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BeitragVerfasst: 22.06.2007, 11:41 
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Oh ja, ist mir auch schon passiert. Meistens zuhause; im GU zum Glück eher selten.

Meine GL sagt, das ist normal. Deswegen finde ich es auch nicht so schlimm, wenn es mal im Unterricht passiert - okay, wenn ich merke, da kommt was, mache ich dann schon eher mal einen Schritt zurück, daß ich noch ein Stückchen weiter von meiner GL weg stehe.... :oops:
Aber da sie immer sagt, daß das normal ist, mache ich mir nicht so große Gedanken.

Zuhause passiert es schon mal, daß ich mitten beim Üben zur Toilette rennen muß..... ist zum Glück im Unterricht noch nie passiert, aber wenn, glaube ich, würde meine GL damit besser klarkommen als ich. :oops: :n3:


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BeitragVerfasst: 22.06.2007, 11:52 
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Echt? Na das beruhigt mich ja irgendwie, wenn auch andere sagen, dass das normal ist. Wahrscheinlich sollte man es so ähnlich sehen wie wenn man sich bei einem traurigen Lied so sehr reinfühlt, dass man anfängt zu weinen oder so.
Aber trotzdem - die Vorstellung, dass das jederzeit passieren könnte ... :verdacht


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BeitragVerfasst: 22.06.2007, 13:05 
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DAS ist mir zwar noch nicht passiert, dafuer faengt bei mir schon mal ganz gerne der Magen an zu knurren. Kommt halt durch die erhoehte Zwerchfell-Aktivitaet.
Aehnliches kann ich mir dann auch vorstellen, wenn lange bestehende Verkrampfungen sich loesen :lol:

Ich wuerde mir da echt keine Gedanken drueber machen. Eine Schuelerin von mir hat auch dieses "Ruelpsproblem" im Unterricht, der ist das auch immer voellig peinlich. Dem Gesangslehrer selbst macht das aber echt nix, das zeigt eigentlich nur, dass man auf dem richtigen Weg ist. Ich denke auch nicht, dass das ein Dauerzustand ist, sondern sich mit der Zeit gibt :n3:


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BeitragVerfasst: 22.06.2007, 13:10 
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:lol: :lol: :lol: Echt? Aber was passiert denn im Körper, dass sich da plötzlich unerwartet irgendwelche Gase lösen?


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BeitragVerfasst: 22.06.2007, 22:51 
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Hallo

ich habe wohl nicht das Problem, jedoch weiß ich daß unsere Leiterin der Eutoniegruppe in einem Workshop für Gruppenleiter ihre liebe Not hatte. Wir waren alles noch recht junge "Hühner" und sie erklärte uns, daß es aufgrund der totalen Entspannung auch mal zu einem Pupser kommen könnte. Wir sollten das jedoch weder als Peinlichkeit nehmen, noch als Aufhänger zum Lachkrampf nutzen. Du kannst dir wohl vorstellen was passiert ist............zuerst war es demjenigen peinlich als es demnächsten passierte erfolge großes Gelächter. Nix mehr mit Eutonie...... nach den ersten beiden Tagen hatten wir Hühner uns daran gewöhnt, daß sowas mal passieren kann. Hat mit Entspannung zu tun...........na ja und unsere Leiterin war sogar stolz auf uns, denn genau diese Entspannung wollte sie ja erreichen.


Liebe Grüsse.


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BeitragVerfasst: 25.06.2007, 08:21 
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:lol: Kann mir gut vorstellen, dass das zu einem durchgängigen Lachkrampf geführt hat. Da es ja nun schon ein paar Tage her ist bei mir, muss ich auch mehr drüber lachen als dass es mir peinlich ist. Hab mich das ganze Wochenende mit einer Freundin darüber amüsiert. Ich hoffe nur, dass ich jetzt nicht in den Unterrichtsstunden völlig verkrampft bin aus Angst, dass es wieder passiert. Zu Hause hab ich keine Probleme - aber da könnten ja auch höchstens meine Wellensittiche vor Schreck von der Stange fallen. :ruhe:


