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Lux
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Betreff des Beitrags: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 28.05.2008, 08:47 |
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Registriert: 22.05.2008, 11:53 Beiträge: 75 Wohnort: Bei Liège (Belgien)
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Hallo allerseits,
ich versuche jetzt schon seit ein paar Wochen rauszukriegen, warum eigentlich die meisten Opern italienisch sind... Mir ist klar, dass Italien eine lange Operntradition hat, aber ist das das ganze Geheimnis? Dass viele Opern auf Basis von italienischen Libretti geschrieben wurden weiss ich schon, aber das beantwortet mir noch nicht, warum man gerade diese und nicht mehr zB englische oder deutsche hergenommen hat. Spielt vielleicht auch die Tatsache, dass italienisch fuers Singen im Gegensatz zu (fast?) allen anderen Sprachen sehr vorteilhaft ist (Vordersitz usw.), mit rein?
Neugierige Gruesse, Lux
_________________ Life is a tale told by an idiot... (Macbeth)
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Joachim
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 28.05.2008, 09:32 |
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Registriert: 02.01.2008, 17:00 Beiträge: 953 Wohnort: Idar-Oberstein
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Hallo Lux, eine interessante Frage die nicht so einfach beantwortet werden kann. Im Grunde genommen hast du die Frage schon selbst beantwortet. Es liegt in der Tat zum Großteil an die Ital. Operntradition. Die Oper seria, die große ernste Oper, entstand in Italien. Die großen Librettisten, z.B.Giambattista Varecco, Lorenzo da Ponte und Pieto Metatasio waren Italiener. Anderssprachige Libretti gab es meines Wissens nicht. Mozart wollte deshalb mal eine "teutsche Oper" schreiben und komponierte die Zauberflöte. Viele Grüße Joachim
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Robin
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 28.05.2008, 10:35 |
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Registriert: 13.12.2005, 22:59 Beiträge: 241 Wohnort: Boston - Muenchen
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Einer der Hauptgründe: Man hat am Hofe italienisch gesprochen - somit war den "engagierten " Künstlern auch italienisch vorgegeben. Deutsch galt als Vulgär-Sprache bzw. die Sprache des einfachen Volkes.
Robin
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musika
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 28.05.2008, 12:43 |
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Registriert: 10.11.2005, 01:00 Beiträge: 3884 Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
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Hallo,
in meiner Studienzeit wurde alles auf deutsch gesungen, auch die italienischen Opern. Sicherlich läßt es sich in der Originalsprache besser singen, doch damals gab es auch mehr deutschsprachige Sänger als heute. Die Übersetzungen vom italienischen ins deutsche ist auch nicht immer so treffend, doch man versteht auch den Inhalt einer Arie, wenn man sie nicht so kennt. Heute höre ich im Radio viele Arien in Originalsprache, dir mir unbekannt sind und ich vom Hören überhaupt nicht weiß um was es geht.
LG
_________________ musika belcanto-solisten
Freunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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Joachim
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 28.05.2008, 15:17 |
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Registriert: 02.01.2008, 17:00 Beiträge: 953 Wohnort: Idar-Oberstein
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Ich kann Robin grundsätzlich zustimmen, obwohl die feinen Leute eher franz. sprachen. Man denke aber nur an die ital. Musikausdrücke, insbesondere die Tempoausdrücke: Adagio, allegro, Largo, Presto, fortissimo u.s.w.oder Cavatini, Canzone, Belcanto. Viele Komponisten bereisten Italien um von den großen Meistern zu lernen. Mozart ging beispielsweise unteranderen bei Padre Giovanni Batissta Martini in die Lehre und brachte die ital. Musik mit nach Wien. Ich weiß nicht wie ich es wichtig ausdrücken soll, aber es ist wie eine Religion, an der sich die Musik bis heute noch orientiert! Viele Grüße Joachim " Nur das Herz adelt den Menschen"
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Michael Bauer
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 30.05.2008, 21:32 |
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Wenn Ihr mich fragt, so hatte das genau den gleichen Grund, aus dem heraus heutzutage viele deutsche sich so gerne auf englisch zu unterhalten suchen. Dafür, dass man sich in den Medien und Chefetagen der Wirtschaft heute so häufig nicht nur sprachlich auf ein anglo-amerikanisches Niveau begibt, gibt es vermutlich ähnliche Gründe, wie man sie damals zu haben glaubte. Spielt in diesem heutigen Falle allerdings auch der verlorene Krieg und die damit einhergehende und bis heute gültige Gesetzeslage, bezüglich der Umerziehung der deutschen durch die Aliierten, eine große Rolle bei der Anglomanie, so scheint dem deutschen seine Sprache aber schon über die Jahrtausende hinweg eine zu tief berührende Kommunikationsform zu sein, als dass er sich damit im Alltag belästigt sehen möchte. Und so bedurfte es schon immer großer Persönlichkeiten, die das Ruder wieder herumrissen. In der Oper waren dies wohl Mozart und auf anderer Ebene etwas später Carl M.v. Weber. Bismarck hat um 1870 französisch als deutsche Amtsprache abgeschafft, und heute...? Man wird sehen.
