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Lilythia
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Verfasst: 15.07.2011, 19:54 |
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Registriert: 30.10.2010, 11:40 Beiträge: 66
Vorname: Stephanie
Nachname: L.
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Hallo ihr Also keine Sorge, ich weiß was die Stimmfächer sind und auch was ein Countertenor ist Was ich allerdings noch nicht ganz heraus finden konnte bzw. welche Frage mich beschäftigt: Ein Countertenor muss ja nicht von seiner sagen wir mal "normalen" Stimme Tenor bzw. halt recht hoch sein oder? Kann der wenn er "normal" singt einfach auch Bariton sein? Wie gesagt, mit den Stimmfächer kenn ich mich aus, aber Countertenor durchschau ich irgendwie nicht, der verwirrt mich ^^... vielleicht weils auch irgendwie gruselig ist Ich frag deshalb weil mein Lebensgefährte mal so locker nebenbei mit Kopfstimme meine Töne trifft (also so meine ganz höchsten dann nicht, aber doch sehr hoch) und ich bin Sopran  Er ist aber sonst Bariton und kann sehr warm und weich singen. Lg Lily
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ospite
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Verfasst: 15.07.2011, 22:51 |
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Registriert: 28.02.2011, 18:25 Beiträge: 203
Vorname: Dietmar
Nachname: Vollmert
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Hallo Lily, grundsätzlich gilt : Je tiefer die Männerstimme, desto schöner das Falsett. Hinzu kommt eine zusätzliche stimmliche Disposition, die es auch einem Tenor ermöglicht, ins Couterfach zu wechseln. Ich bin soeben dabei, einen Tenor zum Counter umzuschulen. Ganz wichtig ist jedoch, dass der Sänger sich mit dieser noch immer eher ungewöhnlichen Lage identifiziert und zudem damit, dass Optik und Stimme auseinander klaffen. Ciao. Ospite 
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Joachim
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Verfasst: 16.07.2011, 16:55 |
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Registriert: 02.01.2008, 17:00 Beiträge: 1111 Wohnort: Idar-Oberstein
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Hallo Nach meinem Kenntnistand sind Solo-Countertenöre, Falsettisten (Beispielsweise Alfred Diller). Diese Countertenöre entwickeln spezielle Techniken um ihren Stimmumfang zu erweitern. Oder Sie sind Tenöre, dessen Falsett Umfang über die Altlage hinausgeht. Joachim
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musika
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Verfasst: 19.07.2011, 18:32 |
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Registriert: 10.11.2005, 01:00 Beiträge: 4549 Wohnort: Diessen am Ammersee
Vorname: Erika
Nachname: Sommer
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AK-Kontraalt
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Verfasst: 26.07.2011, 07:03 |
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| Hilfestellender |
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Registriert: 04.06.2008, 17:25 Beiträge: 371
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Countertenor oder Bariton? Countertenor UND Bariton!
Liebe Lily,
um Falsett-Töne produzieren zu können ist es völlig unerheblich welche Stimmlage ein Mann hat, er muss dazu absolut kein Tenor sein. Die Bezeichnung "Countertenor" weckt zwar die Vermutung, es handele sich bei Falsett-Tönen um eine Art "Über-Tenor", dem ist aber nicht so.
Ich hatte mal die Gelegenheit, einen Sänger, der im Konzert als Altus (andere Bezeichnung für Countertenor) aufgetreten ist, nach dem Konzert sprechen zu hören. Seiner Sprechstimme nach war das definitiv kein Tenor sondern mindestens ein Bariton. Auch erinnere ich mich noch an einen Gottesdienst, in welchem ich mich über die "irgendwie komisch" klingende Singstimme der hinter mir sitzenden vermeintlichen Frau wunderte, bis ich später sah dass keine Frau sondern ein MANN hinter mir saß, der die Lieder eben in der Frauen-Stimmlage gesungen hat - und dessen Sprechstimme ebenfalls mindestens baritonal war.
Lieber Joachim,
wenn Männer im Falsett singen bewegen sie sich dabei in einer Tonlage die vom Höhenumfang her exakt der Altstimme entspricht. Es klingt eben so extrem hoch wenn ein MANN solche Töne produziert, und so denkt man, der Mann singe Sopran, das tut er aber nicht. In vorstehend genanntem Konzert sang besagter Solist z. B. die Arie "Ach erbarmet euch mein" aus dem "Orpheus" von Gluck. Die Spitzentöne dieser Arie sind viermal f2 und einmal g2, das ist auch sonst die Obergrenze einer "normalen" Altistin sofern sie nicht auch Mezzosopran singt.
In einem sogenannten Gesprächskonzert konnte man das mal direkt miteinander vergleichen. Die Beispiele aus einer Alt-Arie wurden von einem Altus gesungen, später in der Gesamtaufführung wurde das gleiche dann von einer Frau gesungen. Es waren genau die selben Töne, und dennoch klang es beim Mann "extrem hoch" und bei der Frau "tief".
Viele Grüße, AK-Kontraalt
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Joachim
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Verfasst: 26.07.2011, 11:44 |
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Registriert: 02.01.2008, 17:00 Beiträge: 1111 Wohnort: Idar-Oberstein
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Liebe AK-Konstraalt Du hast das musialwissenschaftlich besser ausgedrückt als sich. Im Grunde genommen habe ich aber das gleiche gesagt. Viele Grüße Joachim
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Octaviane
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Verfasst: 26.07.2011, 13:37 |
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Registriert: 27.01.2006, 00:14 Beiträge: 1378 Wohnort: Bonn *31.01.
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Ich habe auch gelesen/ gehört (wie ospite es ja auch schon schrieb), dass besonders tiefere Männerstimmen oft ein besonders gut ausgeprägtes/ schöne Falsett besitzen. Dementsprechend haben ja einige Altistinnen auch ein ausgeprägtes Pfeifregister und können mitunter höher singen als so mancher Sopran. Woran sich mal wieder zeigt, dass der absolute Stimmumfang nichts mit der Stimmlage zu tun hat.
LG
Octaviane
_________________ „Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“ (T. Fontane) " Koloratursopran, der: Jemand, der den richtigen Ton nicht findet, aber eine Menge Spaß hat ihm hinterher zu jagen" (Anonym) http://www.sopranodrama.de
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