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dola
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Verfasst: 02.06.2008, 21:34 |
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Hallo, Casta,
das sehe ich absolut genauso, aber darüber habe ich ja schon mal irgendwo geschrieben.
Liebe Grüße,
Dola
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Robin
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Verfasst: 03.06.2008, 07:21 |
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Registriert: 13.12.2005, 21:59 Beiträge: 241 Wohnort: Boston - Muenchen
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Ich schliesse mich Casta und Dola voll an und frage einfach einmal frech: wie oft man im Ausland schon in der Oper war? Von vielen ausländischen Kollegen weiss ich, dass Deutsch für sie erste Pflichtfremdsprache ist. Die Tochter von Bekannten aus Dallas setzt gerade für ein Jahr ihr Gesangsstudium aus um in Deutschland zu jobben und die Sprache zu lernen. Deutsch ist im Übrigen alles andere als unsanglich. Amerikaner zB. stöhnen viel mehr über Französisch. Und überhaupt - singt ihr mal die Susanna oder das Ännchen auf englisch..... Gar nicht lustig. Und den Messias auf italienisch. Lieber mache ich mir die Mühe und übersetze den Text Wort für Wort und setze mich damit viel mehr mit dem Sinn und Inhalt auseinander, als wenn ich einen zusammengeschusterte, oft unsangliche Übersetzung habe. Bei den Sprachen, die ich nicht gelernt habe hole ich mir Hilfe bei einem Muttersprachler was Übersetzung und Aussprache betrifft. das ist sicherlich sehr zeitaufwendig und arbeitsintensiv. R.
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Joachim
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Verfasst: 03.06.2008, 08:56 |
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Registriert: 02.01.2008, 16:00 Beiträge: 1099 Wohnort: Idar-Oberstein
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Hallo Casta, ich lege Wert darauf, dass du mich ruhig direkt ansprechen kannst, wenn du einen Fehler von mir findest. Ich habe ja Meyerbeer und Offenbach ins Spiel gebracht. Du hast recht: Meyerbeer ist natürlich der Vertreter der großen Franz.Oper." Les Huguenots und L' Africaine ( hoffentlich ist das richtig geschrieben), sind natürlich franz. Opern Ich kam auch nur deswegen darauf, weil Meyerbeer, ja in Berlin geboren wurde und eigentlich Jacob Liebmann Beer hieß. Er war Schüler von Clementi. Er wirkte in Paris, London, Italien, wieder Paris und schließlich in Berlin. Bei Offenbach hingegen, 1819 in Köln geboren wurde und ab 1833 das Pariser Konservatorium besuchte, bin ich mir nicht sicher, ob Hoffmanns Erzählungen nun eine Franz. Oper ist? Viele Grüße Joachim
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LaCastafiore
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Verfasst: 03.06.2008, 09:11 |
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Registriert: 12.05.2006, 10:07 Beiträge: 1265 Wohnort: kein Blick auf den Eiffelturm mehr, aber dafür mittendrin *20.1.1962
Vorname: I.
Nachname: K.
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Lieber Joachim,
sei versichert, es ging mir nicht drum zu beckmessern oder Dich oder sonst jemand persönlich zu korrigieren oder zu kritisieren.
Für mich ist Meyerbeer der Vertreter der Grand Opera - wenn Du die Afrikanerin in deutsch gehört hast und schöner findest, sei Dir das unbenommen, ich habe nur meine persönliche ganz private Meinung zum Ausdruck gebracht.
Gleiches für Jacques Offenbach - den habe ich für mich persönlich ebenfalls als Vertreter der Franzosen adoptiert (auch er jüdischer Abstammung und Namensänderung und Leben im Ausland).
Ich lebe seit geraumer Zeit hier und war zu Beginn sehr überrascht, dass "unser" Händel hier als englischer Komponist gilt und sein Messias in englischer Sprache gesungen wird. Ich war auch sehr überrascht, dass "unser" Mendelssohn den Elias zunächst in englischer Sprache geschrieben hat, dann aber selbst den deutschen Text adaptiert hat.
Ich habe hier auch schon Szenen aus La Boheme in französischer Sprache mit einem sehr charmanten älteren Tenor gesungen... der plötzlich an der Stelle, in der Mimi fragt "lei m'intende" - "si" (hören sie mich -ja) "non" antwortete, weil die französische Fassung fragt, ob Mimi verrückt sei. Wem es Spass und Freude macht, italienische, englische, französische Arien in deutscher Übersetzung zu singen, dem sei das unbenommen. Ich teile mit Musika die Einschätzung, das so mancher dadurch eher einen Zugang bekommt.
Mir ganz persönlich und privat sagt das weniger zu - das bitte ich aber als Stellungnahme und nicht als Affront anzusehen. Menschen sind verschieden, Geschmäcker ebenfalls - nicht jeder mag Sauerkraut, nicht jeder mag Austern und das ist doch auch gut so.
