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 Betreff des Beitrags: Warum ist ein d2 nicht immer gleich?
BeitragVerfasst: 14.10.2010, 23:17 
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Hallo!

Nach meiner technischen Frage nach dem duro nun etwas gaaanz anderes.

In den letzten Tagen ist mir aufgefallen, dass ich keine größeren Probleme mit Liedern habe, die konstant hoch sind. Und d2 ist für mich als Mezzo noch keine echte Herausforderung.

Dann bekomm ich so ein kleines Liedchen in die Hand, wo die ersten Töne d1 fis a d2 a sind.
Und mein d2 hört sich total gekiekst an...

Völlig irritiert nehme ich mir ein älteres Stück und sing problemlos wieder die Höhe...
zurück zum Liedchen ging wieder nix.

Was macht meine Stimme da mit mir?
Kann mir das jemand von euch erklären?

Ich danke

_________________
Gruß
Mama2009


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BeitragVerfasst: 15.10.2010, 16:42 
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Hallo Mama2009,

wenn die Tonfolge Deines "Liedchens" tatsächlich so ist wie Du geschrieben hast, dann ist es kein Wunder dass Du damit Probleme hast, schließlich handelt es sich um einen Tonsprung von anderthalb Oktaven auf einmal. Ziemlich sportlich für einen Laiensänger, würde ich da sagen!

Falls Du aber die Tonfolge d1 - fis1 - a1 - d2 gemeint haben solltest: Nichts ist schwerer als melodisch einfache Stücke zu singen, und selbst wenn Du "nur" eine Tonleiter singen solltest werden immer mindestens zwei Töne innerhalb einer Oktave irgendwie "schwierig" sein. Was da technisch mit der Stimme "anders" funktioniert als beim "älteren" Stück kann ich Dir auch nicht sagen, vermutlich liegt's einfach daran dass das ganze Singgefühl bei "älteren" Stücken anders ist als bei "Liedchen" oder z. B. Volksliedern. Ich selber komme z. B. mit Volksliedern überhaupt nicht zurande und scheitere bei so mancher Einsingübung mitunter schon am c1 (wirklich!), fühle mich aber bei Alter Musik bis hin zum Barock pudelwohl und erreiche da (fast) mühelos das a1. Da gibt's keine "kieksenden" Töne und auch keine nennenswerten Übergangslagen-Probleme. Jede Stimme hat so ihre Vorlieben - und dementsprechend gibt es bei ein und demselben Ton mal Probleme und mal nicht.

Viele Grüße,
AK-Kontraalt


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BeitragVerfasst: 15.10.2010, 20:22 
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Verzeihung...ich meinte d1 - fis1 - a1 - d2 - a1
Und ja, es ist ein Volkslied...

1,5 Oktaven würde ich niemals nie sauber hinbekommen...

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Gruß
Mama2009


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BeitragVerfasst: 16.10.2010, 21:46 
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"Komm lieber Mai und mache...?" Dann wäre auf dem besagten "Spitzen"-Ton der Vokal "U" ("und") zu singen, das ist wirklich nicht einfach...

LG AK-Kontraalt


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BeitragVerfasst: 16.10.2010, 22:12 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
"Komm lieber Mai und mache...?" Dann wäre auf dem besagten "Spitzen"-Ton der Vokal "U" ("und") zu singen, das ist wirklich nicht einfach...

LG AK-Kontraalt



Jetzt bin ich aber schwer beeindruckt...
aber es war mir einfach zu peinlich zu gestehen, dass ich bei so einem Liedchen schon so viel Stress hab.

Und selbst wenn ich statt u ein a singe, hört es sich immer noch gekiekst an.
Ich hab noch keine Option gefunden mich am Anfang so einzustellen, dass ich innerhalb von den 4 Tönen die Oktav sauber hinbekomme...Für Tipps bin ich also immer dankbar.

_________________
Gruß
Mama2009


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BeitragVerfasst: 16.10.2010, 22:21 
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Das muss Dir Dein Lehrer sagen wie Du es sauber hinbekommst. Glaube mir, mir geht's genauso: Was sich am einfachsten anhört, das ist am schwersten zu singen. Unterschätze das "Liedchen" nicht, so was hat´s manchmal ganz schön in sich. Und bei so mancher "einfachen" Übung treffe ich mitunter wirklich gar keinen Ton... big_haare

LG AK-Kontraalt


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BeitragVerfasst: 16.10.2010, 22:32 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Das muss Dir Dein Lehrer sagen wie Du es sauber hinbekommst. Glaube mir, mir geht's genauso: Was sich am einfachsten anhört, das ist am schwersten zu singen. Unterschätze das "Liedchen" nicht, so was hat´s manchmal ganz schön in sich. Und bei so mancher "einfachen" Übung treffe ich mitunter wirklich gar keinen Ton... big_haare

LG AK-Kontraalt


hi!

Du hast ja keine Ahnung, wie sehr es mir hilft zu hören, dass ich nicht die einzige bin, die bei "einfachen" Übungen so das eine oder andere Problemchen hat.

Aber ich weiß, dass "komm lieber Mai" so oft das allererste Lied ist, dass man im Gesangsunterricht macht.
Und dass ich nach 20 Jahren Chor nicht mal in der Lage bin, so ein Lied sauber zu singen wurmt mich schon.
Womit mal wieder bewiesen wäre, dass Chorgesang und Gesangsunterricht nicht wirklich vergleichbar sind.

_________________
Gruß
Mama2009


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BeitragVerfasst: 17.10.2010, 10:36 
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big_applaus Willkommen in der Welt der Sänger, hihi - das vermeintlich (!!) Einfache bleibt immer irgendwie schwer. Und dieses "harmlose" Liedchen hat es wirklich in sich. Ich kann das bestätigen. "Das Veilchen" ist übrigens noch so ein Wolf im Schafspelz. Desselben das "Heideröslein"... keine Sorge, das wird noch!

Grüße
Olympchen

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In the absence of measurement there is no reality. Niels Bohr


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BeitragVerfasst: 18.10.2010, 17:53 
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Hallo,

ach wie gut ich dich verstehe. Meine erste Lehrerin meinte damals auch, wir sollten es mal mit Lied probieren. Ohhh ich war gespannt welches sie sich wohl aussuchen würde und es war tatsächlich genau das gleiche Lied "Komm lieber Mai ". Ich erinnerte mich direkt an die Grundschulklasse als wir dieses Lied sangen. Meine innere Einstellung und Gesangsqualtität ähnelte genau diesem Niveau. Ich nenne es gerne Bauchplatscher wenn die Musik mir zeigt, dass meine Einstellung und Vorbereitung nicht ihrer würdig ist.

Ich lernte einiges bei dem Lied und glaub mir die vielen Strophen haben mich einige Nerven gekostet. Von wegen ach kindergarten-Niveau nix da!!!!

Liebe Grüsse
Chero


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