Aktuelle Zeit: 09.02.2012, 02:19

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 25 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Operette out?
BeitragVerfasst: 19.04.2006, 18:15 
Offline
Administrator
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: 10.11.2005, 00:00
Beiträge: 4458
Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
Hallo,

Ist die Operette out oder wer sieht sich heute noch Operetten an? Gehört sie zum Studium dazu, warum gibt ein Gesangslehrer seinen Schülern keine Operettenliteratur ? Manche Schüler haben überhaupt keinen Einblick in die Welt der Operette, warum?

Liebe Grüsse

_________________
musika
belcanto-solisten







Freunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.04.2006, 18:31 
Benutzeravatar
Also ich gehöre zu denen, die von ihren Lehrern lange keinerlei Operettenliteratur bekommen haben.
Meine erste Lehrerin fand Operette unter ihrer Würde(wirklich! sie fand die Themen und Texte einfach schwachsinnig, sagte sie) und die weiteren Lehrer haben es auch nicht für nötig erachtet, mich da einzuweisen.
Die Jetzige hat mich aber immerhin in ein Opernatelier geschickt, von dem sie wusste, dass dort Operette gemacht wird. Sie wollte vor allem, dass ich mich in einer Szene bewegen lerne, die Operette selbst liegt ihr nicht am Herzen, sie singt selbst nie Operetten-Arien, obschon sie es bei ihrer Ausbildung in Wien gelernt hat. :sad:
Auch ich hatte durch all diese Vorgeschichte gewisse Vorurteile, die sich aber immer mehr abbauen. Manches hat mir bereits grossen Spass gemacht(duidu.... ;-) ) und ich finde, das tut einfach auch gut zwischen all der Oper und Oratorio :d_neinnein:
Hier in Frankreich ist Operette SEHR beliebt, es gibt in meiner Stadt ein eigenes Operetten-Theater und überhaupt viele Aufführungen ringsum. Die frz. Operette (in Deutschland vielelciht eher unbekannt?) ist auch sehr witzig und spritzig und ausserdem übersetzen sie viel von Lehar und Strauss oder Kalman ins Französische. Also out ist das HIER nicht.
In manchen Kreisen gilt Operette aber immer noch als wenig intelligent und künstlerisch minderwertig. Ich selbst finde das gar nicht, aber es hat lange gedauert, bis ich auf den Trichter kam! :oops:
Schwierig scheint mir, die junge generation dafür zu begeistern, die Besucher sind doch meist schon jenseits der 50. Vielleicht hat das Musical da etwas abgelôst? ich weiss es nicht.... :?:
Lieben Gruss
Canti :hearts:


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.04.2006, 18:45 
Benutzeravatar
Ich selbst war bisher Zuschauer bei zwei Operetten (Der Zigeunerbaron und die Fledermaus), weil eine Bekannte von mir mitgesungen hat ("Schüleraufführungen" des Konservatoriums), aber ich fand es sehr amüsant und deutlich interessanter als Opern :mrgreen: Sie macht da u.a. die "Operettenklasse" und hat da doch einige Gleichgesinnte... ich hatte nicht den Eindruck, dass Operette out ist, zumindest nicht bei uns in Wien. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich mich mit der Materie nicht allzugut auskenne.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.04.2006, 19:02 
Benutzeravatar
Beim Publikum ist Operette nicht out, ganz im Gegenteil! Das Theater ist nie voller, als wenn Operette gegeben wird. Aber von einigen Ausnahmen wie "Fledermaus" abgesehen gilt es als seicht, speziell auch die Handlung/Libretto.

