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 Betreff des Beitrags: Andre Rieu, Ich tanze mit dir....
BeitragVerfasst: 30.10.2008, 21:00 
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Hallo,

noch immer geht mir ein Gedankengang nicht aus dem Kopf.....

Gestern rief mich eine gute Bekannte an, um mich auf die Andre Rieu Sendung "Ich tanze mit dir ..." aufmerksam zu machen. Ihr zuliebe habe ich mir auch Ausschnitte angesehen und nun kommt mein Gedankengang. Warum finden die Leute diese Sendung bzw. Show sooooo toll. Nein ich meine nicht seine mit Orchester gespielten Walzerträume nööööööö das ist sein Part und wem es gefällt.. Nein es machten auch Gesangssolisten mit und daran konnte ich nichts schönes finden. Von der Qualtität mal abgesehen, da will ich nichts dazu sagen.

Was mich aber so schockiert, da werden Solo-Arien von 3 Tenören (nein nicht "Die drei Tenöre") aufgeteilt und stellenweise mit allen drei Tenören einstimmig gesungen, da stimmen die dt. Texte nicht oder das berühmte Duett aus "Phantom of the opera" hat eine andere Fassung bzw. frei erfunden, zumindest ich kannte es SO noch nicht.

Hmm wir machen uns soviele Gedanken, ob wir evt. dt. Texte singen dürfen und und und welche Fassung wir nehmen usw. und in solch einer Show hmm räusper, aber das Publikum tobt und selbst meine Bekannte war begeistert ahhhhhh. Ich habe nach besagten Erlebnissen umgeschaltet....... warum nur!

Ich weiß, alles Geschmackssache und jeder Jeck ist anders, jedoch warum wird dieses "Niveau" so hoch angesehen und mit solch einem Ruhm.

Liebe Grüsse
Chero


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BeitragVerfasst: 30.10.2008, 21:45 
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Ja chero,
das ist das Problem, mit dem wir als "Konservative" wohl leben müssen.
Freddy Breck hat ja schon vor Jahrzehnten, den NabuccoChor "versolist" und man denke nur an den "Song of joy", wo Beethovens 9. publikumswirksamer über die Zahnarztlautsprecher geflötet wurde - ob Beethovens 9. nicht schon publikumswirksam genug ist (?).
Marcel Reich-Ranicki hat sich ja über das Fernsehniveau klar geäußert !

Die Originalversionen sind ja kein Trend, es geht ja in allem nur um, neuer, besser, schöner, höher, weiter. So auch mit dem Finanzchrash - so weit, bis es über das Ziel hinaus schießt.

Aber wenn man 3 Tenore braucht, weil es einer nicht mehr schafft, dann sollte sie mal einen Bariton engagieren.
:lol

LG rugero

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BeitragVerfasst: 30.10.2008, 22:16 
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Hallo Chero,

auch mir geht es manchmal so.....warum ist das so erfolgreich?!?!? Da kann ich nur von mir aus gehen und ich denke mal, dass wir in der heutigen Zeit damit leben müssen, dass alles in der klassischen nicht mehr nur "starr" gesehen wird und die s.g. künstlerische Freiheit zeimlich oft solche Rätsel aufgibt.

Wenn man so geprägt ist, wie ich (meine bisherige Biografie) ist man stets offen für neue "Interpretationen" in der ganzen Vielfalt des Lebens und da macht die klassische Musik keine Ausnahme. Ich meine damit die ständige Weiterentwicklung, das Nichtstehenbleiben in allen Lebensbereichen und die Tolleranzbereitschaft, sich mit dem Zeitgeist auseinander zu setzen. Das heisst aber nicht, dass einem (mir) alles gefallen muss und dass ich mitmachen muss....ich spreche auch wirklich nur für mich ganz alleine....

