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 Betreff des Beitrags: frage an die männer über 30
BeitragVerfasst: 05.10.2007, 13:14 
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hallo,

da ich mir naturgemäß nur begrenzt vorstellen kann, warum ein mann irgendwas macht oder nicht macht, wende ich mich hier mal an die "experten" :) .

als ich noch jung war (ja,ja, ist schon jahrhunderte her :biggrin: ), war es noch so, daß die jungen männer schon rel. früh (spätestens anfang 20) eine rel. tiefe, sonore, männliche stimme hatten.
heute fällt es mir (und auch vielen anderen) immer häufiger auf, daß auch männer mit anfang - mitte 30 oft noch extrem jugendlich klingen, also eine rel. hohe, wenig sonor stimme haben.
abgesehen davon, daß ich es persönlich rel. merkwürdig finde, wenn sich ein mann mit mitte 30 anhört, als wäre er max. 17, ist es auch in manchen fällen nicht so gut für die stimme und wirkt sich auch auf`s singen nicht positiv aus (es sei denn, man(n) will wie ein chorknabe klingen ?) ).


die sprechstimme tiefer, sonorer etc. klingen zu lassen, ist eigentlich kein problem und sehr schnell erledigt, aaaaaber......

bis auf die, die sich mal zufällig auf irgendeiner aufnahme haben sprechen hören und das selbst nicht männlich genug fanden, hat das aber oft keine dauerhaften auswirkungen auf die sprechstimme.

obwohl sie dann stimmtechnisch problemlos "männlich" sprechen können, tun es viele nicht und ich frage mich warum.

bisher habe ich da nur einige theoretische hypothesen, wüßte es aber gern genauer.

wenn frauen nicht "im brustton der überzeugung" sprechen, sondern eher hell, flach, piepsig o.ä., liegt es oft daran, daß sie zu wenig selbstbewußtsein haben (frauen, die z.b. in der freien wirtschaft in führungspositionen sind, haben meist eher eine etwas tiefere, vollere stimme) oder meinen, sie würden sich damit zu "männlich" anhören o.ä., aber männer ????

könnte es bei den männern daran liegen, daß

a) sie vielleicht auch zu wenig selbstbewußtsein haben? (als folge der emanzipation der frauen ? obwohl die doch in vielen fällen auch eher nur auf dem papier steht? )

b) unbedingt jung erscheinen wollen (der heute übliche jugendwahn), aber nicht wie junge erwachsene, sondern wie teenager?

c) sie im dauerstreß sind (streß führt ja auch oft dazu, daß die stimme hochrutscht)? (aber viele männer, die beruflich extrem
belastet und im dauerstreß sind, sprechen trotzdem "männlich", also kann das eigentlich auch nicht der grund sein).

d) es eine modeerscheinung ist ("junge männer klingen jugendlich", aber da wären dann ja auch a und b beteiligt)


bei denen, die zu mir zum unterricht kommen, weiß ich zwar, wo es dran liegt, aber ich wüßte gern allgemein mehr darüber, weil es wie gesagt mittlerweile ziemlich weit verbreitet ist.

liebe grüße
kaja


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 06.10.2007, 00:23 
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Hallo Kaja,

hmm nun gehöre ich absolut nicht zu dem von dir gewünschten Personenkreis, nämlich männlich aber als ich das erste mal deinen Beitrag las kam mir noch eine andere Möglichkeit woran es liegen könnte. Kann auch ein Holzpfad sein, aber würde ihn dennoch hier gerne mal ins Spiel bringen.

Die Stimme reift doch mit den Jahren, mit dem erlebten, den Lebenserfahrungen usw. Wenn ich mal viele Jahre zurückdenke oder überlege wie es bspw. im Alter meiner Eltern mit so 30 Jahre war (oder noch früher), klar kann ich von der Zeit nur aus Erzählungen schreiben aber da soll es doch so gewesen sein......

