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BeitragVerfasst: 26.12.2007, 20:11 
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Hallo ihr Lieben

Nicht ganz so weihnachtlich muß ich mich mal an euch wenden um panisch um Informationen zu bitten. :n174:

Nachdem ich ja im November schon erkältet war und das Bückeburger Konzert grade so wieder singen konnte ( hat ja dann ganz gut geklappt ) bin ich jetzt schon wieder krank.
Entweder ich hab was verschleppt - oder mich bei meiner Mitbewohnerin angesteckt - oder beides.
Dazu kommt seit Monaten Stress und chronischer Schlafmangel.
Jedenfalls war ich heftig am Husten, konnte eine Woche fast gar nicht singen, schon gar nicht in der Höhe, habe dann auch noch heftigsten Schnupfen bekommen und alles was zu einer leichten Erkältungsgrippe gehört.
Letzte Woche Mittwoch bin ich dann zum Arzt, da ich am Donnerstag im Konzert singen wollte.
Er stellte eine einseitige Nasennebenhöhlenvereiterung, starke Erkältung und - geschwollene Stimmbänder - fest, meinte, ich könnte das Konzert sicher singen, sollte mich bis dahin aber schonen.
Mit Hilfe von ihm verschriebener Antibiotika, Nasenmittelchen, Gelomyrtol, Reiki und Isla Moos konnte ich das Konzert ( zwei Lieder ) dann auch singen - sogar besser als ich gedacht hatte - am darauffolgenden Tag sang ich mit Absicht nicht. Sprach wenig, aber doch immer wieder.
Samstag und Sonntag sang ich, aber vorsichtig, nichts hohes und nur kurz, sprach wenig aber normal.
Montag und Dienstag sang ich gar nicht, machte nur Atemübungen, sprach aber viel mit der Familie, da ich die zu Weihnachten mal wieder sah.
Nun, heute fühle ich mich schon viel besser, kann auch in der Tiefe wieder singen, aber in der Höhe schließen die Stimmbänder immernoch nicht richtig und es kommt auch nur mit Gewalt ein hoher Ton raus - das zeigt mir, daß ich immernoch nicht singen sollte.
Ich muß leider auch immernoch sehr viel husten.
Viele von euch hatten sowas doch schon mal...Was heißt das jetzt für mich ?
Muß ich jetzt schweigen, und wenn ja wie lange ? Am Freitag muß ich arbeiten und dort viel sprechen.
Wann darf ich wieder singen - ich habe jetzt frei und da könnte ich endlich mal wieder ohne Schlafmangel üben...
Ich kann auch nicht zum Arzt gehen, da er im Weihnachtsurlaub ist.

Ob ich jemals wieder meine Höhe zurückkriege ?

In Sängerpanik,

Phoebe :abgelehnt


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BeitragVerfasst: 26.12.2007, 20:56 
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Liebe Phoebe,

Ferndiagnosen und Fern-verarztungen sind natürlich immer sehr schwierig.
Aber zuerst würde ich Dir raten, das Sprechen auf ein Minimum zu reduzieren, denn wenn Du zudem auch noch Husten hast, werden die Stimmbänder zusätzlich belastet.
Warum solltest Du nicht Deine Höhe wieder bekommen ?? Wenn die Stimmbänder angeschwollen sind, können sie natürlich nicht so gut schließen und sind nicht so flexibel. Also...Schweigen und Unmengen von Tee trinken und Inhalieren. Das hat bei mir immer geholfen und ist in meinen Augen das Beste. :n174:

Ruhe bewahren, viel Schlafen, viel trinken und bloß nichts mit Gewalt erzwingen. Die hohen Töne werden auch wieder kommen. :n114: Und das ganze "Zeugs" was Du Dich in Dich "reingekippt " hast ( Isla, Antibiotika ..) , würde ich auch erst mal absetzen.(bis auf das Antib., das Du ja nach Vorschrift nehmen solltest) Eine Infektion, bei der Du sogar einen Chemiehammer verschrieben bekommst, dauert sicher insgesamt 3 Wochen, bis sie komplett ausgeheilt ist.

Lg

Silje

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BeitragVerfasst: 26.12.2007, 22:16 
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Hallo,

mich hatte es vor ein paar Wochen auch heftig erwischt. Volles Programm: Nasennebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung und wie sollte es anders sein Kehlkopfentzündung.