Die letze Echo-Klassik Gala hat mir da ein drastisches Beispiel gezeigt: der Preis wurde u. A. auch an Barabra Sukowa verliehen, die romantische Lieder von Schubert und Schumann in einer CD und einer DVD mit dem Titel "im wunderschönen Monat Mai" eingespielt hat. Bei Amazon gibt es da auch Hörproben..

http://www.amazon.de/Im-Wundersch%C3%B6nen-Monat-Mai/dp/B000PHX4Y2


...auch da wurden bekannte Kunstlieder zum Teil völlig anders "performed" und ich habe zunächst erstmal geschluckt (bin ja ein ausgesprochener Fan der Winterreise im ganz klassischen Sinne.....aber ich muss zugeben, dass mich das Werk von Sukowa auch angesprochen hat.

hier habe ich mal einen Auszug aus einer CD-Vorstellung von Martin Grunenberg vom hessischen Rundfunk:

Lange nicht mehr hat mich die Geschichte vom Erlkönig so gefesselt, war dieses Rennen um Leben und Tod so direkt erfahrbar, wie in dieser Interpretation von Barbara Sukowa und Reinbert de Leeuw mit dem Schönberg Ensemble. Dass die Schauspielerin Barbara Sukowa mit Texten umgehen kann, ist bekannt. Auf dieser CD präsentiert sie sich aber auch als sehr ausdrucksstarke Sängerin mit vielen Facetten, das reicht von naiv mädchenhaften Tönen über Diseusenhaften Gesang bis zu aggressivem Überdruck.

Die Stücke auf der CD wirken wie eine Traumreise durch die Lieder Schumanns und Schuberts. Bekannte Melodien und Klavierbegleitungen tauchen in neuem Klang auf, Lieder unterschiedlicher Zyklen reihen sich aneinander und klingen, als seien sie genau so schon immer geplant gewesen, Melodie- und Textzeilen brechen plötzlich ab, setzen an anderer Stelle wieder ein oder verklingen im Nichts – Echos und Erinnerungen aus einer anderen Welt. Faszinierendes Hör-Theater.

Eigenwillige Interpretationen

21 Lieder von Franz Schubert und Robert Schumann haben Reinbert de Leeuw und Barbara Sukowa hier zusammengestellt. Über Auswahlkriterien und Abfolge erfährt man im CD-Beiheft nichts, da sind nur einige Fotos von Barbara Sukowa mit dem Ensemble zu sehen. Aber man braucht nicht unbedingt Informationen, man kann sich einfach auf die Lieder einlassen und dann der Traumreise folgen. Erschienen ist die CD beim Münchner Label „Winter und Winter“ in gewohnt liebevoller Verpackung.


Das Thema finde ich sehr spannend und es würde mich freuen, wenn noch viele Beiträge dazu kommen würden.

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Manne


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BeitragVerfasst: 30.10.2008, 22:42 
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Hallo manne,
netter Hinweis,werde mir den Kauf der Sukowa überlegen.
Hier mal ein anderer Hinweis:
Winterreise mit Hannes Wader
http://www.amazon.de/Dich-Hab-Ich-Gedacht/dp/B000024GOM/ref=sr_1_5?ie=UTF8&s=music&qid=1225402613&sr=1-5http://www.amazon.de/Dich-Hab-Ich-Gedacht/dp/B000024GOM/ref=sr_1_5?ie=UTF8&s=music&qid=1225402613&sr=1-http://www.amazon.de/Dich-Hab-Ich-Gedacht/dp/B000024GOM/ref=sr_1_5?ie=UTF8&s=music&qid=1225402613&sr=1-http://www.amazon.de/Dich-Hab-Ich-Gedacht/dp/B000024GOM/ref=sr_1_5?ie=UTF8&s=music&qid=1225402613&sr=1-5

LG rugero

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BeitragVerfasst: 31.10.2008, 00:23 
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Hallo,

ja gerade die Solo-Arie aufgeteilt auf 3 Tenöre war für mich wirklich etwas Unmögliches. Ich denke mir nicht, daß es daran lag, daß ein Tenor alleine sie nicht geschafft hätte. Leider gibt es, wie ich es schon vermutet habe, nichts in der Mediatheke. Hätte es gerne hier eingestellt, soll nicht sein.

Ist alles eine Geschmackssache, jedoch dieses schleimige Lob in den höchsten Tönen von Andre Rieu, so in der Art "...der gemeinsame Klang dieser drei Stimmen berührt mich immer aufs neue und unsagbar schön" Keine Ahnung was ER schön findet aber für mich war es nur ein Kopf schütteln und tief atmen. Wo war da ein Einklang, wenn die Stimmen nicht korrekt gemeinsam einsetzen. Ist halt immer eine Sache der Verpackung......

