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 Betreff des Beitrags: Tatoo und Abendkleid
Neuer BeitragVerfasst: 22.05.2006, 18:07 
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Hallo,

habt ihr schon mal eine Sängerin gesehen, die am Oberarm tätowiert war und ein armelloses Abendkleid an hatte? Wie findet ihr das?

Sollte man dazu stehen auf der Bühne oder sollte man es verdecken oder überpinseln beim Konzert.

Liebe Grüsse

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musika
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Zuletzt geändert von musika am 22.05.2006, 23:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Neuer BeitragVerfasst: 22.05.2006, 18:46 
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Hab's zwar schon verschiedentlich gesehen, war aber nicht begeistert.

Nur in einer modernen Inszenierung hat es gepasst; hätte auch geschminkt sein können (war aber echt!).


Ciao - Principe


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Neuer BeitragVerfasst: 22.05.2006, 20:43 
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Ich finde, man sollte sich solche Dummheiten generell ersparen, wenn man auf die Bühne will!
Wenn man als Person Projektionsfläche für eine Rolle sein möchte - sei es auch bloß die "Rolle" des Konzertsängers, dann muß man dafür eine saubere Oberfläche mitbringen...
Das Zurschaustellen persönlicher Schwächen mittels Bebilderung oder Piercing sind auf Bühne und Podium kontraproduktiv.
Alle Privatheit ist auf der Bühne tabu.
Gruß,
Peter.


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Neuer BeitragVerfasst: 22.05.2006, 20:55 
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Peter hat geschrieben:
Das Zurschaustellen persönlicher Schwächen mittels Bebilderung oder Piercing sind auf Bühne und Podium kontraproduktiv.


Das erscheint mir doch ein wenig übertrieben - wieso soll es eine Schwäche sein, gepierct oder tätowiert zu sein? Es gibt auch Leute, denen das einfach gefällt.

Und genauso, wie man ein Tatoo für eine Rolle künstlich herstellen kann, kann man es auch überschminken, wenn man es nicht sehen darf. Oder eben abdecken.

Ich finde das extrem intolerant. Bin ich dann auch keine gute Projektionsfläche mehr, weil ich zu dick oder zu dünn bin, vielleicht auch aus persönlicher Schwäche? Weil ich zu viel oder zu wenig esse? Finde ich befremdlich.

Keine Privatheit auf der Bühne - okay.
Trotzdem ist jeder Sänger auch ein Mensch, und warum soll ich mich dafür schämen oder ausgegrenzt werden, weil mein Schönheitsideal kein gängiges ist? Für eine Rolle kann ich es ja unsichtbar machen. Tattoos kann man überschminken, Piercings entfernen.

Wenn man bei solchen problemlos zu lösenden Dingen schon so denkt, wie ist es dann mit ganz anderen Dingen, die "persönliche Schwäche" zeigen?

Kann ich nicht verstehen, das ist geradezu diskriminierend. Leider aber weit verbreitetet ...


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Neuer BeitragVerfasst: 22.05.2006, 21:11 
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Hallo ihr Lieben,

also ich finde Tätowierungen und Piercings generell nicht besonders attraktiv, das mag intollerant sein, aber ich stehe dazu (vielleicht liegt's am Jahrgang!?).
Bei klassischen Sänger(innen) ganz besonders halte ich solche Attribute für verfehlt. Wenn man auf diese Weise versucht, neues, modernes Publikum zu gewinnen, scheint mir auch dies nicht erfolgversprechend.

Ich trauere insgeheim immer noch der Zeit nach, in der man gut gekleidet (ach, das erste lange Abendkleid, was war das für ein Gefühl :roll: ) in die Oper ging.

Eure altmodische leonora


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Neuer BeitragVerfasst: 22.05.2006, 21:34 
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Meine Schulter (bzw. meinen Oberarm) ziert - man halte es für Schwäche oder unterstelle persönliche Neigung - ein stilisierter Drache. Als ich ihn tätowieren ließ, galt mein Interesse allerdings gewiss nicht der Erschließung neuer, "moderner" Publikumsschichten. Mein Tatoo ist tatsächlich privater Schmuck und insofern aus orthodoxer Perspektive kritisierbar.
Es wird kaum überraschen, dass ich Epos Haltung in dieser Frage teile, auch wenn ich mich im Gegensatz zu ihr über die geäusserte Kritik nicht zu echauffieren vermag: Peter hat in diesem wie im anderen Forum so viel Kluges geschrieben, dass ich ihm die Dummheit mit der Dummheit nicht nachtragen kann!

