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rugero
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Verfasst: 20.10.2008, 01:07 |
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Registriert: 24.03.2006, 22:40 Beiträge: 1062
Vorname: ~
Nachname: ~
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Thomas Quasthoff, meint, dass mit 60 die sängerische Obergrenze erreicht wäre. Das entnehme ich seinem Interview: http://www.ksta.de/html/artikel/1218660695423.shtmlMir blieben dann noch maximal 8 Jahre - schöne Aussichten (?) Ich weiß, wir hatten dieses Thema schon einmal in brisanter, unschöner Form, meine aber, Quasthoff richtig zu verstehen, wenn ich sage, "Mit zunehmendem Alter muß man wissen was man noch singen kann und soll." Wie seht ihr diese Frage, wie wertet ihr eine altersmäßige Beschränkung ? Im beruflichen Alltag wissen wir ja, wie Altersgrenzen gesetzt werden. Die, die im Geschäft sind, sollen bis mindestens 67 arbeiten, die die noch reinwollen dürfen die 35 nicht überschritten haben.Quasthoff macht aber hier eine sängerische Einschränkung von 60 Jahren. Es ist das erste mal, dass ich öffentlich eine derartige Zahl in diesem Zusammenhang gehört habe. LG rugero
_________________ Die Stimme, das für mich vollkommenste Instrument.
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Uralt
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Verfasst: 20.10.2008, 10:52 |
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Registriert: 22.04.2006, 12:29 Beiträge: 767 Wohnort: Rheinland-Pfalz, 14.11.**
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rugero hat geschrieben: ...meine aber, Quasthoff richtig zu verstehen, wenn ich sage, "Mit zunehmendem Alter muß man wissen was man noch singen kann und soll." LG rugero und ich würde noch hinzufügen : und wieviel ...Ich denke, jede und jeder muß selbst entscheiden, wie sie oder er mit ihren/seinen Kräften umgeht. Für die Profis ist es ja nicht nur das Singen, auch das Reisen, die Hotelaufenthalte, der ständig wechselnde Lebensrhythmus. Da kann man keine "Marke" für alle setzen. Wenn Quasthoff sagt mit 60 : ok. dann ist das für ihn gut und richtig, muß aber nicht für alle gelten. Und wir Semi-Profis und Hobby-SängerInnen müssen halt auch merken, was geht, was will ich. Und vielleicht auch mal was Neues ausprobieren. Liebe Grüße Uralt
_________________ Sing und finde gut, was du machst. ( D. B.)
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musika
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Verfasst: 20.10.2008, 11:10 |
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Registriert: 10.11.2005, 01:00 Beiträge: 4549 Wohnort: Diessen am Ammersee
Vorname: Erika
Nachname: Sommer
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Naja, das Alter ist eigentlich nicht maßgebend, sondern die Gesundheit. Manche Sänger singen noch im hohen Alter, manche sollten es nicht tun, doch Martha Mödl z.B. hat glaube ich noch mit 80 auf der Bühne gestanden.
Ob 60 oder 70, wichtig ist, ob die Stimme noch so gut ist, dass ich sie meinem Publikum zumuten kann. Bei vielen Stars ist das leider nicht mehr der Fall, doch die Leute gehen in die Konzerte, weil der/die SängerIn ein Weltstar ist und sie sie auf der Bühne sehen möchten. Viele sind dann enttäuscht und sagen, naja, jetzt wird es aber Zeit zum Abtreten.
Der Schritt ist nicht immer einfach. Wenn man sein ganzes Leben gesungen hat und dann merkt, dass die Stimme nicht mehr so will, MUSS man den Schritt machen, lieber früher als später.
LG
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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dejan
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Verfasst: 20.10.2008, 17:59 |
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| Schaut öfter vorbei |
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Registriert: 09.04.2006, 00:48 Beiträge: 137
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rugero hat geschrieben: "Mit zunehmendem Alter muß man wissen was man noch singen kann und soll."
Hallo! Dieser Satz gilt für jedes Alter, finde ich. Man darf sich von derlei Pauschalaussagen nicht ins Bockshorn jagen lassen. Manche haben Ihren sängerischen Zenit schon mit 38 überschritten, andere Stimmen stehen mit 70 noch in voller Blüte. Wie sagen die Kölner so schön: Jeder Jeck is anders! @Musika: Ich durfte Martha Mödl während einer Pique Dame-Produktion kennenlernen. Da war sie bereits 88. Ich bin sehr dankbar für diese Begegnung mit einer großartigen und in ihrer Art bestimmt auch einmaligen Künstlerin. Beste Grüße!
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musika
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Verfasst: 20.10.2008, 18:27 |
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Registriert: 10.11.2005, 01:00 Beiträge: 4549 Wohnort: Diessen am Ammersee
Vorname: Erika
Nachname: Sommer
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Zitat: Hallo! Dieser Satz gilt für jedes Alter, finde ich. Man darf sich von derlei Pauschalaussagen nicht ins Bockshorn jagen lassen. Manche haben Ihren sängerischen Zenit schon mit 38 überschritten, andere Stimmen stehen mit 70 noch in voller Blüte. Wie sagen die Kölner so schön: Jeder Jeck is anders!
@Musika: Ich durfte Martha Mödl während einer Pique Dame-Produktion kennenlernen. Da war sie bereits 88. Ich bin sehr dankbar für diese Begegnung mit einer großartigen und in ihrer Art bestimmt auch einmaligen Künstlerin.
