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Raupe
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Verfasst: 09.08.2011, 22:09 |
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Registriert: 15.04.2011, 17:22 Beiträge: 47
Vorname: S.
Nachname: R.
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Hallo,
diese Woche hatte ich wieder eine Gesangstunde, aus der ich hochmotiviert und begeistert, aber auch wieder fast vor Fragen platzend heraus gegangen bin. Ich hätte meine GL die vollen 60 Minuten mit Fragen rund um Technik und die Stücke "löchern" können. Das sind so Sachen, wie "Warum klingt das von A gesungen besser als bei B", "Was machen die anders, wo sind die Unterschiede in der Technik und somit in der Wirkung", "Wie ist das Stück zeitlich einzuordnen", "Mit welchen Mitteln arbeitet der Komponist", "Wo liegen die Herausforderungen in dem Stück", "Wie kriege ich da ganz oben die Töne hin, die gut und voll klingen" und und und … Aber natürlich auch Fragen, wie was ich anders mache und warum bei mir dies und jenes haken könnte (diese Fragen streifen wir eher; ich kann und darf aber alles fragen :Kaffee, bitte nicht falsch verstehen).
Zwar kann ich mir einiges durch meine Literatur erklären bzw. erarbeiten, aber irgendwie fehlt mir der Austausch mit meiner GL. Ein paar Fragen werde ich auch immer los; jedoch stehe ich vor dem Dilemma "Neugierde befriedigen" oder "Singen lernen". Gefühlt sind mir die Stunden bei der jetzigen GL immer viel zu kurz, so dass ich versuche, soviel wie möglich zu "Singen". Wir machen (zur Zeit) viel Technikübungen (nett verpackt), die mir viel bringen und singen dann am Ende der Stunde kurz noch ein Stück. Da bin ich dann hinterher aber nie "am Ende/fertig" (im Vergleich zu früher, da haben wir am Ende der 30 bis 40 Minuten am Stück geschraubt und ich hatte das Gefühl "jetzt muss ich zu Hause weiter üben, damit wir Vorwärtskommen").
Kennt Ihr diese Gefühle auch und wie löst Ihr das?
Viele Grüße
Raupe
_________________ "Musik ist die Kurzschrift des Gefühls."
(Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi)
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ospite
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Verfasst: 10.08.2011, 16:49 |
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Registriert: 28.02.2011, 18:25 Beiträge: 203
Vorname: Dietmar
Nachname: Vollmert
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Hallo Raupe, auch wenn ich vor 17 Jahren die Seiten gewechselt habe, kann ich mich noch gut daran erinnern, dass es mir damals genauso ging wie Dir. Heute freue ich mich, als Lehrender, über die Neugierde meiner Schülerinnen und Schüler - für mich ein Beweis dafür, dass sie " brennen ". Nur weiter so ! Es gibt bekanntlich keine dummen Fragen...... Ciao. Ospite 
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Hilde45
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Verfasst: 10.08.2011, 17:11 |
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| junges Mitglied |
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Registriert: 24.12.2009, 21:47 Beiträge: 45
Vorname: Hilde
Nachname: Maurer
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Ich habe keine Neugier mehr -wahrscheinlich weil ich schon zulange singe (20Jahre) und habe im Jahr nur mehr 6bis 8 Stunden (aber viel mehr Korrepetition).Dazu kommtdaß meine GL von sich aus fast zuviel erklärt und redet- auch was ich nicht sogenau wissen möchte-Deshalb frage ich auch kaum außerdem habe ich nur 30 Minuten ca.alle 3 Wochen und da ist keine Zeit für viel Fragen - singe auch nie ein sondern mache nur die jeweilige Literatur die ich für den nächsten Gesangsabend brauche. Hillde45
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ospite
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Verfasst: 11.08.2011, 00:18 |
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Registriert: 28.02.2011, 18:25 Beiträge: 203
Vorname: Dietmar
Nachname: Vollmert
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E strano ! Ich singe seit mehr als vierzig Jahren, davon vier Jahrzehnte öffentlich - und ich brenne noch heute vor Neugierde, in dem Bewusstsein, bis zum Schluss vielleicht zwanzig Prozent dessen erfahren zu haben, was ich eigentlich wissen wollte ! Mit diesem Elan, mit diesem stets ungestillten Wissensdurst, wirke ich ansteckend auf meine Leute, es mir gleich zu tun. Und ich glaube, "musika" geht es nicht anders. Ciao. Ospite 
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LaCastafiore
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Verfasst: 11.08.2011, 10:12 |
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Registriert: 12.05.2006, 11:07 Beiträge: 1281 Wohnort: kein Blick auf den Eiffelturm mehr, aber dafür mittendrin *20.1.1962
Vorname: I.
