|
Seite 1 von 1
|
[ 7 Beiträge ] |
|
| Autor |
Nachricht |
|
rugero
|
Verfasst: 21.01.2008, 23:08 |
|
Registriert: 24.03.2006, 22:40 Beiträge: 1062
Vorname: ~
Nachname: ~
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
musencusmuc
|
Verfasst: 22.01.2008, 10:12 |
|
Registriert: 12.04.2006, 16:47 Beiträge: 285 Wohnort: München (*20.11.1965)
Vorname: Michael C.
Nachname: Frey
|
|
Lieber rugero! Da wünsch' ich dir doch viel Spaß beim Konzert mit Emma Kirkby! Du wirst beeindruckt sein von der unglaublichen Beweglichkeit, die Frau Kirkby in der Stimme hat. Sie ist ja auf alte Musik spezialisiert und man muss nicht fürchten, dass man Purcell im romantischen Gewand aufgetischt bekommt ... grins Ich hoffe auf einen Bericht vom Konzert und wünsche Dir einen inspirierenden Abend! Gruß und Kuss, der alte musencus ;-)
_________________ Ein Leben ohne Gesang ist möglich, aber sinnlos!
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
ruediger
|
Verfasst: 22.01.2008, 13:11 |
|
Registriert: 15.11.2005, 19:12 Beiträge: 154 Wohnort: Nähe München (nach Westen)
|
|
Hallo Rugero,
da wünsch ich Dir viel Freude bei diesem Konzert! Emma Kirkby ist wohl die im Moment nahezu renommierteste Interpretin von "alter" Solo-Vokalmusik. Ich hatte vor längerer Zeit die große Freude, bei einem ihrer Workshops, damals in der MuHo München, als Zuhörer teilnehmen zu können (es war ein Kurs für die Gesangsstudenten dort) - imposant, was sie alles rüberzubringen wusste/weiß. Ich freu mich, dass Du hingehst!
Liebe Grüße an den Rüdiger im Nord-Westen vom Rüdiger aus dem wilden Münchner Westen
P.S: Apropos Alte Musik: Ich hab im Moment einen Wermutstropfen zu verdauen - Roderich Kreille, Leiter des Kreuzchors Dresden (ich kenn ihn ganz gut, er hat mal den PhilChor in München geleitet), kommt mit einem Vokalensemble hierher nach München und bringt Altes und Neues: Josquin Desprez, Nicolas Gombert, Johannes Ockeghem und Chaya Czernowin (kenn ich nicht, muss das "Neue" sein) - und ich bin nicht da!! -Grrrrrrrr ...übrigens im Rahmen des Musica-Viva-Festivals.
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
chero
|
Verfasst: 02.02.2008, 18:02 |
|
|
|
|
Hallo Rugero,
ich komme erst jetzt dazu Dir auf deinen Beitrag zu antworten.
Meine erste Gesangslehrerin wurde von ihr unterrichtet und sie war restlos von Emma Kirkby begeistert. Ja die alte Musik, welche sich meine damalige G.lehrerin auch verschrieben hat. Es ist schon eine besondere Art des Gesangs und bei weitem nicht jede Stimme kann ihr gerecht werden.
Ich bin gespannt was Du/ihr über das Konzert berichtet. Wünsche euch schon heute einen schönen genussvollen Konzertabend mit Emma Kirkby.
