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 Betreff des Beitrags: Aussprache
BeitragVerfasst: 09.11.2006, 00:04 
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Hallo,

wie sehr achten denn eure Lehrer/innen auf die korrekte Aussprache.

Wie wichtig die Aussprache, gerade in der Muttersprache, ist haben wir ja schon mal im Chorthread besprochen.

Wie ist es denn bei euch im Unterricht?


Liebe Grüße
Chero


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BeitragVerfasst: 09.11.2006, 00:11 
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Wohnort: Starnberg/Bad Homburg *21.12.
Da ich meine ganze Gesangsstudienzeit immer amerikanische Lehrerinnen hatte und habe, wurde an meiner deutschen Aussprache natürlich so gut wie nie kritisiert . Andererseits verfüge ich über ein ziemlich reines Hochdeutsch. Insofern bestand wohl keine Notwendigkeit. Aber bei englischen oder italienischen Texten wurde ich immer korrigiert, wenn auch nur die kleinste Betonung nicht richtig war.

LG

Silje


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BeitragVerfasst: 09.11.2006, 04:58 
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Ich hatte genauso wie Silje, bisher nie deutsche Lehrer. Franzosen, Amerikaner, Japaner-wobei Letztere ein so reines und schönes Deutsch singt, dass ich vor Neid erblasse!
Verbessert werde ich grundsätzlich aber nur in der frz. Aussprache(in deutsch trauen die sich wohl alle nicht....leider!) und das leider oft genug so penetrant, dasss ich schon manchmal die Lust verloren habe.
Vor allem eine Pianistin und ein Leiter eines Opernateliers haben mich damit fast wahnsinnig gemacht, denn ich war die einzige Deutsche in der Gruppe und musste anscheinend für alle Sünden unserer Väter büssen.. :sad:
Dabei war das Deutsch, das besagter Herr Bariton selbst sang, mehr als greulich....
Aber in Sachen Sprachen sind die Franzosen eben Puristen-solange es ihre Eigene ist, versteht sich.
wenn ich mit konstanter Bosheit darauf bestehe dass es nciht Bak sondern Bach heisst und nciht Schübärr sondern Schubert ernte ich nur verständnislose Blicke.......selbst bei meinem eigenen Mann! :ruhe:
Cantilene :hearts:


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BeitragVerfasst: 09.11.2006, 10:58 
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O-Ton meines Gesangslehrers: "Text gibt's an der Kasse"

Damit will er aber lediglich ausdrücken, dass die Töne erstmal wichtiger sind als der Text. Schließlich bildet er Sänger aus, keine Schauspieler.

LG
mezzo


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BeitragVerfasst: 09.11.2006, 11:20 
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Vorname: Erika
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Text an der Kasse ist anders gemeint und kenne ich aus meiner Bühnenzeit, wenn man stecken bleibt im Text oder Lied, dann sollte sich das Publikum an der Kasse den Text holen.

Liebe Grüsse

_________________
musika
belcanto-solisten







Freunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.


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BeitragVerfasst: 09.11.2006, 12:08 
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Mein Lehrer achtet enorm auf die Aussprache, egal ob ich Deutsch, Latein, Französisch, Italienisch oder Englisch singe. Manchmal nervt mich das schon, aber schliesslich ist es ja mein Fehler, wenn ich es nicht fertig bringe, irgendwas ohne sprachlichen Ausrutscher durchzusingen. :n95: Inzwischen fallen mir diese Dinge natürlich auch bei andern Sängern vermehrt auf... :schlaumeier: :d_neinnein:


Gruss
lucicare :Sonne


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BeitragVerfasst: 09.11.2006, 12:49 
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Ich halte es für unsere ( verdammte ) Pflicht und Schuldigkeit, Texte - besonders im Kunstlied natürlich - optimal zu artikulieren ! Sonst könnten wir ja Flöte, Violine, Klavier usw. spielen.
Ein Drahtseilakt : Prima la musica, poi le parole? Die Quadratur des Kreises, fürwahr !
Ciao. Gioachino :d_neinnein:


Zuletzt geändert von gioachino am 09.11.2006, 16:19, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 09.11.2006, 14:13 
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Hallo,

ich denke wenn ich schon den Thread eröffnet habe dann sollte ich auch was dazu schreiben :lol:

Bei mir war es so, daß ich über Jahre keine Korrektur was dt. Aussprache anbelangt erhalten hatte. Um ehrlich zu sein wenn ich mir die Aufnahmen der Schülerabende heute anhöre, dann denke ich mir es ist bei niemandem erfolgt.

Was mir auch aufgefallen ist, daß G.lehrer die ebenfalls das gleiche Dialekt sprechen (klar nicht das tooooootale Dialekt aber doch die Macken) auf div. Dinge gar nicht achten, weil es in ihren Ohren völlig normal klingt. Klar sollte so nicht sein aber in meinen Fällen war es so.

Heute bin ich total dankbar, wenn auch manchmal recht total genervt aber über mich selbst, daß meine beiden G.lehrerinnen keine Saarländerinnen sind und sie mich immer berichtigen. Ihnen fallen diese Nachlässigkeiten oder wie man das immer sagen will auf und wir arbeiten gemeinsam auf verschiedene Weisen daran. Klar ist das einbringen in die normale Sprache auch notwendig ,zuhause üben und an sich arbeiten total klar. Nur wisst ihr wenn man es nicht gesagt bekommt, immer und immer hingewiesen wird dann ist es einem nicht bewußt und man kann es nicht verändern. Das der Weg nicht immer einfach und locker ist und auch dauert, das ist doch klar und wer verliert dann nicht mal die Nerven, denn wer macht schon gerne immer wieder die gleichen Fehler.

