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BeitragVerfasst: 24.04.2006, 10:24 
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gioachino hat geschrieben:
Ich meine, das Timbre einer Stimme ist so etwas wie ein Fingerabdruck und somit überaus individuell und kostbar.


Dann ist es doch eher der Person an sich als der Stimmlage zuzuordnen, oder verstehe ich das falsch?
Kann man dann überhaupt noch von einem Sopran- Mezzo- oder sonstigem -Timbre sprechen, bzw. das Timbre als Kriterium für eine Einordnung nehmen?

Oder wird der Begriff einfach falsch gebraucht?

Gruß
mezzo


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BeitragVerfasst: 24.04.2006, 10:33 
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mezzo hat geschrieben:
gioachino hat geschrieben:
Ich meine, das Timbre einer Stimme ist so etwas wie ein Fingerabdruck und somit überaus individuell und kostbar.


Dann ist es doch eher der Person an sich als der Stimmlage zuzuordnen, oder verstehe ich das falsch?
Kann man dann überhaupt noch von einem Sopran- Mezzo- oder sonstigem -Timbre sprechen, bzw. das Timbre als Kriterium für eine Einordnung nehmen?



Ich habe mal im Gespräch mit meinem GL eingewendet, dass ich eben nicht das für tiefe Stimmen typische Timbre hätte, und bekam zur Antwort: "Wer sagt denn, dass ein Alt immer so klingen muss?"


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BeitragVerfasst: 24.04.2006, 11:05 
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Registriert: 27.01.2006, 00:14
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Ich finde das Thema auch sehr interessant, da ich ja auch so eine "Zwischen Mezzo- und Sopran- Kandidatin bin" - zumindest scheiden sich die Geister der Hörerschaft bei mir, was ich nun bin. Was aber auch ein wenig an der Stückauswahl liegt, die ich in dem jeweiligen Fall singe.
Mit der Wohlfühllage ist das bei mir aber auch so eine Sache - nehmen wir das "Erbarme Dich" - für diese bezaubernde Arie muss ich mich nicht groß einsingen, an sich also eine schöne Lage - doch sobald meine Stimme etwas mehr "geschmiert" ist, liegt es mir doch tendentiell einen Tacken zu tief.
Der Cherubino (oder auch die Contessa) ist da ein anderer Fall - für die muss ich gut eingesungen sein, dann ist die Lage an sich aber angenehm.

Wobei ich zur Zeit eh das Gefühl habe, dass meine Stimme sich wieder etwas in höhere Regionen entwickelt - als ich letztens die Vitellia nochmal heraus gekramt habe, fand ich sie von der Tessitura her doch etwas tief, während ich, als ich mich mal gewagterweise an die Pamina machte, sie überraschend gut zu singen war... (ich rede hier natürlich immer nur von Einzelarien, bei ganzen Partien sieht die Sache schon wieder ganz anders aus)

LG

Octaviane


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BeitragVerfasst: 24.04.2006, 12:20 
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Ich kann mich nur wiederholen, Ihr Lieben : Timbre ist an die Person gebunden, mag sie nun hoch, mittel oder tief singen. Es ist der " Klangabdruck " der Stimme, ein weltweites Unikat !
Ciao. Gioachino


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BeitragVerfasst: 24.04.2006, 13:03 
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hallo cantilene,

im prinzip hast du recht, was stimmfarben von mezzo usw. an der oper betrifft. aber es gibt z.b. eben auch heute noch international erfolgreiche mezzi, die eine rel. helle stimme haben.

als ich festgestellt habe, daß ich meine probleme beim singen los bin, wenn ich mich von meinem stimmideal für mich selbst (groß und dunkel) verabschiede, war es erst furchtbar schwer und frustrierend :sad: und es gab etliche rückfälle, weil ich immer wieder mal dachte, es ginge doch (aber es ging immer nur bei einigen wenigen stücken, bei anderen war das ergebnis für mich eher unbefriedigend).

dann hörte ich einige cd`s von sehr erfolgreichen mezzi, die auf diesen aufnahmen rel. hell klangen (anne sophie von otter, susan graham, angelika kirchschlager) und konnte mich dann endlich damit abfinden, daß ich, obwohl mezzo, eben keine dunkle stimme habe. :mrgreen:


liebe grüße
kaja


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BeitragVerfasst: 24.04.2006, 19:30 
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Der Begriff Tmbre , wie ich ihn falsch gebraucht habe,sollte dann durch "Stimmfarbe" ersetzt werden und das werde ich für mein Teil in Zukunft" so tun, denn Gioachino hat natürlich Recht mit seinem Einwand.
Ich persönlich bin auch immer und immer für Individualität und Vielfalt der Stimmen gewesen. Ob heller Alt oder dunkler Sopran ist mir sofort egal, es muss eben nur schön in meinen Ohren klingen. :dafür:
Leider ist der unselige Standardklang an vielen Opernhäusern da aber nicht meiner Ansicht und ich höre sehr selten vom "Standard" Abweichendes. Nur grosse Stars mit entsprechendem Background oder mutige Intendanten oder andere Ausnahmenfälle dürfen als Mezzo und Alt anscheinend hell und/oder leicht klingen und machen trotzdem Karriere im Profigeschäft.
So schade das sein mag, man kann dieser Tatsache kaum entgehen.
Ich bin leider daran hörmâssig inzwischen so gewöhnt, dass es mir jenseits vom Barock schon schwerfällt, eine helle leichte Stimme als alt zu erkennen. aber man kann ja lernen! :d_neinnein: ;-)
Lieben Gruss Cantilene :hearts:


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