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Lieschen
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Verfasst: 10.06.2006, 12:53 |
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Ich habe mir mal neue Literatur herausgesucht - schließlich muss ich jetzt Partien drauschaffen
Ich habe mich in der Verkauften Braut festgelesen und wollte deshalb mal fragen, ob die nun als Oper oder Singspiel oder sonstwas gilt (in Hinsicht auf ein Vorsingen).
Habe im Lexikon bereits gelesen, dass sie ursprünglich ein Singspiel gewesen sei, aber in der heutigen Rezeption bzw. Inszenierung eher dramatisch in die Janaczek - Schiene geschoben werde.
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musika
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Verfasst: 10.06.2006, 13:02 |
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Registriert: 10.11.2005, 01:00 Beiträge: 4548 Wohnort: Diessen am Ammersee
Vorname: Erika
Nachname: Sommer
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Hallo Lieschen,
habe mal gegoogelt und hier ist der link, der alles genau erklärt. Demnach waren Zauberflöte, Die Entführung aus dem Serail, sogar der Fidelio galt als Singspiel. Arien aus der "Verkauften Braut" sind immer zum Vorsingen geeignet, sehr gut sogar, eine sehr schöne Oper.
http://de.wikipedia.org/wiki/Singspiel
Liebe Grüsse
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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Lieschen
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Verfasst: 10.06.2006, 13:23 |
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Danke, liebe Musca, für Dein Googlen!
Welche der Arien würdest Du bevorzugen?
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musika
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Verfasst: 10.06.2006, 13:33 |
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Registriert: 10.11.2005, 01:00 Beiträge: 4548 Wohnort: Diessen am Ammersee
Vorname: Erika
Nachname: Sommer
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Hallo Lieschen,
da ich deine Stimme immer noch nicht einschätzen kann, ist es schwer für mich. Sonst würde ich sagen Marie: "Gern ja will ich dir vertrauen", auf jeden Fall besser, als die etwas dramatisch Arie "Endlich allein".
Auch die Duette aus dieser Oper sind sehr schön, wir werden daraus auf Mallorca das Duett "Komm mein Söhnchen auf ein Wort" machen, freu mich schon darauf.
Liebe Grüsse
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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LaCastafiore
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Verfasst: 11.06.2006, 13:40 |
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Registriert: 12.05.2006, 11:07 Beiträge: 1281 Wohnort: kein Blick auf den Eiffelturm mehr, aber dafür mittendrin *20.1.1962
Vorname: I.
Nachname: K.
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Hallo Lieschen,
wirst Du es auf deutsch oder tschechisch singen?
_________________ La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz
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Lieschen
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Verfasst: 11.06.2006, 17:54 |
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Das ist meine heutige Überlegung... Habe es allerdings in meiner Umgebung noch nie auf Tschechisch gesehen oder gehört.
Daher ging ich erst mal an die deutsche Fassng.
Wie seht Ihr das?
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mezzo
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Verfasst: 11.06.2006, 22:26 |
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Hallo Lieschen,
die Verkaufte Braut in Tschechisch habe ich auch noch nie gehört.
Da ich aufgrund eines Projektes viel in Tschechien war, kann ich Dir von der Sprache nur abraten. Da sind so viele komische Laute drin.....
Ein Freund von mir hat mal Janacek gemacht und mir zum Spaß ein paar Passagen vorgesungen - da klang eher nach Schnupfen als nach Singen.... (wobei Janacek wunderbare Musik geschrieben hat).
LG und nashledanou
mezzo
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Lieschen
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Verfasst: 11.06.2006, 22:31 |
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Hi mezzo!
Habe mal die Rusalka auf Tschechisch gemacht. Es war seeehr fremd, diese Sprache zu artikulieren, aber dennoch fand ich es irgendwie lustig.
Meine Lehrerin hatte mal überlegt, ob ich das "Füchslein" von Janacek mache.
Das haben wir zwar wieder fallen lassen, weil es zu hoch und "leicht" war, aber ich hätte es auf Tschechisch machen sollen.
Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Oper, die ohnehin zunächst "komische Oper" betitelt wurde, in Deutschland auf Tschechisch gefordert wird.
Naja - so lang ist sie ja nicht. Notfalls lerne ich beides.
