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 Betreff des Beitrags: Nochmal zur Literaturauswahl
Neuer BeitragVerfasst: 17.03.2008, 11:02 
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Hallo ihr Lieben,

aufgrund der Diskussion um die Literaturauswahl im Jubiläums-Konzert-Thread sind mir doch ein zwei Gedanken gekommen, die ich euch aber gerne in einem separaten Forum mitteilen möchte.

So, und nun muss ich meine Gedanken mal sortieren :kaffee

Wie ich ja schon schrieb, singe ich Duette, Terzette, Quartette, Sextette ebenso gern wie Solo-Arien, denn ich finde es wunderbar, mit anderen Menschen zusammen Musik zu machen. Aber natürlich möchte ich mich auch von meiner besten Seite zeigen, sowohl solistisch als auch im Ensemble und muss daher selektieren. Aber das macht wohl jeder so, denn ein wenig "glänzen" wollen wir doch wohl alle. :dafür: Natürlich finde ich es gut, wenn Vorschläge für Ensembles gemacht werden und ich freue mich, wenn man mich (direkt oder indirekt) für eine Partie vorschlägt, aber wenn nun mal stimmlich nichts für mich dabei ist, sage ich nein. Auch wenn ich das Stück noch so schön finde und womöglich auch gerne dabei mitwirken würde - ich bin einfach zu dem Punkt gelangt, an dem ich mich stimmlich nicht mehr großartig verbiegen möchte, auch wenn ich nichts gegen fächerübergreifendes Singen habe - in einem gewissen Rahmen.

Da möchte ich auch noch mal auf Castas Worte eingehen. Ich überlege gerade sehr genau, was ich an Literatur für Hamburg vorschlage. Einerseits möchte ich natürlich eine Bravour-Arie hinlegen (oder in einem formidablen Ensemble-Stück glänzen), andererseits muss ich realistisch abschätzen, was bis November machbar ist. Ich würde z. B. sehr gerne einmal die Arie der Leonore aus dem Fidelio singen, habe sie auch schon im GU angesehen. Aber auch wenn ich alle Töne der Arie gut bekomme, so ist es doch fraglich, ob ich die Arie bis November so hinbekomme, dass ich sie guten Gewissens bei einem Jubiläumskonzert singen möchte. Stimmen müssen in manche Partien ja auch erst noch hineinwachsen und ich bin eben doch noch kein ausgewachsener dramatischer Sopran.

So, das war es erst einmal von mir

Liebe Grüße

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Nochmal zur Literaturauswahl
Neuer BeitragVerfasst: 18.03.2008, 15:17 
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Liebe Octaviane,

Deine Gedanken zur Literaturauswahl kann ich gut nachvollziehen - genauso überlegt man wohl vor jedem Konzert.
Was soll man anbieten, vorschlagen, was gefällt dem Publikum und was entspricht dem augenblicklichen Ausbildungsstand ?
Womit kann man sich und damit das Ensemble besonders gut präsentieren ?

Vielleicht irre ich mich, aber ich denke, ein Jubiläumskonzert ist ein bißchen "etwas besonderes".

Ich war nicht von Anfang an dabei, doch kenne ich viele Gruppierungen und Ensembles, die sich nach kurzer Zeit wieder auflösen, die von einigen Enthusiasten gegründet wurden - doch nach der Anfangseuphorie verläuft das Projekt wieder im Sand. Oder die Menschen zerstreiten oder zerreiben sich im Kleinkram. Ich finde es ganz toll, dass dank Musika dieses Projekt am Laufen gehalten wird und wir alle immer wieder Gelegenheit haben, an Konzerten in verschiedenen Gegenden teilzunehmen - danke an Musika und danke an alle, die für das Ensemble Konzerte organisieren, teils sogar zum wiederholten Mal.
Für so ein Jubiläumskonzert finde ich es besonders wichtig, das Programm so auszuwählen, dass man die eigene Schokoladenseite präsentiert, wie schon anderer Stelle erwähnt, das fällt ja auf das Ensemble zurück.
Wenn ich in manch anderem Konzert auch mal gerne was Neues ausprobiere, so erscheint mir ein Jubiläumskonzert nicht der Ort für Experimente.

Oder habe ich zuviel Respekt vor dem Wort Jubiläum ? Deute ich da zuviel hinein ? Wie seht Ihr das ?

Fragend grüsst Casta

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La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz


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 Betreff des Beitrags: Re: Nochmal zur Literaturauswahl
Neuer BeitragVerfasst: 18.03.2008, 15:23 
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Ich sehe es eigentlich so wie Du, Casta. Das Jubiläumskonzert ist für mich Anlass, das zu singen, womit ich auch "glänzen" kann, was mir insofern gut liegt und aber auch meine Vorliebe für diesen oder jenen Komponisten zeigt. Dann versuche ich zu beachten, ob es in die Jahreszeit passt. "Nun beut die Flur" im November gesungen, finde ich etwas unpassend.
Wenn es ein geistliches Stück ist, gehe ich manchmal so weit, dass ich schaue, ob es vom Zeitpunkt her ins Kirchenjahr passt. Aber das ist nur meine Akribie, die ich nun auch nicht immer bis zum Letzten verfolge.

LG

silje

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Ging ich stets um 10 zu Bett, wär ich immer hübsch und nett !