@Manne: Ich gebe dir ja Recht, aber weißt du ich greife mir da wirklich an den Kopf, wenn im Fernseh soviel, für mich Unmögliches, sehe und die Leute/Publikum es toll finden, ja sogar Begeisterugsstürme etc. Auf der anderen Seite bei normalen Konzerten, nehmen wir mal die des einheimischen Kirchenchors oder Männerchors, da wird sowas von genau hingehört und kritisiert, da hören sie Unstimmigkeiten. Warum dann nicht bei solchen Übertragungen bzw. Shows. Da dürfen die "Stars" alles und sonst, wo sich die Hobbysänger wirklich bemühen, da wird genörgelt. Es sollten sich mal Solisten in normalen Konzerten wagen eine andere Fassung wie die gewohnte bspw. von "Phantom of the opera" zu singen, dann käme direkt "was haben die denn da gesungen....." und die Stars dürfen es und der Saal tobt. Zwei Welten für mich.

Liebe Grüsse
Chero


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BeitragVerfasst: 31.10.2008, 11:17 
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Hallo,
auch ich fand die Arie auf drei Tenöre aufgeteilt keine gute Idee, weil schon die gleichzeitige Absprache nicht funktionierte. Aber ich weiß, daß die Mehrzahl des Publikums eben solche Dinge überhaupt nicht hört und nur den Unterhaltungseffekt liebt. Und da spielt es für sie überhaupt keine Rolle, ob perfekt oder nicht perfekt. Dies erlebe ich immer wieder in der Unterhaltung mit anderen Leuten. Was kann und will man dazu dann noch sagen?

Gruß dalila


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BeitragVerfasst: 31.10.2008, 11:25 
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Was dem Einen sein Musikantenstadl, ist dem Andern sein A.Rieu. Die als "Gesang" apostrophierten Sukowa-Laute gehören m.E. in die Sendung "Neues aus der Anstalt". Da kann ich nur traurig fragen: Quo vadis, Liedgesang?
:abgelehnt


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BeitragVerfasst: 31.10.2008, 11:47 
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Hallo rugero,

diese CD habe ich auch schon drei Jahre lang und es ist wirklich erstaunlich, was dieser "Barde" aus den Schubertliedern (wie z. B. die Forelle und im Abendrot; ....und aus der schönen Müllerin und Winterreise) gemacht hat; interessant ist auch die Begleitung durch E-Bass und Gitarre.....

die verschiedenen Lieder bekommen einen ganz anderen Ausdruck und erzeugen eine ganz andere Stimmung, als man gewöhnt ist....Inhalt:

BildBild

ich höre diese CD öfter mal!

rugero hat geschrieben:


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BeitragVerfasst: 31.10.2008, 12:16 
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Hallo Chero,

ich glaube, dass ich Dich gut verstehen kann :troest :

so nach dem Motto.....wer Erfolg hat, hat Recht mit dem, was er tut.(oder so ähnlich);

ich denke dass ein A.R., wie viele andere Stars auch ihre Werke sehr gut zu vermarkten wissen und da gehört es auch dazu, alles in den Himmel zu loben, vielleicht enorm zu übertreiben, Emotionen der Zuschauer anzusprechen uns so weiter......ich bin überzeugt, dass diese Leute sehr gut geschult sind in solchen Dingen und vielleicht leigt es wirklich am meisten an der "werbepsychologischen Wirkung", dass der Jubel beim Publkum so groß ist. Ich hörte A. R. auch mal in einem Interwiev sagen, dasser alles ziemlich locker sieht und ihm letztendlich die Wirkung auf das Publikum mit seiner Show das Wchtigste ist. (so hatte ich ihn zumindest verstanden! :verdacht )

Leider fehlen mir, und auch auch sicher vielen anderen sehr guten Sängern bzw. Musikern die Mittel, sich derart umfassend in "Szene setzen" zu können, wie das eine Truppe um A.R. machen kann.
Deshalb werde ich aber trotzdem auch immer wieder mein Bestes versuchen zu geben und freue mich über positive Feedbacks.......halt alles ein paar Nummern kleiner aber genau so schön. :n1:

In diesem Sinne einen schönen Feiertag.

