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BeitragVerfasst: 07.02.2007, 13:11 
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Liebe Casta, ich versteh, was du meinst und bei der Micaela gebe ich dir auch Recht!
Eine Mitschülerin, die vor mir Untericht hat, singt diese Arie seit einigen Wochen und wird sie wahrscheinlich zuch zur Prüfung präsentieren, denn sie ist hier in Frankreich ja nun ein Renner . Aber ich frage mich wirklich, was die Leute daran so toll finden. Da ist das Duett mit Don José wirklich besser "zu verkaufen" (das wäre doch auch mal was?????)
Bei Antonia bin ich aber wirklich anderer Ansicht und habe bisher von drei verschiedenen Sängerinnen immer erlebt, dass das die Leute sehr gerührt hat und überhaupt nciht langweilig war. Ich habe das Gefühl, das ist ein Stück, wo man die Schönheit eines Timbres und einer Stimme besonders gut zeigen kann, dann scheint es fast von selbst zu laufen.

Aber es finden sich vielleiciht andere Liebhaberinnen, wäre ja ohnehin schlimm, wenn Alle dasselbe sängen :lol:

Und was die Lakmé angeht: Wenn es ohne das e3 sowieso keinen Sinn macht, sich damit zu präsentieren ist man ergo dem Zwang der Tradition ausgeliefert und muss sich auch als Kleiner mit den Grossen messen und dann meine Lehrerin hat Recht. Selbst wenn ich im Unterricht das e3 hinkriege, werde ich wohl kaum den Mut aufbringen, mich damit mit Lampenfieber und allen anderen Stressfaktoren auf eine Bühne zu stellen. Eine Oktve von e2 nach e3 singen empfinde ich wirklich als Hammer und Delibes wusste schon, warum er das niemandem zugemutet hat!
Gottseidank gibt es genug Notenausgaben, in denen dieser Teil mit oder ohne Tradition gar nciht vorkommt(in der Oper ist zwischen diesem Vorspann und der eigentlcihen Arie noch Lakmés Vater und Chor) und ausserhalb frz. Examensjurys und strenger frz. Gesangslehrer kann man wohl im Zweifelsfall noch immer das singen, was in DEN Noten steht , die der Pianist auf dem Klavier liegen hat.... :lol: steht aber in der nächsten Zeit ja eh nur zum Arbeiten zur Debatte......

Dieser Traditionszwang, den Ausnahmestimmen setzen, ist wirklcih der Hammer finde ich, ganz abgesehen von dieser speziellen Arie..... :n55:

Was mit Berlioz Damen los war, wûrde mich auch interessieren????
Leider :kaffee hat der Herr ja fast nur für grosse Stimmen komponiert(wenige Ausnahmen z.B. in Benvenuto Cellini), aber daraus auf entsprechende Walkûren-Mätressen zu schliessen oder die Intensität seiner Leidenschaften.....???????????

Jedenfalls bekommt die Erste, die hier für mich "D'amour l'ardente flamme" singt, ein Geschenk. :n2: Etwas Schöneres als diese Berlioz- Version von Gretchen am Spinnrad kann ich mir kaum vorstellen. Grosser Sopran mit guter Tiefe oder Mezzo, sehr gefühlvoll, gesucht!
:hearts:


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BeitragVerfasst: 07.02.2007, 14:31 
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Ein schönes Beispiel für Verziehrungswahn ist ja wohl auch die Rosina-Arie "Una voce poco fa".
Als ich mir erstmals die Noten angeschaut habe, war ich sehr überrascht, was da NICHT drinsteht, aber von allen gesungen wird. Dabei hat das Stück wirklich schon genug Noten :roll:
Lernen "nach Gehör" ist bei dieser Arie gar nicht möglich!!!!

Wenn ich also danach gehen würde, was die Leute erwarten, würde ich NIE mit dieser Arie in die Öffentlichkeit gehen dürfen. Mir reicht nämlich der notierte Notentext absolut (OK, über die eine oder andere Ausgestaltung einer Fermate werde ich mir wohl mal Gedanken machen).....
Im Falle der Rosina rührt der "Verzierungswahn" wohl auch daher, dass die Partie auch von leichten Sopranen gesungen wird, die problemlos durch die Koloraturen flitzen und denen zusätzliches "Gezwitschere" nichts ausmacht. Ob das dann aber noch den Charakter der Figur trifft !?!?