Beste Grüße! Wenn jemand mit 38 seinen Zenit schon überschritten hat, muss etwas nicht stimmen. Jeder Sänger, der gesund ist, davon gehe ich aus, sollte solange singen, bis im dann irgendwann bewußt wird, dass es Zeit wird aufzuhören. Männer haben es da einfacher, sie glänzen noch im Alter, wenn die Damen schon zittrig in der Stimme werden. LG
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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dola
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Verfasst: 20.10.2008, 18:33 |
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Dass die Form unterschiedlich ist, merkt man ja schon, wenn sich ältere Leute so zum Spass, meist ohne Ausbildung, zum Singen zusammenfinden. da sind meist welche darunter, die noch recht klare Stimmen haben, aber als solche, die fast nichts mehr herausbringen.
Schonender Umgang mit der Stimme trägt sicher zur Verlängerung der Singfähigkeit bei, aber eine Garantie, dass es bis zu einem bestimmten Lebensjahr geht, kann niemand geben.
Daher wird es auch in den Chören immer als ungerecht (zu Recht) empfunden, wenn plötzlich alle ab 60 pauschal hinaus sollen. Warum soll ein fitter Sänger, eine fitte Sängerin nur deswegen gehen, weil ein bestimmtes Geburtsdatum im Pass steht?
Wettbewerbe werden m. E. auch mit viel zu jungem Höchstalter beschränkt. Die meisten, gut trainierten SolistInnen laufen ja oft mit 40+ zur Hochform auf und schaffen schwere Partien. Auf dieses Segment muss man daher so gut wie immer verzichten und manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass man befürchtet, die 40+ - Stimmen könnten die Jungen in die Tasche stecken. Blöd ist, dass man so oft von außen als zu alt abgestempelt wird.
Irgendwann jedoch ist dieser Zenit überschritten. Die Ausgangsfrage "zu alt" kann letztlich nur individuell beantwortet werden, auch wenn man deutlich merkt, dass der eine oder andere Sänger - Promi nicht recht einschätzt, dass eine Partie inzwischen über die Möglichkeiten geht. Gut beraten, egal auf welchem Level, denke ich, ist, wer Veränderungen rechtzeitig erkennt und dafür Lösungen sucht. Manchmal kann der Wechsel in ein tieferes Fach z. B. die aktive zeit durchaus verlängern (z. B. Jessye Norman).
LG
dola
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Drachentöter
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Verfasst: 28.10.2008, 12:48 |
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Ich habe vergangene Woche Renate Holm in einem Konzert live gehört, sie zählt mittlerweile 77 Lenze, was man ihr weder ansieht noch anhört. Sie hat sich ihre Leichtigkeit und Höhensicherheit über die Jahrzehnte hinweg erhalten, was die Aussage von Herrn Quasthoff zumindest relativiert. Natürlich muß jeder Sänger selbst einschätzen, was er in welchem Alter seiner Stimme und vor allem seinem Publikum noch zumuten mag. Oft konnte auch ein Registerwechsel die Karriere verlängern. Generell kann man wohl feststellen, daß tiefere Stimmen länger anhörbar sind, doch auch hier gibt es Gegenbeispiele (Alfredo Kraus) 
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AK-Kontraalt
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Verfasst: 03.11.2008, 12:25 |
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| Hilfestellender |
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Registriert: 04.06.2008, 17:25 Beiträge: 371
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Dann bin ich mal gespannt ob Thomas Quasthoff die genannte Altersgrenze auch für sich selbst anwendet und wirklich mit 60 Jahren zu singen aufhört - zum Vormerken: Das wäre im November 2019 der Fall... Bei den Konzerten unseres Kirchenchores stehe ich immer neben einem Bass-Sänger der inzwischen schlappe 80 Lenze zählt und immer noch eine absolut schöne Stimme hat - inklusive einer immer noch voll erhaltenen Höhe: Sein hohes e ist einfach ein Genuss!!!  Also, wie auch von anderen schon geschrieben: Nicht das Alter ist entscheidend sondern die Stimme selbst. Viele Grüße AK-Kontraalt (deren Stimme, falls überhaupt jemals, vermutlich erst mit Erreichen der besagten 60 Jahre "ausgebildet" sein wird...) 
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manne
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Verfasst: 03.11.2008, 12:50 |
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Registriert: 29.09.2007, 23:59 Beiträge: 312 Wohnort: Hardheim / Odw.
Vorname: Manfred
Nachname: Ottenburg-Weise
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Hallo, ich denke nicht, das man pauschal über eine Altersgrenze etwas vorbestimmen sollte...jede Stimme ist was individuelles so wie auch deren "Träger".....jeder muss letztendlich selbst entscheiden, wann er nicht mehr öffentlich singen will und viele hier im Forum sind der gleichen Meinung. Mit zunehmendem Lebensalter und vielen Möglichkeiten, sich bis in hohe Alter gesund und fit zu halten wird sich sicherlich auch die Anzahl der betagten Sängerinnen und Sänger, die noch ein "zumutbare Stimme" haben. Mir ist schon aufgefallen, dass gerade bei tiefen Männer- und Frauenstimmen, diese im Alter sehr gut klingen....vielleicht sogar besser als in jüngeren Jahren. Zu T:Quasthoff: ich vermute mal, dass eine konkrete Lebensplanung hat; vielleicht setzt er deshalb seine Grenze so scharf an. 
_________________ Liebe Grüße...und:
nur weiter, denn nur weiter ! - Mein treuer Wanderstab.
Manne
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