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BeitragVerfasst: 02.03.2007, 20:56 
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Orphenica hat geschrieben:
Hallo Ihr Lieben,


Noch eine Nachfrage zu dem missglückten Opernkonzert: was war denn mit dem Publikum? Waren die Zuschauer unfreundlich und abweisend, haben sie euch ausgebuht? Und hat euch in der Folge der Mut verlassen und habt dann auch nicht so gesungen, wie ihr es von euch gewohnt seid? Aber vielleicht wollt ihr das Thema auch nicht weiter vertiefen, ihr müsst also nicht drauf antworten, wenn ihr das nicht möchtet.

Orphenica

:hearts:


Es war kein missglücktes Opernkonzert, im Gegenteil, was eben nicht gut war, es war wenig Publikum anwesend in dem schönen Theater, aber das kann uns hier in Deutschland auch passieren.


Liebe Grüsse

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musika
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BeitragVerfasst: 02.03.2007, 21:26 
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Das missglückte Opernkonzert, das aber kein solches war, soll das in Cala Millor gewesen sein. Die Bedingungen waren nicht gerade sehr angenehm. Sehr trockene Luft und Akustik. Aber trotz allem war es eine Freude, allen Sänger-und Sängerinnenkollegen zuzuhören und zuzusehen.
Von missglückt kann hier nicht die Rede sein. Das andere Opernkonzert fand leider vor wenig Publikum statt, hat aber trotzdem ganz viel Spaß gemacht. Alles in allem waren alle Konzerte aktiv sowie passiv eine Freude und jedes Konzert hatte seine eigene , besondere Atmosphäre. In puncto Bühnenpräsenz kann ich Musika und Canti nur beipflichten: Je mehr das Kleid hermacht und je mehr man glitzert, desto schöner ist es für die Zuschauer /Zuhörer. Das durfte ich ja in Cantis Fall als Zuschauerin erleben. :bravo: :bravo:


LG

Silje


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BeitragVerfasst: 02.03.2007, 21:50 
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musika hat geschrieben:
Orphenica hat geschrieben:
es war wenig Publikum anwesend in dem schönen Theater, aber das kann uns hier in Deutschland auch passieren.


Ja.
Ich habe auch schon in Deutschland wunderbare Programme vor sehr wenig Publikum gesungen.

Es ist doch so, daß - sofern man keinen großen Namen hat - jedes Konzert außerhalb des eigenen Wirkungskreises bzgl. der Besucherzahlen ein Risiko ist, jedenfalls, wenn man am Konzertort keine Freunde o.ä. hat, die engagiert Werbung machen und die Gegebenheiten kennen.

Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, daß man sich nicht unbedingt auf den Veranstalter verlassen kann, wenn man sein Konzert richtig beworben wissen möchte - und je größer die Entfernung vom Heimatort ist, desto schwieriger wird es, sich selbst dahinterzuklemmen.

Gruß v. Emmy


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BeitragVerfasst: 02.03.2007, 22:57 
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Ich möchte auch noch ein paar Sätze zu Malle sagen.
Hier haben wir einen versammelten Haufen :meeting von Gesangsaktivisten und Idealisten und sollten stolz darauf sein. Unterschiedliche Ausbildungsstände und Ansprüche werden gebündelt und bilden so ein Spektrum, das es gilt zu zeigen und zu pflegen.
In diesen Tagen auf Mallorca waren alle Spielarten des Zusammenlebens :sauf: und -leidens :n28: vertreten.
Jeder musste seinen Platz finden, auf der Bühne, wie im abendlichen Austausch der Gedanken und Albernheiten.
Leonora stand mit nassen Füßen :n174: singend in der Kirche, meine Texte waren nicht immer deckungsgleich mit denen der Librettisten :n69: und im Theater in Arta waren die Scheinwerfer für die Bühne so stark ausgeleuchtet, daß wir die "vielen" Zuschauer :n109: nur ahnen konnten.
Musical war für mich Neuland aber es war gut so, wenn man sich mal zu Neuem zwingen läßt :schrofen . Hier habe ich mich als Humphrey Bogart-Verschnitt ganz zufrieden gefühlt und während des Singens mit dem Zerbröseln einer Zigarette auch einen Beitrag zum rauchfreien Europa erbracht. :n1:

Liebe Grüße rugero

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BeitragVerfasst: 03.03.2007, 00:48 
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Tja, lieber Hanseat, da sag ich doch : wenigstens EINEN kleinen Vorteil müssen wir Frauen im Leben ja auch mal haben und sei es nur auf der Bühne! :n2: :dafür:

Liebe Orphenica, das Publikum war gar nciht unfreundlich sondern viel eher die Veranstalter und Raumbesitzer. Wir durften uns nämlich aus Zeitgründen nciht als Ensemble mit unserer Idee und Hintergrund präsentieren und das hatte den grossen Nachteil, dass die Leute nur iene Arie nach der anderen gehört haben, ohne zu wissen, wer und was dahintersteckt.
Das Leistungsgefälle zwischen Profis und Amateuren/Schülern ist dann für ein unwissendes Publikum schwer zu verstehenund wir selbst stehen auch ganz anders unter Druck.
Ich habe ja einen Zuschauer live im Publikum gehabt, der uns schon lange kennt und mir recht genau alles spiegelt und der hat dann auch so manchen Kommentar mitbekommen, aber auch das Positive natürlich.
Und wir haben nicht den Mut verloren, nein, sondern alle wacker das Beste draus gemacht. Keiner hat aufgegeben und Dolas Lob aus dem ersten Pos tkönnen wir uns alle an den Hut heften! :bravo:
Ic selbst war wie gesagt bei meinem Solo aus nicht-gesanglcihen Gründen trotzdem motiviert und bin auch von den Leuten dafür belohnt worden. Aber zufrieden war ich sängerisch nicht, denn ich hatte meine Arie wirklich super geübt und konnte sie aus dem FF, aber habe einfach meine Stimme total verloren im Raum empfunden und das ist dann schon Frust!
Dann bei meinem zweiten Stück, dem Trio aus der Zauberflöte Tamino und die Drei Damen war es schon ganz am Ende des Konzerts und wir standen extrem unter Zeitdruck, weil wir den Raum eigentlich nciht länger haben durften.
Das lief dann auch leider viel schlechter als das letzte Mal im Konzert, irgendwie hat sich die schlechte Stimmung immer mehr auf mich niedergelassen und die Luft wurde mir zu eng im Saal, die Hitze immer grässlicher.
Dennoch stehen wir auf den Photos toll da und machen was her-seltsam!

Jedenfalls war es eine einzigartige Erfahrung, trotzdem froh und glûcklich rauszugehen, obschon so Vieles nciht nach Wunsch lief.

Und meine très chère Dola: wenn ich so wie du "Stride la vampa" singen könnte, würde ich mein Kleid, meine Haare und alles an der Kasse liegen lassen, im Kartoffelsack mit Glatze kommen und trotzdem Bravos bekommen. ICH aber brauche Kleid und Haare und geschnûrte Taille und was nciht sonst noch dazu. Wenn ich mal ohne all das solchen Applaus bekomme wie mit, dann erst besteht wahrer Grund zum Jubeln. Aber bis dahin oder auf immer und ewig jubele ich eben auf meine Art und freue mich , das wir so viele verschiednee Stärken haben und andere Menschen damit auf sehr verschiedenen Weise erfreuen kônnen.
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 03.03.2007, 01:15 
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Noch ein Nachtrag: mir ist es tatsächlcih gelungen, Musika einige Photos zuzusenden!!!! :bravo: :bravo: :bravo:
Ich mache morgen weiter und habe auch per Post schon welche an Dola und Castafiore losgeschickt. Also Land in Sciht in dieser photolosen Nach-Mallorca Ödnis. Leider hat mein Mann immer nur mich abgelichtet, was einerseits sehr anrührend, andererseits aber ärgerlcih ist. Zumindest bin ich auf den meisten Photos aber nicht alleine und fast alle anderen sind irgendwann auch mal mit drauf.
Vor allem beim Musicalkonzert gibt es tolle Gruppenszenen.
Aber hat denn sonst keiner Bilder gemacht??????