Für mich bedeutete das, Klappe total halten und zwar 4 Tage lang, nicht leicht, aber es ging. Natürlich wurde ich krank geschrieben und mein tägliches Programm, neben eeeeeewig schlafen (denn ich schlafe mich immer gesund, war als kleines Kind schon so), seeeeeeeehr viel trinken natürlich warmer (nicht heißer)Tee , mehrmals täglich inhalieren, 2 mal täglich heiß duschen und Wasser immer schön über den Kopf laufen lassen (halt so was ähnliches wie Dampfbad lt. meinem Arzt) dann Haare komplett trocken föhnen und ab ins Bett.

Leider musste ich nach meiner Krankschreibung sehr viel telefonieren, da half nur, seeehr viel trinken, nur nicht räuspern und sonst den Schnabel halten. Meine Arbeitskollegen verzweifelten wohl, weil ich da sehr stur war und nur im äußersten Notfall antwortete aber es ging. Nun ärgert mich immer noch ein wenig der Husten, bekomme ihn einfach nicht in den Griff und verschleimt bin ich auch noch, also singen ist noch nicht lustig aber auf Sparflamme geht es schon wieder.

Kann sein, daß ich dich nun verwechsele aber bist du dieses Jahr nicht schon sooooooooo oft krank gewesen und dann immer gleich so heftig? Kurriere dich mal schön aus und verschleppe nicht wieder.


Gute Besserung
Chero


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BeitragVerfasst: 26.12.2007, 23:19 
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Hallo Silje

Ja, danke dir - ich sollte sicher mehr trinken.
Ferndiagnosen sind unmöglich, schon klar - ich wollte auch nur nach euren Erfahrungen mit hartnäckigen Fällen wie meiner Stimme fragen.

Ich bin im Moment ziemlich pessimistisch, da ich irgendwie mein ständiges kranksein nicht loswerde - naja o.k., ständig krank bin ich gar nicht, aber schon immer wieder - und so gut wie jedes Mal bevor etwas schönes oder auch aufregendes sängerisches für mich ansteht.
Ich bin so'n Psychosänger, der vorher immer krank wird...

Und damit auch gleich zu Chero,

du hast Recht - ich war in diesem Jahr schon oft krank.
Um ehrlich zu sein bin ich sehr oft krank seit ich bei meiner jetzigen Lehrerin bin - es gibt dort, wie mir grade klar wird, wohl einen Zusammenhang.
Sie ist menschlich sehr lieb und technisch eine sehr gute Lehrerin und ich habe sängerisch enorme Fortschritte gemacht, da sie aber die Meinung vertritt daß ein Bühnenanfänger in der Oper perfekt singen muß BEVOR er auf die Bühne geht, und besonders BEVOR er irgendwo vorsingt, habe ich vor jeder Arie, die ich mal mit ihr gearbeitet habe Angst, weuil sie ja ohnehin nicht perfekt genug ist - habe ich eine Arie mit ihr nicht gearbeitet habe ich eben deshalb Angst.
Dadurch entsteht ein Druck, der mich ruhelos in jeder Situation, ob nun kraftlos oder nicht, verbissen mein tägliches Pensum üben läßt...eigentlich finde ich das gut, jeden Tag üben, aber die Verbissenheit und fehlende Freude, weil es nur noch nach Grad der Mangelhaftigkeit geht, die vermiest mir das Ganze schon.

Ich denke, ich muß so langsam über Konsequenzen daraus nachdenken.

Allerdings erst nachdem ich meine Stimme wieder gesund gekriegt habe...

Wie erkenne ich nur was ich machen darf und was nicht...naja, vielleicht kommt ja die Eingebung...

