Wir hatten gestern abend das unerwartete Glück, Freikarten für ein Konzert zu bekommen, in dem eine Symphonie für Sopran, Bariton und Orchester von Alexander von Zemlinsky gegegeben wurde.
Es sang Anne Schwanewillms, die ich bereits als Elsa kannte und ein finnischer Bariton Tommi Maakki (oder so ähnlich....

)
Das Werk ist auf sehr schöne Gedichte des indischen Philosophen-Dichters Rabindranath Tagore komponiert und ein Teppich an spätromantischen Klangfarben, bei dessen reicher Orchestrierung vor allem die Baritonpartie fast eine Zumutung ist. Der Arme muss sich mächtig anstrengen, damit man ihn bei dieser überreichen Orchestrierung überhaupt noch hört!
Zemlinsky war in jeder Hinsicht der unterlegene Rivale Gustav Mahlers. Er war Lehrer , leidenschaftlicher anbeter und abgewiesener Heiratsanwärter seiner späteren Frau Alma, die auch die Muse der Kûnste genannt wurde, weil sie nacheinander Ehemänner und Liebhaber aus allen grossen Kunstgattungen "verschliss". Und er bekam auch als Musiker angesichts der Prädominanz Mahlers in Wien seiner Zeit kein Bein auf den Boden.
Kennt jemand von euch dieses Werk und wenn ja, wie gefällt es euch?
Ich fand die Farbigkeit und den Anklang an indischen Welten sehr beeindruckend, aber den Gesang mit den wunderschönen Texten in dieser Form sehr schwierig zu vermitteln und weiss nciht , ob es an den Sângern oder am Werk selbst lag.
Cantilene