Vom Opernkonzert 2 habe ich leider ncihts, obschon ich da als Zuhörerin Alles sehr genossen haben und manche Formationen auch optisch ganz toll fand. Insbesondere ist mir die schöne Aufstellung Silje, Cantilena, Gioachino bei dem Terzett aus Cosi in Erinnerung und natürlcih auch das bunte Sextett. Und unser Mike im bunten Dandy- Gehrock und Casta Divas herrliche Diven-Walle-Wally-hoffe, dass jemand anders das Alles photographiert hat! :dafür: In der Kirche hat er sich respektvoll mit Photos zurückgehalten, das gibt es nun leider auch ncihts.
Buona notte und Photos könnt ihr nun bei Musika reklamieren! :n2: :n3:
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 03.03.2007, 15:14 
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Wow!!! Super Foto

:bravo: :bravo:


(obwohl ich ja das Original gesehen habe:-)


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BeitragVerfasst: 03.03.2007, 17:36 
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Ok, entschuldigt bitte den Begriff "missglückt", ich hatte das aus den vorherigen Posts so rausgelesen, aber das habt ihr ja jetzt richtig gestellt.

@Canti: wow :n2: , dieses Outfit macht in der Tat was her!!!

Liebe Grüße,

Orphenica
:hearts:


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BeitragVerfasst: 03.03.2007, 18:29 
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Ei guck amol an - was e hübsches Frauezimmer. :n3:

Ehrlich gesagt, da sieht man doch auch gern zweimal oder öfter hin.
Schade, dass man nicht auch hören kann, was da präsentiert wurde.

LG Escamillo


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BeitragVerfasst: 03.03.2007, 20:06 
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cantilene hat geschrieben:
... das Publikum war gar nciht unfreundlich sondern viel eher die Veranstalter und Raumbesitzer. Wir durften uns nämlich aus Zeitgründen nciht als Ensemble mit unserer Idee und Hintergrund präsentieren...

Hallo,

ich kann mir gut vorstellen, wie sehr Ihr dabei ins Schwitzen gekommen seid... Schade auch, weil Ihr es Euch vorher sicher schön ausgedacht habt, wie das Konzert moderiert werden soll.

Ich finde, so etwas muß man unter "Lehrgeld bezahlen" verbuchen - in irgendeiner Form muß das jeder einmal.
Das hat ja nicht nur etwas mit dem Veranstalter zu tun, sondern auch mit einer gewissen Unerfahrenheit.
Wenn wir uns mit Chor oder Ensemble auf fremdes Terrain bewegen, dahin, wo sich keiner von uns richtig auskennt, sprechen wir inzwischen (!) alles haarklein ab, auch die Bestuhlung, natürlich auch die Gesamtdauer, die wir uns in den Räumlichkeiten aufhalten können. (Lehrgeld ist gezahlt: wir konnten einmal keine Ansingprobe machen...), Generalprobe usw. Wenn man so etwas wie enge Zeitbeschränkungen lange genug vorher weiß, stutzt man ja auch das Konzertprogramm entsprechend zurecht.
Das passiert Euch bestimmt nicht noch einmal, und das ist das Positive daran.
Entscheidend ist es oft, daß man herausfindet, wer der wirkliche Herrscher über Räumlichkeiten ist - nicht selten der Hausmeister und die Reinemachfrauen. Ein nettes Gespräch im Vorfeld wirkt da oft Wunder, und für ein Fläschen Wein um eine Überstundenzulage werden manche Griesgräme ganz nett und hilfsbereit...

@cantilene
Das ist ja wirklich ein umwerfendes Kleid!
Hast Du eine Schneiderin, oder kann man so etwas fertig kaufen?

Gruß v. Emmy


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BeitragVerfasst: 03.03.2007, 22:21 
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[quote="EmmyNoether
Das hat ja nicht nur etwas mit dem Veranstalter zu tun, sondern auch mit einer gewissen Unerfahrenheit.
Wenn wir uns mit Chor oder Ensemble auf fremdes Terrain bewegen, dahin, wo sich keiner von uns richtig auskennt, sprechen wir inzwischen (!) alles haarklein ab, auch die Bestuhlung, natürlich auch die Gesamtdauer, die wir uns in den Räumlichkeiten aufhalten können. (Lehrgeld ist gezahlt: wir konnten einmal keine Ansingprobe machen...), Generalprobe usw. Wenn man so etwas wie enge Zeitbeschränkungen lange genug vorher weiß, stutzt man ja auch das Konzertprogramm entsprechend zurecht.

