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BeitragVerfasst: 29.08.2008, 19:36 
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Hallo Ak- Kontraalt
Wieder hast du meinen Beitrag aufmerksam gelesen. Es war natürlich Tenor gemeint. "Dalla sua pace", die Arie des Don Ottavio, KV540 a. RESPEKT! :n110:
Viele Grüße
Joachim


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BeitragVerfasst: 31.08.2008, 15:55 
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Heute komme ich nun zu Marie Magdalena Haydn-Lipp, wobei die Namen Hadyn und Lipp für sich alleine schon, eine sehr große Bedeutung haben.
Marie Magdalena Haydn, war österreichische Sopranistin, 1745 in Salzburg geboren, also vor Mozart und starb 1824 ebenfalls in Salzburg.
Sie war die Tochter des Salzburger Domorganisten Lipp der auch Sänger war. Sie heiratete den Komponisten Michael Haydn. Er war der Bruder von Joseph Haydn und führte dann den Doppelnamen Haydn- Lipp. Mozart war sowohl mit Joseph und Michael Haydn gut bekannt, man begegnete sich oft.
In Salzburg kam die Sängerin, mit dem jungen Mozart zusammen, denn sie sang, bei der Uraufführung, die Rolle der Rosina in "La finta simplice- Die verstellte Einfalt", KV 51
Aber auch in Mozarts Erstem Bühnenwerk:" Die Schuldigkeit des ersten Gebots", KV 35 wirkte sie mit. Ich muss zu diesem Werk kurz einen Satz erwähnen. KV 35 bestand aus drei Teilen, wobei Teil eins von Mozart, Teil zwei von Michael Haydn und Teil drei von Adlgasser stammt.
In diesem geistlichen Singspiel, auf der Grundlage des Libretto von Ignaz Anton Weiser, wurde versucht, christliche Demut und Verantwortung in zeitüblichen Allegorien darzustellen. Danach war die Jungfer Maria Magdalena Lipp, "die göttliche Gerechtigkeit."
Im übrigen sei noch vermerkt, dass Teil zwei und drei leider verloren gegangen sind.
Mozart berichtet mal an einer Stelle , dass sie ein "Strenges Leben" geführt hätte. Was er damit konkret gemeint hat, lies er leider offen.
Viele Grüße
Joachim


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BeitragVerfasst: 05.09.2008, 18:55 
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Ich komme dann mal zu Rosa Manservisi. Sie war Sopranistin und Gesangslehrerin. Ihre offizielle Berufsbezeichnung war Hofsängerin. Über ihr Geburt,- und Sterbedatum ist nichts bekannt. Sie soll aber sehr alt geworden sein, was wiedermal die These unterstreicht, dass Singen der Nährboden für ein langes Leben sein kann :n110:
Bei der Uraufführung, von Mozart Oper:" La finta giardiniera"- die Gärtnerin aus Liebe, beziehungsweise die Gärtnerin rief aus Liebe, am 13. Januar 1775, sang sie die Hauptrolle der Sandrina.
Graf Zinzendorf, österreichischer Staatsbeamter,- der ungefähr soviel Ahnung von Musik hat wie ich,- schrieb in sein Tagebuch:" Sei sei hässlich und stark, er betrachtet ihre Leistung als " execrable".
Als Mozart in Sachsen weilte und dort eine Oper besuchte, begegnete der Rosa Manservisi und schrieb am 16.April 1789, an Ehefrau Constanze:".......Nach diesem gingen wir in die Oper,- welche wahrlich Elend ist,- weist du wer unter den Sängerinnen ist?- die Rosa Manservisi.
Mozart war mit ihr als Sängerin nicht zufrieden und nannte sie in einem Brief." eine erbärmliche Sängerin" Das könnte der Wahrheit entsprechen, denn Mozart musste dem Ensemble arbeiten, dass an den Opernhäusern engagiert war. Ihm stand keine Personalentscheidung oder Personalauswahl zu.
Viele Grüße
Joachim


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BeitragVerfasst: 09.09.2008, 14:50 
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Heute nun Luisa Laschi, ital. Sopranistin.1760-1791, aber auch 1763-1789. Die Daten sind nicht einheitlich. Auf jeden Fall wurde sich nicht sehr alt.
Nach der Heirat, mit dem Tenor Domenico Mombelli nannte sie sich Luisa Laschi-Mombelli. Im Zusammenhang mit Mozart, trat sie nur einmal und zwar in der Rolle der Gräfin Almaviva, in Oper "Die Hochzeit des Figaro"in Erscheinung.
Mozart dirigierte die Uraufführung am 1.5.1786 selbst.
Es ist nur überliefert, dass sie sehr musikalisch war und mehr Ausdruck als die üblichen Opersängerinnen zeigte und das sie eine gute Figur hatte. :n110:
Viele Grüße
Joachim