Nachname: K.
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Das wundert mich auch - ich singe auch gefühlte Ewigkeiten, zweifle zwar immer wieder - doch die Neugier und den Wunsch dazu zu lernen, den habe ich mir erhalten.
Gerade habe ich den Workshop mitgemacht und ich finde es nach wie vor sehr spannend, bei der technischen Arbeit der Anderen zuzusehen - mich mit Kollegen auszutauschen - mich mit einem weniger fortgeschrittenen Schüler über dessen Fortschritte auf seinem Niveau zu erfreuen. Wenn plötzlich der hohe Ton, bei dem man die Angst spürte, voller Freude strahlend schön klingt, weil da jemand gelernt hat, neue technische Anregungen umzusetzen - das ist doch wunderschön :)
Liebe Hilde - macht Dir denn das Singen so überhaupt noch Freude - für mich klingt das irgendwie sehr frustriert.
Liebe Grüße von Casta
_________________ La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz
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Lilythia
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Verfasst: 11.08.2011, 13:08 |
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Registriert: 30.10.2010, 11:40 Beiträge: 66
Vorname: Stephanie
Nachname: L.
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Ich hab das Singen schon als Kind geliebt, und wenn ich etwas liebe dann kann ich nie genug darüber wissen und die Neugierde bleibt immer - immer und überall und gerade auch beim Gesang kann man immer dazu lernen, egal wie gut man schon ist! Ich beschäftige mich mit allen Aspekten des Singens (psychischen, physischen, sozialen, spirituellen), ich quetsch liebend gern andere Sänger und Sängerinnen und auch GesangslehrerInnen aller Richtungen aus (deshalb lese ich auch so gerne in diesem Forum)... Ich liebe es andere Menschen singen zu hören und würde am liebsten die ganze Welt zum singen bringen Und für jeden der gerne singt und das Singen als Teil seines Lebens sieht - ob Laie oder Profi (ob gut oder schlecht, man kann ja auch laut, falsch und mit Begeisterung singen und auch das find ich muss sein  ) - wenn man einmal mit dem Thema anfängt, siehst du ein funkeln in ihren Augen, eine unbändige lebensfrohe Begeisterung und die Gespräche können nächtelang gehen... Es ist magisch! Ich bin wahrlich kein Mensch der zu Kitsch neigt und rosarote Blümchen streut, selten ins schwärmen gerät - aber wenns um "Töne küssen" (so nennt es eine Freundin von mir die Musicalsängerin ist) geht, dann werd sogar ich kitschig @Hilde bei dir klingt Singen etwas das du tun musst, nach nem "Job" - es klingt traurig und frustierend, also warum singst du überhaupt noch?! Lg Lily
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musika
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Verfasst: 11.08.2011, 13:34 |
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Registriert: 10.11.2005, 01:00 Beiträge: 4546 Wohnort: Diessen am Ammersee
Vorname: Erika
Nachname: Sommer
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Mein Satz bei den Schülern "fragt mir Löcher in den Bauch, wer fragt, bekommt Anworten. Nie sollte man etwas tun wovon man eigentlich nicht weiß "warum, wieso, weshalb, doch ich habe nie von mir aus Theorie stundenlang eerklärt, dafür ist eine Stunde zu kurz. Aber ich habe von Zeit zu Zeit alle Schüler zusammen bestellt für eine theoretische Fragestunde. In dieser Stunde konnten alle Fragen gestellt und von mir beantwortet werden.
Man lernt nie aus. Auch im vergangenen Workshop gab es immer wieder für mich alten Hasen interessante Dinge, die aufgefrischt und bestätigt wurden, die ich vielleicht vergessen hatte.
