|
Seite 1 von 1
|
[ 9 Beiträge ] |
|
| Autor |
Nachricht |
|
canteva
|
Verfasst: 12.09.2006, 20:38 |
|
|
|
Hallo!
Derzeit sind wir mitten in den Proben für das Brahms Requiem, und da ich ganz gerne einen CD - Vergleich habe, bin ich auf die Aufnahme des Requiems in der Klavierfassung von dem französischen  Chor "Accentus" gestoßen. (Leitung: Laurence Equilbey)
*zucantileneschiel*: Ist dieser Chor in Frankreich sehr bekannt?
http://www.accentus.fr (mit Hörbeispielen)
Und jetzt sitze ich da und hab Tränen in den Augen, weil ich so eine tolle Musik nicht erwartet habe...
Sehr empfehlenswert!!
LG
C.
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
cantilene
|
Verfasst: 12.09.2006, 21:05 |
|
|
|
Liebe Canteva, da schielst du richtig......
Der Chor ist toll und ziemlich bekannt.Vielleicht weiss Castafiore da noch mehr, sie sitzt ja in Paris an der Quelle.
Ich habe ihn live leider noch nie gehört.
Aber die Schwester des besagten Leiters ist eine phantastische und bildschöne Mezzo-Sängerin und hat letztes Jahr mit meinem Korrepetitor Konzerte gemacht. Ich kam daher schon in den Genuss, sie als Eboli , Azucena etc zu erleben.
Die Familie scheint sehr begabt zu sein.
Das Brahms-Requiem habe ich hier übrigens schon um Weglaufen langweilig gehört, da hast Du eine frz. Sonderausgabe erwischt ! Und als Sopran-Sängerin im Chor war das für mich ein Stimmkiller. eines der Stücke, die ich nicht mehr singen würde, wenn ich noch Soli in derselben Woche vor mir habe....
Aber wenn man es gut macht, kann das ganz herrlcih sein und mich hat der Text von jeher sehr ergriffen und bei den Bariton-Soli schmelze ich dahin!
Viel Freude beim Singen und mit der Aufnahme.
Cantilene
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
Orphenica
|
Verfasst: 12.09.2006, 22:38 |
|
|
|
cantilene hat geschrieben: Der Chor ist toll und ziemlich bekannt.Vielleicht weiss Castafiore da noch mehr, sie sitzt ja in Paris an der Quelle. Ich habe ihn live leider noch nie gehört. Aber die Schwester des besagten Leiters ist eine phantastische und bildschöne Mezzo-Sängerin und hat letztes Jahr mit meinem Korrepetitor Konzerte gemacht.
Liebe Cantilene,
Laurence Equilbey ist eine Frau  ! Ich habe eine Aufnahme von Accentus von 1994, mit Werken von Poulenc und Ravel - wunderbar! Ich habe die CD letztes Jahr von "meiner" französischen Familie geschenkt bekommen, weil sie erstens wissen, dass ich selber Chorsängerin bin und zweitens sang damals ihre Schwiegertochter bei Accentus mit, weshalb sie also im Besitz dieser CD waren...
Wie bekannt oder beliebt der Chor in Frankreich heutzutage ist, weiß ich natürlich nicht.
Liebe Grüße,
Orphenica

|
|
| Nach oben |
|
 |
|
canteva
|
Verfasst: 13.09.2006, 08:06 |
|
|
|
Hallo!
Ich hatte auch zuerst eine völlig unbrauchbare CD-Aufnahme.  Die war so schrecklich, dass ich schon Zweifel an meiner Entscheidung hatte, bei dem Brahms-Projekt überhaupt teilzunehmen. Natürlich hab ich sie jetzt "gur archiviert" (steht ganz ganz hinten im Regal - und dort bleibt sie auch).
Der Bariton auf der CD ist meiner Meinung nach sehr gut! Der bei unseren Konzerten übrigens auch, wenn die Nerven halten. (Ich leide ja mit jedem Solisten ein wenig.)
