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 Betreff des Beitrags: Wartezeiten im Konzert
BeitragVerfasst: 09.06.2006, 14:07 
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Hallo Ihr Lieben,
welche Strategien habt Ihr denn, um im Konzert "auf den Punkt da zu sein", auch wenn lange Wartezeiten dazwischen liegen?
Gerade bei Oratorien sitzt man als Solist schon mal ziemlich lange rum, und dann kommt quasi kurz vor Einschlafen plötzlich die schwere Arie :kaffee ...
Bei "normalen" Konzerten kann man ja mal hinter die Bühne und die Stimme nochmal ölen...... Trotzdem ist es aus meiner Sicht nicht einfach, die Spannung zu halten.

Also los - Brainstorming.....

LG
Mezzo


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 Betreff des Beitrags: Re: Wartezeiten im Konzert
BeitragVerfasst: 09.06.2006, 14:39 
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Registriert: 22.04.2006, 12:29
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mezzo hat geschrieben:
Hallo Ihr Lieben,
Bei "normalen" Konzerten kann man ja mal hinter die Bühne und die Stimme nochmal ölen...... Trotzdem ist es aus meiner Sicht nicht einfach, die Spannung zu halten.
LG
Mezzo


... und wenn man dazu noch in einer s...kalten Kirche singt ist es noch schwerer, wieder auf Touren zu kommen.

Bei Konzerten und Singen von der Empore baue ich Stress ab und Konzentration auf, indem ich entweder erst ein bischen hin und her laufe ( wenns kalt ist ) und mich dann ruhig hinsetze und mich "erde".

Wenn ich außerhalb des Konzertsaals warte :
Es gibt eine Qi-Gong-Übung die " Reguliere den Atem, beruhige den Geist" heißt, das eignet sich gut.
Wenn ich mich beim Warten in einen dicken Mantel gekuschelt habe, eignet sich die Übung : "Der Condor breitet seine Schwingen aus".
( Ich weiß, das klingt für viele von euch blöd, aber ich gehöre zu denen, die Körper und Stimme mit Bewegung in Schwung bringen oder entspannen)
Dann noch eine paar wenige Lippen- Atem- und Stimmübungen und fertig.

Aber vor allem brauche ich die Konzentration auf mich, ich will weder Gespräche halten, noch schnell ein Foto machen oder sowas.

Wenn ich im Konzertsaal oder Kirche warte :
hilft mir die oben genannte Übung "Reguliere ..." ohne Bewegung, ein paar leise Atemübungen und falls möglich ( manchmal "schreit" ja grade der Chor :love: ) Lippen-Lockerungsübung.

Soweit erstmal.

Liebe Grüße
Uralt


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.06.2006, 14:49 
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Hallo,

ich finde es viel schwerer hinter der Bühne zu warten. Ein Sänger hinter dem anderen geht auf die Bühne und immer noch wartet man. Wenn es geht, verfolge ich die Auftritte der anderen von der Seitenbühne, da ist man abgelenkt und die Spannung bleibt erhalten. Freue mich wenn sie runterkommen und gelöst vom Lampenfieber es nun endlich hinter sich zu haben. Endlich ist eigentlich nicht richtig, denn jeder freut sich auf seinen Auftritt, sonst würde er es nicht machen. Trotz allem ist man erlöst, aber glücklich.
Wenn ich bei einem Oratorium auf der Bühne sitze, macht mir das überhaupt nichts aus, es gibt so viel zu sehen, Publikum beobachten, die Reaktionen, den anderen Sängern zuhören und mitgehen in der Literatur.

Ich singe sehr ungern von der Empore aus, ich brauche Publikum, ich muss in die Gesichter schauen können.

Liebe Grüsse

_________________
musika
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Freunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.06.2006, 11:11 
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Zum Oratoriumsgesang und dem damit verbundenen "Vor-Publikum-Sitzen" kann ich Dir nichts sagen.
Evtl. kannst Du die Stimme geschmeidig halten, indem Du an den lauten Chorstellen summst?

Auf der Empore lasse ich mich nihct "an der Brüstung" sehen, bevor ich nicht das erste Mal dran bin. Auf die Weise kann ich dort machen, was ich will. Meist lutsche ich ein Salbeibonbon für die Feuchtigkeit, lese in den Noten und bevor es los geht, atme ich bewusst, tief und ruhig - dann bin ich schonmal ruhig und konzentriert und mit dem Atemsitz kann nicht mehr viel schief gehen. In den Kirchen bin ich aber auch oft damit beschäftigt, meine Füße warm zu halten :roll:

Auf anderen Veranstaltungen, bei denen ich zwischendurch (z.B. während einer Rede) sitze, sehe ich zu, dass ich einen Platz in der ersten oder zweiten Reihe bekomme. So ist man keinen Beobachtungen ausgesetzt. Die paar Schritte zurück vor den Flügel kann man ja so energisch oder motiviert nehemn, dass man schon gleich wieder voll drin ist :bravo:

Generell hilft mir, noch VOR dem Aufstehen den ersten Satz ganz bewusst zu machen und zu fühlen.


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