Danke euch beiden,
Phoebe


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BeitragVerfasst: 26.12.2007, 23:57 
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Liebe Phoebe,

was ist denn Perfektion ?? Das ist doch ein absolut relativer Begriff. Sorry, aber das regt mich auf, wenn Deine G.lehrerin so denkt und Dich damit (unbewußt ?) unter Druck setzt.
Auch Deine Lehrerin hat nur eine subjektive Vorstellung, wie eine Arie perfekt zu klingen hat. Andere würden das sicher wieder ganz anders sehen und die Schwerpunkte evtl. ganz anders legen, z.Bsp. in puncto Interpretation oder Farb/Tongebung.Klar ist, daß man natürlich allein durch das Werk Vorgaben hat, die eingehalten werden müssen. (Takt, Intonation usw..) Aber der Rest ist rein subjektiv.
Beim Vorsingen singst Du Deine Arie so gut wie Du kannst. Du gibst ihr Deine persönliche Perfektion. Sicher, man kann immer alles noch ein bisschen besser singen oder interpretieren...aber dann eben beim nächsten Mal. Ich kenne diese ARt von Selbstzerfleischung nur zu gut, aber es darf einem nie die Freude am Singen genommen werden.... das ist fatal.. :abgelehnt
Die Gruberova sagte mal, daß sie in ihrem ganzen Leben nur 2 oder 3 Mal wirklich zufrieden mit sich war und der Meinung war, daß ihre "Performance" nahezu perfekt war... Noch Fragen ???
Lg

Silje

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BeitragVerfasst: 27.12.2007, 00:15 
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Hey Silje,

ja, das sagen viele berühmte Sänger von sich und ich denke auch das ist so und bleibt auch ein Leben lang so - man kann immer nur besser werden, aber niemals perfekt sein.
Ehrlich gesagt höre ich Stimmen, die lieber nicht GANZ so perfekt, aber dafür berührend singen, auch viel lieber.

Spreche ich ehrlich darüber mit meine Gesangslehrerin, weist sie mich darauf hin, daß ich doch aber wenigstens danach streben muß, besser zu werden...da stimmt ich ihr dann natürlich zu...und zum Ende des Gespräches kommt dann von ihr wieder der Satz "und bevor du das nächste Mal etwas vorsingst, sorg dafür, daß du es perfekt machst"...

Naja, was reg ich mich auf - jeder hat so seine eigenen Probleme...

Gute Nacht dir und lieben Dank,
Phoebe


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BeitragVerfasst: 27.12.2007, 00:22 
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Hallo Phoebe,
ich hatte mal die Chance an einem Internationalen Wettbewerb in Finale Ligure (Italien) teilzunehmen.
Ein damaliges Jurymitglied hatte mich gehört und mir den Vorschlag gemacht, mich doch für den Wettbewerb anzumelden. Gesagt getan. Voller Erwartung und Hoffnung legte ich los, üben, üben, üben - wohl zu viel des Guten - Ergebnis: eine Kehlkopfentzündung, die mich Zwang, kurzfristig per Telegramm die Teilnahme abzusagen.
Jahrelang habe ich mit Angina gekämpft, die Frau, die viele schon im Bett hatten aber mit der keiner so recht glücklich wurde - eine Mandeloperation vor wenigen Jahren beendete die Verbindung.
Viel Trinken (Tee und Wasser) und viel Schlaf sind sicher die 2 Maßnahmen, die billig aber effektiv sind.

Was das Thema Gesangslehrer betrifft, so respektiere ich einige dieser Gattung. Ich habe sie immer als Dienstleister gesehen. Sie bekommen ihr Geld für ihre Leistung. Mein erster Lehrer (kein Sänger! Dirigent und Komponist) hat mir sehr vieles aus dem Umfeld von Rundfunk, Theater und Auftrittspraxis vermittelt, dafür bin ich sehr dankbar. Das, was sie lehrhaft vermitteln, ist ein Wissen, dass ich aufnehme, verarbeite und versuche anzuwenden und zielgerichtet umzusetzen, mehr nicht. Ich bin weder eine Marionette, noch ein Versuchskaninchen. Ich versuche das Gelernte zu begreifen und umzusetzen, mehr nicht. Wir als Interpreten haben nur zwei Aufgaben, Lachen und Weinen auf der Bühne und im Stück auszudeuten und innerhalb dieser beiden Pole uns zu bewegen. Wir haben es aber nicht nötig, uns zu rechtfertigen, wie und wann wir dies im sängerischen und schauspielerischen Rahmen tun.

LG rugero

P.S.: Deinen letzten Beitrag habe ich gerade erst gelesen, da war mein Text schon fertig.
Unverschämtheit, was maßt sich diese Frau an ?
Wenn die Wortwahl wirklich so war, so würde ich von dieser Person Abstand nehmen, ihr es aber deutlich zu verstehen geben und klarmachen, dass sie ihr pädagogisches Ziel verfehlt hat. In welcher Zeit leben wir eigentlich ?