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BeitragVerfasst: 27.06.2007, 19:05 
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So also langsam erhärtet sich in mir der Verdacht, dass meine Gesangsschwierigkeiten hier zu Hause durch mein Keyboard begründet sind. Ich habe in den letzten Wochen ohne Keyboard geübt. Also na ja, nicht richtig geübt - viel vor mich hin gesungen, bei verschiedenen Liedern mitgesungen. Die ganze Zeit über hatte ich keine Probleme mit Verkrampfungen und hatte nicht mal Schwierigkeiten mit Tarja Turunen mitzuhalten. Aber heute - kaum hole ich das Keyboard vor - fängt es wieder an. Es kann natürlich auch Zufall sein, aber wenn ich so zurück denke an die letzten Monate, meine ich, dass es immer so ist bzw. war. Kann das möglich sein? Dass das Keyboard vielleicht irgendwie falsch gestimmt ist oder so? Also mir ist schon öfter aufgefallen, dass die kleinen Melodien, die sich durch die Übungen ergeben, auf meinem Keyboard irgendwie anders klingen als auf dem Klavier meines Lehrers. Bisher dachte ich, das wäre nicht schlimm, aber scheinbar beeinflusst es mich doch ganz schön. Es ist nur ein ganz einfaches Gerät. Vielleicht haben sich die "taiwanesischen Arbeiter", die es zusammengebaut und programmiert haben, keine besondere Mühe gegeben und jetzt funktioniert es nicht richtig. Was meint ihr?


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BeitragVerfasst: 27.06.2007, 19:23 
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Glaube ich nicht. Bei Zweifeln: Ob das Keyboard auf den richtigen Kamerton gestimmt ist, koenntest Du ja ganz einfach rausfinden, indem Du es mal mit einer Stimmmgabel oder Stimmgeraet ueberpruefst.

Ich halte das eher fuer psychologisch bedingt. Wenn man sich was auf dem Keyboard oder Klavier vorspielt, sieht man ja immer, wie hoch es ist. Viele Schueler mit "Hoehenangst" verkrampfen sich ganz automatisch, wenn sie sehen, wo auf der Klaviatur man gerade ist. Zwingt man sie aber dazu, die Augen zuzumachen oder sich umzudrehen, geht es ploetzlich.

Das hilft natuerlich nicht, wenn Du alleine uebst, da ja sonst niemand das Keyboard bedienen kann. Ich wurde in dem Fall allerdings empfehlen, vielleicht nur Anfangstoene von Uebungen oder Stuecken vorzugeben und dann nicht mehr das Keyboard zu benutzen.

Ich weiss jetzt aber natuerlich auch nicht, wie und was genau Du eigentlich uebst :lol:


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BeitragVerfasst: 27.06.2007, 19:58 
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Das ist mir auch schon am Anfang aufgefallen (und passiert manchmal immer noch): wenn ich ein Stück übe, habe ich z.T. mehr Schwierigkeiten, als wenn ich irgendetwas singe, das überhaupt nichts mit dem Unterricht zu tun hat.

Ich glaube, es liegt einfach daran, daß ich bei Stücken für den Unterricht mehr denke. Natürlich versuche ich auch sonst, die Technik einigermaßen richtig zu machen - aber ich denke eben doch nicht ganz so viel, wie wenn ich für den Unterricht übe.


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BeitragVerfasst: 27.06.2007, 20:05 
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DM-Lady hat geschrieben:
So also langsam erhärtet sich in mir der Verdacht, dass meine Gesangsschwierigkeiten hier zu Hause durch mein Keyboard begründet sind.


Hi DM-Lady

Da stimme ich Dir zu, ich kenne das auch.

Ich habe mich jahrelang gewundert, wieso ich mich zu Hause regelmässig festgesungen habe, jedoch in der Stunde völlig locker rauf und runter trällern konnte, soviel ich wollte.
Lange habe ich das auf meine GL geschoben und gedacht, dass sie mich eben viel besser einsingt als ich das zu Hause mache.

Nach langer Zeit habe ich jedoch herausgefunden, dass es zu Hause an meiner falschen Körperhaltung liegt:
Wenn ich mich selber auf dem Keyboard begleite, dann stehe ich davor, schaue jedoch mehr oder weniger konzentriert auf die Tastatur runter.
Dadurch verkrampfen sich meine Halsmuskeln und ich "klemme den Kehlkopf" ein... klar, dass ich mich dann festsinge.

Meine Lösung dieses Problems war, dass ich mir einen Notenständer gekauft habe und auf dem Keyboard nur noch ganz rudimentär die einfachsten Uebungen begleite, nur so zum Einsingen.