PS: @ chero: ich habe das Buch von T.Q. bereits fast zur Hälfte gelesen...werde bald darüber schreiben!
chero hat geschrieben:
Hallo,

ja gerade die Solo-Arie aufgeteilt auf 3 Tenöre war für mich wirklich etwas Unmögliches. Ich denke mir nicht, daß es daran lag, daß ein Tenor alleine sie nicht geschafft hätte. Leider gibt es, wie ich es schon vermutet habe, nichts in der Mediatheke. Hätte es gerne hier eingestellt, soll nicht sein.

Ist alles eine Geschmackssache, jedoch dieses schleimige Lob in den höchsten Tönen von Andre Rieu, so in der Art "...der gemeinsame Klang dieser drei Stimmen berührt mich immer aufs neue und unsagbar schön" Keine Ahnung was ER schön findet aber für mich war es nur ein Kopf schütteln und tief atmen. Wo war da ein Einklang, wenn die Stimmen nicht korrekt gemeinsam einsetzen. Ist halt immer eine Sache der Verpackung......

@Manne: Ich gebe dir ja Recht, aber weißt du ich greife mir da wirklich an den Kopf, wenn im Fernseh soviel, für mich Unmögliches, sehe und die Leute/Publikum es toll finden, ja sogar Begeisterugsstürme etc. Auf der anderen Seite bei normalen Konzerten, nehmen wir mal die des einheimischen Kirchenchors oder Männerchors, da wird sowas von genau hingehört und kritisiert, da hören sie Unstimmigkeiten. Warum dann nicht bei solchen Übertragungen bzw. Shows. Da dürfen die "Stars" alles und sonst, wo sich die Hobbysänger wirklich bemühen, da wird genörgelt. Es sollten sich mal Solisten in normalen Konzerten wagen eine andere Fassung wie die gewohnte bspw. von "Phantom of the opera" zu singen, dann käme direkt "was haben die denn da gesungen....." und die Stars dürfen es und der Saal tobt. Zwei Welten für mich.

Liebe Grüsse
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BeitragVerfasst: 31.10.2008, 13:08 
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rugero hat geschrieben:
Aber wenn man 3 Tenore braucht, weil es einer nicht mehr schafft, dann sollte sie mal einen Bariton engagieren.



LOL! Der war gut! (Tenöre mögen das vielleicht anders sehen…)


chero hat geschrieben:
ich greife mir da wirklich an den Kopf, wenn im Fernseh soviel, für mich Unmögliches, sehe und die Leute/Publikum es toll finden, ja sogar Begeisterugsstürme etc.


Ist das Publikum, das den Rieu toll findet, wirklich DAS Publikum? Oder ist es nicht eher ein ganz anderes, als das, was z.B. in ein Konzert mit Ars Nova-Motetten gehen würde? Das Publikum bei A. Rieu wird man vielleicht auch in „Das Phantom der Oper“ finden. Aber ob man es auch in der Oper findet? Ich meine, daß das, was A. Rieu bietet, weniger in der Kategorie „klassische Musik“ angesiedelt ist, als eher im Pop-Musikbereich. Vergleichbar etwa mit dem, was etwa in der „volkstümlichen“ (Nein, ich verkneife mir jetzt hier das „d“) Musik oder bei DSDS produziert wird. Und in DIESER Kategorie ist es wieder vergleichsweise gut. Insofern ist auch die Publikumsreaktion verständlich.

Das ist einfach das Marketingkonzept: Er nimmt beliebige (populäre!) Elemente aus dem Klassikbereich, spült sie für ein breites Publikum weich – „easy listening“ – und erzählt SEINEM Publikum, es WÄRE Klassik. Daß es das nicht ist, weiß jeder, der sich ernsthaft damit beschäftigt. Nur: Ich unterstelle jetzt einfach mal, daß das Publikum, das Rieu gut findet, sich nicht damit auseinandergesetzt hat. Man kann schließlich fast jedem fast alles erzählen, wenn er keine Ahnung hat.