Stimmkiller ist völlig richtig, doch das mit dem Sologesang fällt ja für mich weg...
Unser Chorleiter (Laienchor!) hat da eine ganz nette Methode zum Proben:
erstens in gemischter Aufstellung - weit und breit kein Sopran zum Anhalten in meiner Nähe.
Zweitens hat er uns innerhalb des Chores in Quartette eingeteilt, damit er dann z.B. sagen kann: "So, Quartett 1, 4, 7 und 12 bitte." (Schweiß und Selbstmordgedanken...)
So macht das Proben Spaß und ist nie langweilig...
LG
C.
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
EmmyNoether
|
Verfasst: 13.09.2006, 08:29 |
|
|
|
Hallo,
seitdem ich es gesungen habe (im Chor), finde ich das Brahms-Requiem wunderbar.
Ich habe im Schrank allerdings auch eine Aufnahme, die mich nicht berauscht, welcher Chor, das habe ich verdrängt.
Daher freue ich mich über den Tip.
canteva hat geschrieben: Unser Chorleiter (Laienchor!) hat da eine ganz nette Methode zum Proben: erstens in gemischter Aufstellung - weit und breit kein Sopran zum Anhalten in meiner Nähe. :roll: Zweitens hat er uns innerhalb des Chores in Quartette eingeteilt, damit er dann z.B. sagen kann: "So, Quartett 1, 4, 7 und 12 bitte." (Schweiß und Selbstmordgedanken...)
So macht das Proben Spaß und ist nie langweilig... :dafür:
Ja, canteva, so macht Chor Spaß! (12 Quartette allerdings würden wir nicht zusammenkriegen...)
Gruß v. Emmy
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
canteva
|
Verfasst: 13.09.2006, 09:08 |
|
|
|
Hallo Emmy!
Leider kann ich nicht ständig in diesem Chor ( http://www.chor-adlibitum.at ) singen, da er ziemlich weit weg von meinem Wohnort ist, und einen Babysitter hab ich auch nicht immer.
Der Chorleiter Heinz Ferlesch leitet u. a. auch die Wiener Singakademie und mein Mann und ich sind schon jahrelang mit ihm befreundet. Dehalb kennen und schätzen wir bereits seine "Trainingsmethoden".
LG
C.
PS: Genauso wie Du hab ich den Chor der schrecklichen Aufnahme verdrängt... 
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
LaCastafiore
|
Verfasst: 17.09.2006, 10:06 |
|
Registriert: 12.05.2006, 10:07 Beiträge: 1265 Wohnort: kein Blick auf den Eiffelturm mehr, aber dafür mittendrin *20.1.1962
Vorname: I.
Nachname: K.
|
|
Liebe Canteva,
wie schön, dass Du das Deutsche Requiem singen darfst. Für mich ist das ein ganz besonders schönes Chorwerk und vor allen Dingen der Gedanke des Tröstens, das Versöhnliche des Textes berührt mich immer wieder. Das Sopran-Solo hat mich in der ersten Zeit nach dem Tod meines Vaters getröstet und auch jetzt empfinde ich es als "tröstende und beruhigende Musik".
Die Accentus-CD allerdings hatte ich direkt nach dem Erscheinen gekauft, weil ich das Projekt sehr interessant fand, war dann aber zunächst befremdet, weil es mir so nach "Probe" klang. Es passt aber gut zu den Accentus-Projekten, sie haben auch eine CD mit Transkriptionen veröffentlicht und die Sänger sind alle hervorragend, sie werden in Paris vor allen Dingen auch für zeitgenössische Werke verpflichtet.
