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musika
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Verfasst: 19.11.2007, 17:25 |
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Registriert: 10.11.2005, 00:00 Beiträge: 4460 Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
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Hallo, diese Frage stelle ich mir sehr oft. Wenn ich an meinem PC sitze und arbeite, nebenbei das Radio mit klassischer Musik höre, werde ich oft wehmütig, traurig, bis zu Tränen gerührt. Komischerweise nur bei instrumentaler Musik, nicht beim Gesang. Vielleicht ist es auch wenn ich mich unwohl fühle, körperliche Schmerzen habe, ich weiß es nicht. Eben hörte ich von Rachmaninov ein Stück, mit Solo Violine. Das war wieder so ein Moment. Ich würde nie in ein instrumental Konzert gehen, aber wenn ich es so nebenbei höre, ist es wunderschön. Vielleicht ist es auch die Leere, nach einem schönen Konzert, der Alltag, alles geht seinen gewohnten Gang, man vermisst die anderen. Kennt ihr solche Gedanken? 
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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Drachentöter
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Verfasst: 19.11.2007, 19:03 |
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Und ob!
Als Kind schon habe ich Rotz und Wasser geheult, wenn ich Tschajkowskys 5. Symphonie zu hören kriegte.
Und noch heute bin ich bei Mimis Tod in La Bohème regelmäßig k.o.
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LaCastafiore
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Verfasst: 19.11.2007, 19:10 |
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Registriert: 12.05.2006, 10:07 Beiträge: 1265 Wohnort: kein Blick auf den Eiffelturm mehr, aber dafür mittendrin *20.1.1962
Vorname: I.
Nachname: K.
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Liebe Musika,
natürlich ist man ohnehin wehmütig nach einem Konzert. Man hat monatelang vorbereitet, Programm ausgewählt, einstudiert, auswenig gelernt - war vor dem Konzert aufgeregt... und dann ein Adrenalinschub - und schon ist es rum. Da fällt man zunächst einmal in ein tiefes Loch, das finde ich normal und es gehört auch dazu. Die Frage ist nur, wie lange man sich erlaubt, dann in dem Loch zu bleiben. Ich habe heute gefaulenzt, die Mitschnitte der beiden Konzerte auf den PC übertragen und angehört. Ab morgen arbeite ich das Programm für das nächste Konzert - denn nach dem Spiel ist vor dem Spiel.
Musik berührt mich immer sehr, ich liebe vor allen Dingen laute Orchesterklänge, mit viel Blech und Tschingderassa (z.B. Dvorak Slavische Tänze und so) - aber ich bin kein sehr "rührseliger" Typ - zum Weinen bringt man mich nur selten. Doch, in einem Recital mit Ben Heppner sang er Wagner Szenen - und am Ende von seinem Tristan kullerte mir ein Tränchen. Das war so toll und berührend gesungen.
Ich denke, man darf sich das ruhig erlauben - es gibt Leute, die heulen bei irgendwelchen Filmen - und wir halt bei schöner Musik.
Wehmütige Grüsse von Casta
_________________ La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz
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musika
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Verfasst: 19.11.2007, 19:21 |
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Registriert: 10.11.2005, 00:00 Beiträge: 4460 Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
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Ja, diese berühmt Loch danach...ich habe es früher oft erlebt und besonders nach dem Konzert mit der Alt-Rhapsodie, Brahms, die ich an 2 Tagen singen durfte. Nach dem zweiten Konzert war ich unendlich traurig, hatte eine depressive Stimmung und wußte nicht warum. Diese Werk ist eh so emotional und ich konnte meine ganzen Emotionen singen, die ich fühlte. Es dauerte eine Weile bis ich wieder auf den Boden der "normalen" Tatsachen kam. Doch jetzt, wo ich selber nicht mehr singe, geht es mir manchmal auch so. Jetzt nach Bückeburg besonders. Es ist so schön euch da vorne zu sehen und zu hören, diese schöne Harmonie auch hinter den Kulissen, die Gespräche, das Lachen und alles ringsherum, es fehlt mir.
Auch wenn ich für kommende Konzerte arbeiten muss, ist dies im Moment kein Trost. Ich muss meine Depri überwinden....es ist ja nicht das Ende, im Gegenteil, es kommt Neues, Schönes auf uns zu.
Liebe Grüsse
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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Octaviane
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Verfasst: 19.11.2007, 20:19 |
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Registriert: 26.01.2006, 23:14 Beiträge: 1361 Wohnort: Bonn *31.01.
