Lieber Rugero, das ist ein interessantes Thema!
Ein paar frühmorgendlcihe Gedanken dazu:
Musik und Gesang ist eine Leidenschaft geworden, die sich bei mir in kurzer Zeit ihren Weg ganz nach oben gebahnt hat.
Ich habe das weder erwartet noch von Beginn an so gewollt und dass es sich dann doch so entwickelt hat, hat eine Menge mit Lebensgeschcihte zu tun.
Ich wusste bereits als Kind, dass ich nur singen und schreiben wollte. 20 Jahre lang habe ich mich sehr auf Ersteres konzentriert, das auch zum Studieninhalt gemacht und Letzteres total ad acta gelegt. Das war ebenfalls eine umfassendne Leidenschaft wie es heute der Gesang ist.
Daneben gab es immer den anstrengenden Brotberuf, um mich und meine Tochter zu versorgen.
Aber eine künstlerische Tätigkeit egal welcher Art kann ich mir gar nicht anders als als echte Leidenschaft vorstellen.
Das als Hobby neben vielen Anderen(mit einem Liedchen trällernd durch die Wohnung, wie du schreibst) auszuführen, halte ich schon in der Natur der Sache für schwierig. Mich nimmt das innerlich viel zu sehr in Beschlag, um da noch allzuviel Anderem Raum geben zu können.
Ich komme immer weider auf ienen Satz meiner ersten Lehrerin zurück: "Singen Sie Tag und Nacht"
Irgendwo komme ich immer mehr zu der Erkenntnis, dass sie vollkommen Recht hatte, obschon ich es zunächst absurd fand.
Trotzdem bleibt Gesang eine Leidenschaft, NEBEN der auch all die anderen Dinge, die Du oben beschreibst,ihren Raum und ihre Zeit brauchen. Im Moment gehen sie alle irgendwie mit in der Musik auf. Vielleicht muss das aber auch so sein, wenn man so spät mit einer Sache doch noch beginnt, die immer schon da war und unterdrückt wurde???????
Mein Umfeld hat grosses Verständnis und trägt mich in jeder Hinsciht mit. Dazu bracuht es aber Menschen, die ebenfalls Leidenschaften erlebt haben und erleben, die ein Leben sehr formen und fordern können und das also nachempfinden können.
Von Kindern kann man das per se nciht erwarten und die werden berechtigterweise eher protestieren, wenn sie sich zu kurz gekommen fühlen.

Bei Ehepartnern/Freunden hängt es halt von deren eigenen Erfahrungen und Horizonten ab.
Im Notfall ist man dann gezwungen, klare Prioritäten zu setzen.
Was das kostenanfällige Hobby angeht, von dem du schreibst:
was ich so um mich herum beobachte, gibt es Hobbies, die noch VIEL teurer sind als der Gesang und die niemals auch nur einen Cent Gage als "Rekompensation" einbringen werden.
Was manche "Freaks" für irgednwelche technischen Ausrüstungen so ausgeben, vom Auto angefangen bis zu elektrischen Eisenbahnen und Sportausrüstungen......
Da der Gesang auch eine grosse therapeutische Funktion für die Seele hat und ja auch eine Option zum Nebenverdienst bietet, sehe ich dieses Probelm im Vergleich zu anderen Leidenschaften als nciht so relevant an und die Ausgaben für Unterrciht etc als gut angelegtes Geld.
Schwierig empfinde ich es eher, Zeit und Aufmerksamkeit, also Lebensenergie, noch gerecht auf andere notwendige Dinge HINREICHEND zu verwenden.
Das sprichst du ja oben auch so an.
Da das angemessene Mass zu finden, ist für mcih auch ein grosses Thema.......
Canti