Bereits im Alter von 14-16 Jahren begann man die Ausbildung und das damals wirklich noch harte lange Berufsleben, stand schon mitten im Leben. Man hat Verantwortung übernommen, lebte bereits in der Welt der Großen.....verdiente sein eigenes Geld und ist somit schon viel früher hmmmm ich sag es mal frei raus aber meine es nicht böse, gealtert. Schaut euch doch mal die Bilder von früher an....... also wenn ich mir die Bilder meiner Großeltern mit hmm sagen wir mal 30 ansehe, dann waren es für das heutige Auge schon alte Menschen. Bilder meiner Großeltern im Alter meiner Eltern heute kann man gar nicht fassen, daß sie im gleichen Alter sind.......

Heute sind die Jugendlichen frühreif, im Gegenzug sind sie jedoch länger jugendlich also können ihre Jugend genießen. Müssen nicht so früh ins harte Leben und konnen somit länger in der ungezwungenen freien Welt ohne Sorgen leben. Viele studieren heute ewig lange, machen ihr Dipl. oder Doktorarbeit. Sie sind noch in der Welt der Jugend, also Party, Disco u.ä. (Will sie nun nicht alle über einen Kamm scheren, denn das wäre falsch. Es gibt auch noch heute Jugendliche die früh diese Welt verlassen oder verlassen müssen. )

Wenn das Elternhaus diese Personen und das normale Leben einen nicht irgendwie geprägt haben und Lebenserfahrungen gegeben haben, dann kommen sie erst viiiiiiiiel später wie damals in das Leben in dem sie für sich bewähren müssen. Alles erlebte spiegelt sich doch irgendwie wieder oder? Zumindest denke ich so, eine Stimme kann für meine Begriffe erst reif und erwachsen klingen, wenn man auch erwachsen ist und das spiegelt sich nicht unbedingt mit dem Alter im Personalausweis.

Könnte es evt. auch daran liegen, daß man früher eher Verantwortung übernehmen musste und ins eigenständige Leben geschickt wurde. Die Stimme spiegelt doch die Lebenserfahrung, das Erlebte und vor allem bewältigte wieder! Halt die Reife!!!!!!!!!

Kann auch dies evt. eine Variante zusätzlich für dich sein? Von mir selbst kann ich noch zusätzlich sagen, daß sich meine Stimme nachdem ich etwas Persönliches aufgearbeitet hatte, verändert hatte. Nicht nur ich selbst bin innerlich dadurch gereift, nein meine Stimme spiegelt es auch wieder.

Viele Worte, sorry!! :lol:


Liebe Grüsse
Chero


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.10.2007, 23:50 
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hallo chero,

ein interessanter aspekt.

aber die jungen leute, mit denen ich damals zu tun hatte als ich selbst noch jung war, waren fast alle noch nicht im harten berufsleben, sondern überwiegend im studium, manche auch in der ausbildung.
und das berufsleben war damals auch nicht härter als heute (sooo alt bin ich denn ja nu auch noch nicht :pfeif: ). und sie sahen mit 30 auch noch nicht alt aus (als wir 30 waren, das war doch so um 1980 herum und nicht 1890 *gg*).

aber damals wollten die leute möglichst früh erwachsen sein und heute anscheinend möglichst lange teenager (wie ich oben ja auch schon geschrieben hatte).
und da erwachsene männer eigentlich eine tiefe sonore stimme haben, hatten die damals halt auch die jungen männer schon.

was die jungen männer beruflich machen, die ich heute nur irgendwo sprechen höre, aber nicht persönlich kenne, weiß ich natürlich bei vielen nicht, aber etliche sind mir in ausübung ihres berufes begegnet (handwerker, verkäufer etc.), waren also mit über 30 schon etliche jahre im berufsleben und hatten trotzdem eine teenie-stimme.