Gruß v. Emmy[/quote]

Hallo Emmy,
wenn das so einfach wäre....aber leider ist im Ausland alles anders. Das wir ein Programm hatten mit 1 Stunde war klar, das hatten wir schon im Griff, doch vor Ort wurde uns eine Liste vor die Nase gehalten mit Dingen, die wir NICHT durften, dazu gehörte eine Begrüßung, keine Zwischentexte und sonstiges. Das Konzert MUSSTE um 21 Uhr beginnen und um 22 Uhr zu Ende sein. Das hieß für uns, singen und weg.
Dazu kam eine unerträgliche Temperatur im Saal und auf der Bühne, die das Singen sehr erschwerte. Das kannten wir vom vorigen Jahr nicht.
In Spanien ist es leider so, dass alle Absprachen, die vorher getroffen wurden, von jetzt auf gleich umgeworfen werden, etwas schriftliches gibt es nicht. Eine Generalprobe konnte auch nicht stattfinden, auch im vorigen Jahr nicht.
Der Saal und die Bühne sind eigentlich sehr schön und die Bühne wurde nach unseren Anforderungen, Größe und Flügel angepasst. Die Bestuhlung ist fest eingerichtet und fasst über 400 Personen. Der Saal war zu 2/3 besetzt, ist ja auch schon mal was.

Aufgrund dieser Mängel haben wir beschlossen, dort nicht mehr zu konzertieren. Das Publikum war irritiert, da es nicht wußte, wie sich das Ensemble zusammensetzt, Schüler,Profis. Es ist einfach wichtig dem Publikum klar zu machen, dass Schüler und Profis gemeinsam auf der Bühne stehen um die Erwartungen des Publikums nicht zu enttäuschen.
Ein Schüler singt seinem Ausbildungsstand entsprechend und ist klar im Nachteil, wenn Profis dabei sind. Das sollte das Publikum wissen.

Liebe Grüsse

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musika
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BeitragVerfasst: 03.03.2007, 23:30 
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musika hat geschrieben:
Das Publikum war irritiert, da es nicht wußte, wie sich das Ensemble zusammensetzt, Schüler,Profis. Es ist einfach wichtig dem Publikum klar zu machen, dass Schüler und Profis gemeinsam auf der Bühne stehen um die Erwartungen des Publikums nicht zu enttäuschen.
Ein Schüler singt seinem Ausbildungsstand entsprechend und ist klar im Nachteil, wenn Profis dabei sind. Das sollte das Publikum wissen.

Liebe Grüsse


Hallo musika,
schön das Du dies nochmal deutlich gemacht hast.
LG rugero

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BeitragVerfasst: 04.03.2007, 00:03 
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Liebe Emmy, das Kleid war ein BRAUTkleid und ist ganz einfach im Ausverkauf(Auslaufmodell zum halben Preis) bei Pronuptia erstanden worden und dann aber noch nach Mass geändert, da ich keine Konfektionsfigur habe.
Welche Braut sowas Operettenmässiges trägt, habe ich mcih beim Kauf ernsthaft gefragt, aber für mich war es einfach das Ideale. Und ich habe vorher im Forum noch eine Diskussion angeleiert, ob sich eine solche Anschaffung überhapt lohnt. :roll: Naiv wie ich war.....
Sie hat es wahrhaftig getan und bei all den Komplimenten hier werde ich noch so tomatenrot wie mein Kleid. :oops:
(Und nciht zu vergessen bitte auch die tollen Kleider von Lieschen, Castafiore usw usw!!!!)
Es heisst übrigens Moulin Rouge-ein Kleid mit ienem Namen habe ich vorher auch noch nie gesehen... vive la France! :n87: Wichtig waren aber auch passende Accessoires wie Stola, Handschuhe etc, die man dann bei den Arien ins Spiel einbinden kann. Mir hat das serh viel Sciherheit gegeben und ich bin um eine grosse Erfahrung reicher. :n2:

Zum anderen Thema:

Ich finde auch, dass wir aus solchen Erfahrungen lernen müssen und vor allem keine Bedingungen mehr akzeptieren dürfen, bei denen wir unsere Ensemble-Idee, die ja gerade das Besondere ist, nciht präsentieren dürfen. Das hat Musika ja nun auch so gehandhabt, denn in diesem Saal konzertieren wir nciht mehr.
Das Leistungs/Erfahrungs-gefälle, das bei diesem Opernkonzert recht gross war, irritiert sonst nciht nur das Publikum ,sondern verunsichert auch uns selbst. Wenn jeder mit gleicheem Mass gemessen wird, egal ob Gesangslehrer, Bühnenprofi, Amateur oder Schüler, ist das schon hart.
Das ist für mich ein entscheidender Punkt zusammen damit, dass man wenn irgend möglcih in allen Konzerträumen wenigstens auf einer Ansingprobe mit Instrument bestehen muss. Das betrifft aber noch viel mehr Kirchenkonzert zwei, wo dieses Nicht-Möglcihkeit uns wirklich in schwere Kalamitäten brachte.
Das Positive feiern und aus den Problemen lernen ist mein persönlcihes Fazit. Ich würde jederzeit wieder nach Mallorca fahren, denn für mich überwiegt das Positive BEI WEITEM!
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 04.03.2007, 01:04 
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Hallo,

ja mich gibt es auch noch und ich bin weder noch auf Mallorca, noch auf dem Weg Richtung Heimat oder zuhause verloren gegangen. Ein wenig Vorteil hat es schon, wenn man relativ spät zum schreiben kommt, denn vieles wurde schon berichtet und wiederholen brauch man es ja nicht....

Da ich zu denjenigen gehöre, die bei den beiden Konzerten, nämlich Auditorium und San Severo (Kirche) mitsingen durfte habe ich seeeeehr viele Erfahrungen sammeln dürfen, die man sonst wohl so geballt nicht lernen kann. Ich für meinen Teil bin sehr dankbar für diese Erfahrungen, denn unter solchen Bedingungen eine Leistung abgeben zu können, das bedeutet für mich mit den normalen Bedingungen erst recht Leistung zu bringen.

Aus Zeitgründen habe ich nicht alles bisher lesen können und einfach nur schlechte Bedingungen zu schreiben, lässt evt. Spekulationen offen die ich nicht möchte.

Das Auditorium kannte ich ja schon aus unserer Konzertreise 2006 und da war alles im grünen Bereich. Bei unserem diesjährigen Konzert hatte ich auch hinter der Bühne von anderen nicht mitbekommen, welche harte Bedingungen dieses mal herrschen. Kurz vorher waren wir ja alle noch auf der Bühne und da merkte ich persönlich noch nichts. Klar ist es auf Bühnen durch die Scheinwerfer immer warm bis heiß aber was uns bzw. mich erwartete war nicht mehr unbedingt lustig. Auf der Bühne erwartete uns eine Mauer aus stickiger, heißer verbrauchter Luft oder besser gesagt einem Zustand was man Luft nicht mehr nennen konnte. Mein Gedanke war zuerst "mensch einen halben Liter Luft hätten die anderen mir ruhig noch übrig lassen können". Man wurde regelrecht erschlagen und da gab es nur noch die Devise "wie es in dir aussieht, unter welchen Bedingungen du singen mußt das weiß das Publikum nicht und interessieren wird es sich auch nicht, es will Leistung sehen und da muß man das beste draus machen. Singen als wäre nichts und das zeigen was einem noch möglich ist.............."
In Son Severa, unser zweites Kirchenkonzert, sollten sich die Bedingungen noch verschärfen. Nein die Luft war total in Ordnung, hmm aber es gibt ja noch andere Steine die bewältigt werden müssen. Zum einen war das die Problematik des Instrumentes und alles was damit zu tun hat und zum anderen die Akustik. Irgendwann kam ich mir vor als ob ich in einem Studio ohne Kopfhörer (wo Musikinstrument eingespielt wird) singe. Nein damit habe ich keine Ahnung und der Vergleich kann auch hinken, aber egal ich habe weder den Zusammenklang mit dem Instrument gehört, noch die Tonhöhe oder gar mich selbst. Es war schon heftik sich total auf sein Körpergefühl zu verlassen und zu singen. Jeder Ton wurde direkt geschluckt und null Unterstützung vom Instrument. Dies nur kleine Eindrücke um sich ein wenig ein Bild zu machen.

