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Neuer BeitragVerfasst: 18.08.2006, 21:21 
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Hallo,

für eine ganze Operette kann ich mich zwar auch nicht unbedingt begeistern, aber Operettenlieder in einem Konzert werden, denke ich, noch immer und bestimmt auch in Zukunft gerne gehört.

Seit ich selbst in dieser Materie singe, erkenne ich erst so richtig, dass die Melodien oft nicht nur schwierig zu nehmen, sondern auch wunderschön sind. Vielleicht muss man sich erst so völlig hineinversetzen, Ton für Ton damit befassen, um den Wert erkennen zu können.

Und es gibt durchaus sängerische Momente, in denen Publikum regelrecht dahinschmilzt - ich habe auch schon die Bezeichnung "Gänsehaut bekommen" gehört. Das zeigt doch, wie sehr Zuhörer mitempfinden.

Für mich gilt in der Musik wie für alles im Leben: Jedem das Seine.

Freundliche Grüße
Belkanta


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Neuer BeitragVerfasst: 19.08.2006, 13:55 
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Als Wahl-Pariserin oute ich mich jetzt als operetten-liebend. :dafür: Für mich bedeutet Operette z.B. Jerome Savary und die Opera-Comique und das sind Erinnerungen an zauberhafte Inszenierungen der Perichole, der Vie Parisienne von Jacques Offenbach, weiterhin Revue-artige Produktionen wie Mistinguett und die 1-Mann-Schau von und mit Savary, in der er sein Künstlerleben seiner Tochter erzählte. Das sind zauberhafte Abende, in denen ich Tränen gelacht habe und beschwingt vor mich hinträllernt (häufig mit meinen Töchtern) gen Metro strebte. In der vergangenen Saison war für mich einer der Höhepunkte „Les Trois Valses“ von Oscar Straus – da bekam man wirklich Lust, auf die Bühne zu stürzen und mitzumachen. Leider ist für Savary die letzte Saison angebrochen und er will sich dann in den Süden zurückziehen … Aber für die noch verbleibende Saison habe ich schon mehrere Plätzchen reserviert….

Operette, das ist für mich auch das Chatelet – La Grande Duchesse de Gerolstein mit einem Plateau, das einer Oper ebenfalls angemessen wäre – allen voran Felicity Lott in der Titelrolle als dusselig-nymphomanische Gross-Herzogin und wundervoll besetzt, zum quietschen komisch, Yann Beuron als Fritz oder auch die Sänger des General Boum etc. Meines Wissens existiert davon ein DVD – ich kann es jedem nur empfehlen. Allerdings muss man wohl recht gut französisch sprechen und auch Kenntnisse in französischer Geschichte haben, um all die Anspielungen wirklich verstehen zu können.

Dank dieser „Renaissance der Operette“ hat sich in den letzten Jahren in Paris eine Truppe namens „Les Brigands“ (übrigens ebenfalls der Titel einer Offenbach-Operette) zusammengefunden, die Operetten aus den 20er Jahren wieder zum Leben erwecken. „Ta Bouche“ war ein ganz grosser Erfolg, die Produktion des letzten Jahres „Toi, c’est moi“ fand ich als Werk weniger interessant, die Umsetzung aber total schön und ich werde sicher in diesem Jahr wieder schauen, was sie aus der Versenkung hervorholen.

Und eine besonders schöne Erinnerung habe ich an „Frou-frou-les-Bains“, eine unbekannte Operette in einem winzigen privaten Theater – früher fuhr man ja aufs Land, zur Kur…. Und nun stellt Euch die Verzweiflung vor, wenn in solch einem Kurort die Quelle versiegt… das mag ja alles keine schwere Kost sein – aber ich habe mich köstlich amüsiert.

Und ich besuche auch immer gerne meine Bekannten, wenn sie in der einen oder anderen Operette auftreten, dadurch habe ich schon zauberhaftes Repertoire entdeckt und ich bin voller Bewunderung für jene, die nicht nur toll singen, sondern auch sprechen und tanzen und spielen können. Nirgends sonst darf man so schön beschwipst spielen…. Tout tourne tourne tourne….
:tanzen Und noch heute passiert es mir, dass ich auf der Autobahn fahre, von weitem den Eiffelturm sehe und denke Paris ! Paris ! Paris ! (das ist der Beginn aus der „Vie Parisienne“)

Wer also Operette kennen und :hearts: lieben lernen möchte, der möge sich nach Paris bemühen....

Liebe Grüsse von LaCastafiore

_________________
La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz


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Neuer BeitragVerfasst: 19.08.2006, 14:16 
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Beiträge: 3884
Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
Hallo,

hier in Deutschland wird man sich kaum eine franzöische Operette ansehen, obwohl sie vielleicht ganz schön sind.

Die klassische Operette ist halt hier zuhause und eine ist schöner als die andere, voran:

Fledermaus
Lustige Witwe
Cszardasfürstin
Gräfin Mariza
Zigeunerbaron
Bettelstudent
Vogelhändler
Eine Nacht in Venedig
Land des Lächelns

dánach folgen:

Zarewitsch
Ungarische Hochzeit
Victoria und ihr Husar
Schwarzwaldmädel
Saison in Salzburg
Im weißen Rössl
Maske in Blau
Paganini
Graf von Luxenburg
Gasparone
Madame Dubarry

das sind die meißt gespielten Operetten.

Dazu kommen weniger zu hörende Operetten.

Liebe Grüsse

_________________
musika
belcanto-solisten







Freunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.


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Neuer BeitragVerfasst: 19.08.2006, 19:18 
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cantilene hat geschrieben:
Lieber Sopranist, was hast Du denn für Ausnahme-Sângerinnen zur Hand, die mal so mir nichts dir nichts ein g3 und a3 singen???? Ein g3 gibt es in einer Konzert-Arie von Mozart "Populi di Tessaglia", der absolute Hammer, aber wo kommt ein a3 in der Literatur vor?


Nun... ich muss zugeben, ich habe so ein Quietsch-Stück bereits geschrieben... für Koloratursopran. Steht in A-Dur und zum Schluss könnte man sich vom e3 aufs a3 schwingen. Man kann aber die oktave drunter singen... :grin:


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Neuer BeitragVerfasst: 18.11.2006, 12:32 
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:director

IHHHHH pfui, bäh haaaaa und wech!!!
Oha, hier wirds gleich lustig, ich mach ma die biege......


*zwinker*
und seelig sind die geistig armen :pfeif: :oops:

(das is auch mich gemünzt!!! nich falsch verstehen bitte)


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