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Liebe Musika,
ich kann Dich sehr gut verstehen. Auch ich (wie wohl alle hier) muss mich nun damit abfinden, dass ich zurück in meinen bürgerlichen Beruf muss und merke nach so einem Konzert wie in Bückeburg immer mehr, wie sehr mein Herz an der Musik hängt. Aber einerseits muss ich ja wieder arbeiten gehen, ob ich nun Lust habe oder nicht und anderseits versuche ich es auch wie Casta zu halten und bin schon wieder wild dabei, Literatur für das Konzert im Saarland ins Auge zu fassen.
Aber ein wehmütiges Gefühl bleibt auf jeden Fall ....
Liebe Grüße
Octaviane
_________________ „Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“ (T. Fontane) " Koloratursopran, der: Jemand, der den richtigen Ton nicht findet, aber eine Menge Spaß hat ihm hinterher zu jagen" (Anonym) http://www.sopranodrama.de
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musika
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Verfasst: 19.11.2007, 20:34 |
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Registriert: 10.11.2005, 00:00 Beiträge: 4460 Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
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Octaviane hat geschrieben: Liebe Musika,
anderseits versuche ich es auch wie Casta zu halten und bin schon wieder wild dabei, Literatur für das Konzert im Saarland ins Auge zu fassen.
Aber ein wehmütiges Gefühl bleibt auf jeden Fall ....
Liebe Grüße
Octaviane Ja, so muss das sein, so war ich auch immer, wenn ich Weihnachten gesungen habe und schon die nächste Weihnachtsmesse bekannt wurde, war das erste was ich tat wenn ich dann nachhause kam nachzusehen, ob ich die Noten habe und dann nichts wie ran. Was gelernt ist, kann mir niemand mehr nehmen. Liebe Grüsse
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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Silje
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Verfasst: 19.11.2007, 21:15 |
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Registriert: 13.11.2005, 18:26 Beiträge: 1598 Wohnort: Starnberg/Bad Homburg *21.12.
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Diese Gefühle, die ihr beschreibt, kann ich nur zu gut nachempfinden. Ich bin so nah am Wasser gebaut, daß ich auch heute noch heule, wenn im Karl May-Film Winnetou stirbt ....Jaul... Das Loch nach Konzerten lasse ich nicht mehr zu, denn ich weiß, daß wieder neue Konzerte kommen und ich die Menschen (euch) wiedersehen werde. Ein bisschen Routine ist schon dabei, obwohl doch jedes kOnzert anders ist. Das Heulen zu Musik oder wegen Musik hängt immer von meiner Tagesverfassung ab. Doch gibt es Klaviermusik , da könnte ich ohne Ende weinen. Oder Musik von Elgar oder Grieg.... zum Dahinheulen schön.... Dann gibt es dieses eine Adagio von Bach. Wenn ich das höre ist es vorbei mit mir. Manchmal sage ich zu meinen Freunden , daß ich mir diese Musik zu meiner Beerdigung wünsche, damit auch alle "schön" weinen können.. LG Silje
_________________ ...Letztlich ist Gesang ein in Klang gegossenes Gebet -
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Phoebe
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Verfasst: 19.11.2007, 21:31 |
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| Schaut öfter vorbei |
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Registriert: 21.02.2006, 10:58 Beiträge: 162
Vorname: Jessica
Nachname: Seitz
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Mir wird es bestimmt so gehen, wenn ich zur Weihnachtszeit meine Großmutter in Bückeburg besuche, evtl. einen Spaziergang mache und am Palais vorbeikomme...wenn aus dem Ambiente Licht scheint, das Palais eisglitzernd in der Dunkelheit steht, ohne Licht, ohne Musik...und ich an den stillen Moment erinnert werde, den ich - wartend und allein - an der kleinen Heizung des Saales verbracht habe. Und an den Moment, als die ersten Besucher reinkamen und ich dachte : "jetzt beginnt es"...
Phoebe
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Rolando
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Verfasst: 19.11.2007, 22:06 |
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Registriert: 11.11.2005, 14:28 Beiträge: 499 Wohnort: Hamburg
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Ich habe diesmal nicht aktiv am Konzert teilgenommen, dennoch: während der Heimfahrt kullerten auch bei mir die Tränen. Es war soooo schön Euch alle wiederzusehen und vor allem: zu h ö r e n und zu e r l e b e n. Das war mir so bisher noch nicht vergönnt. Aber es gibt auch für mich ein Musikstück, bei dem ich immer ganz leise werde. Es ist der Eingangschor aus Mozarts -Requiem. Ich weiß nicht, vielleicht, weil es das erste Werk nach meiner schweren Operation war, welches ich wieder mitgesungen habe? Ich liebe es seit dem ganz besonders.  Rolando
_________________ Und plötzlich weißt du:
Es ist an der Zeit, etwas Neues zu beginnen, und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.(Meister Eckhart)
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Uralt
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Verfasst: 19.11.2007, 22:17 |
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Registriert: 22.04.2006, 11:29 Beiträge: 767 Wohnort: Rheinland-Pfalz, 14.11.**
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Ja, das Depri-Loch nach einem erfolgreichen Konzert kenne ich auch. Ich habe bei mir festgestellt, dass ich ca. 2-3 Tage brauche, um die Emotionen etc. zu verarbeiten. Erst dann kann ich mich wieder "neuen Taten" zuwenden. Nach einem Konzert habe ich sogar eine ganz Woche gebraucht, bis ich wieder soweit war, mit Freude zu singen. Der Impuls am Tag nach dem Konzert sofort weiterzumachen ist manchmal da, aber ich nehme mir die Zeit, das Vergangene langsam abklingen zu lassen und mich dann erst neuem zuzuwenden.
