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BeitragVerfasst: 06.02.2006, 00:02 
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Hallo Gio!!!

na ich bin ja mächtig stolz auf dich appl

Wie du ja von mir persönlich weißt, schätze ich deine Beiträge sehr und möchte durch dein Wissen, wie andere bestimmt auch, noch was lernen. DARUM bin ich immer froh, wenn du mit deiner Zweifingertechnik einen wahren Leistungssport ausübst und große Beiträge schreibst.

Ich hoffe nun nicht, daß du zukünftig absichtlich Müll schreibst, denn nur dann wäre ich froh, wenn du wieder kurze Beiträge schreibst.

So finde ich es einfach nur SUPER

Liebe Grüße
Chero


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BeitragVerfasst: 06.02.2006, 00:09 
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Liebe Dola, normale Klaviere sind auf 440 gestimmt, aber die Tendenz der Orchester scheint höher, zu werden; unser grosses Natinalorchester vor Ort, mit dem meine Lehrerin gesungen hat, liegt auf 442 und sie sagt, das würde immer üblicher und sei sogar im Anstieg begriffen.
Am besten ist man dann mit historischen Aufführungen bedient, die liegen einen halben Ton tiefer und sind ja ebenfalls sehr aktuell.
Wenn man mit Orchester singt, sollte man sich in jedem Fall informieren, um nicht überrascht zu werden. Ab einer gewissen Höhe macht sich das nämlich schmerzlich bemerkbar, auch wenn es auf den ersten Blick wenig erscheint.
Meine Lehrerin ist ein lyrischer Sopran mit guter Höhe, aber auch für sie war eine c-moll Messe mit 442 hz eine Zerreissprobe und nun hat sie zu Hause mit dem höher gestimmten Flügel eben vorgesorgt.
Liebe Grüsse Cantilene


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BeitragVerfasst: 10.02.2006, 18:46 
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hallo, hier ist Martin, als Musikavokale

für gewöhnlich werden in der Praxis Lieder, zumal deutscher Prägung,
quart-, resp. Terzversetzt, oder besser verwandt in gemeinsamer Absicht dargeboten.
Bei Musiktheaterliteratur ( Oper, Operette, Musical ) ist Transposition nicht üblich. Es wird zumindest mit der Originallage gemeinsam begonnen.
Falls eine Sängerin, oder auch ein Gesangssolist die Tonart verläßt (Panne!), ist es schon während Vorführungen zu Orchestertranspositionen gekommen, was aber eben nicht der Regelfall sein sollte.

Mit freundlichem Sängergruß Martin :welcome:

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BeitragVerfasst: 10.02.2006, 20:05 
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Hallo,
so ungefähr habe ich das auch angenommen. Wozu gibt es sonst bei Lieder die verschiedenen Ausgaben und bei Oper nicht?
Aber gut war den Hinweis auf die Orchesterstimmung. damit habe ich keine Erfahrung, werde aber demnächst wohl damit konfrontiert. Hoffentlich ziehen die nicht zu krass nach ober! :roll:
Grüße, dola


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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: 06.06.2008, 09:04 
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Zitat von Eponine: Vielleicht mal drüber nachdenken, dass der Komponist das dann eben nicht so im Ohr hatte, wie es heute gesungen wird, gell?

Dazu fällt mir ein dass J. S. Bach die Sopran- und Altstimmen (sowohl solistisch als auch chorisch) für Knabenstimmen geschrieben hat. "Originalgetreu" wären demnach sämtliche seiner Vokalwerke nur mit Knabenchören aufzuführen, inklusive der Solopartien! Trotzdem käme aber niemand auf die Idee, die heute üblichen Aufführungen mit Frauenstimmen in Sopran und Alt als "Pfusch" oder "Betrug" zu bezeichnen.

