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Hopsidrolli99
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Verfasst: 03.11.2011, 16:57 |
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Registriert: 17.10.2011, 15:23 Beiträge: 55 Wohnort: Marl
Vorname: Martina
Nachname: R.
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Hallo liebe Forumsmitglieder ! Ich muß Euch jetzt mal etwas fragen: Ich habe jetzt seit Anfang 2010 GU. In den ersten Stunden war ich so dermaßen aufgeregt, daß ich immer meinte, ich werde diese Übungen nie schaffen. Pitschnaß geschwitzt und total kaputt und betrübt ging ich nach Hause. Das hat sich ja gelegt. Der GL ist mit mir auch sehr zufrieden. Aber ich kann eine gewisse innere Unruhe vor dem GU einfach nicht ablegen. Mein GL ist ein 150 %iger, was ich ja auch o.k. finde und wir kommen so auch super miteinander aus. Doch warum geht diese Nervosität nicht weg? Ist das normal?? Ich versuche ja schon vor dem GU herunter zufahren, aber irgendwie funktioniert das nicht. Die Lieder klappen zuhause recht gut und im Unterricht bin ich so dermaßen verkrampft (von wegen Mund weit genug auf ,Atemstütze, gerade stehen usw), daß ich mich auf das Lied emotional nicht einlassen kann. Ist es vielleicht so, weil ich mir immernoch nicht richtig was zutraue?? Ich bin ja auch erst ein gutes Jahr dabei und habe weder Musikunterricht vorher gehabt, noch habe ich im Bereich Musik irgendetwas studiert. Mein GL hat mir schon einmal gesagt: "Du stehst hier wie ein kleines Mädchen (Körpergröße: 179 cm), das weiß, das es singen kann, aber sich nicht traut" . Das hatte er gesagt, nachdem ich das Lied "Drei Könige wandern aus Morgenland" im Gu vorgetragen hatte. Einen Tag später hatten wir Chorprobe (er ist dort auch Chorleiter) und spielte plötzlich dieses Lied an mit der Aufforderung, daß ich es singen sollte. Und dort sang ich dieses Lied völlig befreit, ohne Druck und mit Gefühl. War das schön!! Mein GL kam im Anschluß dieser Chorprobe zu mir und sagte : So schön hast Du das noch nie gesungen, toll. Jetzt die Frage an Euch: Wie kann ich diese Verkrampftheit ablegen? LG Hopsidrolli99
_________________ Das wahre Glück besteht nicht in dem, was man empfängt, sondern in dem, was man gibt.
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Octaviane
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Verfasst: 03.11.2011, 17:22 |
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Registriert: 27.01.2006, 00:14 Beiträge: 1378 Wohnort: Bonn *31.01.
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Hmm, schwierig zu beurteilen, ohne dabei gewesen zu sein. Aber ich kann einiges von dem nachvollziehen, was du schreibst. So kann es in der Tat sein, dass man sich zu wenig zutraut. Vielleicht bist Du aber auch sehr perfektionistisch und selbstkritisch. Natürlich sollte man als Sänger selbstkritisch sein, aber zu viel kann auch hemmend wirken. Und dann kommt es natürlich sehr auf den Lehrer an. Manche haben einfach die Gabe, eine entspannte Atmosphäre im Unterricht zu schaffen, in der man trotzdem ernsthaft arbeiten kann. Vielleicht hilft es sich zu sagen, dass der Unterricht ja dazu da, um zu lernen und nicht, um gleich alles perfekt zu machen. Wahrscheinlich sollten wir manchmal einfach weniger streng mit uns sein... So, und nun muss ich nur noch meinen eigenen Rat befolgen .... Octaviane
_________________ „Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“ (T. Fontane) " Koloratursopran, der: Jemand, der den richtigen Ton nicht findet, aber eine Menge Spaß hat ihm hinterher zu jagen" (Anonym) http://www.sopranodrama.de
Zuletzt geändert von Octaviane am 04.11.2011, 12:10, insgesamt 2-mal geändert.
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lena
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Verfasst: 03.11.2011, 22:24 |
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Registriert: 10.12.2009, 16:16 Beiträge: 60 Wohnort: hinterm mond, manchmal über den dingen.
Vorname: l
Nachname: t
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ich hab das perfektions und verkranmpftheits-dilemma auch in jeder stunde. so langsam wird es etwas besser, aber meine lehrewrin muss echt trickreich sein um mich, wenn ich dann mal ins denken gerate, wieder locker zu kriegen.
ich kann mir auch nur immer wieder sagen das ich ja dazu da bin zu lernen, fehler zu machen und an ihnen zu arbeiten- ich will ja was davon haben.
_________________ "Whenever I feel blue, I start breathing again"
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Raupe
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Verfasst: 03.11.2011, 23:46 |
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Registriert: 15.04.2011, 17:22 Beiträge: 47
Vorname: S.