Die andere Geschichte, die Wehmütigkeit beim Musikhören : ich bin nun wirklich keine, die leicht weint : nicht bei Winnetou, Lassie oder anderen traurigen Filmen, nicht bei Grieg und Mimis Tod bei Bohème ist zwar anrührend aber mehr nicht. Ganz merkwürdig war aber, als ich auf einer Musikmesse eine Taiko-Gruppe aus Japan angeschaut habe. Sie haben sehr archaische Trommelmusik gespielt und nach kurzer Zeit liefen mir die Tränen nur so runter. Ich war nicht traurig oder wehmütig, hab aber Rotz und Waser geheult. Ich habe keine Ahnung woher das kommt. Diese Art der Musik berührte irgendetwas ganz tief in mir.
Liebe Grüße Uralt
_________________ Sing und finde gut, was du machst. ( D. B.)
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Silje
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Verfasst: 19.11.2007, 22:26 |
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Registriert: 13.11.2005, 18:26 Beiträge: 1598 Wohnort: Starnberg/Bad Homburg *21.12.
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Rolando hat geschrieben: Ich habe diesmal nicht aktiv am Konzert teilgenommen, dennoch: während der Heimfahrt kullerten auch bei mir die Tränen. Es war soooo schön Euch alle wiederzusehen und vor allem: zu h ö r e n und zu e r l e b e n. Das war mir so bisher noch nicht vergönnt. Aber es gibt auch für mich ein Musikstück, bei dem ich immer ganz leise werde. Es ist der Eingangschor aus Mozarts -Requiem. Ich weiß nicht, vielleicht, weil es das erste Werk nach meiner schweren Operation war, welches ich wieder mitgesungen habe? Ich liebe es seit dem ganz besonders.  Rolando Ja, Rolando...beim Mozart Requiem geht es mir genau so; aber das fast durchgehend. Ich kenne das Werk von vorne bis hinten und kann es im Geist komplett mitsummen. Es ist zum Niederknien schön und hat einen sehr morbiden Charakter. Ich denke, daß man (ich) bei diesem Stück immer an die eigene Vergänglichkeit erinnert werde. Lg Silje
_________________ ...Letztlich ist Gesang ein in Klang gegossenes Gebet -
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kaja
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Verfasst: 19.11.2007, 23:00 |
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hallo,
da ich eigentlich nicht nah am wasser gebaut habe, ist es mir, soweit ich mich entsinne, noch nicht passiert, daß ich bei musik geheult habe.
aber ich hatte schon mehrmals, wenn ich ein stück zum ersten mal gehört habe, das gefühl, es zerreißt mir das herz (einmal war es ein ton im klaviervorspiel, aber nur bei einer bestimmten aufnahme, auf allen anderen aufnahmen haben die pianisten diesen ton unbedeutend gespielt) und ich könnte nicht weiterleben, wenn ich dieses stück nicht auch singe. sobald ich mich dann mit dem stück beschäftigt habe, war der "herzschmerz" sofort weg.
liebe grüße kaja
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tulpe
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Verfasst: 04.12.2007, 12:56 |
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| Schaut öfter vorbei |
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Registriert: 23.08.2007, 17:27 Beiträge: 100
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meine lieben!
habe mir soeben alle beiträge interessiert durchgelesen.
ich bin ein sehr wehmütiger und melancholischer mensch.
mir kommen auch öfter die tränen, natürlich nur, wenn mein herz zutiefst mit musik oder gesang berührt wird.
auch, wenn ich selbst singe, mich aufnehme und mich dann anhöre, ist es mir schon öfter passiert, und ich empfinde es als ein sehr schönes gefühl, wenn es so ist.
tulpe
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cornettina
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Verfasst: 08.01.2008, 21:39 |
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Registriert: 13.11.2005, 00:34 Beiträge: 611 Wohnort: 24975 Hürup *02.04.1953
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Hallo, ihr Lieben,
nun habe ich mir auch eure Beiträge mal ganz in Ruhe durchgelesen. Liebe Musika, ich kann dich so gut verstehen. Es geht mir häufig so wenn ich mir Instrumentalmusik anhöre. Wie beredt diese sein kann, gell? Jedem ist die Fantasie gegeben. Jedem ist die Möglichkeit geschenkt, sich die Musik in Bildern vorzustellen. Die Bilder sind bei jedem Menschen anders. Dieses ist bedingt durch das eigene Leben, das jeder durchwandert.
