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BeitragVerfasst: 10.04.2007, 00:38 
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Hallo alfredo,
ich sehe es ähnlich und bin auch etwas irritiert.
Ich schmeiß meine Vergangenheit einfach weg und orientiere mich jetzt an diesen neuen Einschätzungen und Bewertungen.

LG rugero :n79:

_________________
Die Stimme, das für mich vollkommenste Instrument.


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BeitragVerfasst: 10.04.2007, 03:11 
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Werte Herren, ich hoffe ihr habt unsere Posts RICHTIG gelesen!!!!
Bei mir zumindest steht ausdrücklichst und mehrfach wiederholt mein bewunderernder Respekt vor der Leistung all dieser genannten Sängerinnen darin!!!!!! :schlaumeier: Wenn ich nur einen Bruchteil dessen Könnte, was die können, wäre ich wahrhaft selig! :n2:
Allerdings ist es erlaubt, GESCHMACKSurteile abzugeben, die ncihts mit selbiger unbestrittener Leistung zu tun haben.
Wenn man nur alles wunderbar und klasse finden darf, braucht man keine Diskussionen.
Dem einen gefällt ein Timbre, eine Person, ein Ausdrucksstil-, eine Oper als Gesamtwerk,dem Anderen eben nicht! Das ist in allen Bereichen des Lebens so. Es beginnt schon in der Küche. Die einen betrachen Kalbshirn als eine ausgemachte Delikatesse, die Anderen sagen "Igitt!" Und Erstere können das dann gar nciht nachvollziehen und bezeichnen Letztere als Barbaren!
Wenn ich Sutherland und Moser als Bûhnenpersonen TROTZ ihrer genialen Technik nciht mag und "Die Regimentstochter" nciht für Donizettis grossen Wurf halte, bin ich vielleciht barbarisch, aber das ist den beiden Damen und dem Herrn Maestro auch gottseidank sowieso egal! :d_neinnein:
Allein die nicht endene Diskussion um Callas zeigt schon, wie verschieden die Geschmäcker sind. Von einer Seite angebetet(von mir z.B.) von Anderer verschrien Welche exzesssiven Foren, in dnen Sänger total zerrrissen werden, Carmencita meint,weiss ich nicht.
ICH will sowieso keine makellosen Stimmen, weil das ein unerrecihbares und kaltes Ideal ist. Ich will Stimmen und Personen in der Oper, die mich ganz persönlcih berühren und bewegen und das hat beileibe nciht immer etwas mit der besten Technik zu tun. Siehe unser Thread "Bühnenpräsenz".
:schlaumeier:
Auch da ist Callas wieder Paradebeispiel.
Kritik auf höchstem Niveau kann man natürlich auch aus Prinzip kategorisch ablehnen. Sehr berechtigte Argumente dafür gibt es .
Man kann immer vor Ehrfurcht erstarren und der Rest ist Schweigen........
Siehe meine ersten Sätze oben.
Nachtwandelnde Grüsse
:n117: Cantilene


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BeitragVerfasst: 10.04.2007, 05:14 
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Canti hat es trefflich formuliert. Dennoch auch von mir nochmals zur Klarstellung:

Grubi ist eine großartige Sängerin - ungeachtet der Frage, ob ihr Instrument meinem persönlichen sopranistischen Schönheitsideal entspricht. Die aktuelle Dessay empfinde ich als "schrill" im Vergleich zur jungen Dessay - das macht sie natürlich nicht zu einer schlechten Sängerin, sondern disqualifiziert im Zweifel ausschließlich meinen Geschmack. Und die Kitschbehauptung im Zusammenhang mit der Regimentstochter will ich auch noch kurz kommentieren, selbst wenn sie nicht von mir stammt: tatsächlich empfinde auch ich den Begriff "Kitsch" in diesem Zusammenhang als ziemlich problematisch. Trotzdem vermag ich "Rossibellizetti" musikalisch wenig abzugewinnen - und gebe damit nicht mehr, aber eben auch nicht weniger als ein Geschmacksurteil ab.

Wo - bitte - liegt denn nun das Problem?

_________________
"Die Welt ist eine Bühne, aber das Stück ist schlecht besetzt." [Oscar Wilde]


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BeitragVerfasst: 10.04.2007, 13:46 
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Ich kann mich Cantilene und auch Steven nur anschliessen, auch ich habe hier nie eine Leistung in Frage gestellt, sondern nur von meinem persoenlichen Geschmack geredet.
Auf irgendeine Weise liebe ich sie alle und ich nehme von jedem ein Stueckchen mit auf den Weg und hoffe das daraus ein wunderbares Bild ensteht, wobei ich immer die Herznote bleibe!

LG Leila


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BeitragVerfasst: 16.04.2007, 11:04 
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So canti, da ich ja jetzt wieder in goof old germany bin, folgendes aus der Anna Netrebko Biographie :

Tamara Nowitschenko, Dozentin am Petersburger Konservatorium, schildert ihre Pläne für Annas Ausbildung - und wie die Netrebko alle Vorhaben durchkreuzte

Um Oberndiva du werden, muss eine Sängerin viel mitbringen : Stimme, Willen und Charakter. Annas Stimme ist zwar nicht besonders stark, aber sie hat eine reizende Klangfarbe, die sie sehr zärtlich einsetzten kann. (...)
Zur Immatrikulation hat sie sich nach der Aufnahmeprüfung persönlich bei mir gemeldet. Mein erster Eindruck von ihr war sehr positiv. Ich dachte mir, sie würde keine allzu komplizierte Studentin werden (...)

