Ich glaube, was man an der ganzen Sache ja auch nicht vergessen darf: Die Randbedingungen.
Bekomme ich die 10 EUR cash auf die Hand (und vermutlch schwarz), bekomme ich sie im Rahmen eines Angestelltenverhaeltnisses oder als Selbstaendige/r?
Im ersten Fall mag es angehen (von den moralischen Hintergruenden jetzt mal abgesehen), im zweiten auch, wenn die sonstigen Rahmenbedingungen stimmen (immerhin bin ich dann renten- und arbeitslosenversichert, habe bezahlten Urlaub und bekomme auch Krankengeld). Selbst als Geographin auf dem Amt habe ich trotz guten Gehalts sicherlich nicht mehr als 15 EUR netto pro Stunde verdient, und da war ich voll qualifizierte Akademikerin. Das sind ja aber ganz andere Rahmenbedigungen.
Ich habe als Schuelerin 10
DM fuer Englischnachhilfeunterricht bekommen. Im Studium dann 600
DM pro Monat fuer einen 15-Stunden-Vertrag (pro Woche) als studentische Hilfskaft im Umweltschutz (das war ja aber sozusagen schon "qualifizierte Arbeit"), was auch ca. 10
DM pro Stunde waren. Und noch spaeter 12
DM pro Stunde als Call-Centre-Agent.
War auch voellig okay fuer mich.
Im Fall der Selbststaendigkeit allerdings:
Als Selbstaendiger braucht man da kein schlechtes Gewissen haben, mehr zu nehmen, das ist was ganz anderes. Und wenn ich hier Phonetikunterricht fuer Saenger gebe oder auch Englisch-Deutsch-Uebersetzungen mache, ist das schon was anderes (letztere werden hier sowieso per Wort bezahlt

). Also liebe cantilene, nicht schamhaft Erroeten