Liebe Grüße.
-Michael-
Zuletzt geändert von Michael Bauer am 30.05.2008, 21:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Michael Bauer
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 30.05.2008, 21:38 |
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Ach - und noch was. Ich habe nicht nachgezählt, aber wenn man die Operetten hinzuzählt (und einiges was in Italien als Oper gilt würde in deutschen Landen als Operette gekennzeichnet) bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich so viel mehr Stücke auf italienisch als auf deutsch gibt. Zumal alle anderen Nationen, wie Frankreich, Russland und sogar England sich doch wohl vornehmlich ihrer eigenen Sprache bedienten.
Nochmals liebe Grüße.
-Michael-
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Joachim
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 31.05.2008, 10:07 |
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Registriert: 02.01.2008, 17:00 Beiträge: 953 Wohnort: Idar-Oberstein
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Den Beitrag von Michael Bauer kann ich grundsätzlich zustimmen, nur dürfen wir nicht die schon angesprochene Operntradition außer Acht lassen. Die Ital. Oper entstand Ende des 16. Jahrhundert, in Florenz wo sich ein Humanistenkreis, aus Gelehrten, Dichtern und Musikern bildete, der "Florentiner Camarata". Dieser Kreis, versuchte, das antike Drama neu zu beleben, in dem man Chor, Orchester und Solisten beteiligte und es entstand eine , neue musikalische Gattung. Die Operette entstand viel später, etwa Mitte des 19. Jahrh. Und wenn ich richtig unterrichtet bin, ist die Operette eine Abart, der kleinen komischen Oper, des Singspiels, wie auch der Gesangposse. Als ihre Urväter, kann man wohl Offe nbach und Johann Strauß nennen, die dem deutschen Sprachraum angehörten.Und so entstand eine, wunderschöne Musikgattung, auf die ich nicht verzichten möchte. Viele Grüße Joachim
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rugero
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 01.06.2008, 22:58 |
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Registriert: 24.03.2006, 22:40 Beiträge: 1046 Wohnort: Bergisches Land (*01.12.1956)
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Hallo Lux, es gibt ja sehr viele deutsche Opern im Original. Undine, Zar und Zimmermann, Der Wildschütz, Der Waffenschmied, Hans Sachs von Albert Lortzing, Carl-Maria v. Weber mit Freischütz, Oberon, Abu Hassan und Euryanthe. Dann wäre noch Die Zauberflöte, Die Entführung, Martha und die Lustigen Weiber von Windsor zu nennen. Der Vampir oder Hans Heiling von Marschner, Hänsel und Gretel und die Königskinder von Humperdinck, Das Christelflein, Palestrina von Hans Pfitzner oder Der Evangelimann (Kienzl) und Das Nachtlager von Granada (Conradin Kreutzer). Nicht zu vergessen, das gesamte Opernschaffen von Richard Wagner und Richard Strauss.
Vergessen wir nicht das Kunstlied, um der deutschen Sprache in der Musik auch hier international deutlich ein Mitspracherecht zu verbriefen.
Die Operette mit Johann Strauß (Sohn), Oscar Straus, Carl Zeller, Karl Millöcker und Robert Stolz, um nur einige zu nennen, sind ja schon angesprochen worden. Auch darf nicht vergessen werden, dass das Singspiel als Vorreiter des Musicals gilt.
Wenn wir jetzt noch die Verdis, Rossinis, Puccinis und Bizets ins Deutsche überführen, blieben nur noch die restlichen Franzosen (Debussy, Massenet, Lully, Rameau, Thomas, Gounod) und Händel (der größte deutsche Barockmusiker), Purcell, Benjamin Britten als Briten übrig. Von den russischen und slavischen Opern gibt es auch deutsche Übersetzungen, die gerne gehört werden.
Es wird eine ewige Diskussion bleiben, eines scheint mir aber wichtig, wir sollten uns als Deutsche nicht immer verteidigen wollen, wenn wir Stücke, die uns gefallen, mit denen wir uns identifizieren und deren Inhalte man den eigenen Leuten näher bringen möchte, in deutsch singen.