Wenn ich dann an die Literatur gehe, dann benutze ich meinen Notenständer und setze das Keyboard nur ganz selten ein, z.B. um den Anfangsakkord zu spielen, damit ich richtig einsetzen kann und am Schluss den Schlussakkord, um mich selber zu kontrollieren, ob ich nicht gesunken bin.

Dazwischen aber singe ich völlig frei und in der jahrelang geübten Haltung vor dem Notenständer mit den Noten darauf, wie ich auch bei der GL jeweils singe.

Und siehe da, keine Spur mehr von Festsingen oder Verkrampfungen.

Versuch es doch auch mal so!

Liebe Grüsse und viel Erfolg,
Romilda


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BeitragVerfasst: 28.06.2007, 09:36 
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Hallo ihr drei! :n99:

@Eponine:
Also das mit den psychologisch bedingten Verkrampfungen kann ich bestätigen. Ich versuche im Unterricht nicht hinzusehen wohin die Hände meines Lehrers auf dem Klavier wandern und es klappt ganz gut. Zu Hause geht das natürlich nicht. Woher bekommt man denn so ein Stimmgerät?
Allerdings ist das Problem, dass ich noch keine ganzen Stücke singe. Bisher haben wir erst ein Lied durchgenommen. Ich arbeite fast nur mit Hilfe von Aufwärmübungen bzw. daran, Töne anschwellen zu lassen, ihnen Raum zu verleihen usw. Also eher Trockenschwimmen.

@Sista:
Ja, den Eindruck habe ich auch, dass mir das vor mich hin singen leichter fällt als gezieltes Üben. Aber selbst wenn ich das Lied, das ich im Unterricht gelernt habe, nur vor mich hinsingen will, merke ich, dass ich mich innerlich verkrampfe.

@Romilda:
Nach unten zu schauen kann schon eine Verkampfung auslösen??? :n147: Hm, das ist interessant. Aber ich glaube, das ist nicht das Problem. Ich versuche schon, dabei aufrecht zu stehen und gerade aus zu schauen. Aber ich glaube generell, mal nur den ersten Ton anzuschlagen auf dem Keyboard, ist vielleicht eine gute Idee. Denn die Melodiefolge klingt definitiv anders als im Unterricht.


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BeitragVerfasst: 28.06.2007, 16:38 
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DM-Lady hat geschrieben:
Aber ich glaube generell, mal nur den ersten Ton anzuschlagen auf dem Keyboard, ist vielleicht eine gute Idee. Denn die Melodiefolge klingt definitiv anders als im Unterricht.

Das kann aber nicht sein. Außer du oder deine Lehrerin spielen es falsch. Vielleicht hast du ja ein Vorzeichen vergessen?


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BeitragVerfasst: 29.06.2007, 08:37 
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Woran es liegt, weiß ich noch nicht. Aber anders klingt es auf jeden Fall.


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BeitragVerfasst: 30.06.2007, 11:23 
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Ich hab gestern im Unterricht noch mal mit meinem Lehrer gesprochen diesbezüglich. Er meinte auch, ich soll nur den ersten Ton anschlagen und den Rest "frei" singen.
Übrigens haben wir gestern ein neues Lied angefangen. "Abendempfindung" von Mozart. Kennt ihr das? Ich finde es sehr schön und relativ einfach zu singen, obwohl es für mich das erste Lied ist, das keinen gleichmäßigen Rhythmus hat wie moderne Musik.