Bezüglich Operettenliteratur finde ich es schwierig, sie überhaupt zu finden! Bisher habe ich noch nie nach Stimmlage sortierte Alben gesehen, ich habe keine Ahnung, was es überhaupt für tiefere Stimmen gibt. Auch in der Bibliothek der Musikhochschule finden sich nur wenige Klavierauszüge von Operetten, dafür stapelweise Musical. Ich würde ganz gerne auch mal etwas aus Operette singen, aber es ist mir bisher einfach nicht untergekommen (zumindest nicht Deutsche Operette). :roll:


Gruss
lucicare sonne


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.04.2006, 21:28 
Offline
Angestellter
Angestellter
Benutzeravatar

Registriert: 11.11.2005, 14:28
Beiträge: 499
Wohnort: Hamburg
Hi,

über die Operette bin ich eigentlich erst zur klassischen Musik gekommen.
Mein Großvater war Operettenliebhaber und wenn wir dort zu Besuch waren, wurden am Abend die Platten herausgeholt und aufgelegt. So lernte ich bereits früh, diese Musikrichtung zu lieben. Wer hat auch schon als Bub die Gelegenheit: Zigeunerbaron, Vetter aus Dingsda, Blume von Hawaii, Frau Luna, Weißes Rös'l, Gräfin Mariza, Fledermaus, Czardasfürstin, Wiener Blut, Schwarwaldmädel u.a.m. kennen zu lernen?

Eine Lehrerin sagte einmal zu mir: Operette zu singen und zu interpretieren ist schwerer, als eine Oper. Nachdem ich das Vergnügen hatte bei ihr hineinschnuppern zu dürfen, bin ich zu der Erkenntnis gekommen: es stimmt. Das Schüler keine oder wenig Literatur von den Lehrern bekommen, kann ich mir nur damit erklären, daß die Lehrer dieses Fach selbst nicht oder nur unzureichend beherrschen. Dies vor einem Schüler zugeben zu müssen, fällt auch den sogenannten Profis nicht leicht und sie fürchten, damit das Gesicht zu verlieren. Doch gerade damit machen sie sich als Lehrer angreifbar.

Die Operette hat ja als Gegenpol zur Oper den Siegeszug um die Welt angetreten. Oper war lange Zeit nur den "gebildeten" Schichten vorbehalten und von der Obrigkeit, entsprechend dem Gusto der Zeit, vorbestellt. In der heutigen Zeit wird die Operette vom Musical abgelöst.

Eine Operette zu inszenieren ist mit einem hohen Kostenaufwand verbunden und mit einem nicht zu kalkulierenden Risiko behaftet.
Desweiteren denke ich, daß auch die Regisseure ein Problem mit der Operette haben, zeigt sie ihnen doch sehr schnell die Grenzen ihres Könnens. Sie läßt sich nämlich nicht bedingungslos "vermurksen" wie eine Oper. Man sieht dieses ja allenthalben bei den "jungen" Regisseuren an unseren Opernhäusern, wo die Inszenierung nur noch wenig mit dem Stück zu tun haben.

Ich habe manchmal das Gefühl, das Träumen, und dazu verführt die Operette durch die Musik nun einmal, heute nicht mehr "in" ist und damit verpöhnt.
Egal welch ein Text im Libretto steht, er steht eben für die Zeit, wie in der Oper auch. Dies gilt auch für die heutige Zeit bei den "verdeutschten" Musiktexten (siehe Musicals).

:hearts: Rolando

_________________
Und plötzlich weißt du:
Es ist an der Zeit, etwas Neues zu beginnen, und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.(Meister Eckhart)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.04.2006, 21:48 
Offline
Moderatorenanwärter
Moderatorenanwärter
Benutzeravatar

Registriert: 24.03.2006, 21:40
Beiträge: 1061
Vorname: ~
Nachname: ~
Hallo,
schade das für einen Bariton sehr wenige Highlights in der Operette sind, sonst hätte ich mich sicherlich mehr dafür interessiert. Im Elternhaus habe ich jeden Tag Platten von Richard Tauber gehört, mein Vater war ein wahrer Tauber-Fan.
Rolando hat geschrieben:
Ich habe manchmal das Gefühl, das Träumen, und dazu verführt die Operette durch die Musik nun einmal, heute nicht mehr "in" ist und damit verpöhnt.
Rolando