LG
mezzo


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BeitragVerfasst: 07.02.2007, 14:39 
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E vero !
Ciao. Gioachino :n2:


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BeitragVerfasst: 07.02.2007, 21:12 
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Ich dachte irgendwie immer, die Rolle WÄRE für Koloratursopran gedacht! Also doch nicht?Bild
Also ich habs bis jetzt auch erst einmal auf einer Weihnachtsgala von einer lyrischen Koloratursopranistin gehört, von daher habe ich nicht wirklich Vergleichsmöglichkeiten...!

LG, Califonia


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BeitragVerfasst: 07.02.2007, 22:29 
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Eigentlich ist die Rosina doch _die_ Rolle für Koloraturmezzo, oder? Wird halt wegen der geforderten Läufigkeit oft von Koloratursopranen gesungen

Liebe Grüße

Octaviane


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BeitragVerfasst: 07.02.2007, 22:48 
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Gibt's auch in zwei Tonarten: E-Dur ist die Koloraturmezzo-Version, F-Dur die fuer die Soprane.


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BeitragVerfasst: 07.02.2007, 23:45 
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Die E - Dur Version stammt von Rossini, der nach schlimmen Erfahrungen, vor allem mit den Kastraten, die Gesangparts haargenau notiert hat.
Das konnte allerdings erst gelingen, nachdem er berühmter war als seine Interpreten, die sich um die Rollen in seinen Opern rissen.

Ciao. Gioachino :pfeif:


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BeitragVerfasst: 09.02.2007, 09:41 
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die ROSINA von einem Kastraten gesungen...? IGITT! :ruhe: :n32: :n111:


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BeitragVerfasst: 09.02.2007, 11:05 
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*kicher*

Nein, ich glaube, so hat gioacchino sein letztes Posting nicht gemeint.

Würde aber wohl für viel Befremden und Heiterkeit sorgen :n118: :lach


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BeitragVerfasst: 09.02.2007, 12:47 
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Octaviane hat Recht !

Ciao. Gioachino :n2:


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BeitragVerfasst: 10.02.2007, 13:49 
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na, dann bin ich ja beruhigt! aber wie war es dann gemeint?


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BeitragVerfasst: 10.02.2007, 14:07 
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LiebeCalifonia, ich weiss zwar nciht genau wie Gioachino es gemeint hat, aber Kastraten waren früher Gesangsstar erster Ordnung und so berühmt und populär wie z.B. Mariah Carey (ausser dass sie besser singen konnten. und mehr anhatten... :kaffee )
Sei wollte sichnatürlich immer ins beste Licht setzen vor dem Publikum uind haben von den Komponisten verlangt, in den Opern Arien zu schreiben, die genau auf ihre Stimme zugeschnitten waren und in dneen alle nur denkbaren Virtuositäten vorkommen mussten.
Ohne Rücksicht auf die Musik. Und wenn es ihnen nciht genug war, dann haben sie eben noch Kadenzen, Koloraturen, Thriller und anderes Geklingel dazugedichtet-ohne den Komponisten zu fragen, natürlcih!
Dass der von dieser Verunstaltung seienr Werke nciht immer begeistert war, kann man sich wohl denken....... :ruhe: :ruhe: :ruhe:
Und was die Rosina-Arie angeht: ich habe viele Aufnahmen mit Sopranen von Rita Streich über Mado Robin bis Callas.
Mir hat das auch schon eine Lehrerin angeboten, aber ich höre dann, um des seligen Gioachinos willen, besser auf "Verbote" aus berufenem Munde.
Einmal habe ich an die Rossini-Gesellschaft geschrieben und gefragt, ob es Arien gibt, die wirklich für leichtere Soprane gedacht sind. Viele sind das nciht, aber ganz leer gehen wir nicht aus. :pfeif:
Rossini liebte die Mezzi ,so wie eben Mozart die Soprane. Gönnen wir es ihnen und lassen die Stimmbänder von der Rosina! :dafür:
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 10.02.2007, 16:30 
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Ich habe mich vielleicht insofern missverständlich ausgedrückt, als mein Beitrag weiter oben die Rosina in die Nähe der Kastraten rückt.
Es geht mir darum, dass die Kastraten bei allen Werken, in denen sie sangen, höcht eigenmächtig und -willig die Musik für ihre Zwecke zurecht bogen ( siehe cantilenes Anmerkungen ). Sich ihnen zu widersetzen, kam einer Majestätsbeleidigung gleich. Und Rossini wagte es erst, als er selbst ein König im Reich der Oper war.

