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musika
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Verfasst: 16.08.2007, 13:59 |
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Registriert: 10.11.2005, 00:00 Beiträge: 4458 Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
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Hallo,
hier ein immer wieder kehrender Punkt "Kritik" von Kollegen oder Lehrer.
Alles zu seiner Zeit. In oder vor Konzerten halte ich eine Kritik als Lehrerin für völlig deplaziert, auch wenn es der eigene Schüler ist.
Kritik im Unterricht, je nach dem wie sie angebracht wird, muss sein.
Kritik im Workshop szenische Darstellung vom Dozenten, muss sein, warum sonst macht man einen Workshop, man möchte ja schließlich was lernen.
Kritik von Kollegen an Kollegen kann sein, je nachdem wie sie angebracht wird, ob berechtigt oder nicht, bleibt dahingestellt.
Wie geht ihr mit Kritik um?
Liebe Grüsse
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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LaCastafiore
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Verfasst: 16.08.2007, 16:27 |
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Registriert: 12.05.2006, 10:07 Beiträge: 1265 Wohnort: kein Blick auf den Eiffelturm mehr, aber dafür mittendrin *20.1.1962
Vorname: I.
Nachname: K.
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Ihr Lieben,
das ist ein heisses Eisen, die Sache mit der Kritik. Ich bin mit mir selbst, allem zur Schau gestellten Optimismus zum Trotz, sehr streng und sehr ehrgeizig.
Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass man weder Kollegen noch Schüler vor während oder direkt nach dem Konzert mit negativen Bemerkungen destabilisiert - vorher wird aufgemuntert und ermutigt - und hinterher zunächst auch nur gelobt, solange der Adrenalinspiegel noch hoch ist, soll man feiern.
Die detaillierte Analyse kommt mit einem gewissen Abstand mit Hilfe des Mitschnittes etc. - je nach Ausbildungsstand - zunächst im stillen Kämmerlein. Ich selbst bin da mein schärfster Kritiker - habe aber im laufe der Jahre gelernt, mit mir genauso nett und freundlich wie mit guten Freunden zu sein, und doch auch das, was ok war, überhaupt zu bemerken (und mich nicht nur am nicht gelungenen festzuhalten). Mit dem Resultat meiner Selbstanalyse gehe ich dann zu meinem Lehrer, sofern es sich um technische Probleme handelt. Auf alle Fälle versuche ich selbst nicht optimal gelaufene Dinge dahingehend positiv weiterzuentwickeln, dass ich nach einer Strategie suche, an diesen Schwachpunkten zu arbeiten. In meinem Fall sind das häufig das Auswendig singen und die Konzentration.
Kritik in einem Workshop empfinde ich als unabdingbar - wollte ich nicht etwas dazulernen, so würde ich ja nicht teilnehmen. Wichtig ist für mich, dass die Kritik positiv formuliert wird und mir hilft, meinen eigenen Weg zu finden - irgendeine negative Pauschalaussage "du bist nicht im Stil" oder "die Arie ist zu schwer" hilft mir nicht weiter - da werde ich dann auch zickig. Wenn mir jemand konkret sagt, achte auf Deine Diktion, so hilft mir das und ich bin froh darüber, denn ich selbst hätte es vielleioht erst später bemerkt.
Ganz schlimm empfinde ich stichelnde Bemerkungen von Kollegen, die man nur mit halbem Ohr mitbekommt - diese Dinge haben bei mir giftige Widerhaken und destabilisieren mich. Dagegen kann ich mit einer sachlichen Bemerkung - du powerst ganz schön oder so, gut umgehen - und bin dankbar dafür, weil ich es selbst nicht gemerkt hätte.
Manchmal passiert es mir, dass mir bei Kollegen etwas wiederholt auffällt, dann versuche ich, meine Beobachtung oder Empfindung dem anderen halbwegs diskret mitzuteilen (sprich unter 4 Augen). So wünsche ich mir das auch für mich selbst, wenn mir jemand was sagen möchte, so freue ich mich über jedes Feedback, aber ich wünsche es mir positiv und konstruktiv, nicht gemein und vernichtend.
Ansonsten habe ich von einer langjährigen Lehrerin gelernt, dass "kein Kommentar" positiv zu werten sei (im Sinne von "leider gut"), denn mich hat es lange irritiert, wenn kein Kommentar kam.
Jetzt bin ich gespannt auf die Erfahrungen und Einschätzungen der anderen.
Neugierig grüsst Casta
_________________ La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz
Zuletzt geändert von LaCastafiore am 16.08.2007, 18:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Drachentöter
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Verfasst: 16.08.2007, 18:14 |
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Hallo Casta,
"Kein Kommentar" als Antwort ist wohl eher negativ zu werten als keinen Kommentar zu Ohren kriegen.
Was mir durch den Kopf geht: Gibts für diesen Thread einen konkreten Anlass?
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LaCastafiore
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Verfasst: 16.08.2007, 18:21 |
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Registriert: 12.05.2006, 10:07 Beiträge: 1265 Wohnort: kein Blick auf den Eiffelturm mehr, aber dafür mittendrin *20.1.1962
Vorname: I.
Nachname: K.
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Hallo Siegfried,
mit "kein Kommentar" meinte ich, wenn niemand von den Kollegen was Konkretes sagt (es gibt ja manchmal Gruppen, wo man sich systematisch nach einem gemeinsamen Konzert in den Armen liegt), sondern man sich ganz normal übers Wetter unterhält, gemeinsam was Trinken geht, aber jetzt nicht die Leistung des anderen zerpflückt.
Liebe Grüsse von Casta
_________________ La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz
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musika
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Verfasst: 16.08.2007, 18:22 |
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Registriert: 10.11.2005, 00:00 Beiträge: 4458 Wohnort: Diessen am Ammersee *15.07.1942
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Hallo Siegfried,
nein, keinen konkreten Anlass, dieses Thema ist immer wieder aktuell.
Liebe Grüsse :tanzen
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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Uralt
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Verfasst: 16.08.2007, 19:22 |
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Registriert: 22.04.2006, 11:29 Beiträge: 767 Wohnort: Rheinland-Pfalz, 14.11.**
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musika hat geschrieben: hier ein immer wieder kehrender Punkt "Kritik" von Kollegen oder Lehrer.
Liebe Grüsse
Kritik vom Lehrer/der Lehrerin, ja das erwarte ich auf jeden Fall. Ich erwarte positive Kritik und ich erwarte eine Analyse dessen, was ich nicht umsetzen konnte. Und ich erwarte ein Gespräch mit einer neue Zielsetzung für die nächste Zeit .
am Konzerttag erwarte ich von meinr GL ( so sie denn da ist ) positive Unterstützung, sonst nichts.
Im Unterricht und beim workshop erwartet ich ebenfalls Kritik, wie soll ich denn was lernen, wenn ich die nicht zu hören kriege. Das ist manchmal nicht schön, wirklich nicht, wenn man Dinge hört, die der eigenen Wahrnehmung widersprechen. Aber wenn es sachlich und mir zugewandt vorgetragen wird, kann man die "Kröte" besser schlucken und damit umgehen.
Zuviel der Erwartungen ?
Kritik von KollegInnen ist immer problematisch. Da muß man sich schon sehr gut kennen, damit man/frau nicht gleich das Gefühl hat : Der/die will mir was.
am Schlimmsten ist das Getuschel, Gestichel, Augenverdrehen etc. da könnt ich echt aus der Haut fahren. Leider gibt es das an den Theatern häufig. Wenn ich manchmal höre, was im Chor über die Solisten gelästert wird, wird mir k...übel.
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