Liebe Grüsse von Casta
_________________ La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz
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Drachentöter
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Verfasst: 03.06.2008, 09:16 |
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Joachim hat geschrieben: ...und würde die Liste gerne noch ergänzen. Meyerbeer: Die Hugenotten. Die Afrikanerin um noch einige zu nennen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit... Ich persönlich verfolge den Text lieber in deutsch, das macht mir mehr Empfindung. Viele Grüße Joachim Lieber Joachim, ergänzend zu obigem möchte ich erwähnen: Der deutsche Komponist und Dirigent Giacomo Meyerbeer (* 5. September 1791 in Vogelsdorf bei Berlin; † 2. Mai 1864 in Paris), hieß eigentlich eigentlich Jakob Meyer Beer. Seine Opern Les Huguenots (Die Hugenotten), UA Paris 1836 und L’Africaine (Die Afrikanerin), UA Paris 1865 (posthum) sind allerdings französischen Ursprungs. 
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Uralt
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Verfasst: 03.06.2008, 09:18 |
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Registriert: 22.04.2006, 11:29 Beiträge: 767 Wohnort: Rheinland-Pfalz, 14.11.**
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Hm ja, auch ich gehöre zu den Menschen, die Opern lieber in Originalsprache hören und es dann auf sich nehmen, mich vorher über Inhalt etc. zu informieren. Gerade habe ich ( sorry ist keine Oper, aber auch Musiktheater ) "Jesus Christ Superstar" in deutsch gehört und es hat mich sehr sehr befremdet. Ich denke, wenn ich den Inhalt der Oper kenne, muß ich nicht jedes Wort verstehen, um die Inhalte und Gefühle der Arien zu erfassen. ( So denn die SängerInnen sie gut vermitteln können. Liebe Grüße Uralt
_________________ Sing und finde gut, was du machst. ( D. B.)
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Joachim
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Verfasst: 03.06.2008, 09:23 |
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Registriert: 02.01.2008, 16:00 Beiträge: 1099 Wohnort: Idar-Oberstein
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Liebe Casta, es besteht zwischen uns Konsens. Ich bin für jede Anregung dankbar. Viele Grüße Joachim
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Joachim
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Verfasst: 03.06.2008, 09:29 |
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Registriert: 02.01.2008, 16:00 Beiträge: 1099 Wohnort: Idar-Oberstein
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Lieber Drachentöter, So wie du den Namen Meyerbeer ableitest, so steht er bei Wikepedia. Nach meinen Unterlagen wurde er als Jacob Liebmann Beer geboren. Um eine reiche Erbschaft zu erhalten, hat er den Namen Meyer seinem Familienname hinzugefügt. Viele Grüße Joachim
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T M Pestoso
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Verfasst: 05.11.2008, 16:01 |
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Registriert: 17.10.2008, 15:24 Beiträge: 282
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"warum eigentlich die meisten Opern italienisch sind... " Hm. Mal quergefragt: Ist das tatsächlich so? Oder kommt uns das nur so vor, weil der mikroskopisch kleine Ausschnitt aus der gesamten Opernliteratur, der heute das Standardrepertoire darstellt, halt zu einem großen Teil aus italienischen Opern besteht? Die Oper ist jetzt gute 400 Jahre alt. Welcher Opernkomponist der letzten 200 (oder meinetwegen 180) Jahre hat NICHT in seiner Muttersprache geschrieben? (Oder in derjenigen des Landes, in dem er sein Leben verbracht hat?) Und davor? Die Italiener haben es erfunden und ab dem 3. Jahrzehnt des 17.Jhs auch exportiert (Deutschland: 1627, Frankreich 1645). Klar, daß bis dahin alles italienisch war. In Deutschland war da erst mal bis 1648 Dreissigjähriger Krieg, da hatten die Leute auch Jahre später noch andere Probleme, als über landessprachliche Opernproduktionen nachzudenken. Und keine Frage: bis gegen das Ende des 18.Jhs haben die Italiener das Opernschaffen in Europa dominiert. Nichtsdestoweniger waren am französischen Königshof die meisten Libretti französisch (Cambert, Rameau, Charpentier, sogar der Italiener Lully schrieb auf französische Textvorlagen! ( http://sites.estvideo.net/arp/catalogue.htm)), die "Masques" in England waren englisch (H.Purcell, aber im Prinzip war England nie ein Opernland) und die Produktionen an der Gänsemarktoper in Hamburg (Keiser!) deutsch, um nur ein paar Beispiele zu erwähnen. Johann Adam Hiller schrieb in der Mitte des 18.Jhs auf deutsche Texte, und 1776 schuf Joseph II. das Deutsche Nationaltheater in Wien, um den ausländischen Einfluß zu begrenzen. (In diesem Kontext entstand u.a. auch die "Entführung"). Also es gibt seit der Mitte des 17.Jhs. zahllose Beispiele nicht-italienischer Opern! Außerdem sollte man berücksichtigen (gerade im Hinblick auf das heutige Opernrepertoire), daß Oper in Italien vom 17. bis zum Beginn des 20 Jhs. Massenkultur war, sozusagen Pop. In dieser Form gab es das außerhalb Italiens nicht, allenfalls in abgeschwächter Form in Frankreich. So etwas begünstigt natürlich die Produktion, da ist das wirtschaftliche Risiko klein, dementsprechend breit das Repertoire, und dementsprechend hoch auch die Wahrscheinlichkeit, daß in den vielen Werken auch mal das eine oder andere aussergewöhnliche darunter ist, das dann auch bekannt wird und nicht nach 3 oder 4 Aufführungen in der Versenkung verschwindet. Und eines darf man dabei auch nicht übersehen: Im Gefolge des italienischen Opernbetriebes des späten 19. Jhs. steht auch der der USA...