Nebenbei bemerkt habe ich bislang bereits mehrfach die Erfahrung machen dürfen, dass Regisseure das Tatoo problemlos "schlucken" oder es gar nutzen (bzw. zumindest kostümtechnisch bewusst freilegen). Das mag in meinem Fall typabhängig sein, zeigt aber, wie Privates in eine Rolle diffundieren kann...

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"Die Welt ist eine Bühne, aber das Stück ist schlecht besetzt." [Oscar Wilde]


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Neuer BeitragVerfasst: 22.05.2006, 21:52 
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Hallo,

ich selbst würde mir niemals ein Tatoo oder Piercing zulegen. Liegt aber an meiner Person selbst und meiner persönlichen Einstellung.

Andere hingegen können soviel Tatoo`s und Piercings haben wie sie wollen, es verändert für mich nicht ihr Charakter und ich gehe auch nicht mit Vorurteilen auf diese Menschen zu.´Es ist ihr Geschmack oder gemachter Blödsinn in der Jugend.

Was jedoch Tatoos oder Piercings auf der Bühne betrifft, da bin ich recht altmodisch. Auf der Opernbühne habe ich so etwas auch noch nicht gesehen, jedoch bei Konzerten und da hat es mich schon gestört. Man kann es doch schön wegschminken oder wenn das nciht geht bedecken, wenn es nicht zur kompletten Darstellung passt.


Liebe Grüße
Chero


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Neuer BeitragVerfasst: 22.05.2006, 22:06 
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Ja, mei....
Wer es hat, hat es halt.
:roll:
Und wohin sonst damit, als auf der Haut lassen? Auch wenn man sich in einem dafür ungewöhnlichen Umfeld wie die Opernbühne befindet.
Jemanden deswegen pauschal persönliche Schwäche zu unterstellen, finde ich vorurteilsbeladen und als Aussage keineswegs korrekt, denn als entscheidendes Wesen der Demokratie betrachte ich auch die uneingeschränkte Möglichkeit, im Rahmen der Gesetze seinen Selbstausdruck auch selbst zu bestimmen. Und wenn jemand tätowiert ist und gleichzeitig Opern singt, so mag das im ersten Moment sehr ambivalent erscheinen, aber ist durchaus interessant und zeigt, dass dieser aüßere Ausdruck nicht unbedingt gleichbedeutend ist mit prolligem Geschmack (obwohl viele Motive wirklich grottengrätzig sind, bäääh!).
Liebe Grüße,
dola


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Neuer BeitragVerfasst: 22.05.2006, 22:21 
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Entschuldigt bitte meine vielleicht etwas harschen Worte - aber die Tatsache bleibt trotzdem bestehen, daß persönlicher Körperschmuck eine Art von Privatheit herstellt; die auf der Bühne unpassend oder hinderlich ist.
Ich finde auch die zuweilen beobachtete Diskussion um private Bärte bei Kollegen schwierig - wenn eine bestimmte Maske für eine Figur notwendig IST, ist ein privater Bart eben zu entfernen, wenn es sein muß.
Vorhandene Tattoos können eigentlich immer problemlos überschminkt werden; ich kenne einige Kolleginnen mit Piercings im Gesicht; die jedoch alle abzunehmen gehen. Kein Problem also!
Ich habe doch überhaupt nix gegen solche Art von Körperschmuck - meine Kritik bezog sich lediglich auf die berufliche Situation "Bühne".
Beim "Darsteller" sollte m.E. die Selbstdarstellung hinter die Rolle zurücktreten.
Wenn die Selbstdarstellung über die Rolle triumphiert (und da gibt es durchaus mehr Möglichkeiten als Tattoo, Bart und Schmuck - Upstaging z. Bsp.!!!), dann ist das für mich in der Tat eine Schwäche. So habe ich das gemeint...
Wenn man ein nichtüberschminkbares Tattoo im Schulterbereich hat; kann man eben kein schulterfreies Abendkleid im Konzert tragen.
Nix für ungut,
schönen Abend noch!
Peter.


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Neuer BeitragVerfasst: 22.05.2006, 22:37 
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Hallo Peter,

ich kann dir in nur aus Erfahrungserzählungen meines G.lehrers der selbst lange und immer noch gelegentlich auf der Bühne steht zustimmen.

Er trägt selbst einen Bart und er sagte selbst schon zu mir, na wenn es notwendig war, dann mußte der halt ab. Ich kam mir halt dann etwas nackt vor aber das gehört zu meinem Beruf. Zu meinem Glück wuchs er aber immer schnell nach und für viele Rollen war ich um ihn dankbar, denn ich konnte da meinen Bart als "Original" tragen.

