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T M Pestoso
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Verfasst: 31.10.2008, 11:05 |
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Registriert: 17.10.2008, 15:24 Beiträge: 282
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alfredo hat geschrieben: Die hohe Sprechstimme bei sehr alten Männern rührt vielleicht daher, dass sie nicht mehr genug Körperspannung erzeugen können um die Stimmbänder zu unterstützen.
hallo Alfredo, aber würde das nicht bedeuten, daß die fehlende Spannung eine tiefere Stimme verursacht? Du hast natürlich recht, daß Männer (und Frauen auch) mit zunehmendem Alter tiefer hinunterkommen. Das hängt damit zusammen, daß der Schädel während des ganzen Lebens immer noch etwas wächst, und daher das Volumen der oberen Resonanzräume zunimmt. Nichtsdestoweniger nimmt die Grundfrequenz der „Normalstimme“ bei Männern zu (das eine hat mit dem anderen ja nicht zwingend etwas zu tun. Ich hab’ jedenfalls noch keinen Bass erlebt, der eine Sprechstimme bei C - F gehabt hätte…  ): http://www.g-o.de/wissen-aktuell-7249-2007-10-16.htmloder etwas wissenschaftlicher hier: http://content.karger.com/ProdukteDB/pr ... 118510.pdfich weiß allerdings nicht, ob dieser link überall funktioniert. Deshalb die entsprechende Aussage (aus Fig 1 und 3) nochmal extra: die mittlere Grundfrequenz von Frauen nimmt von der Altersgruppe 19-29 von 226Hz ziemlich linear auf 168Hz bei den 80-89-jährigen ab. (Das ist ziemlich genau eine Quart) Die Männer bleiben relativ konstant bei ca. 120 Hz bis in die Gruppe der 60-69-Jährigen. Anschließend steigt sie auf 137 Hz, also um etwas mehr als einen Ganzton. Und auch noch ganz interessant (und amüsant): http://www.welt.de/wissenschaft/article ... macht.html(u.a. auch mit einer Aussage über Körpergröße und Stimmhöhe) viele Grüße TM Pestoso
_________________ Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.
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vox clara
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Verfasst: 02.11.2008, 14:34 |
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vox clara
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Verfasst: 02.11.2008, 15:00 |
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T M Pestoso
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Verfasst: 02.11.2008, 15:25 |
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Registriert: 17.10.2008, 15:24 Beiträge: 282
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deswegen hat ja auch Strawinski, auf die Frage vom Papst, was denn die katholische Kirche für die Musik tun könne, geantwortet:
"Gebt uns die Kastraten zurück!"
_________________ Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.
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Uralt
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Verfasst: 02.11.2008, 18:32 |
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Registriert: 22.04.2006, 11:29 Beiträge: 767 Wohnort: Rheinland-Pfalz, 14.11.**
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Doch die Kastraten klagten, als ich meine Stimm' erhob; Sie klagten und sie sagten: ich sänge viel zu grob.
Und lieblich erhoben sie alle die kleinen Stimmelein, die Trillerchen wie Kristalle, sie klangen so fein und rein.
Sie sangen von Liebessehnen, von Liebe und Liebeserguss; Die Damen schwammen in Tränen bei solchem Kunstgenuss (Heinrich Heine)
und liebe Grüße von Uralt
_________________ Sing und finde gut, was du machst. ( D. B.)
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T M Pestoso
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Verfasst: 02.11.2008, 19:07 |
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Registriert: 17.10.2008, 15:24 Beiträge: 282
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ich weiß nicht: ob die so feine Stimmelein hatten?
Angeblich - und vom Volumen der Resonanzräume plausibel - haben sie doch jede prima donna an die Wand gesungen?
da hat der Heine wohl keine Ahnung gehabt *g*
_________________ Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.
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vox clara
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Verfasst: 02.11.2008, 19:40 |
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Oh! Ich finde das Gedicht durchaus realistisch! - Ich danke vielmals, Uralt! :)
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vox clara
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Verfasst: 02.11.2008, 19:54 |
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Hallo, TMPestoso, erst jetzt konnte ich deinen Link öffnen. Mein Gerät war wohl zu langsam oder ich zu ungeduldig. - Schönen Dank! Interessant ist, dass , gemäß der Studie, beleibtere Männer langsamer sprechen, als zuvor, als noch keine "Wampe" zu sehen war, Frauen hingegen schneller! ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄHHHHHHHHHHHHHHHmmmmmmmmmmm oder ähnliche Füllwörter erfordern beim Zuhörer viel Geduld! - Ist niemandem zuzumuten! Was mag die Ursache für übertrieben häufige ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄHHHHHHHHHHHHHHms sein? - Nervosität, Unsicherheit, Zerstreutheit?? Ich weiß es nicht!  Weg damit! vox clara 
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T M Pestoso
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Verfasst: 02.11.2008, 20:27 |
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Registriert: 17.10.2008, 15:24 Beiträge: 282
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ana
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Verfasst: 12.03.2009, 22:22 |
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Registriert: 24.02.2009, 13:49 Beiträge: 13
Vorname: ana
Nachname: m.