Zu den Transpositionen selbst: Dass ein Stück in einer transponierten Tonart einen gänzlich anderen Charakter hat als in der Originaltonart, wird doch sicherlich nur derjenige bemerken der dieses Stück zuerst in eben dieser Originaltonart gehört hat. Ich wette darauf dass niemand z. B. das in youtube zu hörende "Nessun dorma" von Luciano Pavarotti als "Fälschung" erkennt wenn er dieses Stück zuvor noch nie gehört hat (gemeint ist die Aufnahme anlässlich der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Turin. Pavarotti singt es auf dieser Aufnahme einen halben Ton tiefer. Er war schon damals von seiner schweren Krankheit gezeichnet.)

Meines Wissens hat Schubert seine drei großen Liederzyklen "Die schöne Müllerin", "Winterreise" und "Schwanengesang" ursprünglich für Tenor komponiert. Trotzdem empfinde ich die Bariton-Fassung als die "stimmigere". Hängt also die Beurteilung darüber, welche Tonart dem Charakter eines Stückes am ehesten entspricht, nicht doch ein bisschen auch von den eigenen Ton-Vorlieben ab?

Ich freue mich auf weitere Diskussionsbeiträge zu diesem Thema! :lach062

Liebe Grüße an alle Originaltonart-Verfechter,
AK-Kontraalt


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 Betreff des Beitrags: Re: Transponieren
BeitragVerfasst: 06.06.2008, 23:57 
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Hallo,
ich glaube gerade bei den Schubert-Zyklen läßt sich dies gut analysieren.
Die Müllerin ist das Tenorstück und die Winterreise gehört den Tieftönern,
so hat es sich eingebürgert.
Ich glaube schon, dass die Tonart eines Stückes Einfluß auf das Hörempfinden hat.
Welche Tonart aber für einen sympathischer erscheint, sollte wohl jeder mal in Vergleichen für sich ausprobieren.

LG rugero

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Die Stimme, das für mich vollkommenste Instrument.


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 Betreff des Beitrags: Re: Transponieren
BeitragVerfasst: 08.06.2008, 13:49 
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ich fand es richtig klasse das die Gabi oft zu mir gnädig war wie sie immer sagte und dann mit den Tönen runter ging. Wenn ich überlege was die mir dadurch alles beigebracht hat war das transponieren bei mir nur richtig! Klar ist es auf der Bühne eine andere Geschichte denn da wird in einer ganz anderen Liga gespielt. Die Gabi hatte zu ihrer Bühnenzeit viel "Hosenrollen" gesungen und oft dann Parts übernommen wo die Tenöre ihre Problemchen bekamen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Transponieren
BeitragVerfasst: 23.08.2008, 19:07 
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Hallo an alle,

vor einiger Zeit hörte ich Lieder von Zarah Leander von einer Sopranistin gesungen - eine ganze Oktave höher als wie im Original! Dem Ausdruck oder dem Charakter dieser Lieder tat dies keinen Abbruch - resultieren Ausdruck und Charakter nicht vielmehr aus der Interpretation, letztlich auch aus Ausdruck und Charakter des Interpreten als aus der Tonart (in diesem Falle: Tonlage)? Ich meine, diese Sopranistin hat diese Lieder weitaus "stimmiger" gesungen als wie ich selbst es jemals könnte (obwohl ich es im Original singen kann, aber ich bin eben eine völlig andere Sorte Mensch).

Viele Grüße
AK-Kontraalt


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 Betreff des Beitrags: Re: Transponieren
BeitragVerfasst: 23.08.2008, 22:37 
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Hallo, AK - Kontraalt,

Tonartwechsel ändern zuweilen den Charakter eines Stückes, es klingt ggf. strahlend, dann gedeckter u.ä. Es wird daher genau ausgewählt, welche Tonart man nimmt, um ein Lied etwa für eine tiefere Stimme als die ursprüglich gedachte - in Originaltonart - singbar zu machen. Dies richtet sich keinesfalls danach, wie bequem die Lage zu singen ist. Der Grundcharakter soll möglichst bleiben oder die neue Tonart soll zum Stück passen.