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BeitragVerfasst: 11.09.2008, 14:01 
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Heute möchte ich euch, Maria Marchetti-Fantozzi vorstellen. Sie war ital. Sopranistin und Gesangslehrerin. Über sie, habe ich nur einen Berührungspunkt zu Mozart gefunden. Sie wirkte bei der Uraufführung, der Oper "La clemenza di Tito" am 6.9.1791, die Mozart, anlässlich der Krönung, von Kaiser Leopold II.zum König von Böhmen komponiert hatte. Sie sang die Rolle der Vitellia die Tochter des Imperator.
Zeitgenössische Berichte, sprechen von einer gefälligen Stimme, mit hoher dramatischer Ausdruckskraft, einem gutem Aussehen und heben ihr gewandtes Bühnenspiel hervor.
Dies waren die Prämissen, die Mozart an diese anspruchsvolle Rolle knüpfte und Maria Marchetti-Fantozzi konnte sie erfüllen.
Viele Grüße
Joachim


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BeitragVerfasst: 13.09.2008, 17:53 
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Über die Sopranistin, Caterina Micelli, ist nicht viel bekannt( jedenfalls mir nicht). Wie viele Primadonnen der damaligen Zeit, ist weder ihr Geburt,- noch ihr Todesdatum bekannt. Offensichtlich wollten sie jünger sein als sie tatsächlich waren.
In Zusammenhang mit Mozart trat sie, in der Rolle als Donna Elvira in Erscheinung. Sie gehörte zur berühmten Bondini-Truppe, der Impresario im Prager Ständetheater war. Es ist nicht ganz gesichert, ob sie auch die Rolle des Cherubino sang.
Allgemein kann sagen, dass die Bondini-Truppe gut ausgebildet war und über hervorragende Sänger verfügte.
Es schmälert die Leistung von Caterina Micelli wohl nicht, dass die große Arie der Donna Elvira :"Mi tradi quell" nicht gesungen hatte. Diese Arie wurde erst später von Mozart in Don Giovanni eingebaut wurde.
Diese Arie sang am 7.5.1788 Catarina Cavalieri, die ich schon vorgestellt habe.
Viele Grüße
Joachim


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BeitragVerfasst: 14.09.2008, 10:23 
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Hallo,
heute geht es um Johanne, Florentini Oster-Sacken, wieder eine Sopranistin. Sie wurde 1766 in Danzig,- auch meiner Geburtsstadt,- geboren.
Sie sang die Rolle der Pamina. Ob das Mozart noch zu Mozarts Lebzeiten war und ob sie sich einmal begegnet waren, haben ich nicht rausbekommen. Es ist aber eher unwahrscheinlich, weil Mozart da schon gestorben war.
Einen schönen Sonntag wünscht
Joachim


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BeitragVerfasst: 17.09.2008, 17:51 
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Margarete Schick, deutsche Sopranistin, geboren am 26.4.1773 in Mainz, gestorben 29.4.1809 in Berlin.
Mozart ist ihr nur einmal,- und zwar bei den Krönungsfeierlichkeiten für Kaiser Leopold II., im September 1790 in Frankfurt a.M. Als er sie hörte, sagte er:....Jetzt möchte ich keine andere Sängerin mehr hören." Das muss positiv gemeint gewesen sein, denn es ist unvorstellbar, dass bei den Krönungsfeierlichkeiten, schlechten Sängerinnen auftreten konnten.
Viele Grüße
Joachim


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BeitragVerfasst: 28.10.2008, 12:24 
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Hallo Joachim,

Zitat:
Anna Lucia de Amicis, soll in der Oper " Lucio Silla", KV 135 durch ihre stimmliche Agilität, ihrem sehr hohen Kompass und ihre mächtige Charakterisierung aufgefallen sein.
Mit Agilität und Charakterisierung kann ich etwas anfangen, mit Kompass jedoch nicht. Wer kann weiter helfen?



Ich glaube, das wurde noch nicht beantwortet? "Compass" hat im Englischen nicht nur die Bedeutung "Kompass", sondern unter vielen anderen Bedeutungen auch die von „Ausdehnung, Umfang“, sowie ganz explizit auch von "Stimmumfang". Und kam die Dame nicht aus London?