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HEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEe wieso spricht den niemand von der ALLERGRÖßTEN Gemeinheit???? Von wegen damals die kleineren Bändchen, und wenn doch dann NOCH GEMEINER!!!!! DER KAMMERTON der gemeinerweise heute ganz woanders liegt wär der heute noch so wie zu Mozarts Zeiten, dann wäre ich alle Stimmen so ist das alle immer wichtig, als ob die das in Anbetracht solcher Höhen so geschrieben habenhätten voll unfair voll 
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T M Pestoso
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Verfasst: 13.03.2009, 11:51 |
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Registriert: 17.10.2008, 15:24 Beiträge: 282
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So ganz einfach ist das mit dem Kammerton nicht wirklich...
Wie der Name sagt: KAMMERton, also, wenn man so will, der Stimmton für die Kammermusik, die Instrumentalmusik der Zeit im Gegensatz zu dem, was man draußen, bei der Jagd oder dem Militär gespielt hat. Heute würde man das wohl als indoor music titulieren. Abgesehen davon, daß auch dieser Kammerton nicht immer tiefer war als heute, sondern zu Zeiten auch schon mal höher: Die Sänger hatten ihren EIGENEN Stimmton, den Chorton. Und der lag im 18. Jh. deutlich ÜBER dem jeweiligen Kammerton und sogar höher als der heutige.
Beispiel: die Bach-Kantate BWV 106, der Actus tragicus. Dort sind zwei Blockflöten notiert. Die Instrumente, die Bach zur Verfügung standen, waren wohl französische, die im tiefen französischen Kammerton standen, also so um die 392 Hz. Seine Orgel war allerdings - wie üblich - im Chorton gestimmt, und der muß an diesem Instrument (das war ja auch lokal unterschiedlich) etwa dort gelegen haben, wo heute der moderne Kammerton liegt, also etwa einen Ganzton höher als der damalige französische Kammerton. Es gibt auch Beispiele, da war er sogar bis zu einem Ganzton höher als der moderne Kammerton! Weder die Orgel, noch die Blockflöten konnte man umstimmen. Aus diesem Grund sind bei Bach die Stimmen der beiden Blfl in F-Dur notiert, der Rest der Partitur in Es.
Die Neue Bachausgabe notiert einheitlich F, da die Blfl-Stimmen mit modernen Blfl in 442 Hz nicht mehr spielbar wären, wenn in Es notiert würde. Wenn man das ganze historisch informiert aufführen möchte, bedeutet das also, Spiel in F-Dur mit Kammerton 392 Hz, oder Es-Dur mit 440 Hz (was aber, wie gesagt, mit modernen Blfl-Nachbauten in 442 Hz nicht spielbar ist. Und Querflöte wäre nicht hip...)
Es ist also korrekt, daß in dieser Kantate die absolute Tonhöhe bei Bach einem modernen Es-Dur entsprechen würde, und modernes F einen Ton höher als bei Bach bedeutet. Aber das ist nur hier der Fall. Reines a cappella, oder Vokal/Orgel, oder Vokal/Orgel/Streicher war und ist so wie notiert, und war damals MINDESTENS ebenso hoch wie heute, meist sogar höher. Ich wollte BWV 106 eigentlich nur als Beleg nehmen, daß der Chorton tatsächlich höher war als der Kammerton.
Also: beschwert Euch nicht..! Und für den Polifemo in Händels Aci, Galathea e Polifemo, der vom D bis zum a' singen muß, ist es eh' egal, ob er oben oder unten Probleme bekommt... :-)
viele Grüße TM Pestoso
_________________ Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.
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ana
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Verfasst: 13.03.2009, 21:41 |
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Registriert: 24.02.2009, 13:49 Beiträge: 13
Vorname: ana
Nachname: m.
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War aber so schön, dieses Gefühl der theoretischen Alleskönnerei...... Danke für die Info Grummel ana
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