Ja, mir ging es ganz intensiv so bei der Einstudierung vom "Elias". Es brauchte mehr als ein Monat mit täglichem Arbeiten am Werk bis ich meine Tränen im Griff hatte. Ich denke, dass dieses die eigene Performance unbedingt beeinflusst, das Stimmkolorit und Interpretation.
Vorher war es mir so bei der Einstudierung vom "Requiem" vom Mozart ergangen.
Ich kann jedoch nicht sagen, dass ich nach einer Performance in ein Tief gefallen bin, eher in ein Hoch... Dieses Hoch trug mich bis ich das nächste Werk einstudiert habe.
Eine Melancholie fühle ich schon wenn ich mal irgendeine wunderschöne Instrumentalmusik höre, das mich jedoch nicht in ein depressives Tief zieht. Es macht mich eher nachdenklich und gleichzeitig irgendwie glücklich.
LG.
_________________ cornettina
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tulpe
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Verfasst: 08.01.2008, 22:10 |
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| Schaut öfter vorbei |
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Registriert: 23.08.2007, 17:27 Beiträge: 100
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hallo, cornettina!
oh, du hast sooo schöööön geschrieben!
liebe grüsse tulpe
P.S.: was ist ein stimmkolorit?
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cornettina
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Verfasst: 08.01.2008, 23:25 |
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Registriert: 13.11.2005, 00:34 Beiträge: 611 Wohnort: 24975 Hürup *02.04.1953
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Hallo tulpe,
Stimmkolorit bedeutet "color of voice"... Färbung der Stimme. Dieses wird insbesondere durch das tiefe Gefühl bestimmt, dass beim Singen des Textes und der Melodie in dem Moment vorherrscht.
Du wirst überrascht sein, wie unterschiedlich die Stimme klingen kann, wenn sie durch Gefühl beherrscht wird...
LG.
_________________ cornettina
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Joachim
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Verfasst: 09.01.2008, 09:23 |
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Registriert: 02.01.2008, 16:00 Beiträge: 1099 Wohnort: Idar-Oberstein
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Und ob! Ich kann dieses Gefühl nicht wichtig beschreiben, dass mich befällt, wenn ich beispielsweise, die Sinfonie Nr.4 " Romantische" von Anton Bruckner höre. Ich fühle mich wie auf Händen weggetragen in eine andere, schöne, friedliche Welt. Diese Musik macht auch nachdenklich und entspannt. Man denkt über vieles nach, schöpft neue Kraft und findet neue Ideen. Viele Grüße Joachim
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tulpe
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Verfasst: 09.01.2008, 09:31 |
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| Schaut öfter vorbei |
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Registriert: 23.08.2007, 17:27 Beiträge: 100
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guten morgen, cornettina!
danke für deine antwort. färbung der stimme, ja, sagt ja eigentlich das wort.
ich sage immer für mich, die seele ist beim singen total wichtig. wenn ich singe mit viel seele und sogar mit wehmut, hören sich meine lieder viel schöner an. sie berühren mich sehr.
was man alles so machen kann mit seiner eigenen stimme, ich probiere es gern aus .
liebe grüsse tulpe
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tulpe
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Verfasst: 09.01.2008, 09:37 |
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| Schaut öfter vorbei |
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Registriert: 23.08.2007, 17:27 Beiträge: 100
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hallo, joachim!
du hast es sehr gut beschrieben. ich empfinde es auch so.
ich laß mich z.b. gern beim einschlummern mit gerader dieser musik in eine andere welt hinübertragen. ich fühle mich so glücklich und seelig. es ist wie ein "regenerieren" eine "ordnung"/"ordnen".
wunderbar, daß du es auch erleben kannst. denn nicht alle menschen sind dazu befähigt, ganz klar.
liebe grüsse tulpe
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Joachim
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Verfasst: 09.01.2008, 10:33 |
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Registriert: 02.01.2008, 16:00 Beiträge: 1099 Wohnort: Idar-Oberstein
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Hallo Frühlingsblume Deshalb ist Musik ja auch gesundheitsfördernd und wird immer Therapeutischen Bereich immer mehr eingesetzt! Viele Grüße Joachim
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