Ich glaube Rolando hat mit dem Träumen recht. Heute haben wir aber das Problem, dass das Fernsehen und die Großbühnen die Shows zelebrieren.
Hierfür sind die Musicals geschaffen, da hier doch stärker mit Effekten und mit der Betonung auf Tanzeinlagen gesetzt wird.
In der Operette werden noch "richtige" Stimmen gebraucht (Musicalvertreter mal weghören!), die Shows und Großbühnen können ohne 220 Volt nicht existieren. In der Operette, wie in der Oper wird halt die Musik noch "von Hand gemacht". Dies ist wohl heute nicht mehr gewollt - Show ist wichtig. Liederabende finden ja auch kaum Absatz , die Show ist zu trocken, es geschieht nichts drumherum.

Liebe Grüsse rugero

_________________
Die Stimme, das für mich vollkommenste Instrument.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.04.2006, 22:15 
Offline
hat sich schon eingelebt
hat sich schon eingelebt
Benutzeravatar

Registriert: 13.12.2005, 21:59
Beiträge: 241
Wohnort: Boston - Muenchen
Gruess Euch,

Da ich nun mal gerade hier bin, wil ich auch von "hier" den USA sprechen: Ueberraschender Weise erlebt die Operette hier gerade einen Boom, fraglich natuerlich wie lange der anhaelt. Vielleicht haengt es ja auch damit zusammen, dass die Texte, im Original gesungen, eh nicht verstanden werden, bzw. nicht so im Detail wie von einem native speaker. Bei Uebersetzungen erledigt sich das "Problem", das ja in den Beitraegen zuvor schon besprochen wurde, von allein. Hier ist Walzerseligkeit zumindest in manchen Kreisen angesagt.

1 - 2 - 3 - 1- 2 - 3

Robin


Zuletzt geändert von Robin am 19.04.2006, 22:49, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.04.2006, 22:32 
Benutzeravatar
Hallo,
dazu muss ich wohl weiter ausholen:
Aus Zuschauerperspektive betrachtet, ist es immer noch nicht so recht mein Ding. Kommt in den meisten Inszenierungen als ziemliches Trallala mit aufgesetzten Ungarnklischees, Walzerdadelligkeit, aufgesetzter guter Laune daher, und das berührt mich nicht. Ausgenommen ein paar Highlights, die echte Komik beinhalten.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ich die künstlerische Leistung der Interpreten unterschätzen würde, mir ist klar, was hier abverlangt wird. Ich finde auch einen gewissen Spass daran, an solchen Szenen zu arbeiten. Das ist die Perspektive der Darstellung.
Fazit:
Es ist völlig unangebracht, die künstlerische Arbeit an diesem Genre gering zu schätzen, aber es kann nicht mein persönlicher und auch keinesfalls mein gesanglicher Schwerpunkt sein. Wie es bereits schon anklang, die Stimmlage und -art passt nicht.
Und: Den Draht kann ich insgesamt nicht recht dazu finden.
Liebe grüße,
dola


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.04.2006, 22:47 
Benutzeravatar
Meine Welt ist die Operette auch nicht, ebenso wenig Musical. Die einzige Operette, die ich richtig gerne mag, ist die Fledermaus. Ansonsten kenne ich mich auch nicht wirklich aus in dem Genre, aber alle Versuche, mich mal reinzuhören, sind daran gescheitert, dass ich das einfach nicht durchhalte. Die Musik berührt mich nicht. Das hat nichts mit Geringschätzung des Genres und der Interpreten zu tun, es ist nur einfach nicht mein Ding. C'est la vie.