Und er vermarktet das gut. Nehmen wir die drei Tenöre. Das war ja schon bei Pavarotti/Carreras/Domingo nur ein rein kommerzelles Konzept. Künstlerisch war das bereits bei diesen drei fragwürdig. Nur: wer hinterfragt das? Wenn drei Ausnahmekünstler so etwas machen, dann MUSS es gut sein, dann IST es gut. Wenn 50000 Leute zu so einem Konzert gehen und horrende Eintrittspreise dafür hinlegen, dann können sich die 49999 anderen ja schließlich nicht alle irren, oder? Rieu hat genau dieses Vermarktungskonzept kopiert, und die drei bei seiner Veranstaltung haben nichts anderes gemacht, als die „großen Drei“. Was aber bei bei jenen schon fragwürdig war, ist es bei diesen natürlich erst recht. Im Hinterkopf sitzt aber irgendwo schon die Assoziation: drei Tenöre – drei gute Sänger – große Kunst. Deswegen hat er das auch mit Tenören gemacht. Hätte er es etwa mit drei Altistinnen gemacht, dann hätte vielleicht der eine oder andere die Frage gestellt: „so what“? Da ist die Assoziation nicht da. Und natürlich muß er das in seiner eigenen Show loben, wie toll und bewegend er das findet. Soll er vielleicht sagen: „ey, Leute, da ist jetzt ein großer Scheiß, was wir da machen, aber wir wollen euch halt irgendwie das Geld aus der Tasche ziehen“? Auch seine angebliche Stradivari gehört hier her. Da assozieren viele halt „Tolles Instrument. So was spielen nur die ganz guten. Also muß Rieu einer von den ganz guten sein...“

Das psychologische Erklärungsmodell für das Phänomen André Rieu et al. findet man hier:
http://gutenberg.spiegel.de/?id=12&xid= ... 6cf0f077e2


Das grundlegende Problem besteht darin, daß es weder für „Kunst“ noch für „Kitsch“ eine wirklich griffige und schlüssige Definition gibt, schlechterdings also auch keine Abgrezung möglich ist. Das Unbehagen rührt daher, daß wir (ich glaube ich darf das hier sagen) zwar „wissen“, daß es Kitsch ist, das aber nicht wirklich begründen können. Genausowenig gibt es Argumente dafür, daß es keine Kunst ist. Die gleichen Abgrenzungsprobleme haben auch die Vertreter „echter“ Volksmusik gegenüber den Veranstaltungen eines Hansi Hinterseer oder Florian Silbereisen: Die haben noch nicht einmal eine allgemeingültige Definition von „Volksmusik“.

Aber einen Trost gibt es doch (wenn es denn einer ist): Das, was unter „klasischer Musik“ subsummiert wird, hat vor 300 Jahren auch nur ca. 10% der Bevölkerung angesprochen. Und an diesem Prozentsatz hat sich bis heute nichts geändert. Der Rest bevorzugt bis auf den heutigen Tag Pickelhering und Hanswurst...

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BeitragVerfasst: 31.10.2008, 14:08 
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T M Pestoso hat geschrieben:
Deswegen hat er das auch mit Tenören gemacht. Hätte er es etwa mit drei Altistinnen gemacht, dann hätte vielleicht der eine oder andere die Frage gestellt: „so what“? Da ist die Assoziation nicht da.


Ja jaaa. Hackt nur auf uns rum ! :abgelehnt
Hätte er es mal mit drei Altistinnen gemacht !, die Leute hätten getobt : Emotion, Sinnlichkeit und die Macht der Übersinnlichen ( Hexen ) da hätten die 3 Tenörchen ihre Sachen gepackt, wären nach Hause gefahren und hätten geweint.

Grüße
Uralt

P.S. Ich entschuldige mich für den unqualifizierten aber absolut so gemeinten Einwurf. :kaffee

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Zuletzt geändert von Uralt am 31.10.2008, 15:39, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 31.10.2008, 15:33 
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@uralt: GENAAAAUUU!! Bin voll deiner Meinung und sehe keinerlei Grund für eine Entschuldigung. :n171: :lol :dafür:

:n99: dola


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BeitragVerfasst: 31.10.2008, 15:46 
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Das ist ja auch der Grund, warum die Tenöre in der Oper lieber mit den Sopranistinnen...
Die Altistinnen sind da suspekt: singen fast in der gleichen Tonlage wie die Tenöre, haben aber offensichtlich absolut kein Problem mit Tönen in der Höhe, bei denen sich jeder Tenor die Gurgel verrenkt... ;-)

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BeitragVerfasst: 31.10.2008, 17:31 
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dola hat geschrieben:
@uralt: GENAAAAUUU!! Bin voll deiner Meinung und sehe keinerlei Grund für eine Entschuldigung. :n171: :lol :dafür:

:n99: dola


Schließe mich Uralt und dola an! Warum? Darum: Frauen mit tieferen Stimmen haben den Sopranistinnen zweierlei voraus: sie sind viel sinnlicher und neigen weniger zu Zickereien.
Jetzt erwarte ich Prügel von allen Kolorateusen, denen sei zuvor noch geflüstert: Nicht jede Hochtönerin ist eine Königin der Nacht. :n168:
Damit sich niemand betroffen fühlen muß: Es gibt natürlich Ausnahmen. :respekt

:n99:


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BeitragVerfasst: 31.10.2008, 22:17 
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T M Pestoso hat geschrieben:
Das grundlegende Problem besteht darin, daß es weder für „Kunst“ noch für „Kitsch“ eine wirklich griffige und schlüssige Definition gibt, schlechterdings also auch keine Abgrezung möglich ist.


Zitat aus einer Mottenkiste: Kunst kommt von Können, käme sie von Wollen hieße sie Wunst! haushalt__005.gif

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BeitragVerfasst: 31.10.2008, 22:51 
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Hallo,

ja es war ja für A.R. ja auch leicht einfach auf der schon eingefahrenen und erfolgsversprechenden Schiene "Drei Tenöre" zu fahren. Ich denke mir es wäre total egal gewesen WELCHES Stimmfach diesen Erfolg bewirkt hätte, wenigstens es wären welche gewesen. So waren es die Tenöre, aber was diese drei Herren mit den bekannten "Drei Tenöre" gemeinsam haben, das ist für mich das Stimmfach und das Geschlecht. Ja ich bin nun böse aber an die Leistung der andern können diese Herren bei A.R. nicht tippen.

Vox Clara hat es ja schon geschrieben, da waren nicht mal die Einsätze korrekt und von einem Klangschmelz, der solche geschleimten Worte verdient, habe ich nicht gemerkt oder stopp, wenn ich Klang mal nehme hm ja Klang war da und "Zahn"schmelz werden die drei Herren hoffentlich noch haben :-)

Ehrlich gesagt A.R. mit seinen Walzermelodien kann ich mir noch als Nebenmusik anhören aber mit den Solisten ein resolutes NEIN! Dann lieber und das ist schon Strafe genug eine Sendung "Hansi Hinterseer" oder "Carmen Nebel" bzw. "Heimatabend". Das ist wohl nicht die Musik die ich mag, aber wenigstens sind es nicht weltberühmte Melodien aus Oper, die verhunzt werden.

Liebe Grüsse
Chero


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BeitragVerfasst: 04.11.2008, 14:13 
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Zitat:
Aber einen Trost gibt es doch (wenn es denn einer ist): Das, was unter „klasischer Musik“ subsummiert wird, hat vor 300 Jahren auch nur ca. 10% der Bevölkerung angesprochen. Und an diesem Prozentsatz hat sich bis heute nichts geändert. Der Rest bevorzugt bis auf den heutigen Tag Pickelhering und Hanswurst...


Hallo T M Pestoso,

daran musste ich am Samstag denken.
Kurz zur Info: Sebastian und ich haben am Samstag einige Lieder, Opern- und Operettenarien bei einem privaten Liederabend gesungen. Da wir zwei ziemlich verschiedene Stimmfächer abdecken (davon einmal abgesehen, dass er männlich ist und ich weiblich) konnten wir ein,wie ich finde, sehr schön gemischtes Programm zusammenstellen. Er war für die "netten", eingängigen Stücke zuständig, ich dafür für die ernsteren, oder anders: er sang u.a. Beethoven und Mozart, ich Strauss und Wagner.

Das Pubklikum würde ich mal als interessante Laien aus dem Mittelstand bis Bildungsbürgertum bezeichnen (viele selbst Chorsänger) - also ein Publikum, das für vieles offen ist und dem man auch mal einen Wagner oder Mahler "vorwerfen" darf. ohne es komplett zu überfordern.

Gefallen hat, nach meinem Eindruck, das gesamte Konzert, dennoch konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass eine gewisse Erleichterung spürbar war, als wir vom Lied zu Martha und dann zur Operette schwenkten. Was mich zu der provokanten (?) These veranlasste, dass auch das so genannte Bildungsbürgertum gerne "gefälligen Mainstream" hört. Womit ich nicht die Kompsoitionsleistungen von Herrn Flotow oder Herrn Lehár herabwürdigen möchte, aber die Melodien sind einfach eingängiger als vieles von Strauss, Mahler o.ä. Nut- vielleicht traut das so genannte "Bildungsbürgertum" sich nicht, das zuzugeben?