LG rugero
_________________ Die Stimme, das für mich vollkommenste Instrument.
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Lux
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 02.06.2008, 08:03 |
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Registriert: 22.05.2008, 11:53 Beiträge: 75 Wohnort: Bei Liège (Belgien)
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Danke fuer die spannenden Infos - habe doch einiges dazugelernt! Wobei ich, lieber rugero, doch viele der von Dir aufgezaehlten Opern noch gar nicht kenne - peinlich eigentlich...
_________________ Life is a tale told by an idiot... (Macbeth)
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musika
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 02.06.2008, 11:21 |
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Registriert: 10.11.2005, 01:00 Beiträge: 3884 Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
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rugero hat geschrieben: Es wird eine ewige Diskussion bleiben, eines scheint mir aber wichtig, wir sollten uns als Deutsche nicht immer verteidigen wollen, wenn wir Stücke, die uns gefallen, mit denen wir uns identifizieren und deren Inhalte man den eigenen Leuten näher bringen möchte, in deutsch singen.
LG rugero da hast du vollkommen recht. Ich stamme aus der Generation die Opern nur in deutscher Sprache lernten und sangen. Wenn ich heute eine Arie in italienisch im Radio höre, kann ich den Inhalt nicht erfassen, ich verstehe ihn nicht und weiß nicht um was es geht. Oft sind es auch dramatische Szenen, Duette, die mir einfach zu laut, zu wirr, zu dramatisch sind und ich weiß nicht was da passiert. Wenn ich eine Arie aus Freischütz, verkaufte Braut usw. höre, erfasse ich den Inhalt und kann nachvollziehen, was dort passiert. Deutsche Opern, außer Wagner, werden eh nicht so oft gespielt wie die italienischen. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie heute mehr mit ausländischen Sängern besetzt sind und deutsche Sprache schwerer fällt als die italienische, die sich leichter singen läßt. Liebe Grüße
_________________ musika belcanto-solisten
Freunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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Lux
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 02.06.2008, 11:38 |
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Registriert: 22.05.2008, 11:53 Beiträge: 75 Wohnort: Bei Liège (Belgien)
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Kommt es mir eigentlich nur so vor, oder werden deutschsprachig komponierte Opern im nichtdeutschen Raum eh nur selten gespielt? Hier in Bruessel muss man schon mit der Lupe gucken, um mal was deutschsprachiges zu finden...
_________________ Life is a tale told by an idiot... (Macbeth)
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musika
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 02.06.2008, 12:08 |
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Registriert: 10.11.2005, 01:00 Beiträge: 3884 Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
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Ich gehe mal davon aus, wenn sie schon in Deutschland seltener sind als die italienischen.
LG
_________________ musika belcanto-solisten
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Joachim
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 02.06.2008, 14:16 |
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Registriert: 02.01.2008, 17:00 Beiträge: 953 Wohnort: Idar-Oberstein
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Ich möchte rugero für seine Ausführungen danken, und würde die Liste gerne noch ergänzen. Offenbach:Hoffmanns Erzählungen. Cornelius: Der Babier von Bagdad. Orff: Der Mond, Die Kluge. Beethoven: Fidelio.Meyerbeer: Die Hugenotten. Die Afrikanerin um noch einige zu nennen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Eigentlich gibt es genug deutschsprachige Opern. Die Präferenzen liegen aber oft, man mag es bedauern, bei den Ital. Opern. Gerne würde ich, insbesondere die romatischen Opern, rugero hat sie genannt, auf dem Spielplan sehen. Ich persönlich verfolge den Text lieber in deutsch, das macht mir mehr Empfindung. Viele Grüße Joachim
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Lux
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 02.06.2008, 14:31 |
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Registriert: 22.05.2008, 11:53 Beiträge: 75 Wohnort: Bei Liège (Belgien)
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Mir wuerde noch "Die Bernauerin" von Orff einfallen, sofern Bairisch noch als Deutsch zaehlt 
_________________ Life is a tale told by an idiot... (Macbeth)
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Joachim
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 02.06.2008, 14:49 |
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Registriert: 02.01.2008, 17:00 Beiträge: 953 Wohnort: Idar-Oberstein
