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mezzo
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Verfasst: 24.05.2006, 08:26 |
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[quote="cantilene"] dass man binäre von ternäre Rhytmen unterscheiden kann, nicht bei jeder triole rausfliegt, den Klavierpart mitbverfolgen kann, auch allein mit ienem Basso Continuo zurechtkommt usw usw.
dass man weiss, dass manche i,strumente transponieren müssen, in anderen Schlûsseln spielen etc pp.
[quote]
Also wenn es um solches "theoretisches" Wissen geht - das setzte ich bei Sängern auch voraus. Das ist musikalisches Grundwissen und unerlässlich beim Singen - zumindest wenn man sich als Solist versucht. Wie soll ich denn von einer Bratsche einen Ton abnehmen, wenn ich nicht kapiere, dass sie nicht im Violinschlüssel notiert ist???
LG
mezzo
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cantilene
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Verfasst: 24.05.2006, 08:41 |
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Liebe Mezzo, es gibt aber leider jede Menge auftretender Sänger, die DIESES Wissen eben nicht haben und sich dabei noch für tolle Künstler halten.
Ich finde es ist einfach wichtig, sich auch als privat lernender Gesangs-Student darüber klar zu sein, dass man nicht allein mit Gesangsunterricht auskommt, wenn man mehr will als mit einem bezahlten Begleiter musizieren.
Ich habe tausend Beispiele und seltsamerweise betrift es sehr oft Männer, die sich für Andrea Bocelli halten. ;-)
Einen stimmgewaltigen Italiener hatte ich mal als Duett-Partner Zerlina/Don Giovanni. Unser Profi- Pianist,ein guter Freund inzwischen, der nie Geld von mir genommen hat, auch als ich noch ganz blutige Anfängerin war, hat Tantalos-Qualen gelitten und mir gesagt, dass er diesen Menschen nie wieder begleiten würde, es sei denn gegen ordentliche Bezahlung. Er hat ewig gebraucht, die Einsätze zu kapieren und seine Unfähigkeit noch als Sängerische Freiheit reklamiert!
In einem Kuirs in Italien habe ich einen deutschen Tenor erlebt, der statt Verdi einmal Barock-Musik singen sollte und nicht die geringste Ahnung hatte, dass das anders klingen muss als "Santa Lucia". Der Beispiele kann ich unendlich aufzählen.
Und all das waren Leute, die schon jahrelang Unterricht hatten und sich mindestens Semi-Profis nennen.
Ich frage mich manchmal , ob einige Gesangslehrer solche Dinge total vernachlâssigen oder evtl selbst nicht sehr bewandert sind?
Wie lâuft das in einer Ausbildung denn dann ab? Wird erwartet, dass der schüler sich anderweitig darum kümmert? Ansonsten kann ich Epo nur beipflichten!
Lieben Gruss
Canti 
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Octaviane
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Verfasst: 24.05.2006, 08:47 |
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Registriert: 26.01.2006, 23:14 Beiträge: 1361 Wohnort: Bonn *31.01.
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Hmm, also ich weiß nicht - ich bin eigentlich noch nie von Instrumentalisten belächelt worden (zumindest nicht öffentlich, was sie hinter meinem Rücken tratschen, weiß ich natürlich nicht ;-) ) Allerdings habe ich bis jetzt auch eher selten mit einem Orchester oder dergleichen gespielt und vielleicht hatte ich einfach das Glück, dass "meine" Pianisten einfach gerne mit mir zusammen musiziert haben, auch wenn ich jetzt vielleicht nicht sooo versiert in der Musiktheorie bin. Ich kann mir zwar durchaus meine Stimme am Klavier mitspielen (oder auch andere/ mehr Stimmen bei Ensemblestücken), aber meine Vom-Blatt-Sing-Fähigkeiten lassen doch zu wünschen übrig (wobei hier zugegebermaßen ziemlich viel Faulheit im Spiel ist  ) und was ein Dominatspetakkord genau ist, müsste ich mir auch nochmal anschauen. (Wobei mir der Begriff wenigstens nicht ganz fremd ist *g*) Irgendwo beherrsche ich sicher die Grundlagen, aber um das in Schule, frühmusikalischer Erziehung und Instrumentalunterricht erworbene Wissen wieder aufzufrischen, fehlt mir ganz einfach die Zeit.
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Eponine
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Verfasst: 24.05.2006, 09:13 |
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Hallo!
Gerade beim Vom-Blatt-Singen merke ich bei mir auch immer wieder, dass man da regelmäßig was für tun muss. Im Studium oder zu Chorzeiten ging das relativ gut. Wenn ich es nicht so oft mache wie z.B. z.Zt., gibt es so einige Intervalle, die will meine Stimme scheinbar einfach nicht rausbringen, wenn ich sie auf dem Blatt sehe ;-)
Da nützt es auch nichts, wenn man es schon tausendmal gesehen hat, das muss man immer wieder üben.
Man wird halt manchmal auch schlönzig, gerade, wenn man viel anderes an der Backe hat. Sollte man nur eigentlich nicht ...
Ich glaube, dass man als Gesangslehrer schon darauf achten sollte, dem Schüler auch ein gewisses "musikpraktisches" Wissen zu vermitteln. Eben nicht durchgehen lassen, wenn musikalisch nicht sauber gearbeitet wird usw., und wenn man ihn tausendmal ansetzen lässt, bis der Rhythmus endlich stimmt. Wobei ich jetzt von den Leuten rede, die es wirklich zumindest semiprofessionell machen wollen. Für jemanden, der kaum die Töne trifft und sich dann auch noch mit solchen Dingen befassen muss, wird das schnell frustrierend, da braucht man halt auch Fingerspitzengefühl.
Musiktheorie und ein zweites Instrument sind aber ganz klar nicht die Aufgabe des Gesangslehrers, und da krankt es halt teilweise wieder am deutschen System, auch, wenn ich da manchmal gewisse Silberstreifen am Horizont erkenne - in den Muikschulen hat sich auch einiges getan in den letzten Jahren, und es war auch viel Gutes dabei.
Ich bekomme aber gerade mit, wie die musikalische (Laien!)-Ausbildung in GB läuft, und da muss ich sagen: Da haben 14-Jährige teilweise schon mehr drauf als bei uns Studenten an der Uni - und ich rede jetzt nicht von Ausnahmebegabungen, sondern von der Art, wie dort die ganze Ausbildung aufgebaut ist.
Traurig, aber wahr- da ist eben noch viel zu tun ...
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