Hallihallio
ich nutze die Belcanto-Konzerte gerne als Gelegenheit, an Arien, die ich schon immer einmal gerne singen wollte, intensiv zu arbeiten und neue Stücke auszuprobieren. Natürlich kommt es auf die Zeit an, die man für die Vorbereitung hat, bei eher "kurzfristig" angesetzten Konzerten greife ich auch auf Bewährtes zurück, da ich mich ja möglichst im besten Licht präsentieren möchte. Habe ich aber mehr Zeit (wie z. B. für das Jubiläumskonzert in HH) wage ich mich auch schon einmal an ambitioniertere Projekte. Dennoch versuche ich aber, dabei realistisch zu bleiben und spreche mich auch mit meinem GL ab, ob die und die Arie in einem gewissen Zeitraum überhaupt schaffbar ist.
Was ich aber vermehrt feststelle ist, dass, egal ob ich eine Arie singe, die ich schon häufiger öffentllich gesungen habe oder mich an eine neue wage, dsas Wichtigste ist, dass ich hinter dieser Arie stehe und mir nicht von anderen einreden lasse, dass sie gut für mich wäre. Nicht falsch verstehen, ich hole mir gerne Anregungen von außen und frage nach, was zu mir und meiner Stimme passen könnte, aber letztendlich kann nur ich entscheiden, ob ich mich damit wirklich wohl fühle. Denn sobald da auch nur ein Fünkchen Unsicherheit in mir ist, wirkt sich das sofort negativ auf den Auftritt aus.
Ach ja, und was die Fächerüberschreitungen angeht. Ich würde das auch nicht so eng sehen, solange man sich stimmlich nicht total verbiegt. Dass ich z. B. kein Blondchen als Literaturvorschlag angeben werde, liegt auf der Hand. Aber wenn ich als Jugendlich-Dramatische gerne einmal eine Rosina singen möchte (und die Koloraturen hinbekomme, hehe) oder einen Sesto- warum nicht? Oder anders: Um die Senta mit großem Orchester zu singen, ist meine Stimme sicher noch nicht trainiert genug, aber mit Klavierbegleitung sehe ich da nicht so das Problem. Solange ich mir (und dem Publikum *g*) nicht weh tue, werde ich mich nicht auf ein enges Fach beschränken (lassen)
So, ich bin vielleicht etwas abgeschweift, aber das waren eben meine Gedanken dazu
LG
Octaviane