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 Betreff des Beitrags: "Bezahlung" für Trauermesse
Neuer BeitragVerfasst: 25.06.2006, 00:07 
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Hallo,

würde gerne mal Eure Meinung bzw. Erfahrungen zu einem Thema hören, welches mich aus gegebenen Anlass etwas beschäftigt.

Wie wird es denn bei euch im Chor gemacht wenn ein aktives Chormitglied stirbt. Klar die Messe wird vom Chor mitgestaltet, da liegt nicht meine Frage sondern:

Bei Geburtstagen, Hochzeiten, Jubiläum etc da wird meist der Chor bezahlt und jedes Mitglied bekommt einen Verzehrbon für das Stammlokal oder wird zur Feier eingeladen und auch ein Bon. Zumindest wird es in dem besagten Chor so gemacht, manchmal sogar übertrieben.....

Wie seht ihr das denn nun bei der Beerdigung eines Chormitglieds? Ist es für euch eine Selbstverständlichkeit und ein letztes Dankeschön bzw. Ehre diese Messe zu singen und besteht ihr bzw. erwartet keine "Bezahlung" oder eher doch, weil ja jedes singen irgendwie bezahlt wird.


Liebe Grüße
Chero


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Neuer BeitragVerfasst: 25.06.2006, 00:13 
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Liebe Chero!

Wie Du weißt, habe ich ja mit Chören herzlich wenig zu tun.
Aber wenn ich mir vorstelle, ein geliebter, oder ein geschätzter Mensch stirbt, dann würde ich überhaupt nichts dafür nehmen.
Ebenso finde ich aber auch den Brauch, den ganzen Chor auf Deubel komm raus zu jeder Festlichkeit einzuladen, skuril.
Also - warte lieber auf Chor-Rückmeldungen :ruhe:


Liebe Grüße,
Lieschen


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Neuer BeitragVerfasst: 25.06.2006, 00:33 
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Hallo Chero

Wenn wir für ein verstorbenes Chormitglied an der Abdankung singen, erwarten wir selbstverständlich KEINE Bezahlung. Eine Delegation wird normalerweise noch zum Imbiss hinterher eingeladen, manchmal auch alle Sänger (das ist immer nur ein kleiner Teil des Chors; nicht jeder kann werktags kurzfristig verfügbar sein). Im Gegenteil, meist haben wir noch Unkosten in Form von Raummiete für die Extraprobe und Honorar für den Leiter (da unser Chef so kurzfristig meist auch nicht kann). Wenn die Trauerfamilie hinterher etwas spenden will, sind wir sehr dankbar, aber das ist absolut freiwillig.

Bei uns ist es nur sehr selten der Fall, dass wir für's Singen bezahlt werden. Meist sind wir selbst der Veranstalter, und berappen das Defizit gleich selber.... :sad:


Gruss
lucicare :Sonne


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Neuer BeitragVerfasst: 25.06.2006, 12:20 
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Hallo Chero,

wir haben nie Geld gefordert, wenn Chormitglieder beerdigt wurden. Meist war es uns ein eigenes Anliegen zu singen.

Anders ist es, wenn Angehörige von Chormitgliedern beerdigt wurden - da wurden wir dann ja auch richtig engagiert.

Lg
mezzo


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Neuer BeitragVerfasst: 25.06.2006, 18:30 
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Hallo,

das für mich schlimme ist, daß sie es sich hmm nicht wirklich direkt fordern sondern es ist schon Tradition und nun kommen solche Gespräche wie
"hmmm es gab keine Bons, die gibt es dann bestimmt in der nächsten Probe" oder auch "hmm die sind nun beim Leichenschmaus und denken die nun wir kommen auch ohne eingeladen zu werden?"

Schon alleine diese Gedankengänge!!! Wenn ich noch in diesem Chor singen würde, gott sei Dank schon lange nicht mehr, dann wäre es von meiner Seite aus eine letzte Ehre ihr gegenüber gewesen oder eine Ehre die Messe mitzugestalten aber soooo nöööö.

Ich muß vorausschicken, daß ich durch meine Mutter mit diesem Chor "aufgewachsen" bin und auch lange im Chor war. Dann aus div. Gründen wurde ich inaktiv und seit längerer Zeit, gott sei Dank habe ich nichts merh mit ihnen zu tun. Na ja eine Beerdigung einer mir ganz lieb gewordenen Person aus besagtem Chor war noch recht zu Beginn meiner G.ausbildung. Es sollte so sein, daß einige aus dem Sopran in Urlaub waren etc und es herrschte Sopranmangel. Der Chorleiter und auch der 1. Vorsitzende wußten, daß ich zur Beerdigung gehen wollte und sie fragten mich über meine Mutter an ob ich den Sopran nicht unterstützen wolle. Ich machte es aber nicht dem Chor sondern der Verstorbenen zuliebe, daß sie eine schöne Messe gesungen bekommt. Ich fand es damals schon sooooo abstoßend als wir von der Empore gingen und da jemand stand und Bons verteilte. Ich lehnte aus o.g. Grund ab und bekam die Antwort "mensch nimm den Bon und gib ihm jemanden wenn du nicht magst...." Ich sah ihn nur an und ging weiter...... Damals überlegte ich nicht, wie heute, wie die Sänger eine Beerdigungsmesse eines Chormitgliedes sehen... Schade sie sehen es als Dienstleistung, die irgendwie bezahlt werden muß oder sollte..... Dabei haben sie ihre Stimme doch auch geschenkt bekommen und haben die Verstorbene suuuper gut gekannt und auf einem anderen Blatt steht noch, daß diese Person einschl. Ehepartner und Familie, sehr viel für den Chor gemacht hat. Nein ich überlege nicht intensiv, weil ich die Person sooooo mochte. Nö wir kannten uns und sprachen auch oft miteinander aber ein wirkliches mögen oder über Jahrzehnte ans Herz gewachsen ist sie mir nicht.... Ich bin lediglich geschockt wie sehr doch auf so einer kleinen Schiene der Gesang schon kommerziell gemacht wird. Kein Ton ohne Entgelt und sei es nur hinter der Hand so gesprochen. Schade


