihr gesehen, aber technisch ist sie unglaublich, da kann man nichts sagen, vielleicht sogar besser als die Sutherland und das will was heissen...
Was Netrebkos Traviata angeht hast du Recht ich habe die DvD zu Hause und gesanglich war sie nicht grade ueberirdisch, dafuer aber ihr feines Portrait der Violetta, ganz deiner Meinung. Eine herausragende Saengerin ist sie nicht aber auch hier, die Stimme ist einfach wunderschoen, das muss man ihr zugestehen.
LG Leila
:love:
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cantilene
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09.04.2007, 18:02 |
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Liebe Carmencita, interessant, was du über Netrebkos Anfänge schreibst!
Ic hhabe nochmal das besagte Interview angesehen und dort sagt sie:"Meine Professorin am Konservatorium wusste nciht, in welche Richtung sich meine Stimme entwickeln würde und welches Repertoire ich am besten arbeiten sollte.
Heute ist meine Stimme viel breiter geworden und das ist der Grund, weshalb ich versuche, sie so hoch und beweglich wie möglich zu halten.
Das Belcanto-Repertoire(Donizetti, Bellini), Mozart) ist dazu ideal um die Stimme in die richtige Position zu bringen"
Von Kolratursopran sagt sie zwar ncihts, aber das kann ja gut sein. Jedenfalls heisst es später:
"Wie bei Renata Scotto hat meine Persönlichkeit das Bedürfnis nach dramatischeren Rollen"
Sie hat also auc hihren Weg noc hnciht richtig gefunden und singt Susanna und Traviata und Manon und in Paris wird sie mit der Bellini-Guilietta debütieren, weil sei da nciht als Musetta oder Zerlina sondern "mit einer richtigen Rolle" erstmals auftacuhen möchte.
Alles serh interessant finde ich. Wenn sie dann aber auch die Tatjana aus Eugen Onegin singt, dann denkt man doch, dass sie noch eine wirklich Suchende zwischen den Fächern sein muss.
Aber dumm scheint sie nicht zu sein und geht wahrscheinlich sehr gewissenhaft mit ihrer Stimme und ihrem Kapital um.
Sie lehnt sehr viele tolle Angebote ab, das schafft nciht Jeder!
Ich wollte nochmal sagen, dass ich die Leistungen von Sutherland, Moser etc serh bewundere und respektiere, dass sie mir lediglcih rein subjektiv einfach nciht gefallen. Von Stimme und Person.
Das hat ncihts miteinander zu tun. Nur damit keine falschen Gedanken da aufkommen  Gut ist gut, da gibts kein Vertun. Nur ob man das mag, ist eine andere Frage.
Canti
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LaCarmensitaRubia
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09.04.2007, 18:50 |
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Also ich habe vor einiger Zeit eine Netrebko Biographie gelesen in der auch einige der wichtigen Leute interviewt worden sind wie z.B Valery Gergiev, die Lehrerin usw.
Es ist schon etwas länger her und leider habe ich die Biographie nicht zur Hand, weil sie gemütlich in Deutschland liegt, aber ich versuche mal zusammenzukratzen was ich noch weiß.
Ich kann mich dunkel an das Interview mit der Lehrerin erinnern und meine, dass sie etwas in die Richtung gesagt hätte von wegen eigentlich wollte sie A.N zu einem lyrischen Sopran ausbilden aber dann warum auch immer den Grund habe ich vergessen hat sie sie doch zum Koloratursopran ausgebildet. Also ich glaube, dass ihre Lehrerin öfter etwas von Koloratursopran geredet hat.
Sobald ich in Deutschland bin werde ich mir das Buch schnappen und dir eine kurze Zusammenfassung geben.
aber ich weiß auch, dass A.N von Anfang an etwas durch die Fächer gesprungen ist zumindest hat sie in am Mariisnky auch die Pamina gegeben, was ja eindeutig zumindest sehr schwer lyrisch bis jugendlich dramatisch zuzuordnen ist. Ich habe ihren Werdegang nicht mehr genau im Kopf, weiß aber dass nicht alles dem leichten, lyrischen Fach zugehörig war.
Ach genau bei einem wichtigen Gesangswettbewerb in ihrer Anfangszeit war es auch die Königin die ihr den Sieg brachte.
Allerdings finde ich auch, dass A.N einiges im Koloraturbereich gesungen hat mir fallen da spontan Lucia, Elvira (I Puritani) und Sonnambula ein mit denen sie bereits auf der Bühne war.
Ich persönlich finde Anna Netrebko eine talentierte Sängerin im darstellerischen und auch sängerischen Bereich und denke sie hat es ihren Erfolg durchaus verdient. Eine intelligente Frau, die eben mit einer schönen Stimme gesegnet ist und zudem noch schauspielen kann, was will man mehr...Sie hat sich hochgearbeitet, wie auch alle anderen erfolgreichen Sänger, von Blitzkarriere oder was weiß ich kann hier nicht die Rede sein .
LG Leila
Wegen Sutherland usw - ich weiß doch
Aber stell dir mal vor, in anderen Foren, vor allem auch Youtube (die Kommentare unter den Videos) hauen sich die Anhänger von verschiedenen Sängerinnen die Köpfe ein das ist unglaublich. Und da ist alles verteten, Sutherland, Caballe, Callas, Dessay, Gruberova, Sumi Jo usw...
Vor allem die Sutherland- und Callasfans haben es in sich, die beleidigen sich und die beiden Frauen, das ist nicht mehr schön. Wo bleibt denn da der Repekt vor den Sängerninnen und ihren Leistungen...
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alfredo
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Betreff des Beitrags: Bravo! Verfasst: 09.04.2007, 21:54 |
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Registriert: 22.02.2007, 10:45 Beiträge: 174 Wohnort: grüne mark
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Die Gruberova keine schöne Stimme? Die Sutherland nicht besonders? Die Dessay schrill in der Höhe? Die Regimentstochter Kitsch?
Gespannt auf eure Ausführungen betreffend Aufführungen wirklich schöner Opern mit makellosen Stimmen!
Hochachtungsvoll
alfredo
_________________ ...du holde Kunst, ich danke dir.
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