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musencusmuc
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Verfasst: 25.04.2006, 19:30 |
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Registriert: 12.04.2006, 16:47 Beiträge: 285 Wohnort: München (*20.11.1965)
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dola hat geschrieben: Aber zur Ergänzung: ich sah gestern einen Suchaushang eines Chores ( nicht Jugendchor!!!) in der Musikhochschule. Altersbegrenzung: 35!!! Gehts noch? Das ist zum K...... :n21: Liebe grüße, dola
Liebe Dola!
Auch ich scheitere kläglich an dieser Altersbegrenzung. Man kanns aber schon verstehen, dass sich die Profichöre (und um solche geht es ja wohl) für die Damen und Herren, die für eine FESTANSTELLUNG anstehen,eine Alterbeschränkung einführen, oder?! Es bleibt ja bei diesen Chören meist noch die Chance auf den Extra-, Konzert-, Sonderchor, wo es keine Grenze gibt ... allerdings auch keine Festanstellung ... grmpf
Gruß und Kuss, der fossile musencus
_________________ Ein Leben ohne Gesang ist möglich, aber sinnlos!
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lucicare
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Verfasst: 25.04.2006, 20:17 |
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Musencus, auch in Laienchören gibt es manchmal diese Eintrittslimiten, genauso wie die Altersguillotine....
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Dola1
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Verfasst: 25.04.2006, 23:23 |
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Lieber musencusmuc,
was ich da gesehen habe, war kein Profichor, sondern ein stinkmormaler Laierchor, zwar mit Anspruch, aber doch. Und das ist albern! Ich habe es ja nicht vor, aber ich bewerbe mich doch nicht unter Vorlage des Personalausweises bei einem Chor!!!
Ich habe mich nur grundsätzlich über den Schwachsinn geärgert.
M.E. könnte bei einem Profichor niemand was dagegen sagen, dass keine Leute kurz vor dem Rentenalter, vor allem vielleicht noch als erstengagement genommen werden - da stehen ja auch Erwägungen in bezug auf das Arbeitsverhältnis dahinter - aber meistens sind m. E die Grenzen zu niedrig und diskriminieren Menschen, die es eigentlich noch nicht nötig hätten, sich zu rechtfertigen, dass sie noch voll leistungsfähig sind. Das gilt allerdings für viele andere Berufssparten auch.
Auch für Wettbewerbe und dergleichen sind die Grenzen blödsinnig niedrig und ich frage mich immer wieder, wie das eigentlich entstanden ist.
Grüße, dola
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rugero
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Verfasst: 25.04.2006, 23:33 |
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Registriert: 24.03.2006, 22:40 Beiträge: 1062
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dola hat geschrieben: Auch für Wettbewerbe und dergleichen sind die Grenzen blödsinnig niedrig und ich frage mich immer wieder, wie das eigentlich entstanden ist.
Zumal in Deutschland die Sprüche vorherrschen: "Warte mal ab, ich würde nicht so früh damit beginnen, die Stimme braucht Zeit, sich zu entwickeln..."
Ich hatte mal mit einem sehr berühmten deutschen Bariton, den ich eigentlich sehr verehre, einen Briefwechsel und wollte bei ihm Unterricht nehmen - da war ich 18/19. Er sagte mir, die Stimme braucht noch etwas Zeit und mit etwa 24 Jahren weiß man wohin die Reise geht. Ich meldete mich mit 29 Jahren nochmals bei ihm. Er hat nur noch einige wenige Schüler hieß es, altersmäßig unterrichtet er nicht mehr. Jetzt war auch die Zeit der Wettbewerbe vorbei.
Liebe Grüße rugero.
