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 Betreff des Beitrags: Re: Standardwerke für Sopranistinnen
Neuer BeitragVerfasst: 07.01.2009, 17:44 
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Vielen Dank, liebe Dola, dein Beitrag macht Mut, es doch auch mal in der Kirchenmusik zu versuchen. Bis jetzt habe ich wohl wirklich zu sehr auf die "Unkenrufe" geachtet und nicht auf die Stimmen (u. a. auch von Kirchenmusikern), die meinten - versuch es doch einfach mal.

Liebe Grüße

Octaviane

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The Opera Ghost

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 Betreff des Beitrags: Re: Standardwerke für Sopranistinnen
Neuer BeitragVerfasst: 07.01.2009, 17:48 
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dola hat geschrieben:
Und wo steht geschrieben, dass Mozart nur mit zierlichen Stimmchen zu besetzen ist. Daran glaube ich angesichts einiger gepfefferter Partien absolut nicht.

dola


Ich habe noch keine kleine Mozartmesse erlebt in der große Stimmen den Sopranpart gesungen haben....und ich sprach nur von Messen und meinte nicht Oper.

LG

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musika
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 Betreff des Beitrags: Re: Standardwerke für Sopranistinnen
Neuer BeitragVerfasst: 07.01.2009, 19:22 
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Zitat:
Ich habe noch keine kleine Mozartmesse erlebt in der große Stimmen den Sopranpart gesungen haben


Nun ja, was ist Ursache, was Wirkung?

Ob schon jemals die missa brevis KV 194 an der Philharmonie am Gasteig (großer Saal) aufgeführt wurde?
Ob sich der Kirchenchor von Hintergraswachshöring zur KV 194 schon mal die Bartoli als Solistin geleistet hat?
Ob die dann auch gekommen wäre? (Ausser die Malibran hätte das schon mal in Hintergraswachshöring... )
Und wenn sie gekommen wäre: Ob dann besagter Chor zur Bartoli gepasst hätte?


Was ich damit sagen will: Es hängt doch immer davon ab, welches Repertoire wo aufgeführt wird, und wer dafür zur Verfügung steht...

kleine Mozartmessen und große Stimmen begegnen sich vermutlich nicht in diesem Leben. Dort, wo es große Stimmen gibt, ist das Werk zu unspektakulär.

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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 Betreff des Beitrags: Re: Standardwerke für Sopranistinnen
Neuer BeitragVerfasst: 07.01.2009, 21:48 
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ich spinn jetzt einfach mal ein bisschen:

KV194 oder etwas ähnliches, besetzt mit 4*2 Sängern, mit 4 ganz großen für die Soli und 4, nun, sagen wir, etwas weniger großen für die ripieno-Stellen... Dazu ein erstklassiges Kammerorchester...

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 Betreff des Beitrags: Re: Standardwerke für Sopranistinnen
Neuer BeitragVerfasst: 08.01.2009, 15:56 
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chère Mme LaCastafiore,

die Liste ist natürlich bisher ziemlich deutschlandlastig.

In Frankreich gibt es sicher ein paar andere "Schlager". Ich stocher da jetzt allerdings etwas im Nebel

Charpentier, Magnificat (da gibt es mehrere!) und Te Deum. Ist nicht wirklich viel solistisch. In den bekannten Charpentier-Messen - messe de minuit und messe de morts - ist es noch weniger. Wäre also nicht viel Arbeit.

Fauré, Franck, Messiaen, Poulanc? Gounod, jenseits der Cäcilienmesse? (er war ja eigentlich hauptsächlich Kirchenmusiker!)

Britten, War Requiem, wird auch in Frankreich gern aufgeführt...


...beschämend, wie wenig man von diesem Repertoire hierzulande wirklich kennt... :oops:

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 Betreff des Beitrags: Re: Standardwerke für Sopranistinnen
Neuer BeitragVerfasst: 08.01.2009, 16:23 
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Lieber T.M.Pestoso...

das ist ja nun der absolute Service, dass Du Dir auch noch Gedanken machst, was hier in Frankreich üblich sein mag. Da ich seit 14 Jahren hier lebe, zu Beginn auch in einigen Chören geträllert habe - und ansonsten ein Blick ins Pariscope genügt, um die tagtäglichen Messias, Bach-Magnificat, Mozart Requiem etc. zu überblicken, ist mir gerade die "deutsch-lastige" Liste sehr wertvoll - da wir im Sommer wohl unsere Zelte hier abbrechen werden (es sei denn, es geschehe noch ein Wunder) und uns wieder gen Süddeutschland wenden werden - wo natürlich alle KiMus auf noch eine Sopranistin gewartet haben.... :n99:

Was den Grossraum Paris angeht, kann ich durchaus Auskunft geben:
Viele Komponisten waren hauptamtlich Organisten an grossen Pariser Kirchen, spontan fallen mir Messiaen (an der Trinite, die Partnerkirche der dt. evangelischen Christuskirche) ein, Cesar Franck, Charles Gounod, Gabriel Fauré. Von Poulenc wird häufig das Gloria gegeben, da ist ein wunderschönes Sopran-Solo drin. Sonst müsste ich noch ein bischen graben, ich habe da im Laufe der Zeit so einiges zusammengesammelt.

Was Barockmusik angeht - da wurde vom Centre de Musique de Versailles ganz vieles ausgegraben und veröffentlicht - allerdings müssen da Spezialisten ans Werk und für alte Musik eignet sich meine Stimme nur bedingt. Sollte sich dafür jemand interessieren, könnte ich mir bekannte Kolleginnen ansprechen, die in Alte Musik Ensembles singen.

Allgemein werde ich immer wieder damit konfrontiert, dass hier meist die Originalfassung gewählt wird - so wird der Elias meist in englischer Sprache (da Auftragskomposition für Birmingham) gegeben und Händel sowieso als "englischer Komponist" angesehen. Obwohl, jetzt im April gibt ein Chor den Elias in deutscher Sprache, wenn ich das richtig verstanden habe.

Liebe Grüsse von Casta

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La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz


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