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 Betreff des Beitrags: Fidelio
Neuer BeitragVerfasst: 04.02.2006, 21:15 
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Hallo!

Ich habe Ende März die Möglichkeit, zwei Aufführungen von Fidelio im Chor mitzusingen. Ja, ja, ich weiß, ist nicht viel für gemischten Chor, nur das Finale im 2. Akt, aber ich freu mich trotzdem drauf. :ruhe: Es spielen die Tonkünstler Niederösterreich (Dirigent: Kristjan Järvi). Es ist eine halbszenische Aufführung. Den Rocco wird Kurt Rydl singen, die Leonore Gabriele Maria Ronge, die anderen Sänger kenne ich nicht mal vom Namen her ;-)

Jedenfalls möchte ich mir eine "ordentliche" Aufnahme zulegen. Allerdings weiß ich nicht, welche... :roll: Ich weiß, dass die Geschmäcker verschieden sind, aber könnt Ihr mir eine empfehlen?

Vorher schau ich mir den Fidelio aber noch in der Staatsoper in Wien an, und zwar am Montag. Ich schreib Euch dann, wie´s war.

LG einstweilen!
Canteva


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Neuer BeitragVerfasst: 04.02.2006, 22:43 
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Hallo canteva,

ich habe eine Aufnahme aus dem Jahre 1981 von meinem ersten Gesangslehrer geschenkt bekommen und bin mit ihr zufrieden.

Interpreten: Jeannine Altmeyer / Siegried Jerusalem / Theo Adam / Siegmund Nimsgern / Peter Neven / Carola Nossek

Rundfunkchor Leipzig / Männer des Rundfunkchors Berlin

Gewandhausorchester Leipzig / Dirigent ist Kurt Masur

Erschienen bei BMG Ariola München


LG

Rolando

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Neuer BeitragVerfasst: 07.02.2006, 10:35 
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Hallo!

@ Rolando: Danke für Deinen Tipp! Es hat sich schon erledigt, denn ich hab eine CD geliehen: mit Bernstein/DiFiDi/Kollo/Janowitz/Popp/Dallapozza/Jungwirth aus dem Jahre 1978 (war gratis ;-) Wenn man sich bei Rocco die Ohren zuhält, ist die Aufnahme wirklich gut...


Ja, und gestern war ich also in der Oper. Dort konnte ich bemerken, dass alle auch nur mit Wasser kochen. So richtig begeistert hat mich nur der Dirigent, der sich wacker geschlagen hat. Und bin ich erschüttert, wenn DAS Staatsopernniveau ist: Sänger und Orchester waren sich selten über das Tempo einig - besonders schlimm war´s oft beim Chor, der so schwerfällig war, dass ich bald verstanden habe, warum der Beginn der Chorszenen immer in einem Höllentempo war: zum Schluss waren sie nur mehr halb so schnell...

Für mich wirkte das Ganze leicht unterprobt, teilweise eine richtige Zitterpartie, obwohl die Sänger das sicher schon öfters gesungen haben (192. Aufführung der Inszenierung): bei den Solisten war ich mir nicht sicher, ob sie nach dem Tohuwabohu der Ensemblestellen wieder gleichzeitig fertig werden(, dort, wo es erforderlich ist).

Ich kann es nicht glauben, dass diese routinierten Sänger solche rhythmischen Wildschweine sind und nur auf "Durchkommen" singen!!

Es kann auch nicht daran liegen, dass der Schall irgendwie versetzt beim Publikum ankommt, denn bei einigen funktioniert das sehr gut (die haben den Trick nämlich heraus: zu(sammen)hören und wenigstens dann und wann ein Blick auf den Dirigenten ;-) ) Vielleicht liegt´s daran, dass man einfach mehr Zeit braucht, bis man die richtigen Töne gefunden hat, wenn man sie von unten anschleift - das summiert sich einfach... :mrgreen:

Leonore war mit einem Mezzosopran besetzt. Das war für mich ungewohnt. Die Spitzentöne waren daher oft sehr eng und angestrengt. Bei einer Schlüsselstelle ("O Gott, welch ein Augenblick" im Finale des 2. Akts) kam dann auch nur ein Kiekser. Sie hat mir so unendlich leid getan, weil sie sich so bemüht hatte, die ganze Aufführung lang und weil sie sich am liebsten verkrochen hätte. Zum Schluss hat sie sich fast entschuldigend verbeugt - und trotzdem verdienterweise den meisten Applaus bekommen.

Dann: Töne stemmen, Vibrati, bei denen man sich im Bereich einer Terz die passenden Töne wählen kann, bei Ensemblestellen: "Ich kann lauter und länger!" - "Nein, ich!" :verdacht

Aber natürlich gab es nicht nur Schlechtes (und ich weiß, wenn ich auf der Bühne stünde, wäre alles viel besser :schlaumeier: ...das Bühnenbild und die Kostüme waren zum Beispiel wundervoll :mrgreen: , nein, war nur Spaß.), das oben Geschriebene bezieht sich nicht auf alle Sänger bzw. auch nicht auf die ganze Oper, sondern nur auf Teilstrecken!!