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BeitragVerfasst: 29.07.2007, 11:36 
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So, da bin ich mal wieder. Ich bin zur Zeit sehr von großen Zweifeln geplagt. :roll: Es geht weniger um die Funktionalität meiner Stimme, sondern mehr um ihren Klang. Ich weiß nicht woher das plötzlich kommt, aber ich finde ihn irgendwie schrecklich. Generell fand ich meine Stimme (auch beim Sprechen) noch nie besonders gut, weil ich den Eindruck habe, dass ich sehr nasal klinge und sie irgendwie was Unangenehmes an sich hat. Und letztens hatte ich dann auch noch ein sehr aufbauendes Erlebnis. Da war irgendeine Show im Fernsehen wo Carmen Nebel so ein eigenartiges Lied gesungen hat. Ich hab mich ein bißchen über ihre Theatralik lustig gemacht und mein Freund hat prompt zu mir rausgehauen: "Die singt aber besser als du." :n111: Das hat mich doch ziemlich geknickt. Gerade weil ich bei diesem Thema sehr empfindlich bin.
Und dazu kommt, dass mein Lehrer in den letzten beiden Stunden daran arbeiten wollte, der Stimme mehr Klangvolumen zu verleihen. Allerdings führt das bei mir mal wieder dazu, dass ich mich total verkrampfe im Hals, wie sonst bei der Höhe. Wenn ich richtig entspannt und richtig warm bin, tritt ganz von selbst ein schönes Vibrato hervor, aber ich finde, das allein reicht nicht aus um klassischen Gesang gut klingen zu lassen. Meiner Meinung nach reicht sowas gerade für Popgesang aus. Hier mal ein Beispiel was ich meine http://www.mariannehofer.ch/downloads/zauberfloete.mp3 Das ist die Königin der Nacht aus der Zauberflöte. Die Sängerin kommt zwar extrem hoch, aber ich finde, es fehlt ihr an Volumen und Klangfülle. Und so ähnlich (vom Volumen her) klinge ich auch. Natürlich ist hat es was mit der Individualität der Stimme zu tun, aber wie gesagt, habe ich den Eindruck, dass man damit im klassischen Gesang nicht gut aufgehoben ist.
Oder? Was denkt ihr darüber?


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BeitragVerfasst: 29.07.2007, 11:58 
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Hallo Lady,

es nützt nicht viel wenn du hier ein Beispiel von einer anderen Sängerin reinstellst, somit kann man nicht beurteilen was dir fehlt.

Die Sängerin in deinem Probebeispiel singt noch sehr kindlich, hat eine klare gute Höhe, doch sie ist noch nicht ausgereift. Ich vermute, sie ist noch sehr jung. In einigen Koloraturen drückt sie oder stemmt sie, was eigentlich nicht nötig wäre.

Über deinen Freund würde ich mich nicht aufregen, du hast ihn wahrscheinlich an einer empfindlichen Stelle getroffen und er wußte sich nicht anders zu helfen, als dir zu sagen, dass sie besser singt.

Was du vor allen Dingen brauchst, ist Geduld, Geduld, Geduld. Ich weiß nicht wie lange du schon Unterricht hast, es geht dir nicht schnell genug.

Liebe Grüsse

_________________
musika
belcanto-solisten







Freunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.


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BeitragVerfasst: 29.07.2007, 12:22 
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Vorname: I.
Nachname: K.
Liebe Lady,

ich kann mir gut vorstellen, dass es weh tut, wenn ein nahestehender Mensch eine gemeine Bemerkung macht. Letztlich kann Dich das aber nur so sehr treffen, wie Du es selbst zulässt.

Wie Musika schrieb, das Soundbeispiel eines anderen hilft uns da nicht weiter. Das Timbre ist sehr hübsch und klingt sehr jung.

Beim Singen hilft es nicht, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Die Stimme entwickelt sich so wie sie es will - da kann man nichts erzwingen. Man wird im laufe der Jahre sehr demütig. Das ist am Anfang natürlich sehr schwierig einzusehen - wenn man diese mentale Hürde aber mal genommen hat, dann macht man häufig einen grossen Schritt nach vorn. Nimm Deine Stimme an, wie sie ist (das ist schwieriger als man denkt - ich wär z.B. viel lieber ein Alt). Dein Körper und Deine Stimme passen perfekt zusammen - sie gehören zu Dir ! Freunde Dich mit ihnen an.

Volumen und Klang kommen im Laufe der Zeit - und Technik kann man lernen. Es dauert aber ein bißchen. Niemand käme auf die Idee, dass er nach einem halben Jahr Klavierunterricht schon perfekt spielen könnte - nimm und gib Dir Zeit, um herauszufinden, wo Du hinmöchtest.

Ich wünsch Dir ganz viel Geduld und Freude beim Entdecken Deiner Stimme.

Es grüsst LaCastafiore

_________________
La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz


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BeitragVerfasst: 30.07.2007, 14:44 
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Hallo DM-Lady!

