Der Dirigent ist der Chef - völlig klar für den Chor.
Aber was macht man, wenn der Chef für Verwirrung sorgt?
Ich wollte Dvoraks Stabat Mater geniessen und freute mich auf einen tollen Chor und ein tolles Orchester. Und sie haben auch wunderschöne Musik gemacht.
Allerdings ohne den Dirigenten.....
Nachdem der Chor das erste Mal ausgestiegen war, weil die Dirigier-Bewegungen nicht deutbar waren, nahm sich der erste Geiger der Sache an und es war faszinierend zu sehen, wie er das umsetzte, was der Dirgent vermutlich wollte und sowohl Orchester als auch Chor ab dem Zeitpunkt führte. Genial! Es wurde eine tolle Aufführung!
Anmerkung: Ich sass neben einem mir befreundeten Dirigenten, der mir erklärte was eigentlich passierte. Ich hätte mich sonst vermutlich gewundert, warum der Chor und das Orchester immer (aus ihrer Sicht) rechts neben den Dirigenten schauten. Aber auf die Lösung wäre ich nicht gekommen. Allerdings erfuhr ich das auch nur auf meine Frage, wie der Chor denn mit diesem seltsamen Gewedele des Dirigenten klarkäme. Ich konnte gar nichts daraus entnehmen...
Zu meinem großen Pech war der Herr neben mir der Dirigent, der viele Orchestermessen dirigiert in denen ich als Chorsängerin dabei bin. Seither habe ich null Chance meine Nase in die Noten zu vergraben.... ;-)