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 Betreff des Beitrags: Re: Nochmal zur Literaturauswahl
Neuer BeitragVerfasst: 18.03.2008, 16:47 
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Hallo nochmal,

eure Überlegungen haben mir dann doch sehr bei der Entscheidung geholfen. :sauf:
Oder ich werde einfach nur weiser und vernünftiger :kaffee
Aber auch ich habe nun eine Arie gewählt, von der ich weiß, dass ich sie im Schlaf kann, die schon öffentlich erprobt ist und die, wie ich meine, meine Schokoladenseiten zeigt. Ich bin also davon abgekommen, Experimente zu wagen und etwas zu wählen, dass man bis November eventuell schaffen kann. Es wird ja hoffentlich noch genug Gelegenheit für andere Konzerte geben, bei denen man dann etwas Neues ausprobieren kann, aber so ein Jubiläumskonzert hat auch für mich einen besonderen Stellenwert.

Liebe Grüße

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Nochmal zur Literaturauswahl
Neuer BeitragVerfasst: 18.03.2008, 23:38 
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Ihr Lieben,
wenn ich denn Euch so nennen darf, :respekt
ihr habt recht.
Musika hält die Truppe zusammen und wäscht einem auch schon mal den Kopf. Ich bin ein Mensch der gerne mit sich (stimmlich) experimentiert aber eigentlich nicht auf Kosten anderer. Ensemblevorschläge sind nicht bindend und sollten "wasserdicht sein", so weit klar.
Ich selber habe jetzt zwischen Baß und Tenor schon vieles ausprobiert und das ist ein Vorteil im Amateurstatus. Dieses Experimentieren verläuft immer nach Rücksprache mit musika - Alleingänge läßt sie nicht zu und das ist gut so.
Ich werde in Hamburg nichts absolut neues machen und somit nicht experimentieren.
Auch mir liegt ein gutes Gelingen am Herzen und ich möchte sicherlich nicht durch irreführende Vorschläge hier falsche Plattformen der Diskussion schaffen.
Sollte ich durch meine Wortwahl in den letzten Tagen in einem anderen Thread etwas den Tonfall verschärft haben, so bitte ich um Nachsicht.

LG rugero

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Die Stimme, das für mich vollkommenste Instrument.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nochmal zur Literaturauswahl
Neuer BeitragVerfasst: 19.03.2008, 00:02 
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Hallo, zusammen,

nun sehe ich mich doch bemüssigt, hier auch noch einen -ergänzenden - Senf abzugeben.

Bei mir zieht sich jetzt mit den Belcanto - Sachen und auch anderen über das ganze Jahr hinweg eine Art To - Do - Liste zum Neulernen, die nur mit Abarbeitung Schritt für Schritt mit einem Timing nach Bedarf zu bewältigen ist. Irgendwo, speziell, was den Workshop betrifft, musste ich daher mal die Notbremse ziehen und sagen, dieses oder jenes geht jetzt nicht mehr in der vorgegebenen Zeit, obwohl, wenn es rein nach mir ginge, jegliche Repertoire - Erweiterung willkommen wäre. Die Vorteile dieser Art von Repertoireerweiterung liegen klar auf der Hand, ebenso aber auch die Mühen.

Zum Glück habe ich mit Barbara eine Korrepetitorin, die in der Lage ist, bei Ensemblestücken die jeweils andere oder wichtige andere Stimmen mitzusingen, damit ich ein Gefühl dafür bekommen kann, in welchem musikalischen Kontext ich dann zu singen habe. Ansonsten wäre die Ensemble - Einstudierung extrem mühsam.

Das Ensemblesingen braucht m. E. ganz enorm viel Vorbereitung, diese allerdings hauptsächlich zusammen. Man kann, denke ich, musikalisch noch so gut vorbereitet sein, trotzdem klappt es beim ersten Zusammentreffen meistens erst einmal nicht recht. Man muss sich zusammensingen, gemeinsam Zäsuren und dynamische Prozesse empfinden etc. Das geht nicht Knall auf Fall, auch bei den Profis nicht, weil mehr Dinge als die reine musikalische Umsetzung eine Rolle spielen.

Dashalb mag ich das ganze nicht so auf die Schnelle. Der Workshop wird da allerdings sicher hilfreich sein.

LG

dola


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 Betreff des Beitrags: Re: Nochmal zur Literaturauswahl
Neuer BeitragVerfasst: 19.03.2008, 00:17 
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Liebe Dola,

und weil du das nicht so auf die Schnelle magst, hast du es ermöglicht den Workshop anstelle von 3 Tagen nun die ganze Woche zu machen, das finde ich sehr gut und stärkt das Ensembledenken, vielen Dank.

Es ist nicht immer ganz leicht die Programme zusammenzustellen, ich möchte jedem gerecht werden und das ist manchmal sehr schwierig. Ich muss auch mal nein sagen und möchte es eigentlich nicht.

Die Konzerte in Hamburg haben es besonder in sich, da dort sehr viel mit dabei sind, sollen sie auch, sind unsere Jubiläumskonzerte. Doch auch da sind wir an Zeiten gebunden und ich muss sehen, wie ich alles unterkriege. Da fällt dann auch schon mal was weg oder wird ausgetauscht wenn es zu lang ist. Aber ich denke, jeder kommt zu seinem Recht. Wir haben in Hamburg Operkonzert 2 Stunden reine Musik, es ist eine Ausnahme, eben weil jeder das singen möchte was er gerne singt, wenn es in der Zeit passt.

Ich hoffe, dass alle zufrieden sind und wir dort schöne Konzerte machen.

Liebe Grüsse

_________________
musika
belcanto-solisten







Freunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.


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