Natürlich ist das verletzend, wenn der eigene Freund sowas sagt. Aber erstens ist das auch immer Geschmackssache, und zweitens lernst du ja noch! Ich meine, du hast doch erst seit 5 Monaten Unterricht, wenn ich mich nicht irre, oder? Singen lernen braucht einfach Zeit, gerade wenn man schon von vornherein Stimmprobleme hatte. Volumen und Klang kommen nicht von heute auf morgen, das dauert schon seine Zeit. Hab mehr Geduld mit dir selbst :love:
Ich kann da nur Casta zustimmen:
Zitat:
Volumen und Klang kommen im Laufe der Zeit - und Technik kann man lernen. Es dauert aber ein bißchen. Niemand käme auf die Idee, dass er nach einem halben Jahr Klavierunterricht schon perfekt spielen könnte - nimm und gib Dir Zeit, um herauszufinden, wo Du hinmöchtest.


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BeitragVerfasst: 30.07.2007, 16:00 
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Hallo DM-Lady,
ich werde jetzt nicht nochmal die (zutreffenden) Geduldsparolen wiederholen.

Kurz eine Bemerkung zu Deinem Freund: Es gibt genügend Leute, die mit dem Klang einer klassisch ausgebildeten Stimme überhaupt nichts anfangen können und diese als affig, künstlich oder einfach nur schrecklich empfinden. Vielleicht gehört Deine Freund in diese Kategorie. Ich erinnere mich an einen Ausspruch meines Vaters, der mich damals auch sehr verletzt hat. Als Mezzo pendelt man ja im Oratorium gerne zwischen Alt und Sopran und ich hatte gerade ganz stolz mein erstes Weihnachtsoratorium von J.S.Bach mit den drei wunderschönen Altarien hinter mich gebracht. Und dann kommt mein Vater und fragt, wann ich denn mal wieder was richtiges, sprich was hohes singen würde.... Ich hab fast geheult und ich bin wirklich nicht schnell aus der Fassung zu bringen. Im Nachhinein war mir klar, dass er eben hoch mit schwer und damit mit gut gleichsetzt. Also gar nicht meine Leistung schmälern wollte, sondern meinte, dass die Partie ja gar nicht anspruchsvoll genug für mich gewesen wäre.
Also, sei nicht so streng mit Deinem Freund, er weiß es vermutlich nicht besser.

Kopf hoch und Toi Toi Toi - ich bin der festen Überzeugung, dass Du Deinen Weg machen wirst. Wie Casta schon sagt, nimm Deine Stimme. Und wenn Du Mozarts ABendempfindung als leicht empfindest, dann bist Du schon sehr weit. Ich hab an dem Stück anfangs ziemlich geknabbert....
Und der Klang Deiner Stimme wird sich im Laufe der Ausbildung immer wieder verändern, das ist normal und von den unterschiedlichsten Faktoren abhängig.
Liebe Grüße
mezzo


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BeitragVerfasst: 30.07.2007, 16:43 
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Hallo ihr Lieben!

Ja, ihr habt recht. Mein Freund kann mit klassischer Musik gar nichts anfangen. Ihm ist alles zu hoch und zu durchdringend. Na ja, letztens meinte er dann aber, als ich mal irgendeine CD zu laufen hatte, dass die das wenigstens können im Gegensatz zu mir. Da hab ich dann nur gesagt: "Wenn ich das auch könnte, bräuchte ich nicht üben. Und die haben auch mal so angefangen wie ich." Na ja, da war er dann ruhig.

Ja ja, meine Ungeduld. Ich weiß ja. Es soll ja nicht gleich von Anfang an super funktionieren, aber nun dachte ich, ich hätte die Phase mit dem verkrampften Hals hinter mir. Dabei geht es jetzt wieder los.

Ich glaube, dass es noch so unschön klingt, liegt auch einfach daran, dass ich meine Stimme noch überhaupt nicht unter Kontrolle habe. Ich schieße völlig übers Ziel hinaus oder komme überhaupt nicht ran. Außerdem tendiere ich dazu, immer tiefer zu werden beim Singen. :roll:

@mezzo:
Ich war wohl etwas voreilig als ich vor einigen Wochen schrieb, dass ich die Abendempfindung leicht finde. :oops: Da hatten wir nur die erste Seite durchgearbeitet. Das war okay für mich. Aber dann ... *g*

@Fliu:
Ja, seit Mitte Februar nehme ich Unterricht. Ich komme jetzt also sozusagen in den 6. Monat. :n3:


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