Ich bin aber trotzdem persönlich dankbar, denn diese Erfahrungen als Solistin machen zu dürfen, das lernt man weder auf tollen Konzertbühnen, Kirchen, Workshops oder gar im Gesangsunterricht. Klar wünscht man sich solche Bedingungen nicht aber es ist auch ein tolles Gefühl, macht stolz und zugleich ist es beruhigend, daß man auch mit solchen Situationen umgehen kann und nicht klanglos untergegangen ist.

Na und alle diese Erfahrungen können denjenigen die diese beide Konzerte mitgesungen haben niemanden mehr nehmen. Ob man diese Erfahrungen braucht? Hmm keine Ahnung, das muß jeder für sich entscheiden..................

Für mich war Mallorca 2007 mit allen Erfahrungen, gemütlichen Abenden, Albernheiten, tollen Konzerten, die ein oder andere Pina...... :lol: , kurze Nächte, nette Plauschs, viel Sonne, tolle Freundschaften und und und eine tolle Konzertreise und ich freu mich schon heute auf unsere nächsten Konzerte hier im Saarland. Wohl nicht mit so vielen Belcantisten, wie in Mallorca aber mit sooooooooooo vielen mir wirklich wichtig und lieb gewordenen Menschen...................


Liebe Grüsse
Chero


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BeitragVerfasst: 04.03.2007, 14:34 
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cantilene hat geschrieben:
Wenn jeder mit gleicheem Mass gemessen wird, egal ob Gesangslehrer, Bühnenprofi, Amateur oder Schüler, ist das schon hart.

das ist bei öffentlichen auftritten immer das problem, deshalb singen meine schüler erst mal nur bei schülerkonzerten und bei "halb-öffentlichen" veranstaltungen, wo jeder weiß, daß sie noch lernen.

Das ist für mich ein entscheidender Punkt zusammen damit, dass man wenn irgend möglcih in allen Konzerträumen wenigstens auf einer Ansingprobe mit Instrument bestehen muss.

für schüler mit wenig auftrittserfahrung unbedingt erforderlich.
später kann man auch unter ungünstigen umständen, bei schlechter akustik, falsch spielenden organisten usw. noch gut singen.
man kann das auch ein bißchen trainieren, indem man zuhause nicht immer im gleichen raum übt, sondern in verschiedenen mit unterschiedlicher akustik und auch mal während des singens durch die räume geht und deutlich merkt, was sich da ändert und daß man nicht plötzlich völlig anders singen darf, nur weil die akustik anders ist.
wenn man sich z.b. in einem raum mit schlechter akustik aufnimmt, stellt man dann fest, daß man sich zwar während des singens selbst kaum noch hört, für das publikum aber laut genug ist und jegliches absichtliche lauter singen zu einem schlechteren singen führen kann.
auch spontanes vorsingen bei bekannten unter evtl. ungünstigen (oder sehr ungünstigen :roll: ) bedingungen trainiert das streßfreie und somit auch das (dem jeweiligen stand entsprechende) gute singen.