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Hallo Lux, wenn ich es noch richtig im Kopf habe, gibt es bei der Bernauerin nur Sprechrollen. Natürlich ließe sich die Liste noch ergänzen. Die Tradition, du hast es selbst erwähnt, ging von Italien aus. Die Italiener habe die Oper quasi erfunden. Die deutschsprachigen Opern, tun sich, gewiss zu Unrecht immer noch etwas schwer, sich gegenüber den Ital. Opern, nachhaltig zu etablieren. Man braucht sich doch nur mal die Spielpläne anzuschauen, um festzustellen, dass von wenigen Ausnahmen abgesehen, die deutschen Opern unterrepräsentiert sind.Dies scheint rein ökonomische Gründe zu haben. Viele Grüße Joachim
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Robin
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 02.06.2008, 15:01 |
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Registriert: 13.12.2005, 22:59 Beiträge: 241 Wohnort: Boston - Muenchen
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Ich kann natürlich nur für das sprechen, was ich kennengelernt habe: Meine erste musikalische Begegnung in den USA war bei einem Sonntagsspaziergang der Anschlag an einer Kirche um die Ecke (siehe unten) Lest einfach den Anhang und übrigens - diese wöchentliche Kantate wird selbstverständlich auf deutsch gesungen. Operette (in Originalsprache !!!) ist dort (in Boston und den USA) neben Wagner sehr gefragt. Lieder von Schubert, Schumann, Brahms und wie sie alle heissen ebenso. Ich persönlich ziehe grundsätzlich die Originalsprache vor Hier der aktuelle Anschlag: ( http://www.emmanuelmusic.org/news/news_ ... series.htm ) A most important feature of Emmanuel Music cantatas in Boston is that they are performed in the setting that Bach intended: within a liturgical service and with soloists, orchestra and chorus. Smith and his musicians have done the complete cantata cycle twice and are now well into the third. With some 200 cantatas of varying lengths in the Bach canon and a performance schedule of once a week for 10 months a year--around 36 weeks--it takes about 8 years for Emmanuel Music to complete the cantata cycle. In addition to being a prolific composer of both sacred and secular works, Bach served for 27 years as choirmaster at the Thomaskirche, Leipzig, Germany. He wrote most of his cantatas for the Thomanerchor, its boys' choir, which originated in the 13 th century. Today, that choir sings on Fridays and on Saturdays with the Gewandhaus Orchestra. After Sunday, September 16, and through October 28, the weekly schedule of cantatas and soloists for Emmanuel Music will include the following: September 23, BWV 185 Barmherziges Herze der ewigen Liebe Gail Abbey, Deborah Rentz-Moore, Frank Kelley, Mark McSweeney September 30, BWV 84 Ich bin vergnügt mit meinem Glücke Jayne West, Pamela Dellal, Ryan Turner, David Kravitz October 7, BWV 177 Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ Roberta Anderson, Krista River, Charles Blandy October 14, BWV 78 Jesu, der du meine Seele Kendra Colton, Paula Murrihy, Anderson, Mark McSweeney Boston Children's Chorus Anthony Trecek-King, Artistic Director October 21, BWV 54 Widerstehe doch der Sünde Pamela Dellal October 28, BWV 47 Wer sich selbst erhöhet Roberta Anderson, Hunter Thompson
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Lux
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 02.06.2008, 15:15 |
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Registriert: 22.05.2008, 11:53 Beiträge: 75 Wohnort: Bei Liège (Belgien)
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Joachim hat geschrieben: Hallo Lux, wenn ich es noch richtig im Kopf habe, gibt es bei der Bernauerin nur Sprechrollen. Stimmt fast (es gibt neben dem Chor eine! Gesangsrolle - ich musste es aber auch selbst nachlesen, meine Erinnerung hat mich getrogen) - vielleicht sollte man das Stueck eher als Musiktheater bezeichnen!
_________________ Life is a tale told by an idiot... (Macbeth)
Zuletzt geändert von Lux am 02.06.2008, 21:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Joachim
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 02.06.2008, 16:38 |
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Registriert: 02.01.2008, 17:00 Beiträge: 953 Wohnort: Idar-Oberstein
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Nun das macht ja nichts. Gruß Joachim
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LaCastafiore
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Betreff des Beitrags: Re: Opernsprache Italienisch - warum? Verfasst: 02.06.2008, 18:47 |
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Registriert: 12.05.2006, 11:07 Beiträge: 1197 Wohnort: kein Blick auf den Eiffelturm mehr, aber dafür mittendrin *20.1.1962
Vorname: I.
Nachname: K.
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Ihr Lieben,
ich erlaube mir ein leichtes Befremden, wenn ich Meyerbeers Opern (der für mich einer der Hauptvertreter der Grand Opera ist) oder Hoffmanns Erzählungen als deutsche Opern bezeichnet finde.
Es gibt so viele wunderbare Werke in der Originalsprache deutsch, und so wie ich weder Wagners Opern in italienischer Sprache noch die Zauberflöte in englisch hören möchte, so finde ich auch selbstverständlich, Verdi in italienisch und Gounod in französisch anzuhören. Es liegt an mir, mir eine gute Übersetzung des Librettos zu besorgen, sofern ich die Sprache nicht gut genug beherrsche, um zu folgen.
Puristische Grüsse sendet Casta
_________________ La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz
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