Mittlerweile fällt mir die falsche Aussprache von Freunden oder Familienmitglieder in der Unterhaltung selbst auf. Meist grinse ich dann innerlich. Aber um ehrlich zu sein wenn ich mit meiner Bekannten, die bei meiner ehemaligen G.lehrerin unterrichtet wird, mich unterhalte und sie dann einige toootal gravierenden Fehler macht und es ihr schwer fällt etwas hochdeutsch zu reden, dann grinse ich innerlich nicht mehr sondern bedauere sie. Warum? Na weil sie die korrekte Aussprache als Sängerin, nach vielen Jahren Unterricht, noch nicht gelernt hat und noch etwas kommt dazu, sie ist oder will Lehrerin werden und na ja ich denke in dieser Konstellation sollte man schon auf die Aussprache achten. Ich weiß jedoch nicht ob es ihr jemals gesagt wurde oder ob es ihr tootal egal ist.


Liebe Grüße
Chero


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BeitragVerfasst: 09.11.2006, 19:35 
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Beiträge: 285
Wohnort: München (*20.11.1965)
Vorname: Michael C.
Nachname: Frey
... es ist wohl manchmal tatsächlich die Quadratur des Kreises.
Ich kenne einen Sänger, der bringt es fertig, in der Zauberflöte "Holde Flöhde ..." und in Carmen "vom Bluhd geröhded, ich hab sie gedöhded" zu singen. Da geht mir das Messer in der Tasche auf. Trotzdem hörte man auch über diesen Sänger: "Mei, der hat eine so schöne Stimme ..."
Also auch Zuhörer sind nicht immer scharf auf Texte.
Im übrigen sollten wir dann auch noch schnell die Diskussion über die Aussprache lateinischer Texte (wieder) losbrechen, oder?! frechgrins
Gruhs und Kuhs, der musencus

_________________
Ein Leben ohne Gesang ist möglich, aber sinnlos!


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BeitragVerfasst: 10.11.2006, 10:18 
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musencusmuc hat geschrieben:
Also auch Zuhörer sind nicht immer scharf auf Texte.


Ja und vielen fällt die falsche Aussprache auch als Zuhörer nicht auf, weil sie ja auch das gleiche Dialekt sprechen. Hier im Saarland wäre das z.Bsp. "es krünt so krün...." Meint ihr wirklich einem Saarländer der anstelle grün dann krün sagt, dem fällt auf wenn ein Sänger krünt singt? Nöö mit Sicherheit nicht....

Viele Grüße
Chero


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BeitragVerfasst: 25.11.2006, 18:00 
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Ganz ehrlich, sobald jemand nicht mehr Deutsch (oder Ungarisch) singt, ist es bei mir eh vorbei. Denn so gut sprech ich auch nicht Englisch, dass ich ne ganze Oper verstehe... und Italienisch kann ich "si" und... "d'amore". Und sonst versteh' ich eh nichts - also können die Sänger auch theoretisch "bla-bla" singen, wenn es mir nicht auffällt... :oops:
Bei den beiden Sprachen, die ich spreche und verstehe, bin ich aber sehr pingelig, was verwaschenen Text angeht. :d_neinnein:


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BeitragVerfasst: 26.11.2006, 00:53 
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Ich bemühe mich sehr um sprachliche Präzision. Mein Lehrer ist Amerikaner, erwischt mich aber trotzdem bei jedem kleinsten Fehler, wenn es um Italienisch geht. Wenn es um amerikanisches Englisch geht, - noch schlimmer! Bei der West Side Story bekam ich mal den sehr trockenen Kommentar: Tony hat nicht in Cambridge studiert...

Liebe Grüße, Hanseat


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BeitragVerfasst: 26.11.2006, 01:16 
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:n182: Das könnte mir auch passieren.... ich habe mal in England gewohnt und studiere jetzt Anglistik, und da hatte ich auch Phonetik - inklusive Ausspracheübungen im Sprachlabor. Wenn ich so spreche, rutsche ich schnell ins Amerikanische - aber wenn ich darauf achte (z.B. im Sprachlabor - oder eben beim Singen) versuche ich immer, ein schönes British English hinzukriegen (wenn ich es schon beim Sprechen nicht schaffe ;-) ).


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.11.2006, 18:15 
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chero hat geschrieben:
Hier im Saarland wäre das z.Bsp. "es krünt so krün...." Meint ihr wirklich einem Saarländer der anstelle grün dann krün sagt, dem fällt auf wenn ein Sänger krünt singt?


Hallo,

es hat zwar mit Gesang nichts zu tun, aber ansatzweise mit dem Saarland.
Ich lebe nämlich in der schönen Pfalz, und mein Söhnchen (Muttersprache: hochdeutsch) hatte in Klasse zwei eine erbitterte Auseinandersetzung mit seiner Lehrerin, die "Pfirsisch" an die Tafel geschrieben hatte und auf die deutliche Aussprache des "sch" großen Wert legte.

Gruß v. Emmy


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BeitragVerfasst: 26.11.2006, 20:22 
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und wie ist es ausgegangen?

lg kaja


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