_________________ Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.
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T M Pestoso
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Verfasst: 18.02.2009, 17:49 |
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Registriert: 17.10.2008, 15:24 Beiträge: 282
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das Thema hat mich weiterbeschäftigt und ich habe mal ein bisschen recherchiert:
von 521 verschiedenen Opern, die in den Jahrzehnten um 1800 in München (woanders kann das anders gewesen sein!) aufgeführt wurden, waren
276 in der Originalsprache deutsch
76 in der Originalsprache französisch (die meisten in deutscher Bearbeitung)
und
178 in der Originalsprache italienisch (etwa 2/3 davon in deutscher Bearbeitung)
zumindest für diese Zeit und diesen Ort kann man feststellen, daß Italienisch nicht DIE Opernsprache war.
_________________ Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.
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alfredo
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Verfasst: 18.02.2009, 21:38 |
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Registriert: 22.02.2007, 09:45 Beiträge: 229 Wohnort: grüne mark
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Hallo! Wie viele andere von euch auch, finde ich Opern, in Originalsprache gesungen (Textvorlage für die Komposition), am schönsten. Im übrigen bin ich der Meinung, dass die italienische Sprache der Belcanto-Gesangstechnik am besten entgegenkommt. Herzliche Grüße von alfredo
_________________ ...du holde Kunst, ich danke dir.
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T M Pestoso
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Verfasst: 19.02.2009, 16:10 |
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Registriert: 17.10.2008, 15:24 Beiträge: 282
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zweiter Teil: Wien, ebenfalls in den Jahrzehnten vor und nach 1800
1897 verschiedene Opern insgesamt (Werke, die mehrfach inszeniert oder wiederaufgenommen wurden, sind nur einmal gezählt. Gilt auch für München), davon
1254 deutsch 360 italienisch 252 französisch
(bei 31 war die Originalsprache nicht herauszufinden, gesungen wurde hier deutsch)
hier ist das Verhältnis zugunsten deutscher Opern auf Kosten von im Original italienischen im Vergleich zu München sogar noch deutlicher ausgeprägt. Der Grund war wohl die gut etablierte deutsche Singspieltradition am Freihoftheater/Theater an der Wien, am Kärtnerhoftheater und am Theater in der Leopoldstadt. Der Anteil der französischen Opern ist in etwa gleich. Ein großer Teil der italienischen und französischen Opern wurde ebenfalls auf deutsche Bearbeitung gesungen, allerdings bei beiden deutlich weniger als in München. Wien war zu dieser Zeit halt doch Weltstadt, währen München damals durchaus noch eine Provinzkapitale mit gerade mal 20-30000 Einwohner war.
_________________ Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.
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musika
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Verfasst: 07.01.2012, 11:44 |
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Registriert: 10.11.2005, 00:00 Beiträge: 4460 Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
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Da es in einem anderen thread gerade um das "Verstehen" des Inhaltes von Ave verum geht, möchte ich hier nochmal den Gedanken an Originalsprache aufgreifen. Pestoso hat es super erklärt, ich finde Opern in ihrer Originalsprache richtig, doch für mich wäre solch ein Opernbesuch ausgeschlossen. Auch wenn ich den Inhalt der Oper kenne, so muss ich wissen was der Sänger singt, muss die Rezitative verstehen. In meiner Generation wurde alles in deutscher Sprache gesungen, ich habe es nicht anders gelernt, früher gab es auch noch nicht so viele ausländische Sänger wie heute.
Heute singen Sänger aller Nationen in deutschsprachigen Opern, was auch nicht immer hörenswert ist, da hapert es oft an der Aussprache.