nachdenkliche Grüße
Chero


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Neuer BeitragVerfasst: 25.06.2006, 20:57 
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Gottseidank ist das noch nicht überall so... mein "Stammchor" singt alle Begräbnisse unentgeltlich, so weit ich weiß (allerdings singen wir nur beim verstorbenen Chormitgliedern oder Angehörigen).


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Neuer BeitragVerfasst: 25.06.2006, 22:36 
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Hallo Fliu,

genauso macht es auch der besagte Chor. Sie singen auch nur bei Mitglieder oder Angehörigen. Na ja und Hochzeiten bei den Kinder oder Enkel der Chormitglieder, was aber seeehr selten vorkommt. Gottesdienste werden auch nur bei Gedenktagen oder wenn div. Chöre bzw. Vereine eine bestimmt Zeit, bspw. Ostern oder Weihnachtszeit eine Gottesdienstreihe vereinbart.

Bei Hochzeiten fließt Geld und Bons, bei Gedenkgottesdienste müssen sie dumm aus der Wäsche schauen genauso wie bei Gottesdienstreihen, hmmm da haben sie Verpflichtungen und machen das auch mit dementsprechender Freude...


Liebe Grüße
Chero


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Neuer BeitragVerfasst: 25.06.2006, 22:54 
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Wir persönlich kriegen in diesem Chor überhaupt kein Geld (auch keine Bons o.ä.) - wenn es eine Bezahlung gibt, fließt diese in die Chorkassa. Daher singen wir bei allen Anlässen gleich gern :mrgreen


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Neuer BeitragVerfasst: 25.06.2006, 23:51 
Offline
hat sich schon eingelebt
hat sich schon eingelebt

Registriert: 07.03.2006, 20:14
Beiträge: 229
Wohnort: Hamburg
Hallo Chero,
Bezahlung für den Chor ist mir auch fremd, gab es bisher noch in keinem Chor, in dem ich gesungen habe. Dieses Jahr werden gleich drei Chormitglieder heiraten, bei allen sind wir eingeladen, den Traugottesdienst zu gestalten. Aber über Gage wurde meines Wissens noch nicht gesprochen :razz: . Wenn überhaupt, wird es vielleicht eine Spende für die Chorkasse geben.

Gruß, Orphenica


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Neuer BeitragVerfasst: 26.06.2006, 12:55 
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Zitat:
Gottseidank ist das noch nicht überall so... mein "Stammchor" singt alle Begräbnisse unentgeltlich, so weit ich weiß (allerdings singen wir nur beim verstorbenen Chormitgliedern oder Angehörigen).

Aber wir sind danach immer zum Essen eingeladen. Normalerweise etwas abseits von den Trauergästen.

Ich würde das auch nicht ausschlagen, denn oft ist es den Angehörigen sehr wichtig, irgendwie ihre Dankbarkeit zu zeigen. Wenn sie uns schon nicht bezahlen, weils so ausgemacht ist, dann ist es ihnen oft einfach ein Bedürfnis, die Sänger zumindest zum Essen einzuladen.


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 Betreff des Beitrags:
Neuer BeitragVerfasst: 26.06.2006, 13:18 
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Hallo Kiwi,

ja wenn sie es aus ihrem Herzen raus machen und es ihnen ein Bedürfnis ist dann nehme ich es auch gerne an.

In o.g. Fall ist es aber für mich was anderes, da es eine Erwartungshaltung schon ist, weil es immer so gemacht wird. Ich finde es für die Angehörigen schon ein Druck diese Erwartungshaltungen zu erfüllen und bei Geburtstagen wurde schon der eine von dem anderen überboten und der nächste meint dann das beibehalten zu müssen. So schraubt sich halt alles nach oben und ich finde das unmöglich.

Es gab auch schon Beerdigugen da hat die Verstorbene den Wunsch gehabt, daß der Chor weil dieser für sie wie die Familie war, auch komplett zum Leichenschmaus eingeladen werden soll. Dies wurde getan und dem Wunsch kamen wir alle gerne nach. Das ist was anderes und eine Ausnahmesituation, sonst sehe ich das letzte Geleit gesanglich mitzugestalten als Ehrensache an. Klar wenn ich die Person nicht kenne und engagiert werde als Solistin, dann ist klar, daß ich bezahlt werde aber als Choristin einer ehemaligen Chorsängerin gegenüber. NEIN!

Liebe Grüße
Chero


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