Ich habe zum Thema "Perfektion" nichts mehr geschrieben, weil ich glaube Silje hat souverän genug geantwortet ! :hund

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Die Stimme, das für mich vollkommenste Instrument.


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BeitragVerfasst: 27.12.2007, 10:58 
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Liebe Phoebe,

Du hast mein vollstes Mitgefühl, denn ich kann gut verstehen, wie es Dir geht. Ich kränkele ja nun auch schon wieder seit Wochen herum - vor Bückeburg erst Kehlkopfentzündung, dann einige Wochen Ruhe, dann die nächste dicke Bronchitis mit Luftröhrenentzündung (diesmal wurde die Stimme zum Glück nicht in Mitleidenschaft gezogen), der Husten will und will nicht gehen, Allergien wurden keine festgestellt, jetzt hab ich eine Überweisung zum Lungenfacharzt, um Keuchhusten auszuschließen. Das macht irgendwann keinen Spaß mehr. Mich setzt zwar mein GL nicht unter Druck, aber meine Arbeitsstelle lässt mir auch wenig Zeit zum Ausspannen, denn ich habe das Gefühl, dass wir am ehesten wieder gesund werden würden, wenn wir wirklich einmal zur Ruhe kommen könnten, eine Woche Erholung wäre wohl die beste Medizin.

Sei lieb gegrüßt

Octaviane

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„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"Koloratursopran, der: Jemand, der den richtigen Ton nicht findet, aber eine Menge Spaß hat ihm hinterher zu jagen" (Anonym)

http://www.sopranodrama.de


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BeitragVerfasst: 28.12.2007, 13:59 
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Liebe Phoebe,

Dein Beitrag hat mich sehr berührt und ich kann mich gut in Dich hineinversetzen - ich wurde früher auch häufig krank, wenn ich irgendwo was vorzusingen hatte - meist dann, wenn ich mich nicht gut vorbereitet fühlte.

Irgendwann habe ich dann ein Büchlein über "mentales Üben" entdeckt und diese Art zu arbeiten nimmt enorm den Druck weg - ich übe heute nur noch ganz wenig mit Stimme, sondern arbeite friedlich auf dem Sofa sitzend, egal ob die Stimme da ist oder nicht (von der technischem Arbeit abgesehen). Natürlich müssen sich diese Übungsformen ergänzen.

Was die Gesundheit generell angeht, ist es m.E. sinnvoll, vorzubeugen - also viele Vitamine (ggf. auch als Nahrungsergänzung) und darauf achten, dass man die Erkältungen gar nicht erst erwischt. Auch da kann man "mental" dran arbeiten (Boris Becker habe ich da in Erinnerung).

Ich wünsch Dir also für das neue Jahr alles Liebe und Gute, vor allen Dingen Gesundheit.

Herzlich grüsst Casta

P.S. Dem Thema Mentales Üben habe ich mich über die Bücher von Renate Klöppel sowie durch "Üben mit Köpfchen" angenähert. Nicht alles lässt sich für Sänger adaptieren - aber die Grundprinzipien können enorm helfen.

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La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
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BeitragVerfasst: 28.12.2007, 15:35 
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Danke für den Tipp, casta, ich hab mir das Buch von Frau Klöppel bestellt und bin gespannt.
Liebe Grüße
Uralt

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Sing und finde gut, was du machst. ( D. B.)


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BeitragVerfasst: 28.12.2007, 19:25 
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Danke euch allen für eure lieben Beiträge...

Ich huste heute wieder mehr, da ich die Medikamente nicht mehr nehme ( das Antibiotikum ist aufgebraucht ) und bei der Arbeit viel sprechen mußte.

Danke Casta, das klingt nach einem hilfreichen Buch, für mehrere Situationen im Leben.

An Rugero nochmal von gestern :
Ja, das ist schon die genaue Wortwahl meiner Lehrerin gewesen...man muß allerdings berücksichtigen, daß sie Amerikanerin ist und dort mit dem Wort "perfekt" lockerer umgegangen wird.
Trotzdem meint sie es schon ernst - ihr Anspruch ist eben Perfektion und sie hat wohl die Erfahrung gemacht, daß besonders Anfänger auf dem Markt keine Chance haben, es sei denn sie sind perfekt ( was meiner Meinung nach 100 % der Sänger disqualifiziert ).