Man muß halt Opfer bringen und ich denke mir den Bart abzunehmen ist ein größeres Opfer wie Piercings abzunehmen oder Tatoos zu überschminken.


Liebe Grüße
Chero


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Neuer BeitragVerfasst: 22.05.2006, 23:12 
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hat sich schon eingelebt
hat sich schon eingelebt
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Gruesse Euch

ich kann mich bei diesem Thema nur Peters Meinung anschliessen.
Es ist sogar das notwendige Nasenfahrrad manchmal in seiner Art deplaziert: ein uebertriebenes Model, das die Aufmerksamkeit auf sich lenkt und zuviel von der Mimik des Saengers nimmt. Da man nicht immer mit Kontaktlinsen auf die Buehne kann, habe ich mir zu dem Zweck eine randlose aber vor allem dezente Brille zugelegt.
Auf der Opernbuehne ist das kein Problem, da man ja eh auswendig singt.
Und die Tattoos? Jedem Tierchen sein Plaisierchen, aber der Respekt vor der Musik und vor dem eigenen Publikum sollte gewahrt bleiben. Das ist man dem Publikum, der Musik und sich selbst schuldig.

Sincerely

Robin


Zuletzt geändert von Robin am 24.05.2006, 00:15, insgesamt 2-mal geändert.

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Neuer BeitragVerfasst: 23.05.2006, 06:56 
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Die Freiheit des Künstlers, sich zu präsentieren

trifft auf die

Freiheit des Publikums, zu akzeptieren

und auf die

Freiheit des Regisseurs, Intendanten, Produzenten, Veranstalters, zu engagieren.


Wer da wohl Sieger bleibt?


Ciao :n125: Principe


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Neuer BeitragVerfasst: 23.05.2006, 07:14 
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Übrigens,

angesichts des jüngsten "Grand Prix de la Chancon Eurovision" und der dortigen "Sieger" muß man sich vielleicht auch die Frage stellen, ob ein paar Tattoos und Piercings überhaupt ausreichen, um künftig in weiten Teilen Europas künstlerisch bestehen zu können.


Ciao :n21: Principe


(Vorsicht: SATIRE)


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Neuer BeitragVerfasst: 23.05.2006, 07:45 
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Robin hat geschrieben:
Jedem Tierchen sein Plaisirchen, aber der Respekt vor der Musik und vor dem eigenen Publikum sollte gewahrt bleiben. Das ist man dem Publikum, der Musik und sich selbst schuldig.


Und der Respekt vor Werk wie Publikum wird gemindert, wenn der Sänger / die Sängerin ein Tatoo trägt? Ich verbiete mir jeden Kommentar, versichere aber, dass immerhin mein Respekt vor mir selbst nicht gelitten hat, seit ich mich habe tätowieren lassen.

Jenseits dessen hat Principe Recht: der Markt und dessen "Freiheiten" lösen das "Problem" - ungeachtet aller hier diskutierten Geschmacksfragen.

PS: Mich hat der jüngste "Song Contest" durchaus amüsiert, und das Entsetzen, mit dem Lordis Sieg aus mancher Ecke quittiert wurde, hat in meinen Augen eigenen Unterhaltungswert. Man kann diese Musik mögen oder nicht, aber (und hier bediene ich mich fremder Worte) "mit Hardrock hat Lordi in etwa so viel zu tun wie Emmerich Kalman mit Richard Wagner". Jenseits dessen wusste ich schon immer, dass singende Klingonen kaum im Stile der Hellwigs musizieren würden... Mag sogar sein, dass Lordi nicht zuletzt optisch bewusst Geschmacksgrenzen überschreitet, aber das unterscheidet die Gruppe doch wohltuend von jenen Teilnehmern, die mit ihren Outfits völlig versehentlich jeden goutierbaren Geschmack vernachlässigt haben.

Weitere Anmerkungen zum Thema: http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,417360,00.html

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Steven Grlscz hat geschrieben:
Jenseits dessen wusste ich schon immer, dass singende Klingonen kaum im Stile der Hellwigs musizieren würden...


Da ich ( oder vielleicht eine ganz archaische Schublade in mir ) schon immer eine Vorliebe für Klingonen hatte ( die Gesänge sind einfach wunderbar ) fand ich den Sieg der Finnen das einzig Richtige.