_________________ Die Stimme, das für mich vollkommenste Instrument.
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musencusmuc
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Verfasst: 25.04.2006, 23:41 |
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Registriert: 12.04.2006, 16:47 Beiträge: 285 Wohnort: München (*20.11.1965)
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dola hat geschrieben: Lieber musencusmuc, was ich da gesehen habe, war kein Profichor, sondern ein stinkmormaler Laierchor, zwar mit Anspruch, aber doch. Und das ist albern! Ich habe es ja nicht vor, aber ich bewerbe mich doch nicht unter Vorlage des Personalausweises bei einem Chor!!! Ich habe mich nur grundsätzlich über den Schwachsinn geärgert. M.E. könnte bei einem Profichor niemand was dagegen sagen, dass keine Leute kurz vor dem Rentenalter, vor allem vielleicht noch als erstengagement genommen werden - da stehen ja auch Erwägungen in bezug auf das Arbeitsverhältnis dahinter - aber meistens sind m. E die Grenzen zu niedrig und diskriminieren Menschen, die es eigentlich noch nicht nötig hätten, sich zu rechtfertigen, dass sie noch voll leistungsfähig sind. Das gilt allerdings für viele andere Berufssparten auch. Auch für Wettbewerbe und dergleichen sind die Grenzen blödsinnig niedrig und ich frage mich immer wieder, wie das eigentlich entstanden ist. Grüße, dola
Liebe dola!
Da hast du natürlich recht, bei nicht bezahlten Chören ist es natürlich eine Frechheit und eine Diskriminierung noch dazu! Da stimme ich Dir völlig zu!
Wie das bei den Wettbewerben entstanden ist? Weil der Andrang so groß war und ist, nehme ich mal an! Die Auswahl ist halt riesengroß, also versucht man, das zu beschränken.
Ärgere Dich nicht, wir werdne das nicht mehr beeinflussen können. Wir können nur GUT SEIN und zeigen, dass die Grenzen lächerlich sind!
Gruß und Kuss, der alternde musencus
_________________ Ein Leben ohne Gesang ist möglich, aber sinnlos!
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cantilene
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Verfasst: 26.04.2006, 08:20 |
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Ach ja... das ist ein Thema, das mich auch sehr persönlich betrifft und angeht und ich habe all eure Beiträge mit grossem Interesse gelesen.
Auch ich erlebe mehrere Sänger, von denen ich bei ehrlicher Einschätzung eigentlich sagen müsste, es sei hôchste Zeit aufzuhören, aber wer bringt das schon übers Herz? Ich weiss ja nichtmal, ob es wirklich am Alter liegt oder an ohnehin nicht so effizienter Technik. Wenn die Leute den Schritt nicht selbst tun, würde ich mir eher die zunge abbeissen, als jemandem ein solches Messer in die Brust zu stossen. Selbst in der eigenen Familie und engstem Umfeld würde mir das schwerfallen, denn ich kann mir vorstellen, dass es einem Menschen den Lebensnerv raubt, wenn er innerlich noch nicht so weit ist.
Ist es besser zuzusehen, wie sich jemand öffentlich lächerlich macht oder ihm/ihr klare Worte zu sagen? Das ist eine Frage, die ich mir stelle und nicht beantworten kann.....
Das mit der Altersbegrenzung bei Chören kann ich nicht nachvollziehen und habe es selbst gottseidank noch nicht erlebt. Was soll das bitte?????
Überhaupt scheinen die Franzosen das ein wenig lockerer zu sehen und auch Ausnahmen zuzulassen.
An grossen Konservatorien gibt es natürlich auch eine Altersgrenze, die unter 30 liegt, aber keine Regel ohne Ausnahme und an den kleinen drückt man auch schonmal zwei Augen zu, wenn sich Lehrer für jemanden einsetzen. Ich kann nur froh und dankbar sein, dass dem so war in meinem Fall. Allerdings liegt das auch daran, dass reine Privatstudenten hier kaum je eine Chance haben, irgendwie öffentlich aufzutreten und das System produziert dann wahrscheinlich von selbst seine höhere Toleranzgrenze.(wobei es auch daran liegt, dass die Franzosen aus Prinzip gerne gegen Regeln verstossen ;-) )
Auch bei Wettbewerben gibt es hier mehr Ausnahmen, zumindest bis 45 hat man noch in Paris eine Chance richtig Geld/Renommée bei einem Wettbewerb auf Profi-Niveau zu gewinnen. Allerdings gibt es auch natürlich Gegen-Beispiele hier im Land.
