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gioachino
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Verfasst: 01.03.2007, 20:40 |
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Das dürfte nicht nur unseren musencusmuc interessieren.
Harnonncourt dirigiert : 20 Uhr , 3 Sat.
Ciao. Gioachino 
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najade
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Verfasst: 02.03.2007, 00:13 |
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Hehe, das fand ich ganz lustig, die Königin der Nacht kommt aus dem Kühlschrank
Am besten fand ich Elena Mosuk als Königin, die anderen hauen mich nicht so sehr vom Hocker, vor allem die Männer sind ziemlich schwach, irgendwie blaß, wie auch die Kulissen
P.S.: Wers noch gesehn hat: findet Ihr nicht auch, dass die Pamina-Arie etwas @rsch-schnell war?! 
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gioachino
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Verfasst: 02.03.2007, 01:05 |
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Erster Eindruck : Ich kann mich den Lobhudeleien der Moderatoren nicht anschließen. Sängerisch so weit o. k., Pamina - Arie wg. des schnellen Tempos verschenkt, den hoch verehrten Salminen habe ich schon eindrucksvoller erlebt, Ambiente potthässlich, Sarastro als Sekten - Guru
( kommt meinen Vorstellungen entgegen ), die Königin als Fridge - Queen, die sich gleich Tamino unter den Nagel reißt., blinde drei Damen ( was soll das ? ). Aber selbst hier bekam Papageno den meisten Beifall, obwohl er als Dreckspatz durch Eisentüren und Müll tollte, die Proben ein Witz.
Diese Oper verträgt m. E. keine Aktualisierung. Das krude Textbuch lässt sich nur als Märchen ertragen.
Harnoncourts Tempi sind - wie eigentlich immer - sehr individuell und Krusejs Regie hat mir das Werk nicht näher gebracht - im Gegenteil !
Ciao. Gioachino
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Escamillo
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Verfasst: 02.03.2007, 08:33 |
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Es wäre wirklich interessant zu wissen, wie heute die längst verstorbenen Kompositeure über die Inszenierungen ihrer Werke denken, urteilen und sprechen würden.
LG Escamillo
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musencusmuc
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Verfasst: 02.03.2007, 10:17 |
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Registriert: 12.04.2006, 16:47 Beiträge: 285 Wohnort: München (*20.11.1965)
Vorname: Michael C.
Nachname: Frey
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Freunde, Römer, Landsleute,
lieber Gio!
Ich habe leider erst ab Papagenos "I häng mi auf" zugeschaut, weil unsereins ja gerne mal abends arbeiten muss.
Harnoncourts Tempi sind wirklich sehr eigenwillig, um mal so höflich zu bleiben. Es wirkt auf mich ein bisschen so, als würde er es zwanghaft anders machen, als wir es gewöhnt sind; vielleicht wirkt das ganze aber überlegter, wenn man den ganzen Abend mitverfolgen konnte.
Sollte die ganze Geschichte in einer Irrenanstalt spielen? ein bisschen fühlte ich mich an die Physiker erinnert ...
Die immer kopfigen Tölzer Knaben kann ich schon in München nicht ertragen, ich fand sie auch in Zürich recht albern.
Das manische Aktualisieren von Opern empfinde ich eh als ein wenig seltsam. Zwar kann ich mir schon vorstellen, Sarastro als Paten, Königin als Puffmutter / Domina, aber die Frage ist, ob das das Werk wirklich besser macht?!
Ich weiß, lieber gio, dass Du kein Freund der Zauberflöte bist, aber ich kann mich hier nur anschließen, diese inszenierung bringt einem das "krude Werk" nicht eben näher.
Gruß und Kuss, der musencus
_________________ Ein Leben ohne Gesang ist möglich, aber sinnlos!
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DasMutzel
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Verfasst: 02.03.2007, 11:24 |
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Magst du Zauberflöte nicht Gio?
hmm, .....
Ich fand die Bühne fad, kalt und wenig einladend. Über Sangeskünste geb ich hier kein Urteil ab, jedoch fand ich, dass diese OPer netter anzuschauen und anzuhören war als Eugen Onegin an der Met.
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Dola1
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Verfasst: 02.03.2007, 11:59 |
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Hallo, Moin, Grüß Gott,
Insgesamt sehe ich es auch ambivalent. Teilweise erschloss sich mir nicht unbedingt der Sinn irgendwelcher herumliegender, morbide aussehender Leute, aber sowas kommt bei modernen Inszenierungen ja öfter vor...