bei meinen schülern waren auch schon etliche, die schon mitte 30 waren und eine stimme hatten als wären sie 17.
dabei waren sie schon lange im beruf und bei allen anderen dingen (verantwortungsbewußtsein, lebenserfahrung, reife etc.) durchaus altersentsprechend entwickelt, nur die stimme eben nicht. durch das jahrelange zu hoch sprechen hatten einige auch schon stimmstörungen bekommen, die verschwanden, nachdem die stimme sich durch einige übungen normalisierte. aber manche haben auch weiterhin höher gesprochen als es ihrer eigentlichen stimme entsprach, weil sie an die höhere stimme so gewöhnt waren, daß ihnen die tiefere komisch vorkam und auch die männer in ihrem kollegen- und freundeskreis keine tiefe stimme hatten.
bei fertigen oder künftigen opernsängern ist das ja anders, aber in "normalen" berufen begegnen mir, wie gesagt, heute sehr viel mehr 35 jährige männer mit rel. hoher, nicht sonorer stimme als früher.

wobei das den jüngeren leuten wohl deshalb nicht auffällt, weil sie es ja nicht anders kennen.

daß die stimme eigentlich die lebenserfahrung widerspiegelt, ist klar, sie ist ja teil der persönlichkeit. wobei aber auch viele frauen über 40, 50, 60 ziemlich piepsig klingen, obwohl sie kinder großgezogen, nebenbei noch gearbeitet und die älteren auch noch einen krieg bzw. die schwierige zeit danach miterlebt haben. aber nicht bei allen führt das auch dazu, daß sie ein entsprechendes selbstbewußtsein entwickeln und im "brustton der überzeugung" sprechen, sondern entweder im kopf rumpiepsen oder im hals rumquetschen.

und dann ist stimme ja auch noch eine sache der nationalität. auch wenn sie ungefähr die gleiche körpergröße haben, haben ja z.b. italiener eine völlig andere stimme als z.b. chinesen usw. usw.

für mich gibt es kaum etwas interessanteres als die vielen verschiedenen erscheinungsformen und möglichkeiten der stimme.

liebe grüße
kaja


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BeitragVerfasst: 08.10.2007, 09:53 
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hat sich schon eingelebt
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Nur ein Gedanke:

vorallem bei Maennern tritt das Phaenomen der "ueberhoehten" Stimme auf, selten aber eben doch......
Eine ueberhoehte Stimme bedeutet, das gesamte Sprechen ist unnatuerlich hoch. Die Ursache hierfuer kann unter anderem physikalischer Natur sein, aber auch psychischer: salopp gesagt: ich mache meine Stimme klein, bzw. halte sie hoch. Der Hintergrund (in der Regele unbewusst ! ) kann das Nichtabnabeln von zu Hause sein, Nicht-Erwachsen-werden-wollen und nicht Verantwortung uebernehmen.
Es kann aber auch diverse andere Gruende geben. Dies ist wie gesagt nur ein Aspekt.

Unter Umstaenden sprachen ja aber die Maenner "frueher" tiefer, weil sie schneller erwachsen sein mussten und gezwungen waren, serioeser zu wirken. Man kann Stimmen nicht nur kuenstlich hoch halten, man kann sie auch kuenstlich runter druecken.

Von meiner Erfahrung her, kann ich Deine Beobachtung uebrigens nicht bestaetigen, aber vielleicht habe ich auch noch nicht so viel Erfahrung.
Auf jeden Fall hoere ich mich mal unter den Maennern um :n3:

Gruss Robin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 08.10.2007, 17:43 
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Hallo Kaja,

manche Männer über 30 kennen den Trick mit der Kreide aus Rotkäppchen. Was Wölfen hilft, hilft auch Männlein egal, ob a), b), c) oder d) zutrifft.

:n152:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 08.10.2007, 22:21 
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Hallo Kaja

Das finde ich einen sehr interessanten Aspekt, den Du hier ansprichst, nicht nur bei Männern.