Shakespeare, Hamlet, 3.Akt, 2.Szene:

Why, look you now, how unworthy a thing you make of me! You would play upon me; you would seem to know my stops; you would pluck out the heart of my mystery; you would sound me from my lowest note to the top of my compass: and there is much music, excellent voice, in this little organ; yet cannot you make it speak. 'Sblood, do you think I am easier to be played on than a pipe? Call me what instrument you will, though you can fret me, yet you cannot play upon me.

(Nun, seht Ihr, welch ein nichtswürdiges Ding Ihr aus mir macht? Ihr wollt auf mir spielen, Ihr wollt tun, als kenntet Ihr meine Griffe, Ihr wollt in das Herz meines Geheimnisses dringen, Ihr wollt mich von meiner tiefsten Note bis zum Gipfel meiner Stimme hinauf prüfen; und in dem kleinen Instrument hier ist viel Musik, eine vortreffliche Stimme, dennoch könnt Ihr es nicht zum Sprechen bringen! Wetter, denkt Ihr, daß ich leichter zu spielen bin als eine Flöte? Nennt mich was für ein Instrument Ihr wollt, Ihr könnt mich zwar verstimmen, aber nicht auf mir spielen.)

Viele grüße
tm pestoso

_________________
Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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BeitragVerfasst: 28.10.2008, 13:51 
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Hallo TM Pestoso
ich freue mich, über deinen fundierten Beitrag. Zunächst: Anna Lucia de Amicis-Buonsollazzi,Sopran wurde 1733 in Neapel geboren. Das genaue Geburtsdatum ist nicht bekannt.Sie starb 1816 und war eine Tochter des Bassisten und Impresarios Domenico de Amicis. Sie wurde durch ihren Vater ausgebildet. Sie schlug wie ihre Schwester, Marianna de Amicis, und ihr Bruder Gaetano de Amicis eine Opernkarriere ein.
Auch die Mutter, Rosalba Baldacci, war eine bekannte Sängerin.Die anderen de Amicis habe ich in diesem Zusammenhang nicht erwähnt, da sie mit Mozart nie zusammen gekommen sind.
Anna Lucia jedoch, hatte Mozart in Mainz, Venedig und Neapel gehört.Der bildliche Vergleich, der Stimme mit einem Kompass finde ich garnicht so abwegig. Es geht quasi um eine Metapher, um die " Kompassnadel der Stimme"-über welchen Stimmumfang verfügt jemand. In welche Richtung bewegt sich die Kompassnadel-wie weit schlägt sie aus?
Viele Grüße
Joachim


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BeitragVerfasst: 13.11.2008, 16:40 
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Hallo
Am 28.10. habe ich den letzten Beitrag geschrieben, damit das Thema nicht in Vergessenheit gerät, nun heute Anna Selina ( Nancy)Storace. Sie wurde 1765 in England geboren und starb 1817 ebenfalls in England.
Wie die anderen Sängerinnen- die ich bisher behandelt habe, hatte auch Nancy Storace, schon Bühnenerfahrung bevor sie mit Mozart bekannt wurde.Ich möchte aber nur die Zeit die Zeit abhandeln,in der Mozart zu ihrem Umfeld gehörte.
Sie ging mit 13 Jahren bereits nach Italien.
1763 kam sie als Hofsängerin nach Wien, wo sie neben anderen Komponisten auch Mozart kennenlernte.Sie heiratete John Abraham Fisher, einen Violinisten und Komponisten. Die Ehe stand unter einem unglücklichen Stern. Man warf Fisher vor, er hätte seine Frau misshandelt. JosephII., dem eine Schwäche für die Storace nachgesagt wurde ( man munkelte sogar von mehr), verwies Fischer aus der Stadt.
Mozart war von Nancy Storance beigeistert. Ob es sich dabei nur um Wertschätzung und wiedermal um mehr gehandelt hat, kann man abschließend nicht genau sagen. Auf jeden Fall, war Nancy Storace die Erste Susanna, in " Le nozz e di figaro" und ist dadurch vielen Menschen im kulturhistorischen Gedächtnis geblieben.
Ferner komponierte Mozart, für die Abschiedsvorstellung, eine " Szena con Rondo mit klavier Solo, KV 505.In seinem eigenen Verzeichnis, MozV 50,notierte er höchstpersönlich:"Composta per la Signora stoarace dal suo servo e amico W.A. Mozart"
Sie so oft bei ähnlichen Einträgen, wird meistens die Vermutung geäußert, der Grund wäre eine Liaison. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass Mozart. seine uneingeschränkte Wertschätzung , gegenüber Nancy Storace zum Ausdruck bringen wollte.
Einer großen Sängerin, die bereits mit 18 Jahren, Primadonne an der italienischen Oper in Wien war. :n110:
Viele Grüße
Joachim


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