Ihre Vorbilder damals waren Maria Callas, Renata Tebaldi, Montserrat Caballé, Mirella Freni und Joan Sutherland. Russische Sopranistinnen haben in der Regel keine ausgeprägte Koloratur.
Zuerst wollte ich Anna zu einem lyrischen Sopran ausbilden. Das wäre körperlich verträglicher für sie, dachte ich. Aber wenn ein Mensch begabt ist, will er natürlich auch dramatische Rollen probieren, um seine reiche Innenwelt zur Geltung zu bringen.
Also soll sie sich ruhig als Koloratursopran versuchen, dachte ich (...)

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Soviel jetzt von ihrer Lehrerin Nowitschenko dazu, des weiteren :

(...) im Jahr 1993 tritt sie beim bekanntesten Gesangswettbewerb Russlands an, dem Glinka-Preis in Moskau (...)
Die Netrebko trägt die berüchtigte Hochton-Arie der Königin der Nacht aus Mozarts Zauberflöte vor, in der sie mit ihrem strahlend hohen F brilliert. Außerdem eine Waghalsige Passage aus Bellinis "La Sonnambula" und die Arie der Antonida aus Glinkas "Ein Leben für den Zaren".

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Die Chefin der Glinka Jury, Irina Archipowa :

(...) Annas Stimme ist von bestechender Schönheit, ihr Umfang reicht bis ganz nach oben zum hohen F. Außergewöhnlich hoch also, ein Koloratursopran par excellence (...)

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Jetzt steht hier soviel, was dich wahrscheinlich gar nicht interessiert, aber rigendwie hatte ich eben Lust dazu ein bisschen zu schreiben.

Ich hab auch noch mal ein Blick in die Rollendebüts geworfen. Sehr vieles hat die Netrebko schon vor ihrem Salzburger Debüt gesungen, am MAriinskij Theater und in den den USA. Unter anderem : (1994) Amina, Pamina, Susanna, Zerlina,Rosina, Micaela. (1996 usw.) Ludmila, Adina, Violetta, Lucia di Lammermoor, Musetta, Natascha.... usw.


LG Leila :hearts: :hearts:


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BeitragVerfasst: 16.04.2007, 11:18 
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Danke für diese erstaunliche Info, liebe Leila!!!! :hearts:
In dem Interview(letzten Monat) schweigt sie sich darüber interessanterweise aus und sagt nur, dass ihr die Gilda inzwsichen zu hoch sei. Von Königin keine Rede. Aber was für ein Talent, wenn sie all das bewältigen konnte!
Seltsam finde ich die Aussage der Lehrerin zur direkten Verbindung von dramatisch und Koloratur. Vielleicht ist das typisch russisch, aber normalerweise unterscheidet man sehr wohl zwischen lyrischer Koloratur und dramatischer Kolratur. Typisches Beispiel für lyrische Koloratur ist Nathalie Dessay oder Edita Gruberova.(obschon sie auch in mehr dramatischen Gefilden wildert). Sutherland und Callas dagegen haben eher die dramatische Koloraturvariante gesungen(oder Edda Moser in extremis)
Ich finde persönlcih von den DVD/Cd-Aufnahmen Netrebkos Stimme in sehr lyrischen Sachen am Schönsten und da wo sie ihre überragende Bühnentalente einbringen kann.(alsô auch als Susanna, obschon die Stimme mir recht schwer und dunkel dafûr scheint)
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 16.04.2007, 11:33 
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Tja Canti, das ist mir auch aufgefallen mit der dramatischen Koloratur.
Ich denke sie meint das die Koloraturrollen, ob dramatisch oder lyrisch, trotzdem vom Rollencharakter her dramatisch sind.
Ich finde ihre Stimme in beiden Fächern recht passend, was aber weniger mit ihrem Volumen, sondern viel mehr mit eben dieser dunklen Klangfarbe und dem strahlenden oberen Register zusammenhängt.
Schon eine erstaunliche Stimme finde ich und sie hat definitiv einiges aufm Kasten um es mal plumb zu sagen.
Ich glaube die Russen haben generell nicht so viel lyrisches in ihrem russisch sprachigen Reportoire.

LG Leila :hearts: :hearts:


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 Betreff des Beitrags: Anna N.
BeitragVerfasst: 16.04.2007, 21:12 
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hat sich schon eingelebt
hat sich schon eingelebt
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Registriert: 22.02.2007, 09:45
Beiträge: 229
Wohnort: grüne mark
Und wie gut die aussieht ......! Nicht nur auf der Bühne.
Ja, aber in Salzburg lag ihr der Mozart schwer im Magen.
Und, Hand aufs Herz, der Schikaneder hat ja schon auch so manchen Kitsch zu Papier gebracht: denkt nur an den Vogelmenschen und an den bösen Mohren ..
Ihr habt mich überzeugt, über Geschmack und Neigung kann man streiten. Und da soll es kein Tabu geben. Jawoll.
Gruß aus dem sonnigen wonniglichen ,fast kitschig , so schönen , Süden.
alfredo :dafür:

_________________
...du holde Kunst, ich danke dir.


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BeitragVerfasst: 11.05.2007, 14:11 
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Und weils einfach zu schön war und ich es eben gefunden habe :

http://www.youtube.com/watch?v=U41e10l3 ... ed&search=

die Montserrat Caballe als Duchesse de Crakentorp. Einfach himmlisch (der Herrgott im Hiiiimmel) Schweizer Volkssong :lol: :lol:



LG Leila


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BeitragVerfasst: 11.05.2007, 21:35 
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Boah, aber die sieht echt aus, als käm sie direkt aus einem Disney-Zeichentrick! Wahnsinn! :lol:


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BeitragVerfasst: 11.05.2007, 23:42 
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Stimmt :lol: deuuutsch Oooberland :totlach


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