Aber zum Thema :
Ich habe selbst keine Tatoos. Aber wenn man welche hat muß man sie ja nicht in jeder Situation zeigen :
wenn der Regisseur sie im Theater nicht einbauen kann oder will - wegschminken.
Wenn ich der Meinung bin, bei einem Konzert passen sie nicht - überdecken ( wer hat schon Tatoos im Gesicht ? )
Und wenn ich der Meinung bin, dass sie zu einem Konzert passen - stolz zeigen.
Ich entscheide ( bei einem Konzert ) doch auch, was ich an Kleidung und Schmuck trage und wieviel Haut ( ohne Tatoos ) ich zeige.
Im Theater hat man ( im Chor ) sowieso keinen Einfluss auf diese Dinge und da wirds eben weggeschminkt - oder aufgemalt, wenns gewünscht ist.

Liebe Grüße
Uralt


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Uralt hat geschrieben:
Da ich ( oder vielleicht eine ganz archaische Schublade in mir ) schon immer eine Vorliebe für Klingonen hatte ( die Gesänge sind einfach wunderbar ) fand ich den Sieg der Finnen das einzig Richtige.


:dafür: :bravo: :n151:
Hallo, Uralt,
willkommen im Klub, ich bin bekennender Star - Trek - Fan. Irgend so ein Plaisierchen braucht der Mensch einfach. Aber: Die Lordis sehen schon noch etwas morbider aus als die Klingonen.....
Grüße,
dola


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dola hat geschrieben:
:dafür: :bravo: :n151:
Hallo, Uralt,
willkommen im Klub, ich bin bekennender Star - Trek - Fan. Irgend so ein Plaisierchen braucht der Mensch einfach. Aber: Die Lordis sehen schon noch etwas morbider aus als die Klingonen.....
Grüße,
dola


Kapla'a


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Hallo,

ich finde Tatoos und Piercings häßlich.

chero hat geschrieben:
Andere hingegen können soviel Tatoo`s und Piercings haben wie sie wollen, es verändert für mich nicht ihr Charakter und ich gehe auch nicht mit Vorurteilen auf diese Menschen zu.

Nee??? ICH habe sofort Vorurteile, wenn ich jemanden mit einem Tatoo auf dem Arm oder gepiercten Lippen sehe.

Uralt hat geschrieben:
Ich entscheide ( bei einem Konzert ) doch auch, was ich an Kleidung und Schmuck trage und wieviel Haut ( ohne Tatoos ) ich zeige.


Genau.
Das Gespür für die richtige Kleidung und das richtige Ausmaß an Schmuck benötigt jeder, der auf der Bühne steht, ob mit Tatoo oder ohne.

Die Sängerin, die im Kirchenkonzert mit kiloweise Gold und Glitzer behängt dasteht, macht sicher mehr falsch als diejenige, deren kleines florales Motiv auf dem Arm man im Operettenkonzert sieht, weil sie ein ärmelloses Kleid trägt.
Und wenn sie statt des Blümchens riesige Klingonen auf dem Arm hat, wird sie vermutlich so schlau sein, diese zu für dasselbe Konzert zu bedecken, genau wie sie sich nicht mit den zerfransten Jeans und dem bekleckerten T-Shirt aufstellen wird.
(Wenn ich dem Kirchenkonzert damals gefragt worden wäre, ob ich die Sopranistin lieber in dieser fürchterlichen Bluse sehen möchte oder mit einem kleinen Tatoo und ansonsten schön, hätte ich nicht lange überlegen müssen...)

Gruß v. Emmy


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Neuer BeitragVerfasst: 23.05.2006, 11:11 
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Hallo,

ja, da haben die Herren der Schöpfung es ja viel besser, welcher Sänger steht schon in der Kirche mit nackten Armen. Ich glaube einfach, viele der Sängerinnen, die ein Tattoo haben, dachten zu der Zeit des tätowierens nicht daran, dass sie mal auf der Konzertbühne stehen würden. Es ist jedem seine Privatsphäre, ob er ein Pircing oder ein Tatoo hat, wo er es zeigt, ist seine Problem.
Ich bin aber der Ansicht, dass auf dem Konzertpodium eine Sängerin, wenn sie keine U-Musik macht, ihr Tatoo überdecken sollte. Ein oder mehrere Piercing im Gesicht machen mir die Sängerin unglaubwürdig.
Ein Mozartlied gesungen von einer Sängerin mit Nasenring ist für mich nicht akzeptabel.
Im privaten Bereich kann ein Tattoo sehr schön sein, doch man sollte wissen wo man sich damit zeigt oder nicht.

Liebe Grüsse

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