Wobei es vielleicht andererseits auch für das Publikum langweilig gewesen wäre , die ganze Zeit nur "leichte" Muse zu hören .... Denn ich (als Tochter aus gutem Hause aus der See-Provinz) muss sagen, dass ich einen Abend nur mit Klängen im 3/4- bzw. 6/8 Takt ebenso anstrengend fände wie einen Abend nur mit anspruchsvollen, nicht eingängigen Kompositionen der Spätromantik bis Frühmoderne. haushalt__005.gif

So gesehen, bin ich mit der Mischung unseres Programms nach wie vor zufrieden und würde es wahrscheinlich wieder ähnlich handhaben.

LG

Octaviane

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„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"Koloratursopran, der: Jemand, der den richtigen Ton nicht findet, aber eine Menge Spaß hat ihm hinterher zu jagen" (Anonym)

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BeitragVerfasst: 04.11.2008, 16:48 
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Hi, Octavine

Das “Bildungsbürgertum”, gibt’s das überhaupt noch?

Aber zu deiner Beschreibung würde gut die Beobachtung passen, daß das Publikum (egal welches), immer dann am lautesten klascht, wenn es das Stück besonders gut kennt, es also einer der gängigen „Schlager“ ist. Vielleicht ist das auch der Grund, warum z.B. vor Ostern landauf, landab vom jedem Provinzkaff bis in die Millionenstädte allenthalben MaPa, JoPa, MaPa, MaPa JoPa… von Bach gespielt wird (oder demnächst das WO), aber so gut wie kaum eine der 365000 lohnenden Passionen oder Weihnachtskantaten von anderen Komponisten. Weil das für Interpreten und Publikum der leichtere Weg ist, da bewegt man sich auf bekanntem Terrain, die Vorbereitung ist leichter, und man weiß, daß es ankommt…

Klar gibt es den Mainstream. Da leben ganze Plattenlabels davon, die Deutsche Grammophon etwa. Die produzieren lieber die 500. Einspielung von z.B. Beethovens Dritter, als ein weniger bekanntes Werk eines weniger bekannten Komonisten. Auch Klassik Radio verfolgt diese Marketinglinie – „Higlights“ eben. Und wenn man sich die Konzertszene der großen Chorwerke ansieht: was wird da aufgeführt? Das kann man doch an 10 Fingern abzählen: Die erwähnten Passionen von Bach, Weihnachtsoratorium, h-moll-Messe, Messias, Mozarts Requiem und eine wie auch immer „rekonstruierte“ c-moll-Messe, Mendelsohns Elias - und hier fängt man schon an zu stocken… Vielleicht noch Ungarische Krönungsmesse, Gounods Cäcilienmesse, Beethovens Neunte, Puccinis Missa di Gloria und die eine oder andere Haydn- oder Schubertmesse. Aber sonst? Natürlich gibt es noch das eine oder andere Werk, aber schaut Euch doch die Plakate an, die so hängen!

Und warum sollte für das Publikum etwas anderes gelten, als für die Interpreten? Mahler und Strauss gehören zu der Generation von Komponisten, für die Anfang des 20. Jhs der Begriff „Neue Musik“ geprägt wurde, und tatsächlich verläuft genau in den Jahren vor und nach dem ersten Weltkrieg die zugegeben unscharfe Trennungsline, diesseits derer viele sagen: „habe ich keinen Zugang mehr“. Das gibt es auch hier in diesem Forum, auch für Strauss (http://www.iphpbb3.com/forum/20934508nx591/komponisten-librettisten-f21/zeitgenossen-t556.html). Viele spüren allerdings auch bereits knapp jenseits dieser Grenze Unbehagen. Strauss und Mahler sind ja nun wirklich für die Hörer etwas anspruchsvoller, als „heut geh’ ich ins Maxim“ oder „Martha, Martha, du entschwandest“. Insofern wundert mich die von Dir beschriebene Publikumsreaktion auch nicht: Ein Publikum, das Léhar goutiert, muß mit Mahler nicht notwendigerweise etwas anfangen können und umgekehrt. Wenn Euer Publikum etwas anders zusammengesetzt gewesen wäre, hätte es auch ganz anders sein können: höflichen Beifall für Léhar und Applaus für Mahler….