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Ja, das ist eine gute Frage ... Bei mir war/ist es eher anders herum - je länger ich Unterricht habe, desto mehr denke ich, na DAS müsstest du doch nun wirklich können. Und werde dann unruhiger, wenn ich merke, dass es so gar nicht klappt; bin aber dennoch (so gut wie) entspannt. Weiß Dein GL davon? Er wird sicher etwas davon spüren, aber ist es ihm auch wirklich bewusst? Ich musste mal im Unterricht die Augen schließen und mir ein Bild vorstellen, wie ich da stehe und singe -und sah spontan: da stand ich im roten Kleid (wieso auch immer ...) und war ganze 3 mm groß, ein Punkt auf dem Podest - wie soll da auch ein vernünftiger Ton herauskommen? Nachdem ich dieses innere Bild korrigiert habe, ging es gleich besser. Vielleicht geht es Dir ähnlich? Gibt es Dinge, die Du zu Hause üben kannst? Mund auf = vor dem Spiegel üben; dort mache ich das immer - sonst ...  usw. Irgendwann ist es so drin, dass es automatisch passiert (hoffe ich). Vielleicht kann Dir Dein GL auch noch Tipps geben? Ich denke es ist wichtig, wie Oktaviane schrieb: Zitat: Vielleicht hilft es sich zu sagen, dass der Unterricht ja dazu da, um zu lernen und nicht, um gleich alles perfekt zu machen. Wahrscheinlichs sollten wir manchmal einfach weniger streng mit uns sein... Das ist mindestens die halbe Miete ;-) ... ich hoffe, ich setze das alles in der nächsten Stunde um ... Raupe
_________________ "Musik ist die Kurzschrift des Gefühls."
(Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi)
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Unexpected
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Verfasst: 04.11.2011, 14:22 |
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| junges Mitglied |
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Registriert: 28.10.2010, 12:59 Beiträge: 36
Vorname: C.
Nachname: B.
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Ich habe auch nach 10 Jahren Zusammenarbeit mit meinem GL meine nervösen Momente vor jeder Gesangsstunde, die aber inzwischen eigentlich sofort nach den ersten gesungenen Übungen verschwinden. Es ist mit der Zeit immer besser geworden... am Anfang hatte ich sogar manchmal Momente, in denen mein GL Angst hat hatte, ich kippe gleich um vor lauter Hyperventilieren... Richtig gut geht es, seit ich, wenn ich zu Gesangsstunden zu ihm fahre, bei ihm im Haus wohne und zum Unterricht in Trainingshose und Wollsocken nur eine Etage vom Wohnzimmer in den Unterrichtsraum wandern muss ....  da ist man doch gleich noch mal ein bisschen entspannter. Ich denke, es hat viel, wie die anderen auch schon gesagt haben, mit dem kleinen Perfektionisten in uns allen zu tun. Man möchte natürlich das, was man zuhause geübt hat, genauso schön vor dem Lehrer präsentieren, dass schränkt in gewisser Art die Freiheit zu singen ein. Mein GL sagt immer: "denk dran, zuhause in deinem Wohnzimmer ist noch nicht hier bei mir im Unterricht und noch lange nicht auf der Bühne vor Publikum..." Und er hat Recht - man singt in diesen Situationen einfach jeweils verschieden..., aber ich denke je länger man dran arbeitet, um so besser wird es... 
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Ludwig van
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Verfasst: 05.11.2011, 15:03 |
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Registriert: 01.11.2011, 17:07 Beiträge: 21 Wohnort: Kriftel
Vorname: Klaus
Nachname: Gallenbacher
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Hallo Hopsidrolli99,
ich habe seit ca. 2 1/2 Jahren GU. Ich kenne das Problem mit der Nervosität glücklicherweise nicht, aber wenn ich auf zu vieles achten muss/soll (Stirn nicht in Falten; Hände nicht verkrampfen; Schultern locker; gerade stehen; in den Bauch atmen undsoweiterundsofort) dann kann es schon sein, das darunter der Ausdruck des Liedes leidet. Aber ich glaube das ist als Anfänger - und als solchen bezeichne ich mich - total normal. Ich versuche nicht alles auf einmal zu wollen/können. Glücklicherweise ist auch meine GL nicht so gestrickt, aber sie weist mich immer wieder auf Fehler hin. Vielleicht solltest Du Deinem GL mal sagen, dass Du das Gefühl hast das alles auf einmal für Dich zuviel ist. Möglicherweise lässt dann Deine Nervosität nach. Ich glaube auch nicht, das es ein grundsätzliches Problem der Nervosität ist; schließlich hast Du das Lied ja vorm Chor und Chorleiter einwandfrei vorgetragen.
Liebe Grüße
Ludwig van
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Hopsidrolli99
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Verfasst: 05.11.2011, 19:06 |
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Registriert: 17.10.2011, 15:23 Beiträge: 55 Wohnort: Marl
Vorname: Martina
Nachname: R.
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Vielen lieben Dank für Eure Antworten.  Es hat mir sehr geholfen zu sehen, daß es einigen von Euch zum Teil ähnlich ergeht oder ergangen ist. Ich werde versuchen die Ratschläge in die Tat umzusetzen. Mal schauen, ob es funktioniert. Euch noch ein schönes Wochenende Hopsidrolli99 
_________________ Das wahre Glück besteht nicht in dem, was man empfängt, sondern in dem, was man gibt.
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