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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ospite
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Verfasst: 07.01.2012, 12:32 |
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Registriert: 28.02.2011, 17:25 Beiträge: 165
Vorname: Dietmar
Nachname: Vollmert
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Liebe musika, da geht es mir wie Dir. Als ich damals im Opernstudio war, habe ich Don Giovanni, Guglielmo, Marcello, Barbiere usw. in deutsch gesungen, was ja heutzutage nur noch in der Komische Oper Berlin der Fall ist. Dort pflegt man die Felsenstein´sche Tradition, was dazu führt, dass die Größen der Sängerszene das Haus meiden, weil es ihnen verständlicher Weise zu mühsam ist, eine Rolle, die sie im Original drauf haben, in deutscher Übersetzung zu lernen. Das war zu unserer Zeit genau umgekehrt. Seitdem es jedoch in fast allen Opernhäusern Unter- bzw. Übertitel gibt, erfreue ich mich auch und besonders am Originallibretto, das ja die Grundlage der Komposition ist. Unter der Tatsache, dass an unseren Häusern viele Sänger /- innen nicht aus dem deutschsprachigen Raum stammen, leidet z. B. ganz besonders ein so bedeutender Komponist wie Albert Lortzing, dessen Werke, falls sie überhaupt einmal aufgeführt werden, u. a. vom Sprachwitz leben. Ähnlich sieht es bei der Operette aus. Schade ! Ciao. Ospite 
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musika
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Verfasst: 07.01.2012, 12:36 |
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Registriert: 10.11.2005, 00:00 Beiträge: 4460 Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
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Das ist mein Problem, Über- und Untertitel lenken mich stark vom Geschehen ab, es ist ein ewiges Hin- und Her vom Text zu den Akteuren, eine Unruhe, die mich oft eine Mimik deshalb nicht wahrnehmen lässt. 
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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ospite
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Verfasst: 07.01.2012, 12:40 |
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Registriert: 28.02.2011, 17:25 Beiträge: 165
Vorname: Dietmar
Nachname: Vollmert
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Kann ich nachvollziehen. Ich habe meinen Beitrag übrigens ergänzt. Ciao. Ospite 
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musika
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Verfasst: 07.01.2012, 12:43 |
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Registriert: 10.11.2005, 00:00 Beiträge: 4460 Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
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[qoute]Unter der Tatsache, dass an unseren Häusern viele Sänger /- innen nicht aus dem deutschsprachigen Raum stammen, leidet z. B. ganz besonders ein so bedeutender Komponist wie Albert Lortzing, dessen Werke, falls sie überhaupt einmal aufgeführt werden, u. a. vom Sprachwitz leben. Ähnlich sieht es bei der Operette aus. Schade ![/qoute]
Das stört mich besonders bei Wagner....Textunverständlichkeit ...(gibt es aber auch bei Sängern die in Deutschland geboren sind)
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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Silje
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Verfasst: 07.01.2012, 16:55 |
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Registriert: 13.11.2005, 18:26 Beiträge: 1598 Wohnort: Starnberg/Bad Homburg *21.12.
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Also ich bin nach wie vor für die Aufführung der Originalfassungen, bzw. in Originalsprache. Was würden wir denn sagen, wenn wir in Paris die Zauberflöte auf französisch hören würden ?? Wäre doch auch befremdlich für uns. Aber ich sehe ein, dass es hier und da Traditionen und Gewohnheiten gibt, die man gerne beibehalten möchte.
Lg Silje
_________________ ...Letztlich ist Gesang ein in Klang gegossenes Gebet -
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musika
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Verfasst: 07.01.2012, 18:20 |
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Registriert: 10.11.2005, 00:00 Beiträge: 4460 Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
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Originalfassungen sind ja ok, muss heute jeder Sänger können, die Zauberflöte wurde ja gottseidank nicht in französischer Sprache komponiert, da hätte ich sie nie kennengelernt. Warum es früher anders war...woran es liegt? Ich kann nur sagen, es war schön, auch wenn es nicht original war. 
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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ospite
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Verfasst: 07.01.2012, 18:23 |
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Registriert: 28.02.2011, 17:25 Beiträge: 165
Vorname: Dietmar
Nachname: Vollmert
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Richard Wagner ist ein Kapitel für sich, denn sein Deutsch, besonders im " Ring ", den er aus Stabreimen schmiedet, ist selbst für Muttersprachler oft kaum verständlich. Da haben alle Interpreten, ob nun deutschsprachig oder nicht, identische Probleme. Ich bewundere jede Brünnhilde, jeden Wotan oder Siegfried, wo immer sie oder er geboren worden ist, für die enorme Gedächtnisleistung während einer bis zu fünfstündigen Aufführung, ganz abgesehen von der sängerischen und konditionellen Herausforderung! Heutzutage werden Wagners Opern dankenswerter Weise auch bei uns über- oder untertitelt, sodass man zumindest eine Ahnung davon bekommt, was gerade gesungen wird.... Ciao. Ospite 
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