Das Positive feiern und aus den Problemen lernen ist mein persönlcihes Fazit.


genau
:dafür: :n1: :sauf: :n8: :tanzen :n2:



das ist im leben sowieso immer das beste, was man machen kann und beim singen geradezu überlebenswichtig






im übrigen finde ich es absolut toll, was ihr da so alles auf die beine stellt. :bravo: :bravo: :bravo:

und eure berichte hier im forum finde ich spannender zu lesen als irgendeinen krimi o.ä.

sobald die erste cd von euch erscheint, sagt mir bescheid, die werde ich auf jeden fall kaufen. :n2:

liebe grüße
kaja


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BeitragVerfasst: 04.03.2007, 14:57 
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kaja hat geschrieben:
[

im übrigen finde ich es absolut toll, was ihr da so alles auf die beine stellt. :bravo: :bravo: :bravo:


Hallo Kaja,

schön, daß du das so siehst. Weißt du wenn man in der Orga ist und man mit so vielen für deutsche Verhältnissen fast unmöglichen Bedingungen zu kämpfen hat und dann doch solche Ergebnisse erzielt, dann ist man selbst überrascht. Die ganzen grauen Haare, unzähligen Gedanken,
Bedenken und die vielen in den Weg gelegten Steine sind schnell vergessen, wenn man die Freude am gemeinsamen konzertieren, die Erfahrungen aus den Konzerten und nicht zuletzt die Gemeinschaft oder Zusammengehörigkeitssinn im Ensemble sieht. Das alles überwiegt und gibt den Mut und die Kraft auch an weitere Konzerte im Ausland zu denken......

Konzerte in Deutschland zu veranstalten ist schon was anderes und auch wenn man dort mal bei der Orga an Grenzen stößt, so sind sie im Vergleich zum Ausland oder in unserem Fall Mallorca schnell zu bewältigen. Auch dort hatten wir eine sehr große Hilfe mit Roshan aber auch ihm sind die Hände zeitlich gebunden und wie oft hat selbst er den Kopf geschüttelt................

Alles in allem bereue ich persönlich keinerlei Erfahrungen, denn daran wächst man egal ob sie positiv oder negativ waren und wer möchte nicht gerne wachsen und evt über seine eigene Einschätzung wachsen.


Liebe Grüsse und viel Spaß beim weiteren Krimi lesen :lol:

Chero


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BeitragVerfasst: 04.03.2007, 16:56 
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Danke liebe Kaja für diesen Mutmach-Post von aussen! :hearts:
Ich finde es sehr wichtig, dass ihr im nicht-internen Bereich hier auch was von unseren Erlebnissen und zwar nicht nur die Sahnebonbons erfahrt. Ihr habt in vielen Dingen iinen anderen, nämlich neutraleren Blick als wir und das kann uns nur guttun, auch solche Spiegelungen zu hören oder zu lesen.
Ansonsten schliesse ich mich Chero wollkommen an;
(sie war übrigens eine von denen, die auch unter den extremsten Bedingungen bei Kirchenkonzert 2 sich gesanglich noch prima geschlagen hat, scheint also Deine Tipps schon umgesetzt zu haben :n2: )
Je ne regrette rien! Au contraire: ich warte jetzt schon sehnsüchtig auf eine Wiederholung!
Canti :hearts:
Cd gibt es wohl nciht soweit ich weiss, aber DVD sind aufgenommen worden, aus denen evtl irgendwannmal eine Demo-Cd erstellt werden könnte?Aber ich weiss nciht, ob sowas möglich ist, bin technische Nichtschwimmerin.


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 Betreff des Beitrags: Soundbeispiel
BeitragVerfasst: 12.03.2007, 13:40 
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Hier ist ein Soundbeispiel aus dem Opernkonzert Arta zu hören :

http://www.esnips.com/doc/53ef523e-43b9 ... uwe-Thanel

Hoffe, es klappt.

Liebe Grüsse von Casta


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12.03.2007, 14:29 
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Wohnort: kein Blick auf den Eiffelturm mehr, aber dafür mittendrin *20.1.1962
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weitere Soundbespiele aus Mallorca :

http://www.esnips.com/web/BelcantoKonzertArta

viel Spass damit.

Liebe Grüsse von Casta

PS. Casta hat in Musika's Auftrag die Hörbeispiele reingesetzt, da sie es zunächst nicht selber konnte.


noch mehr edit - ich habe einfach mal die Ordner-Adresse kopiert


Zuletzt geändert von LaCastafiore am 12.03.2007, 15:19, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 12.03.2007, 16:46 
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Ich habe alles hören können.

Ciao. Gioachino :pfeif:


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