Gruß, Orphenica


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.04.2006, 23:10 
Benutzeravatar
Ich habe erst seit kurzem Zugang zur Operette und freunde mich mehr und mehr damit an. Ein Freund von mir ist Regisseur und liebt dieses Genre. Und ich muss dann schonmal für "Hörproben" herhalten. Man sollte den musikalischen Anspruch dieser Stücke wirklich nicht gering schätzen! Und wirklich anspruchsvoll sind Handlungen in der Oper ja auch nicht.
Leider ist die Operette glaube ich noch etwas in der Oma-Ecke. Wir waren letztes Jahr Silvester mit einigen Leuten in WI in "Ritter Blaubart" und haben den Alterschnitt enorm gesenkt......
Ob Operette als Unterrichtsliteratur geeignet ist, kann ich nicht einschätzen. Ich habs nie gemacht. Vielleicht ist da Risiko zu groß, dass Schüler eine Operettenarie aufgrund des "Rufs" der Operette nicht ganz ernst nehmen. Ensembleszenen würde ich aber jederzeit empfehlen, da sie das "aufeinander hören" ungemein schulen.
LG
mezzo


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20.04.2006, 06:20 
Benutzeravatar
My 2 cents:

Ich selbst mag Operette nicht so. Das liegt aber vornehmlich daran, dass es da für mich so gut wie nüscht zu singen gibt, und immer Ensembles sind ja auch öde ;-)

Ich sehe es mir auch nicht so furchtbar gerne an, war irgendwie noch nie so mein Ding.

AAABER: Die alten Musicals sind SEHR operettenähnlich, und komischerweise kann ich damit mehr anfangen. Ich habe den ganz starken Verdacht, dass es bei mir daran liegt, dass ich den leicht "wienerischen Einschlag" in vielen deutschsprachigen Operetten nicht mag. Natürlich kann man das nicht pauschalieren, es sind ja nicht alle Operetten so.

Zum Gesangsstudium kann ich nur sagen: Spielt da eine sehr untergeordnete Rolle, zumindest in Essen, und ich denke, dass ist an vielen anderen unis nicht anders, wobei es auch da traditionsbedingte Ausnahmen gibt ...


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20.04.2006, 09:56 
Offline
Administrator
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: 10.11.2005, 00:00
Beiträge: 4458
Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
Ja, die Operette, mein Kind, welches über 24 Jahre mein Leben war, Jahr für Jahr. Ich spielte junge, alte, komische und ernste Rollen, die meine gesangliche Laufbahn nur zum Guten prägte. Operette muss gespielt getanzt und gesprochen werden, man darf sie nicht unterschätzen.

Sie hat mir die Lockerheit der Auftritte in Konzerten gegeben, ich habe gelernt mit dem Publikum zu komunizieren, aus mir herauszugehen, Freude und Traurigkeit zum Ausdruck zu bringen, zu spielen.

Es war ein sehr wichtiger Lebensabschnitt und wer mich kennt, versteht was ich meine.

Oper war nie mein Ding, ich brauchte Bewegung auf der Bühne und das hatte ich in der Operette zur Genüge.

Ich kann es nur jedem Schüler ans Herz legen, macht Operette und lernt die Lockerheit, die von ihr ausgeht, ihr werdet euch freier fühlen und andere Literatur profitiert davon.

Liebe Grüsse

_________________
musika
belcanto-solisten







Freunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20.04.2006, 10:00 
Benutzeravatar
musikavokale hat geschrieben:
Ich kann es nur jedem Schüler ans Herz legen, macht Operette und lernt die Lockerheit, die von ihr ausgeht, ihr werdet euch freier fühlen und andere Literatur profitiert davon.

Liebe Grüsse


Liebe Musika, hast du da einige Literaturvorschläge für tiefen Mezzo/ hohen Alt?


