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BeitragVerfasst: 06.06.2008, 09:48 
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Hilfestellender
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Registriert: 04.06.2008, 16:25
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Hallo,

wer hat auch schon einmal folgendes erlebt: Man sitzt z. B. in einem Liederabend und fühlt sich danach super-eingesungen, obwohl man selbst keinen einzigen Ton von sich gegeben hat. Auch beim Anhören einer CD ist es mir schon so gegangen. Das war eine sehr beglückende Erfahrung!

LG AK-Kontraalt


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BeitragVerfasst: 06.06.2008, 09:58 
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Hallo AK,

ja, dieses Phänomen kenne ich. Wenn ich intensiv Arien höre, glaube ich dass ich jetzt lossingen könnte und perfekt singe. Leider ist es ein Trugschluß. :verdacht :n31:
LG

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BeitragVerfasst: 06.06.2008, 10:08 
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hat sich schon eingelebt
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Diese Art der "Übertragung" funktioniert (nicht immer) sowohl positiv als auch negativ -leider .....

Es ist gar nicht so einfach, wenn man im Konzert neben einer Heulboje, einem Knödeltenor oder einer Quintschleuder steht trotzdem schön zu singen :n118:

R.


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BeitragVerfasst: 06.06.2008, 10:14 
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Na, so ganz abtuen würde ich es nicht.
Nach meiner Bronchitis wollte ich an der Chorprobe teilnehmen, aber nicht singen und habe das meinem Chorleiter so mitgeteilt. Er meinte, wenn die Stimmbänder angegriffen sind, solle ich nicht teilnehmen ohne zu singen, da beim Singen der anderen die eigenen Stimmbänder mitschwingen.
Ob das bei einem SolistInnen-Konzert oder gar einer CD auch so ist, keine Ahnung, ich vermute mal eher nicht, aber man weiß ja nie. :n66:

Grüße
Uralt

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BeitragVerfasst: 06.06.2008, 10:21 
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Das hat eine gute Freundin von mir (Logopaedin) auch schon gesagt. Sie meinte allerdings, ein Teil des Problems ist auch, dass man "innerlich mitsingt", also nicht nur die Stimmbaender mitschwingen (wie Klaviersaiten, wenn man singt), sondern man aktiv arbeitet - zwar minimal, aber das kann schaedlich sein, wenn man krank ist. Letzteres waere ja beim Solistenkonzert oder beim CD hoeren auch so. Ich sehe sie eh am Wochenende, dann frag ich mal!

Uebrigens kenn ich den Effekt auch - ich habe neulich "Tintenherz" als Hoerbuch gehoert, da kommt ein Charakter vor, der mit einer ganz knarrenden, voellig ueberluefteten, "Kehlkopfkrebsfluesterstimme" (sorry fuer den makaberen Vergleich, ein besserer faellt mir nicht ein) gesprochen wird. Nicht nur, dass das Hoerbuch furchtbar doof war, ich hatte jedesmal nach dem Hoeren richtige Halsschmerzen, Heiserkeit und verkrampfte Halsmuskeln...

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BeitragVerfasst: 07.06.2008, 11:50 
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Hallo,

mir ging es am Donnerstag so ähnlich. Ich war bei einer öffentlichen Probe im Staatstheater (Carmen) und danach habe ich im Auto kräftig bei der CD mitgesungen. Dummerweise habe ich nicht auf mich geachtet, erst durch einen heftigen Hustenanfall wurde mir klar, was ich gerade gemacht habe, es lebe die Unvernunft. Hängt aber auch viel mit meiner noch Angeschlagenheit durch die Erkältung zusammen, sonst singe ich schon mal bei der CD im Auto mit aber nicht so wie an dem Tag.

Liebe Grüsse
Chero


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BeitragVerfasst: 07.06.2008, 17:26 
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"da beim Singen der anderen die eigenen Stimmbänder mitschwingen."