PS: mein Freund amüsiert sich noch heute über die "Mjesitsch-Kuh"
(nur verständlich für alle, die den Tsch. Text der Arie an den Mond kennen)
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LaCastafiore
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Verfasst: 11.06.2006, 22:34 |
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Registriert: 12.05.2006, 11:07 Beiträge: 1281 Wohnort: kein Blick auf den Eiffelturm mehr, aber dafür mittendrin *20.1.1962
Vorname: I.
Nachname: K.
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In Deutschland kann ich das nicht beurteilen. In Frankreich neigt man zur "vermeintlichen" Originalfassung. Rusalka wurde also an der Pariser Nationaloper in Tschechisch gesungen (die zauberhafte Carsen-Inszenierung mit Fleming), dagegen wurde ein Werk von Martinu, Juliette ou la Cle des Songes in französisch gegeben.
Tschechisch ist sicher gewöhnungsbedürftig für einen deutschen Mund, aber z.B. Rusalka, das Lied an den Mond, singt sich mit ein bißchen gutem Willen sehr angenehm in dieser Sprache. Ich habe es gerade mit meinem aus Prag kommenden Korrepititor angefangen, davor hatte ich es phonetisch von einer CD abgehört (nicht der Hit, aber auch nicht ganz vergeblich). Das gleiche hatte ich mit Ah jaki zal aus der verkauften Braut gemacht.
Viel Spass auf alle Fälle und heisse Grüsse aus Paris.
_________________ La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz
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cantilene
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Verfasst: 11.06.2006, 22:44 |
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Ich finde die Arie der Rusalka auf tscheschich wesentlich angenehmer zu singen als in deutsch.
Das Lautbild sieht zwar erstmal furchtbar aus, aber es singt sich weich wie Butter und klingt hundertmal schöner und adäquater zur usik. der Vorteil istauch, dass man damit dann überall auftreten kann, während man eine Nicht-Originalfassung ja nur in Deutschalnd bringen könnte
Wer Aussprachehilfe dazu braucht, kann sich gerne melden, habe es inzwischen auswendig und aussprachekorrigiert drauf.Sogar meiner Lehrerin habe ich das beigebringen dürfen und sie will es inzwischen auch nicht mehr deutsch oder englisch singen!
Die verkaufte Braut kenne ich nicht und kann dazu nichts sagen.Ausser: viel Spass und viel Erfolg, liebes Lieschen!
Cantilene
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Lieschen
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Verfasst: 11.06.2006, 22:55 |
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Rusalka kann ich auch auswendig auf Tschechisch - danke sehr.
Ich habe auch keine Angst vor der Sprache.
Das ist ja auch schon mal was :grin:
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gioachino
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Verfasst: 12.06.2006, 00:11 |
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Meine Damen,
je nachdem, w o Ihr die Arie der Rusalka singt, wird man vielleicht sogar das Tschechisch für Deutsch und das Deutsch für Tschechisch halten ! Sorry, aber ich finde die deutsche Übersetzung ( stammt sie nicht von Max Brod ? ) sehr schön und kantabel dazu. Die herrliche Schlusswendung " Oh Mond, erlisch mir nicht ! " ist nicht zu toppen, finde ich !
Ciao. Gioachino
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rugero
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Verfasst: 12.06.2006, 00:17 |
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Registriert: 24.03.2006, 22:40 Beiträge: 1062
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Nachname: ~
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cantilene hat geschrieben: Ich finde die Arie der Rusalka auf tscheschich wesentlich angenehmer zu singen als in deutsch. Das Lautbild sieht zwar erstmal furchtbar aus, aber es singt sich weich wie Butter und klingt hundertmal schöner und adäquater... Cantilene
Hallo cantilene und andere Sprachwunder,
wie lernt ihr solche fremden Sachen. Englisch und Französisch hatte ich auf der Schule aber andere Sprachen ? - Fehlanzeige.
Gebt doch mal einige Tipps.
Liebe Grüße rugero. :gesterne
_________________ Die Stimme, das für mich vollkommenste Instrument.
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cantilene
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Verfasst: 12.06.2006, 06:46 |
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Lieber Rugero, ich lerne die Sprache ja nicht als solche, sondern ich lerne nurdie Aussprache für das jeweilige Stück.
Dazu reicht es , wenn man sich den Text in Lautschrift aufschreibt und das auswendig lernt. Man kann dazu dann Muttersprachler konsultieren(das mache ich bei Sprachen , die ich überhaupt nicht kenne, wie tschechisch, russisch, norwegisch etc) und sich ausserdem die Cd-Aufnahmen sehr oft anhören.