Der Chor sang mit hervorragender Dynamik, die Textdeutlichkeit war fast immer sehr gut, auch bei den Solisten. Auch die spielerische Leistung fand ich bei den meisten großartig.

Sänger/in zu sein ist mit Sicherheit sehr anspruchsvoll, schwierig und anstrengend, aber einfach wundervoll! Ist es nicht die (zumindest zweit-) schönste Tätigkeit, die´s gibt??

LG von
Canteva, die den gestrigen Abend sehr genossen hat! :n2: :grin:


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Neuer BeitragVerfasst: 07.02.2006, 11:14 
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Liebe canteva,

ich kann nicht glauben was Du da berichtest. War es wirklich so schlimm?

Aber Gott sei Dank hast Du es ja überlebt. ;-)

LG

Rolando

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Neuer BeitragVerfasst: 07.02.2006, 11:18 
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Hallo Rolando!

Ich war ja noch nicht fertig mit meinem Roman, hab den Beitrag editiert, weil ich mich "verdrückt" hab auf der Tastatur. :oops:

Ich hab es sogar so gut überlebt, dass ich wieder einmal in die Oper gehen werde!! :lol:

Canteva sonne


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Neuer BeitragVerfasst: 08.02.2006, 21:49 
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hallo,

hat nicht Waltraud Meier die Leonore gesungen? War sie wirklich nicht gut? Sie singt doch schon länger auch Sopranrollen... Ich kann das irgendwie nicht recht glauben :roll:

Ich hab momentan leider bzw. gottseidank zu tun und konnte nicht gehen...

lg operissima


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Neuer BeitragVerfasst: 09.02.2006, 00:12 
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Hallo Operissima! :grin:

Ja, stimmt genau, dass Waltraud Maier die Leonore gesungen hat. Deswegen war ich ja so überrascht, dass sie sich so geplagt hat, denn ich hab sie ganz anders in Erinnerung. Sie hat auch fast immer gute Kritiken. Möglicherweise hatte sie einfach keinen guten Tag, was ja jedem Sänger passieren kann, denn normalerweise müsste ein g" schon drin sein. Der Erfolg eines Abends hängt für mich auch nicht an nur einem Ton, sie wirkte nur irgendwie erschöpft. Da beginnt man als Zuhörer mitzuzittern, ob eh alles glatt geht.

Vor einiger Zeit war ja ein Interview mit Jessye Norman im TV, die ein bisschen hinter die Kulissen blicken ließ: sie sprach z.B. davon, dass die Probenzeit oft viel zu kurz bemessen sind (Wagner: für einen zwei Stunden dauernden Akt nur eineinhalb Stunden Probenzeit, also nicht einmal ein Durchlauf!).
Vorige Woche hatte ich die Gelegenheit, mit einer Bekannten zu sprechen, die zwei Jahre an der Staatsoper engagiert war und auch aus diesem Grund ihren Vertrag nicht verlängert hat. Sie konnte ihr künstlerisches Potential gar nicht ausschöpfen, weil sie bei Repertoire-Stücken die Kollegen oft erst am Abend der Aufführung gesehen hatte und die sängerische und schauspielerische Gestaltung, bzw. Stichwörter ein Lotteriespiel waren. Wie soll man denn da sein Bestes geben? Als Folge auf den Stress wurde sie krank, und jetzt, als freie Sängerin ist erst wieder alles ok.

Ich nehme an, in anderen Häusern ist das auch so.
Was hast Du für Erfahrungen als Zuhörerin?

Nochmals möchte ich betonen, dass die positiven Eindrücke wirklich überwogen haben! :n122: Als Zuhörer ist ja leicht lästern. Außerdem bin ich schon sehr neugierig, wie unsere Vorstellungen werden... :mrgreen:

Liebe Grüße von
Canteva


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Neuer BeitragVerfasst: 09.02.2006, 20:49 
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Hallo,

mein letzter Eindruck war Lohengrin mit Isokoski , die Regie fand ich nicht so toll, aber den Rest super :bravo:

Generell mag ich die Wr Staatsoper schon gerne, wenn mich auch die Stimmen der Vergangenheit, so sehr Cds niemals ihre gesamte Faszination wiedergeben können, ebenfalls sehr in ihren Bann ziehen... ich möchte so gerne den Rosenkavalier sehen, aber ich fürchte, ich werde es nicht schaffen ... naja, bald geht's wieder!