Ja, diese Erfahrung habe ich auch schon oft gemacht ohne zu wissen, daß es das wirklich gibt, daß es oft schon verdammt schwierig war zu singen, neben jemanden zu stehen, der vollkommen verkrampft singt und daß es so wunderbar leicht geht neben einer guten Sängerin. Mir schnürt es im v.g. Fall förmlich die Kehle zu.

Gruß dalila


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BeitragVerfasst: 09.06.2008, 09:57 
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Ich habe am Samstag meine Logo-Freundin gefragt und sie meinte, es haengt tatsaechlich mit der unbewussten Bewegung im Stimmapparat zusammen, die man selbst ausloest. Also kein passives mitschwingen, sondern der Stimmapparat arbeitet aktiv, wenn auch nur leicht. Sie meinte auch, sogar sehr intensives, konzentriertes Noten (oder auch Buecher!) lesen, in jedem Fall aber Musik hoeren (egal ob Chor, CD oder Konzert) kann bei angegriffenen Stimmbaendern durch diesen Effekt schaedlich sein und man solle es lieber unterlassen.

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BeitragVerfasst: 09.06.2008, 12:02 
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Lux hat geschrieben:
...Bewegung im Stimmapparat zusammen, die man selbst ausloest. Also kein passives mitschwingen, sondern der Stimmapparat arbeitet aktiv, wenn auch nur leicht.


Ah, da hab ich ja wieder richtig was dazu gelernt. Ich hatte es nämlich so verstanden, dass es ein passives Mitschwingen sei.

Fröhliche und ganz bewußt mitschwingende Grüße
Uralt

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BeitragVerfasst: 20.06.2008, 23:17 
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...das nennt man funktionalen Nachvollzug des Stimmapparats.
Grüße!
Quietscherobbe


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BeitragVerfasst: 10.12.2009, 23:16 
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als ich neulich sehr stimmlich überlastet (entzündung?) war, konnte ich auch die chor übungs cd nicht hören, da bekam ich richtige schmerzen. bin zwar teilweise zur probe gegangen in der zeit, hab aber auch das passiv mitarbeiten als stimmliche belastung empfunden.

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BeitragVerfasst: 11.12.2009, 16:41 
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Ahoy,

ich kenne das Phänomen auch und nutze es sogar um Stücke zu lernen.
Für mich ist das so ähnlich wie z.B. die Vorbereitung eines Bobfahrers,der sich vor der Fahrt die Strecke vorstellt und sich mit Armen/Oberkörper "in die Kurven legt".

Ich stelle mir beim hören vor, selber dieses Stück zu singen und tatsächlich singe ich es nach mehrmaligem hören besser. Die Stimmbänder schwingen automatisch mit, ich versuche nur zu beachten, dass ich meinen Kehlkopf nicht belaste. Auf diesem Weg kann man seinen Körper ganz gut konditionieren, damit alles was im Körper automatisch ablaufen sollte selbstverständlicher wird.
Aber es stimmt schon, bei Problemen mit der Stimme würde ich es auch sein lassen.

Ich glaube, man kann diese Methode als eine Art Autosuggestion bezeichnen.

Ich selber benutze eine ähnliche Methode im Beruf - ich arbeite mit Schwerstmehrfachbehinderten, deren Arbeitsfähigkeiten durch aussen (sprich durch mich) konditioniert werden - so verinnerlichen sie Arbeitsabläufe leichter und schneller.


Greetz MisSkorbut


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BeitragVerfasst: 11.12.2009, 21:44 
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ich hatte ähnliches über "mentales üben" auch schon über spitzensportler für neue bewegungsabläufe gehört.
macht ja sinn das sowas auch in anderen berreichen funktioniert.
ich merk ja auch im chor das ich selbst die stücke die ich eben "nur" auf der übungs cd über mp3 player unterwegs gehört hatte, teilweise schonganz gut singen kann, ohne es vorher probiert zu haben. (ich wurde sogar neulich von meiner nachbarin gefragt ob wir das in meinem vorigen chor schon gesungen hätten *schmunzel*)

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