Die Oktavierung ändert den Grundcharakter nicht, weil die Tonart gleich bleibt. Daher konnte man wohl die Lieder eine Oktave höher als authentisch empfinden.

LG

dola


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 Betreff des Beitrags: Re: Transponieren
BeitragVerfasst: 06.12.2009, 17:09 
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Nochmal etwas zu der Frage, ob Transpositionen den Charakter eines Stückes verändern:

Vor kurzem bin ich mal wieder über die Bach-Kantate "Widerstehe doch der Sünde" gestolpert. Davon gibt es z. B. eine Einspielung von Helmuth Rilling, aus jener Zeit als er alle Bach-Kantaten neu eingespielt hat. (Das war irgendwann in den 1970er-Jahren.) Besagte Kantate ist für Alt-Solo und laut Begleittext "so extrem tief wie keine andere Kantate für Alt-Solo".

Weil sie nun also so "extrem tief" ist wurde sie von Helmuth Rilling samt seinem Instrumentarium und der Alt-Solistin Julia Hamari kurzerhand eine große Terz höher eingespielt! Ob das seinerzeit von der geneigten Musikerwelt kritisiert oder überhaupt zur Kenntnis genommen wurde weiß ich nicht.

Fakt ist jedenfalls: In dieser Einspielung hatte ich diese Kantate überhaupt zum ersten Mal gehört, und mir ist damals NICHT aufgefallen dass es nicht die Original-Tonart ist oder dass der Charakter "irgendwie" anders ist. Wenn man eine Stimme hat die eine Terz höher so klingt als ob sie in der Original-Tonart singen würde, dann "stimmt" es eben.

Viele Grüße
AK-Kontraalt


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 Betreff des Beitrags: Re: Transponieren
BeitragVerfasst: 06.12.2009, 17:38 
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Dieses schöne Stück von Bach wird meistens von einem Counter gesungen, Julia Hamari ist so viel ich weiß, ein Mezzo, vielleicht fehlt ihr die Tiefe des Stückes, für einen echten Alt schon ein schönes Stück. :92

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 Betreff des Beitrags: Re: Transponieren
BeitragVerfasst: 08.12.2009, 22:08 
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Hallo Ihr Lieben alle,

diese Diskussion gefällt mir, weil sie so schön sachlich ist und ich Lernender so viel für mich herausziehen kann. Danke!

Als Schubert-Fan bin ich manchmal auch hin und her gerissen aber im Grunde finde ich es sehr gut, dass man seine Lieder transponiert hat.......

z. Bsp.: "Die schöne Müllerin" ist im Original für hohe Stimme komponiert....und ich finde eine Interprtatieon von einem "weichen" Tenor oder von einer Sopranistin wie Lotte Lehemann echt eine tolle Sache....wenn die Stimme das tief emotionale dieses Werkes auch zum ausdruck bringen vermag!!!...genauso sehe ich das für die Winterreise. Allerdings ist bei der Winterreise eine Transposition zum tiefen hin auch immer der Stimmung des Gesamtwerkes gerecht.

Eine weitere ....besonders schöne (für mein Empfinden) Transposition ist die eine "Händelarie" aus Neun Deutsche Arien, welche für Sopran komponiert sind und von Hermann Prey sehr subtil in seiner Stimmlage interpretiert wurde...
siehe hier:
http://www.youtube.com/watch?v=7FhfWsQ6A_w
und die hohe Version mit Dorothea Röschmann:

http://www.youtube.com/watch?v=kUG91WgdZ_0

Wie so vieles leigt dieses Thema sicher im Auge des Betrachters und ist auch in vielen Werken der künstlerischen Freiheit ergeben......

Ich wünsche Euch allen eine schöne Adventszeit!

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Liebe Grüße...und:

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Manne


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