Natürlich ist eine gewisse Sprachbegabung von Nutzen, aber nicht unbedingt Bedingung.
Wenn man sucht, findet man immer jemanden, der hilft!
Mir hat z.B. Silje hier ganz unkompliziert Grieg in norwegisch aufgeschrieben, für Tschechisch habe ich eine Ex-Krankenhaus-Kollegin gefunden, russich können in Deutschland viele Leute(das ist für dich als Bariton sicher eine der interessantesten Sprachen, wenn ich nur mal an all die herrlichen Lieder denke...seufz... Glinka und Tschaikovsky)-also das ist wirklich kein unlösbares Problem!
Lieber Gioachino, wenn Du das Lied der Rusalka selbst in deutsch und tschechisch gesungen hättest, würde Dir klar , dass sich auch der Schluss in deutsch einfach viel sperriger und unorganischer auf die Musik singt. Das hat nichts mit der Textqualität an sich zu tun!
Der Charakter des Stücks gewinnt unendlich durch die Originalsprache!Genauso ging es mir auch z.B.mit Solveighs Lied in norwegisch.
Auch wenn der deutsche Text als solcher keine literarische Missbildung ist: der Komponist hat seine Worte und Laute nun mal in der anderen Sprache dazugedacht.  Mich überzeugt kein Mensch je davon, dass nicht IMMER die Originalsprache der Musik und dem Komponisten angemessener sind als jede noch so gute Übersetzung.Es gibt genug Repertoire in deutscher Originalsprache,wenn man das nun unbedingt um des Publikums willen glaubt singen zu müssen.
Ich würde mich auch striktweg weigern, eine Mozartoper in deutscher übersetzung zu singen.(Da ich nicht an der Oper bin, kann ich mir solche Allüren ja gottseidank leisten ;-) ) Mir kringeln sich schon beim Hören die Zehnägel und ich mag das einfach nicht-weder gehört noch selbst gesungen.Das verdirbt mir auch ganz oft die Freude an alten schönen Aufnahmen, denn in den 50igern war es ja gang und gäbe.
Diese Diskussion hatten wir schon, ich weiss...... ;-)
Lieben Gruss
Cantilene
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Lieschen
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Verfasst: 12.06.2006, 09:32 |
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Ja, lieber rugero,
wenn Du die Sprache nicht von der Pieke auf lernen willst, dann bleibt Dir (und uns) nur, uns an die Muttersprachler zu wenden.
Ich habe für Russisch das Glück, dass eine meiner Pianistinnen Russin ist.
Den Tschechischen Text habe ich mit dem Au pair einer Freudin gelernt. Die ist zwar nun weg, aber ich denke, ich würde entweder wieder im Bekanntenkreis oder am Theater selber suchen - oder aber, und das halte ich für besonders vielversprechend, ich mache einen Aushang in der Uni.
Dort wimmelt es doch von allen Nationalitäten - und so manch eine/r freut sich doch über ein kleines Taschengeld zwischendurch!
Man kann auch tauschen: Ich habe dann im Gegenzug Referate überarbeitet oder Ausarbeitungen korrigiert.
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mezzo
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Verfasst: 12.06.2006, 09:45 |
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Ich kann mich cantis Plädoyer für Orginalsprache nur anschließen
Habt Ihr mal die Habanera in deutscher Übersetzung gesungen - schrecklich!!!!
Allerdings habe ich mich bisher nicht an andere Fremdsprachen denn Italienisch, Französisch und Englisch gewagt. Für Italienisch hab ich extra zwei Kurse bei einer Muttersprachlerin belegt, da lernt man die Aussprache ganz schnell und ich verstehe zumindest ansatzweise, was ich singe ;-)
Russisch habe ich mal mit dem Extrachor für Boris Godunov angetestet - scheint eine sehr melodische Sprache zu sein.
Aber Tschechisch - wenn ich allein an dieses "rsch" (r mit Haken) denke........in der Sprache gibt es ja tatsächlich Wörter ohne Vokale.