Liebe Grüsse Chero
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
rugero
|
Verfasst: 15.02.2008, 00:18 |
|
Registriert: 24.03.2006, 22:40 Beiträge: 1062
Vorname: ~
Nachname: ~
|
|
K O N Z E R T B E R I C H T
Hallo, wir (leonora/rugero) waren am 12.2.2008 im Konzert von Emma Kirkby. Ev. Bielertkirche Opladen (Leverkusen) Ich kann genauso viel emotional berichten, wie Dame Emma Kirkby singt. Hallo Stopp - Nein ! - ein Scherz - völliger Unsinn. Dies will aber sagen, ein Opernfan muß Abstriche machen, muß sich ins Kammermusikalische bewegen und muß die Sprache wieder in den Mittelpunkt des Gesangs stellen. Emotionen werden hier anders dargestellt, feiner, subtiler, pointierter und sprachlich fixierter. Die Stimme zur Laute klingt adäquat und wären es nicht Stücke aus dem 15. und 16. Jahrhundert, man würde einer Stimme am Lagerfeuer lauschen. Doch was soll das ? Dieser Vergleich ist zu banal, zu billig, nein böse. Aber, vielleicht auch deshalb der Vergleich, Emma Kirkby hat die meiste Zeit im Sitzen gesungen. Sie zeigt viel Feinfühligkeit und zeigt Ausdrucksstärke da, wo sie den Textbezug ausdeutet. Ihre Stimme wird sogar größer, wenn sie aufsteht und kurzzeitig mit kleinen Gesten artikuliert. Sie versucht auf kleinem Raum die Sensibilität der Stimme in den Vordergrund zu rücken und in Einklang zu bringen mit der Begleitung, die sich hier durch die Laute in perfekter Symbiose zeigt. Es war schon ein Erlebnis in einer Zeit, wo es immer nur um lauter, schneller, höher und stärker geht. Hier war es mal die Stille und das Zurückführen auf die Ursprünge des Musizierens. Der Raum (hier Kirche) wurde zunehmend ruhiger, selbst die klassischen Konzerthuster hielten sich zurück, als wollte man dieser Atmosphäre die Aura geben, die sie verdient hat.
Ich bin froh dieses Konzert besucht zu haben.
_________________ Die Stimme, das für mich vollkommenste Instrument.
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
Uralt
|
Verfasst: 15.02.2008, 10:18 |
|
Registriert: 22.04.2006, 12:29 Beiträge: 767 Wohnort: Rheinland-Pfalz, 14.11.**
|
rugero hat geschrieben: Dies will aber sagen, ein Opernfan muß Abstriche machen, muß sich ins Kammermusikalische bewegen und muß die Sprache wieder in den Mittelpunkt des Gesangs stellen.
Hallo rugero, ich finde deinen Bericht sehr interessant. Schade nur, dass ich einen Satz wie "ein Opernfan muß Abstriche machen" lesen mußte. Heißt er doch für mich, dass du Opernmusik ( was auch immer du darunter verstehst ) über Kammermusik/Alte Musik stellst und der Genuß von ebensolcher für dich mit Abstrichen verbunden ist. Als Genießerin von Alter Musik käme es mir nicht in den Sinn zu schreiben, ich müßte beim "Getöse" einer Wagner-Oper Abstriche machen, auch wenn es nicht unbedingt meinem Musikgeschmack entspricht. Jede und jeder von uns hat ihre/seine musikalischen Vorlieben, wir sollten uns aber vor solchen Abwertungen hüten. Nix für ungut Uralt
_________________ Sing und finde gut, was du machst. ( D. B.)
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
rugero
|
Verfasst: 15.02.2008, 23:31 |
|
Registriert: 24.03.2006, 22:40 Beiträge: 1062
Vorname: ~
Nachname: ~
|
|
Entschuldige Uralt, du hast recht, das kam von mir falsch rüber. Ich wollte eigentlich deutlich machen, dass man diese beiden Bereiche nicht vergleichen sollte. Und der Opernfan bitte diese Darbietungen und diese Musik nicht mit der Oper zu vergleichen hat. Dies würde beiden Musikbereichen nicht gerecht. Beide Bereiche haben ihre Existenz. Man singt in der Oper anders, man singt Oper anders, so meine Meinung. Anders bedeutet aber nicht besser oder schlechter oder höherwertig. Bildlich könnte man sagen, eine filigrane Laubsägearbeit ist nicht vergleichbar mit der Arbeit an einer groben Holzschnitzerei, wobei das filigrane die Kammermusik und das Grobe die Oper darstellt. Dies nur als vorsichtiges Beispiel. Ich hoffe ich habe es etwas geradebiegen können.
LG rugero
_________________ Die Stimme, das für mich vollkommenste Instrument.
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
Seite 1 von 1
|
[ 7 Beiträge ] |
|
Wer ist online? |
0 Mitglieder |
|
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|