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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Mama2009
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Verfasst: 11.08.2011, 20:27 |
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Registriert: 04.10.2010, 17:33 Beiträge: 229
Vorname: C
Nachname: K
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hi!
ich muss gestehen, ich bin bei weitem nicht so neugierig. was mein gesangslehrer sagt, ist für mich gesetz. da brauch ich nicht noch lange fragen.
ich bin so dermaßen mit mir und meinen tönen beschäftigt, dass ich mir keine gedanken um was anderes mache.
_________________ Gruß Mama2009
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Raupe
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Verfasst: 11.08.2011, 21:02 |
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Registriert: 15.04.2011, 17:22 Beiträge: 47
Vorname: S.
Nachname: R.
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Ja, die Stunden kenne ich auch, wo ich nur mit mir selber beschäftigt bin und dankbar bin, wo ich nicht immer noch etwas neues ausprobieren soll. Aber oft kommt die Neugierde durch: wir probieren viel aus, wie die Töne bei mir am Besten "zu produzieren" sind, die Silben so klingen, wie sie klingen sollen. Da stellt sich dann einfach ein Denkprozess ein, ich analysiere was ich höre und fühle und habe tausend Fragen; und wenn nicht in der Stunde, dann spätestens auf dem Heimweg. Und gerade, weil ich auch eine gewisse Ungeduld habe, will ich das Wissen von meiner GL "abzapfen". Auch bei der Literatur sprudelt es dann nur so: da habe ich mal ausnahmsweise einen 4/4-Takt statt 3/4-Takt (der mir noch nie so richtig lag ...) und dann fühle ich das Stück im 3/4-Takt - hä? Das liegt eindeutig an der Komposition und da will ich einfach wissen, wie das gemacht ist. Und wie war das noch Mal mit den Kirchentonarten? Usw. usw. Den Ansatz von Musika finde ich toll. Genau so etwas fehlt mir. Das wäre die ideale Ergänzung zum Unterricht, bei dem ich oft schon so viel frage ... und doch auch noch ganz schnell singen lernen möchte ...  . Vielleicht hat meine nächste GL (die ich mir leider in absehbarer Zeit suchen muss) auch Meisterklassen/offene Klassen, wo sich alle Schüler treffen und üben. Viele Grüße Raupe
_________________ "Musik ist die Kurzschrift des Gefühls."
(Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi)
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Hilde45
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Verfasst: 24.08.2011, 18:17 |
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| junges Mitglied |
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Registriert: 24.12.2009, 21:47 Beiträge: 45
Vorname: Hilde
Nachname: Maurer
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Ich habe nachgedacht und bin draufgekommen daß ichGL Lehrer wechseln muß(6 Jahre bei der vorherigen GL).Jetzt frage ich wieder, weil bei dieser ganz jungen GL (Österreicherin) die Antwort kurz und prägnant ist und ich kann es sofort umsetzen was sie sagt.der Unterricht ist viel lebendiger als vorher.die frühere GL komm aus einem anderen Land , kann nicht so gut deutsch und erkärte alles sehr umständlich .noch dazu verwendete sie öfters Begriffe aus der Musiktherorie wo ich dann meine Tochter(Musiklehrerin) fragen mußte was die GL meint. Sowohl die jetzige GL als auch die Korrepitorin sind humorvoll und das gefällt mir da habe ich viel mehr Freude beim Singen als vorher.
Hilde 45
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Raupe
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Verfasst: 24.08.2011, 21:05 |
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Registriert: 15.04.2011, 17:22 Beiträge: 47
Vorname: S.
Nachname: R.
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Hallo Hilde, das klingt doch gut! Mir ist diese Freunde im Unterricht sehr wichtig und ich fand es schade, dass Dir die abhanden gekommen war. Ich merke auch immer wieder, wie groß die Rolle dabei ist, dass man seinen GL "versteht". Ich hatte auch gerade wieder vor kurzem das Erlebnis, dass ich im Chor bei meiner früheren GL mit der Beschreibung, wie wir die Silbe singen sollen nicht wirklich etwas anfangen konnte. Meine jetzige GL hat mir das aber so toll erklärt (und auch gerade noch an diesem Wort!), dass ich nun genau wusste, was ich zu tun habe und was sie wollte. Vorher hätte ich halt mit einen Schimmer einfach irgendwas gemacht ... Ich wünsche Dir weiter viel Freude und Neugierde! Raupe
_________________ "Musik ist die Kurzschrift des Gefühls."
(Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi)
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