Du redest überzeugt davon, dass die Stimme die Lebenserfahrung widerspiegelt. Wird das so gelehrt oder hast Du Dir das selber ausgedacht?
Ich bin nämlich genau derselben Meinung und möchte das sogar noch weiterführen, dass ich die Stimme als Ausdruck der "Lebens-Reife" sowie auch der inneren Anspannung ansehe.

Ich hätte bisher jedoch noch nie gewagt, diese These offen zu vertreten, sondern beobachte das einfach für mich selber im stillen Kämmerlein.

Wenn jemand ständig mit verkrampftem Kehlkopf spricht, häufig einige Töne zu hoch, dann ist mir solch ein Mensch in erster Linie schon ein bisschen suspekt, und ich überlege mir, was bei ihm/ihr nicht stimmt.
Ich versuche dabei, neutral zu bleiben... merke jedoch trotzdem, dass ich bei solchen unnatürlichen Stimmen immer etwas misstrauisch bleibe und dem Menschen dahinter nicht unbefangen begegnen kann.
Ich finde das extrem schwierig und weiss nie so recht, wie ich mit meinen Beobachtungen umgehen soll.

Die Thesen mit dem Jugendlichkeits-Wahn finde ich ebenfalls sehr interessant.

Liebe Grüsse,
Romilda


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BeitragVerfasst: 09.10.2007, 09:03 
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Grundsaetzlich ist es wichtig zu wissen, dass die Tiefe der Stimme von der Laenge der Stimmbaender abhaengt. Je laenger die Stimmbaender - desto tiefer sind Toene moeglich. Die Hoehe wird trainiert, die Tiefe hat man - quasi. Diese haengt natuerlich dann noch von der Grundspannung oder besser gesagt Grund - Entspannung ab. Somit ist dies angeboren!

Einfach erklaert: Wie bei einem Saiteninstrument (Geige, Cello usw.) gibt die leere Saite, also ohne Verkuerzumg durch die Finger, den tiefsten Ton. Tiefer geht nicht! Hoeher jederzeit.
Sehr wichtig - Dies kann beim Menschen durch aeussere Einfluesse variieren: Erkaeltung, Alkohol, Rauchen, falsches Sprechen, morgens nach dem Aufstehen, abends, der Blutdruck spielt auch ein Rolle. Medikamente. Nervliche Belastung, Alter und mehr

Ich kann also wirklich nur raten, nicht die Stimmen der anderen zu interpretieren oder aehnliches.

Das unbewusste aber auch das bewusste Veraendern der Stimme gab es schon immer.
Kleines Beispiel aus eigener Erfahrung: Ich hatte gerade angefangen zu unterrichten waehrend meines Studiums an einer Musikschule und bemerkte, dass "meine Girlies" (Schuelerinnen zw. 14 und 17 Jahren) alle anfingen mit aehnlichen Quakstimmen zu sprechen. Bis ich auf Viva Heike Makatsch hoerte, die zu der Zeit als Moderatorin arbeitenden (nur ein Beispiel). Die quakte geradeso und ihre Kolleginnen ebenfalls. Grausam! Idole fuer die Girlies und die Stimme kann man wie das Outfit in Grenzen copieren. Durch Nachfragen habe kam ich darauf.

Heute spricht uebrigens Frau Makatsch mit einer komplett anderen Stimme, die viel besser zu ihr passt und auch nicht so leicht nachzuahmen ist, viel mehr Karakter hat und nicht mehr dieses neutrale 'In-genoele"
Stimme und Stimmung haben nicht von ungefaehr den gleichen. Wortstamm

Gruss Robin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11.10.2007, 01:04 
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hallo,

wenn eine stimme künstlich runtergedrückt wird, hört und spürt man das sehr deutlich. und das sind nicht die angenehmen sonoren männlichen stimmen, die ich meinte. die fließen ganz locker, natürlich und wohlklingend aus dem körper.

das problem bei den überhöhten stimmen ist nicht nur, daß es nicht so gut klingt, sondern auf dauer für die stimme nicht gut ist. ich weiß nicht, wie es woanders ist, aber hier hat die zahl der logopäden in den letzten jahren ganz erheblich zugenommen und trotzdem haben alle noch lange wartezeiten.