Ich habe grade mal nach Laurence Equilbey gegooglet und folgende Biographie gefunden:
"Formée aux conservatoires de Paris et de Vienne, en Sorbonne, ainsi qu'auprès de Nikolaus Harnoncourt et de l'Arnold Schönberg Chor, Laurence Equilbey étudie la direction principalement avec le chef suédois Eric Ericson. En 1991, elle fonde le Chœur de chambre Accentus, dont la vocation est de promouvoir le riche répertoire a cappella, en particulier celui de ces deux derniers siècles et de participer activement à la création contemporaine. Sous son impulsion, cet ensemble professionnel collabore avec des chefs renommés. Parallèlement, elle crée en 1995, avec le soutien de la Ville de Paris, le Jeune Chœur de Paris destiné à la formation de futurs chanteurs professionnels. Grâce à son expérience musicale à l'échelle européenne et ses liens privilégiés avec le répertoire des pays d'Europe du Nord, elle apporte une contribution essentielle à la diffusion et au renouveau du répertoire vocal a capella en France. En 1998, elle est invitée à diriger la Chapelle royale, le Collegium vocale de Gand et le RIAS Kammerchor de Berlin dans le cadre du Festival de Saintes. Elle est nommée chef de chœur au Théâtre des Arts de Rouen et dirige régulièrement l’orchestre Léonard de Vinci. Elle aborde également le répertoire lyrique et a dirigé en 2000 une nouvelle production de Cenerentola de Rossini dans le cadre du Festival d’Aix-en-Provence ainsi que Medeamaterial de Pascal Dusapin (production T&M Nanterre). Laurence Equilbey a été élue Personnalité musicale de l’année 2000 par le Syndicat professionnel de la critique dramatique et musicale."
Eine sehr wichtige Frau im französischen Musikleben.
Liebe Grüsse von LaCastafiore
_________________ La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
lucicare
|
Verfasst: 17.09.2006, 18:04 |
|
|
|
Ach das Deutsche Requiem ist einfach wunderbar....! Es ist eines der meistaufgeführten Oratorien im deutschen Sprachraum und daher leider auch oft schlecht aufgeführt, denn es ist gleichzeitig ein sehr schwieriges Werk. Das dachte ich nicht, nachdem ich es erstmalig gesungen hatte - schliesslich hatte ich alle Töne getroffen.  Inzwischen kommt es mir jedesmal schwerer vor, und um Aufführungen mit mittelmässigen Chören (und Leitern!) mache ich einen grossen Bogen. Das zentrale Sopransolo halte ich für eines der erergreifendsten Musikstücke, die je geschrieben wurden - WENN die Solistin der Aufgabe wirklich gewachsen ist....
Dass es von der Londoner Fassung eine Aufnahme gibt, wusste ich nicht, habe die auch noch nie im Konzert gehört. Ich habe zwei Aufnahmen im Regal, habe sie aber schon länger nicht mehr im Zusammenhang gehört. Ich glaube, ich war nicht ganz glücklich damit. :sad:
Gruss
lucicare :Sonne
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
canteva
|
Verfasst: 28.09.2006, 10:01 |
|
|
|
Hallo!
Es tut mir echt leid, dass ich erst jetzt antworte, aber ich hatte einen totalen Festplattencrash auf meinem Computer. Meine letzte Sicherung war auch schon eine Weile her...
Aber unsere Requiemproben schreiten dafür zügig voran...
Mir gefällt die Londoner Fassung deshalb auch so gut, weil sich da der Chor nicht die Seele aus dem Leib schreien muss, wozu viele beim Singen mit Orchester neigen, . (Ich bin vom Fidelio-Schlusschor noch etwas traumatisiert...  )
Danke für die Biografie von L. Equilbey! Momentan hatte ich einen kleinen Schock, aber dann habe ich festgestellt, dass mein höchst bescheidenes, schon sehr verstaubtes und nie angewendetes Schulfranzösisch für diesen Text gereicht hat! *schulterklopf*
Falls jemand Zeit/Lust hat:
Wir singen das Brahms Requiem auch 2x in Deutschland. Siehe Konzerttipps.
Liebe Grüße!
C.
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
Seite 1 von 1
|
[ 9 Beiträge ] |
|
Wer ist online? |
0 Mitglieder |
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|