hallo,
also bei meiner ersten gl, bei der ich einige jahre war, konnte ich von anfang an singen, was ich wollte, was nicht immer gut war, weil auch einige lieder und arien dabei waren, die damals für mich eigentlich noch nicht geeignet waren und die ich mir damit erst mal versaut habe.
allerdings waren die lieder und arien, die mir meine gl ab und zu mal vorgeschlagen hat, fast alle viel zu schwierig und wenn es dann nicht gut genug war, gab es blöde bemerkungen (obwohl sie sonst sehr nett war).
nachdem sie von hier wegging, weil sie an einer anderen mhs unterrichtet hat, war ich noch bei versch. gl, die aber alle mir überlassen haben, was ich singe und nie einen vorschlag gemacht haben.
bei meinen schülern mache ich es so, daß ich den anfängern vorschläge mache, die auch fast immer gern angenommen werden.
wenn mal ein lied nicht so gut gefällt, gibt es eben ein anderes, das den gleichen zweck erfüllt.
so nach und nach kehrt sich das um. dann bringen die schüler lieder bzw. arien mit und ich habe "mitspracherecht".
die vorschläge, die ich in dieser phase mache, werden immer gern angenommen, weil ich dann ja schon weiß, was dem jeweiligen schüler gefällt und entsprechendes aussuche, das aber eben auch geeignet ist, um weitere musikalische oder stimmtechnische dinge zu lernen oder zu perfektionieren.
und für die fortgeschrittenen gibt es auch ab und zu mal ein stück, das ihnen zwar eigentlich gefällt, das aber in erster linie dazu dient, besondere schwierigkeiten zu bearbeiten oder grenzbereiche zu trainieren o.ä. da verdrehen sie dann erst mal die augen

, machen es aber dann doch gern, weil sie zu diesem zeitpunkt ja schon wissen, daß es sie weiterbringt. diese stücke singen sie aber meist nur im unterricht.
ich finde es gut, daß meine schüler auch selbst viele neue stücke mitbringen, ich habe dadurch schon einige schöne lieder kennengelernt, die dann teilweise in meinem eigenen repertoire gelandet sind.
liebe grüße
kaja