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BeitragVerfasst: 28.04.2007, 15:24 
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Erst mal zu den "weiblichen Bässen": meine erste GL war auch so ein Phänomen, die konnte morgens so tief singen wie ein Bass, ist aber eigentlich ein lyrischer Sopran! Aber das war ja auch nur bloße Bruststimme und ich glaube nicht dass sie diese Töne auf eine etwas melodischere Art und weise singen kann, geschweige denn, über ein Orchester hinweg!

Ich war völlig von den Socken gestern bei der Premiere von Nabucco, und auch schon bei der Generalprobe, wie tief die Abigail singen kann und MUSS! Und mit was für einer Durchschlagskraft! Zwar nicht in der Bass-Tiefe, aber fürn Sopran doch sehr ordentlich! Da sieht man mal wieder, die dramatischen Stimme!! Ich find das echt beeindruckend! Vor allem weil sie gleichzeitig auch eine wunderschöne, schlanke Höhe hatte, nix mit Wobbel!! :d_neinnein:
Ich dachte bis jetzt immer, dramatische Stimmen hätten so zu sagen von Natur aus ein starkes Vibrato und keine besonders schöne Höhe... naja, ich lern immer gern dazu :bravo:


Zur Erkältung: Wenn ich erkältet bin komm ich besser tief als sonst :lol: und die Höhe funktioniert nicht so gut ( also alles über g2 wird deutlich in Mitleidenschaft gezogen), kommt aber auf den Grad der Erkältung an! Wenn es nur schwach ist, kann ich das noch ausgleichen, wenn ich aber heiser bin, singe ich garnicht, um mich möglichst zu schonen!
Wenn es dann langsam wieder besser wird, muss sich meine Stimme erst mal wieder ans Singen gewöhnen und der Stimmsitz muss erst mal wiederkommen! Also ca nach ner Woche ist meine Stimme dann wieder voll einsatzbereit!

LG, Califonia


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BeitragVerfasst: 28.04.2007, 18:33 
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dola hat geschrieben:
Liebe Orphenica, liebe Leila,

das zieht sich bei euch, finde ich, schon ziemlich lange hin und dürfte somit verschleppt sein.

Im Interesse der Stimme würde ich, ehrlich gesagt, an eurer Stelle überhaupt keinen Gesang ausprobieren, auch wenn es scheinbar hin und wieder geht.

Damit auch nx bleibt: Seid jetzt lieber erstmal stimmlos. :n2:

Gute Besserung,

dola


Liebe Dola,

das mag man ja leider immer nicht so einsehen, weil es einem ja eigentlich schon besser geht bzw. nahezu wieder gesund ist. Aber ich fürchte, du hast recht. Ich war zwar gestern beim Unterricht, wollte halt nicht ausfallen lassen, und ich habe auch nicht den Eindruck, dass es mir geschadet hat, aber der Hustenreiz hält sich immer noch hartnäckig, heut fühle ich mich insgesamt wieder etwas angeschlagen. Nun habe ich das Üben heute mal sein lassen, die nächsten Tage komme ich eh nicht dazu, hoffentlich bin ich dann nächste Woche durch damit. Denn es gibt ja nix Schlimmeres als a) Zeit zu haben zum Singen, b) im Prinzip singen zu können es aber trotzdem sein zu lassen aus Vernunftgründen. Grrr!


@Califonia: meine tiefe Sprechstimmlage, von der ich eingangs berichtet hatte, war schon ziemlich ungewöhnlich und hatte nichts mit dem normalen "Morgenbass" zu tun. Die ganze Sprechstimme war eine Quinte tiefer als sonst :roll: , und von da aus kam ich noch mal ungefähr eine Oktave tiefer (summend)..., was sich aber schon am nächsten Tag wieder weitgehend normalisiert hatte.

Dennoch finde ich es auch beeindruckend, wie tief so manche Sopranistin singen kann und mit welcher Durchschlagskraft!

LG,
Eure ruhiggestellte Orphenica :d_neinnein:
:hearts:


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiblicher Bass?
BeitragVerfasst: 01.07.2008, 10:07 
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Hallo an alle "Bass"-Patientinnen,

ich bin erst jetzt auf dieses Thema gestoßen und hoffe dass es mittlerweile allen wieder dauerhaft gut geht. :n110:

Morgens bis zum großen F (mindestens) hinunter zu kommen, das ist mein ganz normaler Alltag. :mrgreen

Aber im Ernst, ich kenne tatsächlich eine "Bassistin". Gut, das war sie nicht immer. Sie fing als Sopran an, war seinerzeit starke Raucherin, hatte sich "in den Alt geraucht" und fing sich bei einem Afrika-Aufenthalt die Malaria ein, welche derart auf die Stimme schlug dass sie dauerhaft zum "Bass" wurde. Aber immerhin ist Singen wieder möglich, wenngleich eben nur in dieser tiefen Lage.

"Grummelnde" Grüße,
AK-Kontraalt


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiblicher Bass?
BeitragVerfasst: 01.07.2008, 11:48 
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Eine ganz kurze Anmerkung eines Soprans, bei dem mit gaaaannz viel gutem Willen ein es oder d, vielleicht mal ein cis noch als Ton angesehen werden kann, die große Oktave wird mir wahrscheinlich auf ewig verwehrt bleiben.