Kommt gut - und vor allem gesund - ins neue Jahr,
alles liebe, eure
Phoebe


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BeitragVerfasst: 28.12.2007, 22:58 
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hallo,

also ich finde, du kannst glücklich sein , so eine lehrerin zu haben.

du schreibst:
"Sie ist menschlich sehr lieb und technisch eine sehr gute Lehrerin und ich habe sängerisch enorme Fortschritte gemacht, "

das ist doch der absolute volltreffer.

und auf dieser welt ist niemand absolut perfekt, auch gesangslehrer nicht. aber bei soviel pluspunkten kann man doch wirklich auch mal eine kleine macke in kauf nehmen.

wenn ich richtig informiert bin, bist du doch kein kleinkind mehr. wenn man erwachsen ist, hat man doch so einige möglichkeiten, mit den macken von anderen umzugehen (wobei kleinkinder da aber auch oft sehr verständnisvoll und tolerant sind).

z.b. könntest du, wenn sie wieder was von perfekt erzählt, dir innerlich denken, daß es nicht dich betrifft, sondern ihre persönliche macke ist und "perfekt" ganz gelassen mit gut oder sehr gut übersetzen.

und ganz unrecht hat sie ja nicht, wenn sie davon ausgeht, daß man schon sehr gut sein sollte, bevor man irgendwo vorsingt o.ä.

liebe grüße
kaja


Zuletzt geändert von kaja am 21.07.2009, 23:49, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 29.12.2007, 18:57 
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Hallo Kaja

Danke für deine ausführliche Antwort.
Du bist selbst Lehrerin, wie du schreibst, und setzt dich für die Berufskollegin ein - das ist schön.
Wenn du meinen Beitrag liest, siehst du aber selbst, daß ich als allererstes positiv über sie geschrieben habe, dann erst auf das eingegangen bin, was mir den Unterricht schwer macht.
Klar darf jeder Lehrer Schwächen und Fehler haben, es ist aber doch auch in Ordnung sich mit diesen Fehlern auseinanderzusetzen und zu sehen, ob sie möglicherweise ein Grund für negative Entwicklungen sein können - nicht nur positives entwickelt sich im Unterricht, und wenn ein Lehrer kritisieren darf, muß ein Schüler es auch dürfen.
Du hast Recht, ich bin kein Kleinkind - ein Kleinkind würde alles was die tolle Erwachsene sagt als Wahrheit akzeptieren und bewundern, weil es abhängig von ihr ist. ; )

KLar bin ich froh über das was ich in ihrer Zeit gelernt habe, gleichzeitig bin ich mir aber auch darüber bewußt daß - bis auf eine Ausnahme - nichts von dem Gelernten im Unterricht selbst passiert ist. Das alles habe ich allein zuhause oder in Akutsituationen gelernt, indem ich mit den Anregungen aus dem Unterricht solange rumexperimentiert habe, bis ich etwas ganz anderes, für mich passendes, gefunden habe, um das Problem zu beheben...nicht selten gab es anschließend im Unterricht Diskussionen, weil meine Lehrerin meine Methode nicht gut fand - dann aber irgendwann doch gesagt hat, daß sie für mich offensichtlich funktioniert.
Ich spreche ihr damit keine Fähigkeiten ab - sie hat viele Probleme, die ich beim singen habe, ja überhaupt erst bemerkt - ich sage nur daß ein Lehrer, ungeachtet seiner pädagogischen Fähigkeiten, am Ende immer nur so gut sein kann wie seine Schüler.

Meine Lehrerin selbst sagte im letzten Unterricht vor dieser Krankheit zu mir, daß ich doch mal über einen Lehrerwechsel nachdenken soll...das sagte sie aber nicht mit der Begründung, ich sei unfähig oder undankbar, wie du jetzt möglicherweise denkst, sondern weil wir unterschiedlicher Meinung darüber waren, wie ein bestimmter Vokal in einer bestimmten Lage von meiner Stimme gesungen schön klingt, und weil sie nicht vertreten kann, mich darin zu fördern, ihn so zu singen wie ich ihn singen will...das ist in ihren Augen kein perfekter Klang und deshalb denkt sie, könne mir eine andere Lehrerin vielleicht besser helfen.
Du siehst also, ich bin nicht nur so 'ne blöde Möchtegernkönnerin, die ihre Lehrerin nicht zu schätzen weiß...

