Liebe dola,
es ist schwer Rat zu geben.
Mich stört es, wenn man kurzfristig als Einspringer genommen wird und nicht bewußt langfristig eingeladen wird.
Zitat:
...die Mittellage gefiel nicht so recht. Für das Einspringen klappte es jedenfalls nicht ... Ich solle mich grundsätzlich bewerben und werde dann zu einem weiteren Vorsingen eingeladen.Wie soll ich das denn alles verstehen ?
Was will man, braucht man Füllstoff ? Werden Kosten fällig, durch die der Veranstalter/Agentur schon Gelder positiv für sich einspielt ?
Dola es geht nicht um dich, deine stimmlichen Vorgaben kenne ich aber was sind die Vorgaben der "Veranstalter".
Die Überschrift heißt "Agenturvorsingen, mein erstes". Ist dies eine seriöse Agentur ?
Ich habe einmal bei der ZBF vorgesungen.
Ich stelle mal unkommentiert und hoffentlich wertfrei einen Artikel hier dazu, den ich soeben im Internet ergoogelt habe.
Es reflektiert auch in uns, so meine ich, Erfahrungen bei Wettbewerben und in den Workshops.
Thema: "Sängerinnen und Sänger zwischen Ausbildung und Praxis"
http://www.nmz.de/nmz/nmz2000/nmz11/dossier-gembris.shtmlIch glaube, es ist sehr schwer abzuschätzen, welche Chancen sich einem real bieten.
So wie wir alle den Wert der Musik für uns unterschiedlich einschätzen, so geht auch jeder von uns mit Absagen und Erfolgen um.
Es ist nicht immer nachvollziehbar, welche Kräfte da mitspielen, die jemanden sofort gewinnen lassen und weshalb sich manche immer abstrampeln müssen.
Ich habe für mich aufgehört zu strampeln aber ich bleibe trotzdem bei der musikalischen Arbeit aktiv.
Dola, laß dich nicht irritieren und sehe es so wie Casta.
Meine persönlich gestaltete, vorzeitige Resignation und oftmals negative Haltung ist nicht gerade hilfreich für Eroberungen, Ziele und positive Einstellungen. Das soll dich bitte nicht von Visionen und deren Umsetzungen abhalten.
Vielleicht gibt es für mein Verhalten einen Hintergrund:
Ich hatte einmal ganz euphorisch nach einem Gesangswettbewerb ein Interview geben dürfen, wurde reingelegt und in einer überregionalen Fachzeitschrift
erschien eine wirklich böse verkürzte Fassung des Interviews.
Sinngemäßer Auszug: Dieser Akteur maßt sich an Wotan zu singen obwohl er maximal für den Chor reicht.
Die Ausgangsfrage war: Würden sie sich trauen , den Wotan zu singen - Mutige Antwort: JA - in späteren Jahren.
Dola, wer keine Ziele mehr hat, stirbt viel zu früh - bleib' bitte lebendig.
Castas Worte ähnlich formuliert: "es schadet nichts einen Fuß in der Tür zu haben ".
LG rugero
Bevor es schmerzt, sollte man aber den Fuß aus der Tür bekommen.