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Ehrlich gesagt, mich regt sowas auf !!!
Da stellt sich ein gut situierter Musiker auf die Straße um mal auszuprobieren wie es ist als Star auf der Straße Musik zu machen.
Hey, Straßentheater und Straßenmusik gibt es seit Jahrhunderten und dank solcher Leute wie diesem Geiger haben die KünstlerInnen immer mit dem Schmuddelkinder-Image zu kämpfen. Wer aber schonmal Straßentheater mit offenen Augen gesehen hat, z.b. bei Festivals in Rastatt ( D) Chalon (F) oder Tarrega (E), wird feststelen, dass diese KünstlerInnen den Bühnenstars überhaupt nicht nachstehen. Und wer "Carmen" oder "Schwanensee" als modernes Stelzen-Tanztheater oder "Shakespeare" als 1-Mann-Stücke absolut genial gesehen hat, oder die wundervollen inspirierten Paraden der französischen oder holländischen Gruppen, der kann erst verstehen, dass Straßenkunst eine ganz eigene Kunstform ist, die man als Bühnenkünstler nicht mal eben so nebenbei ausprobieren kann.
Zur Kunst im öffentlichen Raum gehört es nicht nur, seinen Gesang oder sein Instrument oder was auch immer ordentlich zu beherrschen, genau so wichtig ist es, die Menschen, die ja nicht zur Kunst kommen, sondern zum einkaufen etc. zu faszinieren, zum Stehenbleiben zu bringen. Ins Konzert kommen die ZuschauerInnen freiwillig, auf der Straße muß da noch was anderes passieren.
Ich möchte ja nicht so weit gehen, diesem Geiger zu unterstellen, er sollte ausprobieren, ob das vorübereilende Publikum merkt, dass er ein Star ist und die anderen die Deppen.
Geladene Grüße
Uralt
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