Man geht ja meistens doch davon aus, was einem selbst leicht fällt und daher finde ich es wirklich faszinierend, wenn eine Frau erst einmal so tief singen kann und sich dann "da unten" auch noch längere Zeit wohl fühlt. Womit ich jetzt nicht sagen will, dass ich das nicht für möglich halte. Ebenso können tiefe Stimmen ja wahrscheinlich nicht unbedingt nachvollziehen, wie man Freude daran haben kann, dauern in den höchsten Tönen zu zwitschern. :kaffee

Jeder Jeck ist eben anders und es ist doch schön, dass es auch bei den Stimmen so eine große Vielfalt gibt.

LG

Octaviane

_________________
„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"Koloratursopran, der: Jemand, der den richtigen Ton nicht findet, aber eine Menge Spaß hat ihm hinterher zu jagen" (Anonym)

http://www.sopranodrama.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiblicher Bass?
BeitragVerfasst: 01.07.2008, 18:36 
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Hallo,
in diesem Zusammenhang würde ich gerne auf den Spiegel Artikel, SpiegelWissen, http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument mit dem Titel " Über neun Oktaven" hinweisen. Der Musikpädagoge Alfred Wolfsohn, glaubt auch Frauen mit Männerstimmen trimmen zu können. Näheres siehe dort.
Viele Grüße
Joachim


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiblicher Bass?
BeitragVerfasst: 02.07.2008, 07:53 
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Lieber Joachim, der Link funktioniert leider nicht. Bist Du sicher dass die Adresse stimmt?


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiblicher Bass?
BeitragVerfasst: 02.07.2008, 10:16 
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Hallo AK-Kontraalt
Du hast Recht, bei den Links bin ich manchmal ein wenig link. Aber diese Linkadresse sind für mich der reinste Horror. Ich versuche es noch mal http://wissen.spiegel.de/wissen/dokumen ... &top=SPIEG.
Es geht hier darum, das Wolfsohn glaubt er hätte die " Urstimme" des Menschen wiederentdeckt.
Viele Grüße und Danke für den Hinweis.
Joachim


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiblicher Bass?
BeitragVerfasst: 02.07.2008, 19:04 
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Ja, Joachim, jetzt stimmt der Link! Werde mir den Artikel demnächst gründlicher durchlesen.

Viele Grüße von der die laut diesem Artikel "üblichen" zwei bis zweieinhalb Oktaven singenden :n30:
AK-Kontraalt


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiblicher Bass?
BeitragVerfasst: 02.07.2008, 19:52 
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Hallo AK-Kontraalt,
ich beneide dich! :n110: PS. Erwarte noch eine Antwort bei Sängerinnen, bezüglich "La Bastardella"
Viele Grüße
Joachim


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiblicher Bass?
BeitragVerfasst: 28.07.2008, 15:41 
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Lieber Joachim, war da noch eine Frage offen geblieben? Ist für mich nicht ersichtlich, ich habe alles geschrieben was ich zu schreiben hatte (und wusste).

Viele Grüße
AK-Kontraalt


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiblicher Bass?
BeitragVerfasst: 28.07.2008, 15:43 
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Zurück zum Ausgangsthema: Hier meldet sich meine wissenschaftliche Neugierde. Wodurch wird die Stimme so tief wenn man erkältet ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiblicher Bass?
BeitragVerfasst: 28.07.2008, 15:48 
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Ich bin zwar keine Ärztin, kann es mir aber nur so erklären. Die Stimmbänder, Kehlkopf, Stimmlippen sind bei einer Erkältung gerötet, entzündet, sind nicht mehr so frei und schwingen evtl. anders. Hinzu kommen bronchiale Beschwerden, Schleim, der sich festsetzt und im Weg ist. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Liebe Grüße

_________________
musika
belcanto-solisten







Freunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiblicher Bass?
BeitragVerfasst: 02.09.2009, 01:55 
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Entschuldigung, nach einem Jahr noch mit einem Beitrag hinterher zu dackeln ist eigentlich doof, aber...

Weiss wer, ob jemand die Arbeit von Alfred Wolfsohn weiterführt? Das wäre ja nun wirklich wichtig zu wissen!

Zitat:
Hallo AK-Kontraalt
Du hast Recht, bei den Links bin ich manchmal ein wenig link. Aber diese Linkadresse sind für mich der reinste Horror. Ich versuche es noch mal http://wissen.spiegel.de/wissen/dokumen ... &top=SPIEG.
Es geht hier darum, das Wolfsohn glaubt er hätte die " Urstimme" des Menschen wiederentdeckt.
Viele Grüße und Danke für den Hinweis.
Joachim


Bitte um Bericht!

Besten Gruss

Baron Weps


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiblicher Bass?
BeitragVerfasst: 30.09.2009, 09:53 
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Hallo Baron Weps,

WANN Du mit einem Beitrag "hinterher dackelst" :kaffee ist völlig unwichtig und tut absolut nichts zur Sache selbst. Wenn jemand zu einem früher angefangenen Thema noch etwas weiß oder Fragen dazu hat kann er JEDERZEIT davon schreiben.

Stellungnahmen zu Alfred Wolfsohns Thesen bezüglich seiner "Wiederentdeckung" der menschlichen "Urstimme" wurden bereits unter dem Thema "Alfred Wolfsohn" in der Rubrik "Allgemeine Gesangstechnik" und unter dem Thema "Neun Oktaven? Elf Oktaven?" in der Rubrik "Stimme" geschrieben.

Viele Grüße
AK-Kontraalt


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