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BeitragVerfasst: 15.05.2006, 12:19 
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Hallo lieschen,

von der Qualität her glaube ich schon, dass Steven Carreras ist, aber der Albert ist nun mal eine Baritonpartie und Araiza sang die Titelrolle ;-)

lg operissima


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BeitragVerfasst: 21.05.2006, 23:16 
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So, liebe Massenet-Fans, hier kommt mein Werther-Bericht:
Nach der ersten Hälfte(erster und zweiter Akt) war ich ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht und etwas gelangweilt. :sad:
Obschon die Inszenierung toll war, die Sänger zum Teil erste Klasse und das Orchester sehr engagiert, hat mir die Musik zuwenig hergegeben und es gab nicht eine echte hinreissende Szene/Arie für mich.
Nach der zweiten Hälfte war ich dann aber begeistert, denn all das Ergreifende dieser Oper kommt erst im dritten Akt. Schluchz!!!!
Die beiden herrlichen Arien "Va! Laissez couler mes larmes" Und "Pourqoui me reveiller" sind echte Tränenschleudern, zumal die beiden Sänger ausserordentlich gut waren. :bravo: :bravo: :bravo:
Nora Gubisch als Charlotte und Brandon Jovanovich als Werther-eine bessere Besetzung hätten wir uns nicht wünschen können. Die Charlotte war sehr dunkel timbriert, hatte eine volle satte Tiefe und nur ein bisschen Schärfe in der Höhe.(das war aber auch schon das Enzige, was man evtl kritisieren könnte!) Sie ist auch bekannt als Mahler/Wagner Interpretin. Aûsserlich eine rassige rotgelockte Dame mit ausgeprägten Kurven, die der Charlotte eine ganz eigene Interpretation gab. Das war wirklich eine starke Frau.
Der Tenor hat eine Traum-Stimme, weich und sehr warm und doch absolut tragend-der wird es sicher ganz nach oben schaffen, er hatte nicht die geringsteSchwäche in der ganzen Oper und hat am Ende im Liegen/Sterben noch die sanftesten schönsten Töne produziert.
Obschon auch Albert und Sophie sehr gut besetzt waren, hatten sie gegen diese Konstellation kaum eine Chance, die beiden Stars waren zu überwältigend. :bravo:
Mich würde noch einmal von Steven interessieren: du sprachst von einer Bariton-Version-wie geht das denn mit den anderen Stimmen in den vielen Duett-Szenen? Wird Albert dann zum Bass und Charlotte zum Alt???? :?:
Liebe Lieschen, die Rolle der Sophie könnte mich nicht begeistern. Ihre Partie ist sicher nett zu singen(für eine wirklich junge Stimme) aber es gibt keine wirkliche Arie, die mir Lust gemacht hätte, mich damit näher zu befassen. Hattest Du da was Spezielles im Sinn?
Insgesamt eine tolle neue Entdeckung für mich, wenn auch nur die zweite Hälfte der Oper :d_neinnein:
Gibt es bei Belcanto vielleicht eine Mezzo und einen Tenor, die sich mal diese Traum-Arien vornehmen wollten, wenn von Musika erlaubt? Beide sind relativ kurz..... ;-) Ich wäre sofort als Fan begeistert! :dafür:
Lieben Massenet-Gruss von Cantilene :hearts:


Zuletzt geändert von cantilene am 22.05.2006, 05:29, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 21.05.2006, 23:28 
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Registriert: 10.11.2005, 01:00
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Hallo

habe das Glück im Freundeskreis einen Kammersänger zu haben, der im Dezember Werther hier an der Staatsoper singt. Wäre ja zu überlegen ob ich mir das ansehe....

Liebe Grüsse

_________________
musika
belcanto-solisten







Freunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.


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BeitragVerfasst: 21.05.2006, 23:51 
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Hallo Musika,

na wenn sich das irgendwie einrichten läßt dann begleite ich dich!!!! Nicht nur das der besagte Kammersänger ein Freund von dir ist, nein er ist auch ein Kollege meines G.lehrers und sein Ruf eilt ihm ja voraus. Also wenn es irgendwie geht dann bin ich gerne dabei..............


Liebe Grüße
Chero


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BeitragVerfasst: 22.05.2006, 08:33 
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Liebe Musika und Chero, vileleicht kommt ihr besser erst nach der Pause..... :lol:

Ich habe gestern noch gar nichts zur Interpretation der Werther-Geschichte gesagt:
Werther war in unserer Inszenierung kein tragischer Held. Nichts von Sturm und Drang à la Goethe!Im Gegenteil.
Unser Werther war schon dadurch gekennzeichnet dass er, wenn er nicht zu singen hatte, in einem Bett auf der Bühne lag und dass er als einziger keine Kleidung der Biedermeier-Epoche trug sondern ganz zeitloser Bohemien/armer Künstler war(mit abgewetzter Cordhose, Schlabberpulli und Halstuch) Am Anfang beim Vorspiel lag er ganz allein mit nacktem Oberkörper in seinem zerwühlten Bett auf der Bühne und aus seinem Kofferradio am Bett kam Jazz-Musik.
Er wurde als elbstverliebter und völlig relaitätsferner Träumer interpretiert. Seine Liebe zu Charlotte mehr eine Auto-Suggestion als Realität. Charlotte dagegen liebte wirklich und war am Ende auch bereit, ihre bürgerliche Existenz zu opfern, leider(oder zum Glûck für sie.... :?: ) zu spät.
Eine tragische Figur war auch die Sophie. Sie wurde in dieser Inszenierung vom netten jungen Mädchen zur unglûcklichen, erwachenden Frau. Sie liebte Werther und als ihr klar wurde, was zwischen ihm und Charlotte passierte, ist sie in einen Abgrund gestürzt.
Am Ende liess der Regisseur sie mit einem Weihnachtslied auf den Lippen im weissen Engelkleidchen und Geschenkpaketen in ein schwarzes Loch fallen.
Albert war leider absolut blass dargestellt, da hätte man viel mehr draus machen können, zumal der Bariton sehr attraktiv war und eine wunderschöne Stimme hatte. Schade! Als Gegenfigur zu Werther wäre da wirklich was drin gewesen!
Die Inszenierung/Bühnenblid /Kostüme waren eher sparsam, aber sehr deutlich und überzeugend für mich.
Mich würde mal interessieren, wie ihr die Werther-Geschcihte sonst interpretiert gesehen habt oder selbst interpretiert-auch die von Goethe.
immerhin handelt es sich ja um einen der ersten Bestseller deutscher Literatur. und nach dessen Erscheinen haben sich etliche junge Männer das Leben genommen-sie wollten wohl auch Sturm und Drang-Helden sein.....
Lieben Gruss
Cantilene :hearts:


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BeitragVerfasst: 22.05.2006, 09:12 
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Hmmm,

also die Arie der Charlotte wollte ich mir immer schon mal ansehen, eigentlich dürfte sie ganz gut zu meiner Stimme passen ;-)

LG

Octaviane


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BeitragVerfasst: 22.05.2006, 16:18 
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Zur Zeit studiere ich gerade "O Paradis" und "Pourqoui me reveiller".

Wenn es "sitzt" werde ich es gern bei passender Gelegenheit singen.


Ciao :n168: Principe


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