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12.08.2006, 19:30 
Benutzeravatar
Ich selbst gehe jeden Sommer nach Mörbisch (das ist in Österreich) und sehe mir die Operette an, die sie bieten. Gut, ma muss dazu sagen, dass es in Österreich eine große Operettentradition gibt und daher auch sehr viele begeistert hingehen. Verstehe ich auch, denn es viel unterhaltsamer als die ernste Oper (sogar als die komischen).
Vielleicht ist es mit den Operettensängern einfach ein bisschen anders. Ich meine, die müssen nicht nur gut singen können (und zuweilen ziemlich gewaltige Stimmumfänge haben... über in den Sopranpartien), sondern sich auch gut bewegen können und schauspielen sollten sie auch. Ein Opernsänger hingegen wirkt eigentlich eher statisch, mal ganz abgesehen von den Konzertsängern, die ja keine szenischen Aufgaben haben. Und so viele Menschen gibt es eigentlich nicht, die alle diese Kriterien erfüllen. Zu meinem Glück ist meine Schwester genau so eine... und sie will sogar Operettensängerin werden, was mich besonders freut... im Grunde hätte ich ihr zwar einen lyrischen Sopran vorgeschlagen (was die für Höhen hat... eigentlich eine Frechheit... Königin der Nacht ist für die praktisch eine Einsingübung!!). Ja, und das ist sicher noch etwas, was die Operette erlaubt: Gelegentlich bei der Schlusskadenz in astronomische Höhe schwingen, statt wieder auf den Boden der Realität zurück zu kehren. Das macht mir besonderen Spaß, wenn ich bei einem Stück noch zum Schluss eines draufgeben kann (sofern es halt nicht zu hoch wird). Und wenn ich Soprane so hoch singen höre... da schlägt mein Komponistenherz gleich höhre um am Tag darauf stet eine neue Arie für Koloratursporan... mit Spitzen wie fis3, g3 und a3. Herrlich... *schmelz*


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.08.2006, 22:12 
Offline
Moderatorenanwärter
Moderatorenanwärter
Benutzeravatar

Registriert: 24.03.2006, 21:40
Beiträge: 1061
Vorname: ~
Nachname: ~
Hallo sopranist,
schreib doch mal was für Bariton in der Operette, mal ein richtiges Highlight!
Aber nicht für Pseudotenöre, für echten Bariton.

Was war mit Skovhus in Graf von Luxemburg, akzeptabel ?

Liebe Grüße rugero !

_________________
Die Stimme, das für mich vollkommenste Instrument.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.08.2006, 08:34 
Offline
Moderatorenanwärter
Moderatorenanwärter
Benutzeravatar

Registriert: 26.01.2006, 23:14
Beiträge: 1361
Wohnort: Bonn *31.01.
Hallo ihr,

ich hatte (und habe teilweise vielleicht immer noch) Vourteile gegen die Operette, bis mir meine Lehrerin mal "Du sollst der Kaiser meiner Seele sein" gab. Erst dachte ich "Oh Gott, was für ein Kitsch", doch dann merkte ich, dass es mir umheimlich viel Spaß machte, diesen "Kitsch" zu singen - und jetzt nehm ich das Stück gerne mal als Zugabe *g*

Viel gibt es für meine Stimme allerdings wohl auch nicht zu singen, aber ich habe mich auch noch nicht so sehr mit der Materie beschäftigt.

Also, selbst singen macht Spaß, aber eingefleischter Operetten-Fan werde ich deswegen nicht und ich finde eine ganze Operette anzuschauen auch etwas anstrengend.

LG

Octaviane


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.08.2006, 08:57 
Benutzeravatar
Lieber Sopranist, was hast Du denn für Ausnahme-Sângerinnen zur Hand, die mal so mir nichts dir nichts ein g3 und a3 singen???? Ein g3 gibt es in einer Konzert-Arie von Mozart "Populi di Tessaglia", der absolute Hammer, aber wo kommt ein a3 in der Literatur vor?
Bei sowas werde ich immer leicht misstrauisch, denn ich kenne einige echte Profi-Kolorateusen, die DAS auch nicht können...... :?:
Ansonsten finde ich wie Octaviane,dass Operette singen viel mehr Spass macht als Operette sehen. Aber ich bin da auch nciht sehr bewandert und bis auf Offenbach und Fledermaus fand ich fast alle Inszenierungen bisher nichtssagend und die Musik zwar oft gut gemacht aber etwas "einfältig".
Ich muss auch noch belehrt und bekehrt werden, um das wirklich passiv geniessen zu können. :oops:
:hearts: Cantilene


