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musika
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Verfasst: 30.07.2006, 13:43 |
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Registriert: 10.11.2005, 01:00 Beiträge: 4546 Wohnort: Diessen am Ammersee
Vorname: Erika
Nachname: Sommer
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Hallo,
mir ist in den letzten Tagen bei Konzertbesuchen aufgefallen, dass es einige Sänger gibt, die auch bei einem Liederabend mit Noten singen.
In einem geistlichen Konzert finde ich das ok, aber sonst?
Was meint ihr dazu?
Liebe Grüsse
_________________ musika belcanto-solistenFreunde sind wie Engel, die uns auf die Füße helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt.
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Principe
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Verfasst: 30.07.2006, 16:58 |
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Eine schwierige Frage, angesichts der Tatsache, daß sich sogar Weltstars bei öffentlichen Konzerten nicht scheuen, vom Notenständer zu singen.
Bei (zugegeben oft sehr langen) Kirchenkonzerten (auch mit langen Singpausen), halte ich das für normal und angebracht. Bei großen Konzerten mit mehreren Sängern/innen kann ich das nur akzeptieren, wenn man für einen Ausfall kurzfristig einspringen muß. Bei Solokonzerten, die man noch dazu selbst organisiert, also das Programm selbst bestimmt, halte ich das grundsätzlich für unprofessionell. Nur, wenn es sich um extrem schwierige, selten gesungene Stücke handelt, könnte man noch ein Auge zudrücken - aber in aller Regel: einfach unprofessionell.
Zum Gesang gehört nun einmal auch das musikalische Gedächtnis!
Auch sollte man nicht vergessen, daß das Text(ab)lesen den Sänger an der optimalen Interpretation behindert, ja sogar stört.
Fazit: In der Regel ohne Noten! Mit - nur in seltenen Ausnahmefällen!
Ciao  Principe
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gioachino
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Verfasst: 30.07.2006, 18:48 |
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Ganz deiner Meinung, lieber Principe !
Im Frühjahr gastierte der berühmte Jose van Dam in Frankfurt und sang die " Winterreise " - mit Notenständer vor der Nase. Doch damit nicht genug . Beim " Wegweiser " setzte er zwei Mal falsch ein und verhaspelte sich im
Text , peinlich, peinlich.
Jede(r) hätte ihm das nachgesehen, hätte er auswendig gesungen. Aber so ?
Ciao. Gioachino
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cantilene
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Verfasst: 07.08.2006, 14:14 |
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Für mich gehört auswendig singen auch zum Standard bei lied- und opernprogrammen und ich bemühe mich nach Kräften darum.
In Kammermusik und -Messe/Oratorium versuche ich auch, mich von den Noten unabhängiger zumachen, nehme sie aber sicherheitshalber mit-wo soviele verschiedene Stimmen zusammenkommen, ist es doch etwas riskant und da traue ich meinem Gedächtnis nicht so richtig.
Ein kleines Beispiel für den Standard des auswendig singen ist vielleicht auch, dass an meinem Conservatoire auch eine Amateur-Klasse(sie heisst so, das ist nicht meine Formulierung!) existiert und die müssen bei Schüleraufûhrungen nicht auswendig singen , während wir dazu gezwungen sind und keine Noten mitnehmen dûrfen,bei Prüfungen natürlich sowieso nicht!
Allerdings gilt dieser Standard offenbar nicht überall.Ich hatte auch mal eine Lehrerin, die als Profi-Sängerin Konzerte gab, auch Lied und Oper, und niemals ohne Noten sang. Bei ihren Schüler fôrderte sie demzufolge das auswendig singen auch nicht, und ich habe es trotzdem oft instinktiv gemacht und hatte sogar manchmal das Gefühl, dass das nciht so gern gesehen ist....das gibts auch!
Allerdings môchte ich nicht Leute verdammen, die sich ohne Noten total unsicher fühlen. Vielleicht ist es dann wirklich besser, vom Blatt abzusingen, als vor lauter Angst, den Text zu vergessen und Unsicherheit,die Einsätze zu verpassen, gar ncihts mehr zu können. Ehe man auf ihre schônen Stimmen verzichtet, sollte man da doch vielleicht tolerante Ausnahmen zulassen?
 Cantilene
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Dola1
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Verfasst: 07.08.2006, 17:51 |
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ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich meine zwei Liedernachmittage im Altenheim letztes Jahr mit Noten absolviert habe, und zwar ganz einfach deshalb, weil ich das erste Mal ein so langes Programm sängerisch allein gestaltet habe und mir einfach auswendig nicht sicher genug war. Bis auf den Text eines Stückes, das aus verschiedenen Gründen ziemlich spät erst dazukam, konnte ich alles auswendig, aber ich habe mir selber einfach nicht über den Weg getraut und dachte, lieber so, als hängen bleiben.
Das soll aber nicht so bleiben, heuer möchte ich es ohne schaffen, denn besser ist es natürlich auswendig.
Liebe Grüße,
dola
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Octaviane
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Verfasst: 07.08.2006, 17:55 |
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Registriert: 27.01.2006, 00:14 Beiträge: 1378 Wohnort: Bonn *31.01.
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Hallo ihr,
viel habe ich dem eigentlich auch nicht mehr hinzuzufügen, außer meiner persönlichen Erfahrung.
Ich ziehe es auf jeden Fall vor, auswendig zu singen, eben weil nicht an den Noten klebe, meine Haltung besser ist und ich in der Darstellung und Interpretation freier bin.
Zum Glück legt meine GL sehr viel Wert draus, dass wir bei Konzerten alles auswendig singen, egal ob Oper, Lied, Oratorium oder Musical.
Liebe Grüße
Octaviane
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gioachino
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Verfasst: 07.08.2006, 23:12 |
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Sein Kernrepertoire sollte jede(r), die/der Kunstlieder interpretiert, auswendig singen, z. B. die Zyklen von Schubert oder Schumann.
Ansonsten bietet sich als Kompromiss der ominöse Spickzettel auf dem Flügel an. Je früher man sich daran gewöhnt auswendig zu singen, deto leichter fällt es später. Die eher seltenen Ausnahmen, bei denen Noten sinnvoll sein können, bestätigen die Regel !
Ciao. Gioachino
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