Grenzwertig unangenehm kam dieser unerträgliche Rassismus in Bezug auf den Monostratos zur Geltung. Klar, das Werk trägt das in sich und ich gehe mal davon aus, dass dies via Brechtscher Verfremdung (die Mutteridee aller moderner Inszenierung  ) herausgearbeitet werden sollte- dafür spricht, dass der Kerl gar so plattitüdenhaft daherkam. Trotzdem: Beifall von falscher Seite nicht ausgeschlossen.
Gelungen fand ich, dass im Zuge dieser ganzen Unwohnlichkeit des Bühnenbildes, der Verschrobenheit der Kostümierung und auch der Sprechtexte die Heuchelei der Logenbrüder incl. Sarastro (der Salminen ist einfach zu sympathisch dafür, habe u.a. seine Neigung zu scherzen mal mitbekommen und mich kaputtgelacht) deutlich wurde. Wenn er seine Tochter nur geholt hat, weil er sie väterlich liebt und ihr zum Glück an der Seite seines Nachfolgers verhelfen will, warum setzt er sie dann permanent, und trotz besserem Wissens wiederholt und das noch VOR den Prüfungen, dem Lüstling und der scheusslichen Umgebung aus? Sowas wird i. d.R gemacht, um eine Gehirnwäsche durchzuführen.
Die Königin (die Sängerin fand ich klasse  ) hat gute Gründe, dem Ganzen feindselig gegenüberzustehen, auch wenn es nicht gerade die feine Englische ist, das Mädel auch noch zusätzlich unter Druck zu setzen. Ich sehe da durchaus Parallelen zum wirklichen Leben (üble Scheidungskriege und die Tatsache, dass kein Ausweg für die Kinder dazwischen wirklich optimal ist außer Totalrückzug, aber den machtsie ja nicht/kann sie nicht machen).
Ergo: Schon während des Schreiben regt die ganze Sache immer mehr zum Nachdenken an und das spricht eindeutig für den Inszenierungsansatz, auch wenn viel unnötig war, z. B. die Blindheit der Damen (blinde Ergebenheit zur Königin? Schmarrn!) oder die "fürchterliche" Gefährlichkeit der Schlagenviecher (das stimmt doch nie).
LG,
dola
P.S. Möchte festhalten, dass wir WESENTLICH disziplinierter mit unserem Tamino umgegangen sind als es hier zu sehen war. Das könnte sich durchaus wieder ändern 
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najade
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Verfasst: 02.03.2007, 14:25 |
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musencusmuc hat geschrieben: Harnoncourts Tempi sind wirklich sehr eigenwillig, um mal so höflich zu bleiben. Es wirkt auf mich ein bisschen so, als würde er es zwanghaft anders machen, als wir es gewöhnt sind; vielleicht wirkt das ganze aber überlegter, wenn man den ganzen Abend mitverfolgen konnte.
Ja stimmt Musencusmuc! Den Eindruck hab ich auch, dass Harnoncourts scheinbar unbedingt etwas anderes als die anderen präsentieren will, das hat er ja auch letzten Sommer in Salzburg mit dem Figaro so gemacht. Gestern gabs ja auch ein Interview mit ihm in der Pause und er meinte er würde jedesmal ganz neu an die Opern rangehen, als wären sie jedesmal von neuem eine Uraufführung. Diese Idee find ich ja eigentlich nicht schelcht, aber leider übertreibt er es etwas, zumindest für meinen Geschmack, der wahre Charakter wird irgendwie verschoben, ist dann zwar seine Interpretation, so bleibt er sicher allen in Erinnerung (das wird wohl auch sein Motiv sein  ), aber die Gefahr ist doch, dass man sich gundsätzlich immer weiter vom Original entfernt, kann das sein?
Er scheint diesem Trend der heutigen Regisseure, alles etwas zu verfälschen, gerne zu folgen, aber SO will ich keine Pamina-Arie hören!
Die soll unter die Haut gehen und nicht schnell mal durchgesungen werden.
Liebe Grüße
Najade
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gioachino
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Verfasst: 02.03.2007, 17:49 |
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Dass wir uns nicht missverstehen : Mit Mozarts Zauberflöte habe ich nur insofern Schwierigkeiten, als mir das Libretto weitestgehend missfällt.
Die Musik steht m. E. jener der Da Ponte - Trias keineswegs nach !
Ciao. Gioachino
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