Ciao. Gioachino


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BeitragVerfasst: 10.02.2007, 19:00 
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achso, also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann ähneln die Soprane, die die Rosina singen und noch extra Koloraturen einbaun, den Kastraten? Meinst Du das so?
Da stimmt dann wohl... die sind wohl damals schon auf dem Tripp gewesen "schneller, höher, weiter", was?


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BeitragVerfasst: 10.02.2007, 22:55 
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Califonia hat geschrieben:
achso, also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann ähneln die Soprane, die die Rosina singen und noch extra Koloraturen einbaun, den Kastraten?



:n109: :lach :lach


Hab ich mir schon immer gedacht. Nur fehlt den einen was, was die anderen nie hatten.

Grüße,

dola


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BeitragVerfasst: 10.02.2007, 23:35 
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Genau liebe Dola,, ich wusste insgeheim schon immer, dass ich eine Kastratin mit Kastrations- und Koloraturzwang bin. Nur hat bis heute noc hkeiner gewagt, mir das zu sagen. Das Gegenteil sind dann die mit der Kastrationsangst und dem Sarastrokomplex oder wie war das noch beim ollen Siegmund? :kaffee : :pfeif: :ruhe:

Unsere Cali bringts doch immer wieder auf den Punkt! :bravo:


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BeitragVerfasst: 11.02.2007, 00:14 
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Califonia hat geschrieben:
achso, also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann ähneln die Soprane, die die Rosina singen und noch extra Koloraturen einbaun, den Kastraten?



...ich schmeiß mich weg.... :n109:

Zum Glück bin ich ein Mezzo......


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BeitragVerfasst: 11.02.2007, 18:00 
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Wie schön, dass ich euch damit so sehr erheitern konnte! :lol: :tanzen
Vielleicht leide ich ja in ein paar Jahren auch unter Kastrationszwang wenn ich technisch etwas weiter bin... so manche Männer könnte ich durchaus kastrieren, wenn ich mir anschau, was sich so alles in der Öffentlichkeit zeigen darf (--> Dieter Bohlen und co.) :d_neinnein:

LG, Califonia


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BeitragVerfasst: 12.02.2007, 12:31 
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Allwissender
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Registriert: 22.04.2006, 11:29
Beiträge: 767
Wohnort: Rheinland-Pfalz, 14.11.**
Doch die Kastraten klagten,
als ich meine Stimm' erhob;
Sie klagten und sie sagten:
ich sänge viel zu grob.

Und lieblich erhoben sie alle
die kleinen Stimmelein,
die Trillerchen wie Kristalle,
sie klangen so fein und rein.

Sie sangen von Liebessehnen,
von Liebe und Liebeserguss;
Die Damen schwammen in Tränen
bei solchem Kunstgenuss

Heinrich Heine


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BeitragVerfasst: 12.02.2007, 13:20 
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Sie sangen von Liebessehnen?

Naja, wenn son Schnippiloser mir versucht zu sagen was das ist, dann ist das genauso sinnfrei, als wenn ein Blinder die Farbe Rot erklären möchte.

Wie klingt eigentlich so ein Cochones-schnibbler?

Amethyst hatte mal so ein Video unter gesang.de eingebracht, da gings um so nen Reporter der ältere Diven befragte, und der versuchte ständig im Falsett zu sprechen. Ne wie lächerlich.... :n8: :n2:


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