@romilda
das, was ich über stimmen weiß und meine, habe ich mir nicht selbst ausgedacht, sondern es ist zum einen eine jahrzehntelange beobachtung (ich habe schon als kind sehr auf stimmklänge geachtet und meine mitmenschen, ihre stimmen und verhaltensweisen genau beobachtet), zum anderen das, was ich im rahmen meiner ausbildungen gelernt habe und nun auch schon seit etlichen jahren bei meinen schülern miterleben kann und außerdem habe ich auch sehr viele bücher zum thema stimme gelesen.

jemand, der verkrampft oder zu hoch oder sonstwie nicht natürlich und entspannt spricht, muß dir das nicht suspekt erscheinen.
wenn jemand z.b. irgendwie unnatürlich hoch spricht, kann man zwar davon ausgehen, daß da etwas nicht stimmt, aber das muß nichts negatives bedeuten.
oft steckt einfach nur etwas zu wenig selbstbewußtsein dahinter oder zu viel streß o.ä.
und auch das zu tief sprechen kann viele gründe haben, auch ganz banale wie erkältung, rauchen usw. (wie robin ja auch schon geschrieben hat).

liebe grüße
kaja


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 Betreff des Beitrags: Re: frage an die männer über 30
BeitragVerfasst: 12.10.2007, 12:29 
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Nachname: Ottenburg-Weise
Hallo Romilda,

mein erster Versuch auf Deinen Beitrag zu anworten hat leider nicht geklappt, deshalb versuche ich es hier erneut:

auch mir geht es so -geb's zu- dass mir so manche männliche Stimme sehr suspekt vorkommt.

Man erwartet von einem Mann doch immer, dass er eine klare, sonore Stimme hat und wenn man dann mit einem solchen ins Gespräch kommt, kann die "Enttäuschung" sehr gross sein.

Gut ist es, dass es heute Therapien gibt, die das Sprechen und die Stimme verbessern können, denn ich kann mir nichts schlimmeres vorstellen, als wenn Männer, die auch beruflich viel srechen müssen, über eine unnatürlich klingebnde Stimme verfügen.

.....ich war zum Beispiel sehr erstaunt, als ich vor Jahren eine Belcanto-Serie sah, in der ein Herr Zucker zu Wort kam.....es war sehr "gewöhnungsbedürftig"...

...oder wenn ich meine eigene Stimme von einer Aufnahme höre....oh jeh was denken da wohl so manche Leute von mir???!!!

Wie extrem sich so eine Sitaution im Leben zeigen kann, soll dieses Video aufzeigen; doch Vorsicht es ist nur zum Lachen, wenn man den schwarzen Humor mag!

http://de.sevenload.com/videos/nwZxaBz/ ... Untertitel


In diesem Sinne: ein schönes Wochenende!

_________________
Liebe Grüße...und:

nur weiter, denn nur weiter ! - Mein treuer Wanderstab.

Manne


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 Betreff des Beitrags: Re: frage an die männer über 30
BeitragVerfasst: 15.10.2007, 17:55 
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Hallo
Ich habe jetzt eine ganze Weile über deinen interessanten Beitrag, liebe Kaja, nachgedacht und beobachtet.
Ob die Männer nun alle höher sprechen, als früher, kann ich nciht sagen, weil ich früher nicht kenne. Aber dass es scheinbar im Moment "mode" ist, kann sein. Ich habe schon ein paar Fälle gehört, wo mir das auffiel.

Meine Gedanken zur Sprechstimme überhaupt:
Natürlich kommt es bei der Stimmlage auch auf die Gene an. (meine Mutter, meine Schwester und mich können viele stimmlich nicht auseinander halten.)
Wir 3 sind sehr "laute" und selbstbewusste Menschen und haben auch eine laute und "kernige" Stimme. Ich selber höre natürlich Unterschiede bei uns. Meine Schwester, die zB ein bisschen jünger ist und noch nicht voll im Berufsleben steht, spricht etwas höher, als meine Ma und ich. Und Meine Ma hat eine rauhere Stimme. Sie hat ja auch schon rauhere Zeiten durchgemacht. Wir sind zwar keine Männer, aber ich denke, es macht keinen Unterschied bei der Überlegung, wie die Stimme von der Reife abhängt.

