Hallo, Rugero!
Schönes Thema...
Ich habe jetzt sehr lange privat kaum etwas anderes als Klassik gehört, weil es (und das würde jetzt wieder in Deinen anderen Thread passen) von meinem Partner nicht akzeptiert worden wäre.
Ich höre aber z.B. sehr gerne das
Rat pack o.ä. - Hollywoodschnulzen sozusagen.
Radio kann ich kaum noch ertragen - es läuft einfach zu viel, was mir nicht gefällt, oder es wird stundenlang Werbung gebracht. Schwierig wird es dann, wenn ich gerne zur Hausarbeit auf etwas Beschwingendes zurückgreifen würde... Da hole ich dann schonmal CDs "aus meiner Jugend" heraus (wer jetzt lacht ist böse und gemein!).
Sobald ich dann aber nur so da sitze, gibt mir vieles davon bei Weitem nicht mehr das, was es früher einmal in mir auslöste.
Klassik gibt mir da doch wesentlich mehr.
- Nur nebenbei hören kann ich sie auch schlecht, sobald sie komplizierter ist. Anders verhält es sich da, wenn ich das klassische Stück schon gut kenne oder es auswendig lernen muss - da geschieht es schonmal, dass ich mich parallel mit etwas Anderem beschäftige.
Ich mag sehr gerne Yves Montand, auch einiges von Aznavour empfinde ich als ergreifend. Es gibt sogar einige Songs aus dem Pop-Bereich

, auf die ich zurückgreife, wenn ich mal was Agressives brauche... - da ist mir was "Plakatives, Einfach-gestricktes" schon lieber, als etwas toll Ausgetüfteltes der
Klassiker (denn da steckt meist noch wesentlich mehr dahinter als das
eine Gefühl).
Kurz:
Ich höre schon auch Nicht-Klassisches; es gibt aber keine Gruppe, deren Repertoire ich komplett toll fände. Insgesamt fällt mir an
meinen Songs auf, dass es sich zumeist um solche handelt,
in denen richtig gesungen wird.
Wenn ich "neuere" U-Musik höre, dann steht für mich heutzutage der Text sehr im Vordergrund. Die Musik ist selten das mich packende Moment darin.
Bei anderen verhält es sich so, dass mich der DRIVE oder Charme der Darbietung packt. Das ist vor allem bei den Entertainern der 50er/60er der Fall.