Daß da viele Chorsänger im Publikum saßen, ändert daran nichts. Da hat ja auch jeder seine eigenen Musikpräferenzen. Ich hab auch schon erlebt, daß ein Chor gemault hat, weil er Palaestrina singen sollte…

Viele Grüße
TM Pestoso

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"Aber zu deiner Beschreibung würde gut die Beobachtung passen, daß das Publikum (egal welches), immer dann am lautesten klascht, wenn es das Stück besonders gut kennt, es also einer der gängigen „Schlager“ ist. Vielleicht ist das auch der Grund, warum z.B. vor Ostern landauf, landab vom jedem Provinzkaff bis in die Millionenstädte allenthalben MaPa, JoPa, MaPa, MaPa JoPa… von Bach gespielt wird (oder demnächst das WO), aber so gut wie kaum eine der 365000 lohnenden Passionen oder Weihnachtskantaten von anderen Komponisten. Weil das für Interpreten und Publikum der leichtere Weg ist, da bewegt man sich auf bekanntem Terrain, die Vorbereitung ist leichter, und man weiß, daß es ankommt…"

Hallo,
ja, das ist leider wirklich so. Wir haben einen sehr mutigen Chorleiter, der es wagt, immer sehr ausgefallene, nicht gängige Stücke zu präsentieren, der es liebt, Chor und Publikum herauszufordern.
Ergebnis ist, daß solch ein Konzert nur sehr schwach besucht ist und man auf den Kosten sitzen bleibt. Somit muß zwangsläufig wieder mal MaPa, WO usw. ins Programm, damit die Kasse etwas aufgefüllt wird.
Wobei es wirklich nicht von Nachteil ist, einmal die weniger bekannten und oft wirklich schönen Kompositionen kennenzulernen.

Schöne Grüße
dalila


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BeitragVerfasst: 05.11.2008, 14:05 
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hat sich schon eingelebt
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Hallo Dalila

erst neulich habe ich erlebt dass die Heidelberger Philharmonie an einem Konzertabend einen noch völlig unbekannten Komponisten mit einem Stück dem Publikum vorstellte. Dieses war eingepackt in bekannte Stücke von Beethoven und das Haus war fast ausverkauft. Der junge Komponist wurde in der Zeitung dann hoch gelobt.....Publikum war ebenfalls sehr begeistert!

ich denke grundsätzlich, dass es eine sehr sinnvolle Sache ist, wenn man unbekannte Stücke einem großen Publikum in dieser Form nahebringt...

dalila hat geschrieben:
"Aber zu deiner Beschreibung würde gut die Beobachtung passen, daß das Publikum (egal welches), immer dann am lautesten klascht, wenn es das Stück besonders gut kennt, es also einer der gängigen „Schlager“ ist. Vielleicht ist das auch der Grund, warum z.B. vor Ostern landauf, landab vom jedem Provinzkaff bis in die Millionenstädte allenthalben MaPa, JoPa, MaPa, MaPa JoPa… von Bach gespielt wird (oder demnächst das WO), aber so gut wie kaum eine der 365000 lohnenden Passionen oder Weihnachtskantaten von anderen Komponisten. Weil das für Interpreten und Publikum der leichtere Weg ist, da bewegt man sich auf bekanntem Terrain, die Vorbereitung ist leichter, und man weiß, daß es ankommt…"

Hallo,
ja, das ist leider wirklich so. Wir haben einen sehr mutigen Chorleiter, der es wagt, immer sehr ausgefallene, nicht gängige Stücke zu präsentieren, der es liebt, Chor und Publikum herauszufordern.
Ergebnis ist, daß solch ein Konzert nur sehr schwach besucht ist und man auf den Kosten sitzen bleibt. Somit muß zwangsläufig wieder mal MaPa, WO usw. ins Programm, damit die Kasse etwas aufgefüllt wird.
Wobei es wirklich nicht von Nachteil ist, einmal die weniger bekannten und oft wirklich schönen Kompositionen kennenzulernen.

Schöne Grüße
dalila

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