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Kurt Rose : "So aber ist es geschehn"
Das will mir nicht in den Kopf : dass der Allmächtige käme und Wohnung im Elend nähme das Gott, die Tiefe der Welt, den Menschen sich zugesellt. Das will mir nicht in den Kopf.
So aber ist es geschehn : im Stall zu Welt gekommen, hat er das Reich genommen, und trug es durch Berg und Tal und trug es hinauf zum Pfahl. So aber ist es geschehn.
Das will mir nicht aus dem Kopf : dass ich im ärmlichen Kinde den Reichtum Gottes finde, dass dort mein Weg weitergeht, so Jesu Todeskreuz steht. Das will mir nicht aus dem Kopf.
Das aber ändert die Welt : Gott hat auf Macht verzichtet und die Gewalt vernichtet. Wer Bethlehems Stall betritt, der nimmt diese Weise mit. Das aber ändert die Welt.
Erna Woll ( 1917-2005) hat dieses Gedicht in der ihr sehr eigenen Weise vertont.
Erna Wolls Vokalkompositionen, stets vertont nach bewusst ausgewählten, oft hintergründigen, auch provokanten, anklagenden oder kritischen Texten wichtiger Autoren vor allem der Gegenwart, sind ganz unverkennbar Botschaften für die Menschen ihrer Zeit: Glaubensbotschaften einer kritischen ökumenischen Christin, kämpferische Friedensbotschaften, Zeugnisse der Gottessucherin, Zeugnisse auch einer neuen ökumenischen Marienverehrung und immer wieder die Advents-, Weihnachts- und Osterbotschaften in einer neuen Sicht.
Und ganz nebenbei—sie war eine Kinder– und Jugendfreundin meiner Großmutter.
Liebe Grüße
Uralt
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