Bis dann dann und gute Gesundheit nochmal euch allen ( um wenigstens im letzten Satz zum Thema dieser Abteilung zurückzukommen ), : )
Phoebe


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BeitragVerfasst: 30.12.2007, 13:17 
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LaCastafiore hat geschrieben:
Liebe Phoebe,
....
Herzlich grüsst Casta
P.S. Dem Thema Mentales Üben habe ich mich über die Bücher von Renate Klöppel sowie durch "Üben mit Köpfchen" angenähert. Nicht alles lässt sich für Sänger adaptieren - aber die Grundprinzipien können enorm helfen.


Liebe Casta,
welche Renate Klöppel - Bücher sind in diesem Zusammenhang besonders zu empfehlen? :n99:

1. Mentales Training für Musiker
Leichter lernen – sicherer auftreten
Bosse Verlag 1996, 3. Auflage 2003, ISBN 3-7649-2444-6

2. Die Kunst des Musizierens
Von den physiologischen und psychologischen Grundlagen zur Praxis
Schott Verlag, 1993, 3. überarbeitete Auflage 2003, ISBN 3-7957-8706-8

3. Das Gesundheitsbuch
für Musiker
Anatomie, berufsspezifische Erkrankungen, Prävention und Therapie
Bosse Verlag 1999, 2. überarbeitete Auflage 2003, ISBN 3-7649-2445-4


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BeitragVerfasst: 30.12.2007, 15:27 
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Lieber Drachentöter,

in meinen obigen Beitrag hatte ich Renate Klöppel aus dem Gedächtnis erwähnt, der Name war mir hängen geblieben.

Ich habe in meinem Schrank gegraben und folgende Bücher gefunden :

1. Renate Klöppel "Mentales Training für Musiker"

2. Linda Langeheine "Üben mit Köpfchen"

3. Gerhard Mantel "Einfach üben"

4. Stefan Schaub "Schluss mit Lampenfieber"

Es gibt noch einiges andere, z.B. von M.A. Giesecke (das scheine ich verlegt oder verliehen zu
haben, "Clever üben, sinnvoll proben" heisst es).

Ich hatte mit starkem Lampenfieber zu kämpfen, fühlte mich nie ausreichend vorbereitet und
verlor vor lauter Aufregung dann auch noch einen Teil meiner Möglichkeiten.

Nicht jeder kann mit diesen mentalen Übungsformen etwas anfangen, manches ist mir auch zu
esoterisch - wie bei allem erscheint es mir sinnvoll, die Dinge, die zur eigenen Persönlichkeit
passen, rauszuziehen und den Rest den anderen zu überlassen. Ähnlich wie bei Bachblüten,
dem einen hilft's - der andere mokiert sich drüber.

Je fortgeschrittener und sicherer ich mich mit meiner Technik fühle, desto weniger brauche ich
Ingwerwurzeln oder Teechen oder Rescue-Tropfen. Andererseits ist es heute noch so, dass
ich schlechter singe, wenn ich mich schlecht vorbereitet fühle, vieles rund ums Singen spielt
sich eben doch auf einer psychologischen Ebene ab.

Ich für mich habe meine Lösung gefunden - ich setze mich ganz gemütlich aufs Sofa, mit den
Noten vor der Nase - und stelle mir vor, zu singen. Dafür muss die Arie allerdings minutiös einstudiert
sein. Und so kann ich wiederholen und wiederholen - ohne zu ermüden. Ich arbeite noch daran, mir
die Notenblätter vorstellen zu können, denn das würde mir beim Auswendigsingen sehr helfen.

Liebe Grüsse sendet Casta

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BeitragVerfasst: 31.12.2007, 12:30 
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Danke vielmals für Deine wertvollen Tipps!

:n110:


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BeitragVerfasst: 11.01.2008, 10:54 
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So nun habe ich
Linda Langeheine "Üben mit Köpfchen"
bekommen und werde mich darin vertiefen. Bericht kommt.
Grüße
Uralt

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