Lg operissima


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Neuer BeitragVerfasst: 15.06.2007, 11:53 
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Hallo,
falls dein Fidelio-CD-Wunsch noch aktuell ist, kann ich die Furtwängler-Aufnahme mit Martha Mödl und Wolfgang Windgassen bestens empfehlen.


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Neuer BeitragVerfasst: 15.06.2007, 11:55 
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Hallo Drachentöter,

genau diese Aufnahme habe ich auch und sie ist wunderschön, sehr empfehlendswert.

Liebe Grüsse

_________________
musika
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Freunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.


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Neuer BeitragVerfasst: 17.06.2007, 19:05 
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Hallo Musika, :n99:
gestern kaufte ich mir bei 2001 den 2.Akt-Mitschnitt Fidelio von 1951. Dort singt Peter Anders den Florestan auf deutsch, der Rest ist italienisch gesungen. Das ist neben Windgassen meine Favoritenbesetzung für diese Rolle. Heutzutage vermag in dieser Rolle Peter Seiffert noch zu überzeugen, vom vielgepriesenen Jonas Kaufmann war ich gestern abend (3Sat aus Zürich) ziemlich enttäuscht. Er sang wie ein Bariton großteils transponiert, da war die Spannung raus. Schade.


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Neuer BeitragVerfasst: 17.06.2007, 20:01 
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Lieber Drachentöter,

ich hatte vor einem guten Jahr ein wundervolles Live-Erlebnis mit dem Fidelio - es war eine traumhafte Besetzung, Ben Heppner als Florestan, Karita Mattila als Leonore, sowie Matti Salminen als Rocco. Es war allerdings eine konzertante Aufführung.

Man verstand jedes Wort und ich war mehr als begeistert. Seitdem nutze ich jede Gelegenheit, wenn ich Ben Heppner irgendwo live hören kannen, weil ich sein Timbre wunderschön finde und mir auch die sehr lyrische Art diese Stimme zu führen sehr gut gefällt.

3sat kann ich leider nicht empfangen. Aber Jonas Kaufmann hatte ich im Fierrabras singen hören, die Stimme erschien mir da eher lyrisch denn in Richtung Heldentenor. Der Florestan ist ja keine leichte Partie.

Liebe Grüsse sendet Casta

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La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz


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Neuer BeitragVerfasst: 18.06.2007, 08:38 
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Ich sehe mir heute abend Fidelio in der Staatsoper an :tanzen in folgender Besetzung:

Don Fernando Arttu Kataja
Don Pizarro Gerd Grochowski
Florestan Burkhard Fritz
Leonore Christiane Libor
Rocco Christof Fischesser
Marzelline Adriane Queiroz
Jaquino Florian Hoffmann

Ich bin mal gespannt - Christiane Libor wurde zuletzt in Nürnberg als Feldmarschallin gefeiert und ich hatte auch schon das Vergnügen, mit ihr singen zu dürfen.

LG
mezzo


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Neuer BeitragVerfasst: 18.06.2007, 09:06 
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mezzo hat geschrieben:
ich hatte auch schon das Vergnügen, mit ihr singen zu dürfen.


Oh ja ich erinnere mich sehr gut daran, dass war ein Ohrenschmaus.
Christiane Libor ist eine ganz tolle Sängerin mit einer wunderbaren Stimme! Ich bin richtig neidisch, den Fidelio mit ihr hätte ich auch zu gerne gesehen.
Und du konntest wunderbar neben ihr bestehen, das hat mir zum Ersten mal gezeigt was für ein großartige Sängerin du bist (darf ich mal hier öffentlich so loben?)

Während eures Duetts war eine Spannung in der Kirche, es hat einen fast umgehauen, wir saßen auf dem Schoss der anderen und wären fast vom Balken gefallen, weil wir mit den Ohren immer noch ein Stückchen näher nach vorne wollten (das hat einen wirklich magisch angezogen). Ein Göttersopran neben einem Göttermezzo ihr habt euch so perfekt ergänzt.
Gio wird sich sicher auch gut daran erinnern können, so weit ich mich erinnere durfte er auch lauschen.

Als das berüchtigte Strück für den Sopran kam "die Nacht ist vergangen" (es handelte sich um den Lobgesang) sind sogar Leute in Tränen ausgebrochen, das war wirklich unglaublich.

Vielleicht stehts ja noch auf dem Spielplan, wenn ich in Berlin bin.
Das kann ich mir eigentlich nicht entgehen lassen :bravo:

oh jetzt war ich mal wieder ganz leicht off-topic .. mia culpa :oops:


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Neuer BeitragVerfasst: 18.06.2007, 11:47 
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LaCarmensitaRubia hat geschrieben:
Vielleicht stehts ja noch auf dem Spielplan, wenn ich in Berlin bin.
Das kann ich mir eigentlich nicht entgehen lassen :bravo:


Der Fidelio ist leider in dieser Spielzeit nur zweimal vorgesehen - am 12. und am 18.6. - schade!