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Operette out?
BeitragVerfasst: 18.08.2006, 14:25 
Benutzeravatar
musikavokale hat geschrieben:
Ist die Operette out


Für mich - potentielle Zuhörerin, nicht Sängerin - kann ich hier mit einem klaren JA! antworten.
Oper ist schon nicht mein Ding, aber Operette? Oh weh, sehr anstrengend, das auszuhalten.

Daß ich das nicht mag, hat aber keinesfalls mit den Leistungen der Operettensänger zu tun, das Genre gefällt mir eben nicht.

Warum?

Ich finde sie einfältig und ich mag wie Eponine den "wienerischen Einschlag" überhaupt nicht. Operette hat für mich zudem ein alte-Damen-Kaffeekränzchen-Image.

Also, wenn ihr so eine Frau in der Operette seht, da oben auf den billigen Plätzen: ich bin's nicht! Und auch nicht die auf den teuren.

Gruß v. Emmy


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.08.2006, 17:46 
Offline
Administrator
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: 10.11.2005, 00:00
Beiträge: 4458
Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
Hallo Emmy,

na das trifft ja genau die richtige Person, nämlich mich, die 24 Jahre am Operettentheater spielte und sang. Bei 12 Vorstellungen waren mindestens 4 eingekauft von Firmen und Altenheime, die anderen 8 waren immer ausverkauft. Spricht man da von out?

Ich vermute, du hast bisher nicht die richtigen Operetten gesehen, von wienerischem Tutch kann überhaupt keine Rede sein, wenn es nicht gerade Wiener Blut usw. ist. Es sind wunderschöne Arien in jeder Operette, die sehr anspruchsvoll sind und immer wieder in jedem Konzert überall gerne gehört werden.

Wenn es nicht deine Wellenlänge ist, kann ich es trotzdem verstehen, da ich z.B. keine Musicals mag.

Es muss ja auch nicht jeder alles mögen.

Liebe Grüsse

_________________
musika
belcanto-solisten







Freunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.08.2006, 18:11 
Benutzeravatar
musikavokale hat geschrieben:
na das trifft ja genau die richtige Person, nämlich mich, die 24 Jahre am Operettentheater spielte und sang. Bei 12 Vorstellungen waren mindestens 4 eingekauft von Firmen und Altenheime, die anderen 8 waren immer ausverkauft. Spricht man da von out?


Hallo musikavokale,

"treffen" wollte ich Dich nicht! Es ist das Genre, welches mir nicht gefällt, das Können der Operettensänger möchte ich nicht in Frage stellen.

"Out of order" ist Operette für MICH, wie gesagt.

Aber wie ist es nun, ist die Operette out? Gibt es jüngere Leute in nenneswerter Anzahl, die hingehen? Werden die jetzt jungen Leute in 20, 30Jahren hingehen? Ich weiß es nicht...

Gruß v. Emmy


Nach oben
  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 25 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

0 Mitglieder


Ähnliche Beiträge

Operette im ZDF
Forum: Fernseh- Radio-Tipps
Autor: LaCastafiore
Antworten: 10
Abschluss-Stück Oper,Operette,Musical
Forum: Literatur
Autor: rugero
Antworten: 7
Oper - Oratorium - Operette - Lied
Forum: Belcanto-Solisten
Autor: rugero
Antworten: 32
Operette
Forum: Oper, Operetten, Musical
Autor: musika
Antworten: 28

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Style based on FI Subice by phpBBservice.nl



Hosted by iphpbb3.com

Impressum