Meine Hochachtung für jeden, der das singen kann
LG
mezzo
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Lieschen
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Verfasst: 12.06.2006, 09:55 |
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mezzo hat geschrieben: Russisch habe ich mal mit dem Extrachor für Boris Godunov angetestet - scheint eine sehr melodische Sprache zu sein. Stimmt voll und ganz - die Sprache lässt sich wunderbar singen! Zwei Pianistinnen haben mir schon bestätigt, dass sie mich ganz toll verstehen können :stolzsei: Interessanterweise singe ich Russisch besser, als dass ich es spreche. Zitat: Aber Tschechisch - wenn ich allein an dieses "rsch" (r mit Haken) denke........in der Sprache gibt es ja tatsächlich Wörter ohne Vokale.
Ui - da kennst Du das "prrschtsch" noch nicht.
Die Sprache war wirklich immer ein Happening :tanzen
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cantilene
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Verfasst: 12.06.2006, 10:03 |
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Liebe Mezzo, das sieht WIRKLICH nur so schlimm aus, ist es aber nicht!
Als ich den Text das erste Mal gesehen habe, dachte ich auch,es ist unmöglich zu singen, grosser Irrtum! Es klingt so weich und warm und geht wie Honig von der Stimme.
Die Vokale werden einfach angedeutet dazwischen geschoben. Ich habe mir nicht nur die Lautschrift genau notiert und auswendig gelernt, sondern Aufnahmen mit Lucia Popp(Muutersprachlerin) und Anna Netrbko(auc hslawische Sprachlerin) solange gehört, bis der Klang im Ohr war.
Das kann jeder, glaube mir!
Man darf eben nur nciht zu bequem werden und muss sich einfach die Mühe machen,sich darein zu knien.
Ich kann auch nur englisch , französisch und italienisch. Alles andere wird nach obiger Methode erarbeitet.  Neulich habe ich ein herrliches japanisches Lied von meiner Lehrerin im Konzert gehört und werde mich da auch bei Gelegenheit ranmachen!
Immer weiterlernen und offen sein für Fremdes hält jung und fit, so meine Devise.
Hilfe findet man bei entsprechender Suche immer, Lieschen hat auch sehr gute Vorschläge gemacht.Die russische Literatur z.B.ist meinen Ohren nach für tiefe, schwerere Stimmen ein einziger Traum, darum beneide ich euch wirklich! :love:
Und :Carmen in Deutsch ist ja wohl zum Flüchten!
Ich finde es inzwischen ein Zeichen von echter Provinzialität ,solche Werke in Übersetzung zu bringen.
In Hintertupfingen mag das angehen, aber international nimmt dich damit doch kein Mensch mehr ernst.
Das hat nichts mit Arooganz grosser Bühnen zu tun sondern ist heute einfach Standard. Bühnen, die sich explizit dem Gegenteil verschreiben wie die Komische Oper Berlin, schwimmen dann gegen den Strom, was ihnen ja unbenommen sein soll. Allerdingswerde ich da nie wieder hingehen, denn die LaBohème in deutsch vor vielen Jahren hat mich nur geärgert. :sad:
Aber wie wir hier so schön sagen: Chacun à son gout!
Lieben GrussCantilene 
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lucicare
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Verfasst: 12.06.2006, 10:28 |
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mezzo hat geschrieben: Aber Tschechisch - wenn ich allein an dieses "rsch" (r mit Haken) denke........in der Sprache gibt es ja tatsächlich Wörter ohne Vokale. Meine Hochachtung für jeden, der das singen kann
Wie Cantilene schreibt, das geht wirklich! Ich habe ja kürzlich mit dem Chor Janacek in Alt-Kirchenslawisch gesungen, da waren auch so "Silben" wie mrtv und pln dabei. Wenn man sich erst daran gewöhnt hat, singt es sich sehr angenehm. Vor einigen Wochen habe ich Dvoraks Zigeunermelodien auf Tschechisch gehört: wunderschön! Wenn ich da an die holprige Übersetzung von "Als die alte Mutter" denke....
Gruss
lucicare :Sonne
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Lieschen
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Verfasst: 12.06.2006, 10:31 |
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Zu den langen Konsonant-Ketten kann ich nur sagen, dass sie sich wunderbar dazu eignen, den Atemfluss bedingungslos durchzuhalten.
Es hat mir sehr geholfen, Konsonanten als "auf die Linie gesetzt" zu empfinden und anschließend wurde die Linie auch in anderen Sprachen weniger durch sie unterbrochen.
Es ist seeehr gewöhnungsbedürftig, aber es ist ungemein lehrreich!
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