LG
mezzo


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Neuer BeitragVerfasst: 19.06.2007, 21:12 
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Drachentöter hat geschrieben:
Heutzutage vermag in dieser Rolle Peter Seiffert noch zu überzeugen, vom vielgepriesenen Jonas Kaufmann war ich gestern abend (3Sat aus Zürich) ziemlich enttäuscht. Er sang wie ein Bariton großteils transponiert, da war die Spannung raus. Schade.


Transponiert? Ich nehme an, wir verstehen darunter das Selbe, nämlich das Höher- oder Tiefersetzen von Musikstücken?!? Dann kann ich den Einwand nicht nachvollziehen. Baritonal vom Klang ja, aber von "größtenteils transponiert" keine Spur! Das sich ein Sänger bei so einer Hammerpartie mal über die eine oder andere Passage "ausruht" halte ich für durchaus legitim.

Ich fand Jonas Kaufmann übrigens gut - aber ich mag ja auch baritonal klingende Tenöre :dafür:

LG
mezzo


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Neuer BeitragVerfasst: 21.06.2007, 21:12 
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Mezzo hat folgendes geschrieben:
Transponiert? Ich nehme an, wir verstehen darunter das Selbe, nämlich das Höher- oder Tiefersetzen von Musikstücken?!? Dann kann ich den Einwand nicht nachvollziehen. Baritonal vom Klang ja, aber von "größtenteils transponiert" keine Spur! Das sich ein Sänger bei so einer Hammerpartie mal über die eine oder andere Passage "ausruht" halte ich für durchaus legitim.

Dann schau mal in die Partitur rein und hör dir den 2. Akt nochmal an. Dann weißt du, was ich meine. Wenn die Werktreue abhanden kommt, ist das für mich nicht mehr legitim. :d_neinnein:


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Neuer BeitragVerfasst: 21.06.2007, 21:49 
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Schaut öfter vorbei
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Und was genau soll da jetzt transponiert sein?


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Neuer BeitragVerfasst: 21.06.2007, 23:31 
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dejan hat geschrieben:
Und was genau soll da jetzt transponiert sein?


Das wüsste ich auch gerne. Die Auftrittsarie ist auf jeden Fall in der Höhe, in der sie sein sollte (außer mein Klavier ist hoffnunglos verstimmt) und alles Töne kommen (und wie!)

Ich meine eine Abweichung in den letzten drei Takten des Duett-Schlusses zu hören - allerdings scheint mir Herr Kaufmann da höher zu liegen als vorgesehen. Versungen, passiert eben auch mal.

Im Quartett (dritter Auftritt) gebe ich zu, dass ich Florestans Linie nicht vollständig verfolgen kann, weil die Leonore ziemlich powert. Wenn er tatsächlich oktaviert haben sollte, dann am ehesten dort. Das kann ein Tenor, der die Partie kennt, sicher besser nachvollziehen.

Ansonsten kann ich keine "Schummeleien" erkennen, vor allem nicht bei den Spitzentönen - vielleicht lügt ja mein Klavierauszug oder mein Gehör verlässt mich :pfeif:

Für mich zählt sowieso eher die Gesamtleistung und ich finde es sehr schön, dass die Töne oberhalb des Notensystems noch richtig voll klingen und nicht, als wäre er wirklich zwei Jahre bei Wasser und Brot gewesen und der Strick würde sich schon um seinen Hals zuziehen.

LG
mezzo

edit: Schreibfehler


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Neuer BeitragVerfasst: 27.06.2007, 15:44 
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@ Drachentöter

Danke für Deinen Tipp! Ich war schon länger nicht mehr hier im Forum :oops: und antworte deshalb erst jetzt.

Peter Seiffert sang den Florestan damals in der Staatsoper (siehe mein post weiter oben). Ziemlich sicher klingt er auf CD anders, aber sein Gesang hat mich nicht überzeugt, nicht, weil es vielleicht nicht perfekt war, aber es "kam" bei mir leider gar nicht "an" und berührte mein Herz gar nicht. Wahrscheinlich bin ich da aber kein guter "Maßstab", denn bei Anna Netrebko geht´s mir meist ähnlich. Das ist natürlich subjektiv und ich habe allergrößten Respekt vor beiden Sängern. (Abgesehen davon, dass Herr Seiffert recht gut genährt ist, und das nach der langen Zeit als Florestan im Kerker :pfeif: , aber das nur nebenbei).
Auch ich habe natürlich 3Sat geschaut und war von Jonas Kaufmann positiv überrascht.

Liebe Grüße!
Canteva

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Die besten und schönsten Dinge auf dieser Welt können wir weder sehen noch berühren, sondern nur im Herzen spüren.


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