Vielleicht ist in Deutschland einfach soviel Andrang, dass man sich keinerlei Ausnahmen leistet, um den Markt nciht noch mehr zu überschwemmen, wie jemand schrieb?
Aber ich halte auch das Alter da niciht für ein adäquates Qualitätskriterium.
Es gibt einfach Stimmen und Persönlichkeiten, die werden erst jenseits der 40 interessant und reif und wie sollen die dann noch je eine Chance haben?
Ausser bei Belcanto vielleiciht, da gibt es gottseidank solchen Schwachsinn nicht! ;-)
Lieben Gruss von Old Canti :love:
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EmmyNoether
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Verfasst: 26.04.2006, 08:37 |
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dola hat geschrieben: Aber zur Ergänzung: ich sah gestern einen Suchaushang eines Chores ( nicht Jugendchor!!!) in der Musikhochschule. Altersbegrenzung: 35!!!
Hallo,
ich bin Mitte 40, singe in einigen Chören, und nachdem ich in einer Chor-Zeitschrift gelesen hatte, daß es sogar in manchen Kantoreien Altersbegrenzungen gibt, war ich etwas alarmiert.
Da hatten wir ja auch einen kleinen thread auf gesang.de dazu.
Also, ICH möchte in meinen Chören weder mit 70-jährigen noch mit 20-jährigen Quintenschleudern zusammensingen, soviel ist klar. (Ich hätte da gerade über Mädels, die an die Oper wollten, einige Geschichtchen auf Lager.)
ABER: ich singe auch in einem Hochschulchor, ca. 25 Sänger, klassisches Repertoire, nix mit Pop und so. Bei uns hat es Zeiten gegeben, da waren Mitarbeiter zw. 35 und 50 in der Überzahl, und wir hatten große Schwierigkeiten, überhaupt neue Studenten an Land zu ziehen. Selbstverständlich sind wir alle wahnsinnig nett, lustig, jung im Geiste, haben eine tolle Gemeinschaft usw., wir singen recht gut, und wir haben eine tolle Chorleitung mit sehr guter Stimmbildung. Aber ein junger Mensch sieht die ganzen "alten" Leute, und wer am neuen Hochschulort AUCH etwas Anschluß sucht, schaut sich vielleicht nach etwas anderem um. "Seniorenchor" ist nicht die Aufgabe des Hochschulchores. Wir haben es so geregelt, daß wir Älteren von uns aus keine älteren Externen mehr anschleppen, und wir sprechen in der Werbung gezielt die Gruppe der Studenten an, schließen aber ältere, sofern sie stimmlich passen, nicht aus. Ich finde, das ist ein guter Weg, bei uns zeigen sich Erfolge.
Gruß v. Emmy
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EmmyNoether
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Verfasst: 26.04.2006, 08:52 |
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Zum Thema Wettbewerbe:
Wie will man's machen?
Die Altersgrenzen sind halt leichter zu kontrollieren als Einschränkungen wie "nicht länger als 10 Jahre Unterricht".
Ohne Altersgrenze ist's auch ungerecht. Da tritt die 50-jährige, die schon immer singt, gegen die 25-jährige an, die sich seit 2 Jahren Unterricht leisten kann.
Ok. Bilden wir also Altersklassen. Z.B. 40-50 jährige Sänger. Ungerecht! A hat ja erst seit drei Jahren Unterricht und B seit 30 Jahren. Also auch nichts.
Was macht man? Man unterwirft sich entweder dem Reglement der bestehenden Wettbewerbe, man bleibt zu Hause bzw. singt ganz toll ohene Wettbewerb, oder man stiftet Leute an, Wettbewerbe auszurichten, die dem eigenen Gerechtigkeitsempfinden entgegen kommen...
Falls es tröstet: in anderen Bereichen gibt es auch solche Altersgrenzen. Wenn man übers Wettbewerbsalter hinaus ist, strebt man eben den Nobelpreis an...
Gruß v. Emmy
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