Dann habe ich einen guten Freund. als ich ihn vor ein paar Jahren kennenlernte, da sprach er eher leise, "hauchig" und hoch. Es war ein sehr schüchternes Kerlchen. Jetzt ist er älter und auch reifer und hat Selbstbewusstsein bekommen und seine Stimme ist voller und nicht mehr nur leise. Relativ hoch spricht er aber immer noch. (Wobei er auch nicht so alt ist. er "darf" das noch.) Seit einiger Zeit hat er nun GU und beschäftigt sich mit seinem Körper, vor allem der Stimme und auch die Sprechstimme ändert sich wieder.

Also ich bin sicher, dass die Sprechstimme natürlich erstmal von den Erbanlagen, dann aber auch von dem psychischen Zustand und den Erfahrungen herrührt.
Meine Ma und ich haben ein inniges Verhältnis. Könnte es sein, dass ich ihre Stimme "kopiert" habe (unbewusst). Würden wir unterschiedlicher sprechen, wenn wir uns nicht mögen würden? Das kommt mir grad so in den Kopf.
Hoch (und leise) sprechende Männer stoßen mich jedenfalls eher ab, da ich das Gefühl habe, da stackt kein Mumm hinter. (Was nicht böse gemeint ist! Ich nehme mir ja dennoch die Zeit, sie Kennenzulernen!)
Ich bin gespannt auf weitere Beiträge dazu!
Liebe Grüße
Evil Bonita


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 Betreff des Beitrags: Re: frage an die männer über 30
BeitragVerfasst: 20.10.2007, 11:06 
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Nachname: Frey
Freunde, Römer, Landsleute!
Ich kann diese Beobachtung einfach nicht bestätigen, weder im SChülerkreis, noch sonstwo. Und ehrlich gesagt halte ich diese Selbstbewusstseinserklärungen für SchmalspurPsychologie. Das mag wohl im einen oder anderen Fall zutreffend sein, aber generell sollte man solche Einschätzungen den Psychologen überlassen, die etwas davon verstehen! Im übrigen sind Frauen, die zu hoch sprechen in aller Regel so Bauch angesapnnt, dass sie ihre Resonanzen einfach nicht nutzen können! Und das hat herzhaft wenig mit Selbstbewusstsein, sondern mit einem falöschen Modediktat zu tun!
Gruß und Kuss, der musencus

_________________
Ein Leben ohne Gesang ist möglich, aber sinnlos!


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 Betreff des Beitrags: Re: frage an die männer über 30
BeitragVerfasst: 23.10.2007, 00:02 
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hat sich schon eingelebt
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Registriert: 22.02.2007, 10:45
Beiträge: 252
Wohnort: grüne mark
Liebe, den tiefen Männerstimmen zugetane kaja!
Wenn du sicher bist, eine entspannte Atmosphäre erzeugt zu haben und die Stimme trotzdem hoch klingt, liegt es wahrscheinlich an den kurzen Stimmbändern, die eine Stimme hoch machen. Wenn du mit sonor tief meinst, könnten dementsprechemnd nur Männer mit langen Stimmbändern sonor sprechen. Andererseits: je länger das Stimmband gedehnt wird (altersbedingt), desto tiefer (und sonorer) klingt die Stimme. So stelle ich mir als Laie die Sache vor und, kann mir nicht vorstellen, dass es eine Abhilfe gibt, mache mir keine weiteren Sorgen darob.
Herzliche Grüße von einem ziemlich über 30-jährigen!
alfredo

_________________
...du holde Kunst, ich danke dir.


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